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Hallo allesamt!
Ich setze das mal absichtlich in den Plauderbereich. Eigentlich will ich mir nur etwas Luft machen über auferzwungene Lebenszyklen vollkommen betriebsfähiger Geräte, andererseits hat ja der eine oder die andere gut Ratschläge a la "was würde ich in der Situation machen".
Nicht zu bitterernst nehmen, aber irgendwie bin ich doch etwas am verzweifeln.
Achtung, Gemeckere incoming in 3...2...1...
Die Situation:
Ich habe mir vor etwa 10 Jahren die Recording-Seite meines Vintage-Studios erneuert.
Vintage-Studio weil ich seit den 90ern mit einem Atari die Stücke schreibe, der über insg. 9 MIDI Out einen Berg Synthesizer ansteuert, darunter Klassiker wie JV-1080, K4r und TG77.
Da fängts schon an. Denn den neueren Quatsch gibt es nicht mehr im praktischen und seit Ewigkeiten etablierten 19-Zoll-Format.
Ja, mittlerweile habe ich auch eine Bass Station II, einen Blofeld und einen Minilogue XD. Und die nehmen halt einfach enorm Platz weg auf den horizontalen Flächen, die halt echt begrenzt sind. Platz für ein zweites Rack für die Dinger ist überhaupt nicht vorhanden.
Naja, aber es funktioniert, es sieht halt aus wie auf einem Schlachtfeld, auf dem Geräte halt auch mal diagonal gegen den Monitor gelehnt werden und "Kabelmanagement" einen ähnlich realistischen Klang hat wie "Einhorn".
Ich sagte, vor 10 Jahren habe ich das ganze neu eingerichtet.
Vor allem stieg ich auf Reaper um und es flog damals der Rauschgener..äh hoppla, das analoge Behringer 32-Kanal-Mischpult raus.
Dafür holte ich mir ein Tascam US-1800, dessen 18 Eingänge zwar nicht komplett für alle Geräte hier reichen, aber ein bisschen kann man ja umstöpseln. Für die reine Studioaufnahme brauchts ja auch überhaupt kein Mischpult.
Natürlich legte ich mir auch extra einen neuen Rechner fürs Studio zu. Das Problem: ich hatte da schon angefangen, eine DSP-Karte zu benutzen, eine TC Powercore Mk.1.
Das bedeutete aber auch dass ich keinen ultra schnellen PC brauchte: Dual Core, 3 GB RAM. Prima.
Nur: damals gab es keine Powercore-Treiber für Windows 7. Also installierte ich Windows XP, generell sind meine Studiorechner ohnehin nicht im Internet, Datenaustausch mache ich per USB-Stick. Klingt archaisch aber funktioniert und ist sicher.
Das wirkliche Elend, abseits vom mangelnden Platz durch den Eurorack-Käse, begann, als ich für ein neues Stück eine E-Gitarre brauchte.
Ich lud mir einige Demos herunter, musste aber feststellen dass nur eine (eine wirklich schlechte, viel zu einfache) noch auf WinXP lief.
Hmpf.
Naja, ich erlebte in letzter Zeit ohnehin immer häufiger dass sich die Powercore-Plugins beschweren dass zu wenig RAM da sei. Warum auch immer die nach 10 Jahren plötzlich meckern.
Immerhin, Powercore-Treiber gab es mittlerweile auch für Win7.
Aber wenn schon neu, dann komplett, oder?
Irgendein neuer i3 (oha, seit wann hat der i3 denn vier Kerne? Dafür war doch der i5 da ...was der hat jetzt 6 Kerne? Seltsame Welt...), und der bekommt dann auch Win11, das sich auf meinem Hauptrechner (einem i7) nicht installieren will weil Microsoft seine Kunden vejagen möchte.
OK, also mal auf den Markt geschaut was es an Board+CPU+RAM-Bundles so gibt.
Öhm. OK. Kein Mainboard hat heute noch PCI-Steckplätze.
Ich will aber die Powercore weiter nutzen. Sonst kann ich ja nie mehr alte Stücke bei Überarbeitung exakt so klingen lassen wenn sie auf bestimmte Plugins dafür angewiesen sind.
Es scheint Adapter für PCie zu geben. Aber taugt das? Was macht die Latenz? Ist das stabil? Und passt die tischtennisplattengroße Powercore dann überhaupt noch in den Rechner?!
Aber weitere Suche ersparte es mir, weitere Gedanken zu verschwenden denn es gibt ohnehin keine Win11-Treiber für die Powercore Mk.1. Nichtmal Win10 denn das Ding wurde 2017 komplett eingestellt.
Da kam mir ein Gedanke: auf meinem Alltagsrechner, dem i7, will ich wegen des Win11-Ärgers nun ohnehin auf Linux wechseln. Praktisch alles was ich brauche läuft auf Linux. Auch Reaper.
Also mal kurz geschaut: Reaper und Linux.
Und das erste worüber man stolpert sind etliche Artikel und Workshops wie man VSTs auf Linux überhaupt zum laufen bekommt, ganz egal wie toll Reaper nun auf Linux läuft. Ohje. Genau auf sowas hab ich überhaupt keinen Bock.
Natürlich gibt es auch keinerlei Linux-Powercore-Treiber für egal was für eine Powercore.
Und auch gibt es weder Linux- noch Win11-Treiber für das US-1800.
So langsam steigt Rauch aus meinen Ohren.
Wenn ich ein Instrument kaufe dann kann ich das morgen, nächstes Jahr oder nächstes Jahrhundert benutzen. Es wird funktionieren, sofern technisch OK.
Hier nun habe ich zwei nicht billige Geräte, in einwandfreiem Zustand, die ich aber nicht mehr nutzen soll einfach weil es keine Treiber gibt.
"Geh doch mit der Zeit und hol Dir komplett was Modernes!"
Ich übersetze mal frei: "Gib unnötig Geld aus für Zeug das du schon hast, obwohl die modernen Varianten keinerlei Mehrwert erzeugen und das auch nicht besser können als das was du schon hast, weil die Techindustrie Geld verdienen will."
Nein danke. Ist vielleicht altmodisch aber ich sehe den Sinn nicht, Geräte die funktionieren nutze ich weiter wenn neue Geräte mir keinen Mehrwert schaffen können.
Dabei gäbe es ja sogar eine Lösung, die viel billiger und einfacher ist als hardwareseitig aufzurüsten: einfach die letzte Version von Guitar Rig kaufen, die noch auf Win XP läuft.
Ätsch, aber das geht nicht. Denn die Techindustrie will kein Geld verdienen und hat ältere Versionen gar nicht auf dem Markt. Und eBay und Co. beobachte ich schon ewig, ältere Versionen tauchen da nicht auf oder haben immer irgendwelche Haken.
Da stehe ich nun, ein Loch ist im Eimer, komme nicht weiter außer ich kaufe mir einen neuen PC, eine neuere Powercore (deren Entwicklung ja eh eingestellt ist und ab Win10 gibt es ohnehin nie wieder Treiber womit hier genau gar nix gelöst ist) und ein neueres Gerät das mir mal mindestens 18 Eingänge zur Verfügung stellt.
Och, und wenn ich schon dabei bin kaufe ich noch eine Karibikinsel.
Und angesichts all der Probleme die man mit rein dem PC-Treiber-Quatsch hat, gibt es Leute, die einem von einem reinen Softwarestudio überzeugen wollen. Ja klar, wenn einem die eigene Musik nichts wert ist und man sie nach dem Schreiben eh wieder in den Müll tritt, dann kann man auch gerne alle paar Jahre einen vierstelligen Betrag für neue Geräte und Software ausgeben und die alten in die Tonne schmeissen obwohl die noch einwandfrei funktionieren, man will die alten Projekte ja eh nicht mehr laden.
Hmpf.
Hat jemand zufälligerweise Guitar Rig 4 herumliegen und würde es verkaufen?
Das läuft soviel ich weiß noch auf XP.
Ich setze das mal absichtlich in den Plauderbereich. Eigentlich will ich mir nur etwas Luft machen über auferzwungene Lebenszyklen vollkommen betriebsfähiger Geräte, andererseits hat ja der eine oder die andere gut Ratschläge a la "was würde ich in der Situation machen".
Nicht zu bitterernst nehmen, aber irgendwie bin ich doch etwas am verzweifeln.
Achtung, Gemeckere incoming in 3...2...1...
Die Situation:
Ich habe mir vor etwa 10 Jahren die Recording-Seite meines Vintage-Studios erneuert.
Vintage-Studio weil ich seit den 90ern mit einem Atari die Stücke schreibe, der über insg. 9 MIDI Out einen Berg Synthesizer ansteuert, darunter Klassiker wie JV-1080, K4r und TG77.
Da fängts schon an. Denn den neueren Quatsch gibt es nicht mehr im praktischen und seit Ewigkeiten etablierten 19-Zoll-Format.
Ja, mittlerweile habe ich auch eine Bass Station II, einen Blofeld und einen Minilogue XD. Und die nehmen halt einfach enorm Platz weg auf den horizontalen Flächen, die halt echt begrenzt sind. Platz für ein zweites Rack für die Dinger ist überhaupt nicht vorhanden.
Naja, aber es funktioniert, es sieht halt aus wie auf einem Schlachtfeld, auf dem Geräte halt auch mal diagonal gegen den Monitor gelehnt werden und "Kabelmanagement" einen ähnlich realistischen Klang hat wie "Einhorn".
Ich sagte, vor 10 Jahren habe ich das ganze neu eingerichtet.
Vor allem stieg ich auf Reaper um und es flog damals der Rauschgener..äh hoppla, das analoge Behringer 32-Kanal-Mischpult raus.
Dafür holte ich mir ein Tascam US-1800, dessen 18 Eingänge zwar nicht komplett für alle Geräte hier reichen, aber ein bisschen kann man ja umstöpseln. Für die reine Studioaufnahme brauchts ja auch überhaupt kein Mischpult.
Natürlich legte ich mir auch extra einen neuen Rechner fürs Studio zu. Das Problem: ich hatte da schon angefangen, eine DSP-Karte zu benutzen, eine TC Powercore Mk.1.
Das bedeutete aber auch dass ich keinen ultra schnellen PC brauchte: Dual Core, 3 GB RAM. Prima.
Nur: damals gab es keine Powercore-Treiber für Windows 7. Also installierte ich Windows XP, generell sind meine Studiorechner ohnehin nicht im Internet, Datenaustausch mache ich per USB-Stick. Klingt archaisch aber funktioniert und ist sicher.
Das wirkliche Elend, abseits vom mangelnden Platz durch den Eurorack-Käse, begann, als ich für ein neues Stück eine E-Gitarre brauchte.
Ich lud mir einige Demos herunter, musste aber feststellen dass nur eine (eine wirklich schlechte, viel zu einfache) noch auf WinXP lief.
Hmpf.
Naja, ich erlebte in letzter Zeit ohnehin immer häufiger dass sich die Powercore-Plugins beschweren dass zu wenig RAM da sei. Warum auch immer die nach 10 Jahren plötzlich meckern.
Immerhin, Powercore-Treiber gab es mittlerweile auch für Win7.
Aber wenn schon neu, dann komplett, oder?
Irgendein neuer i3 (oha, seit wann hat der i3 denn vier Kerne? Dafür war doch der i5 da ...was der hat jetzt 6 Kerne? Seltsame Welt...), und der bekommt dann auch Win11, das sich auf meinem Hauptrechner (einem i7) nicht installieren will weil Microsoft seine Kunden vejagen möchte.
OK, also mal auf den Markt geschaut was es an Board+CPU+RAM-Bundles so gibt.
Öhm. OK. Kein Mainboard hat heute noch PCI-Steckplätze.
Ich will aber die Powercore weiter nutzen. Sonst kann ich ja nie mehr alte Stücke bei Überarbeitung exakt so klingen lassen wenn sie auf bestimmte Plugins dafür angewiesen sind.
Es scheint Adapter für PCie zu geben. Aber taugt das? Was macht die Latenz? Ist das stabil? Und passt die tischtennisplattengroße Powercore dann überhaupt noch in den Rechner?!
Aber weitere Suche ersparte es mir, weitere Gedanken zu verschwenden denn es gibt ohnehin keine Win11-Treiber für die Powercore Mk.1. Nichtmal Win10 denn das Ding wurde 2017 komplett eingestellt.
Da kam mir ein Gedanke: auf meinem Alltagsrechner, dem i7, will ich wegen des Win11-Ärgers nun ohnehin auf Linux wechseln. Praktisch alles was ich brauche läuft auf Linux. Auch Reaper.
Also mal kurz geschaut: Reaper und Linux.
Und das erste worüber man stolpert sind etliche Artikel und Workshops wie man VSTs auf Linux überhaupt zum laufen bekommt, ganz egal wie toll Reaper nun auf Linux läuft. Ohje. Genau auf sowas hab ich überhaupt keinen Bock.
Natürlich gibt es auch keinerlei Linux-Powercore-Treiber für egal was für eine Powercore.
Und auch gibt es weder Linux- noch Win11-Treiber für das US-1800.
So langsam steigt Rauch aus meinen Ohren.
Wenn ich ein Instrument kaufe dann kann ich das morgen, nächstes Jahr oder nächstes Jahrhundert benutzen. Es wird funktionieren, sofern technisch OK.
Hier nun habe ich zwei nicht billige Geräte, in einwandfreiem Zustand, die ich aber nicht mehr nutzen soll einfach weil es keine Treiber gibt.
"Geh doch mit der Zeit und hol Dir komplett was Modernes!"
Ich übersetze mal frei: "Gib unnötig Geld aus für Zeug das du schon hast, obwohl die modernen Varianten keinerlei Mehrwert erzeugen und das auch nicht besser können als das was du schon hast, weil die Techindustrie Geld verdienen will."
Nein danke. Ist vielleicht altmodisch aber ich sehe den Sinn nicht, Geräte die funktionieren nutze ich weiter wenn neue Geräte mir keinen Mehrwert schaffen können.
Dabei gäbe es ja sogar eine Lösung, die viel billiger und einfacher ist als hardwareseitig aufzurüsten: einfach die letzte Version von Guitar Rig kaufen, die noch auf Win XP läuft.
Ätsch, aber das geht nicht. Denn die Techindustrie will kein Geld verdienen und hat ältere Versionen gar nicht auf dem Markt. Und eBay und Co. beobachte ich schon ewig, ältere Versionen tauchen da nicht auf oder haben immer irgendwelche Haken.
Da stehe ich nun, ein Loch ist im Eimer, komme nicht weiter außer ich kaufe mir einen neuen PC, eine neuere Powercore (deren Entwicklung ja eh eingestellt ist und ab Win10 gibt es ohnehin nie wieder Treiber womit hier genau gar nix gelöst ist) und ein neueres Gerät das mir mal mindestens 18 Eingänge zur Verfügung stellt.
Och, und wenn ich schon dabei bin kaufe ich noch eine Karibikinsel.
Und angesichts all der Probleme die man mit rein dem PC-Treiber-Quatsch hat, gibt es Leute, die einem von einem reinen Softwarestudio überzeugen wollen. Ja klar, wenn einem die eigene Musik nichts wert ist und man sie nach dem Schreiben eh wieder in den Müll tritt, dann kann man auch gerne alle paar Jahre einen vierstelligen Betrag für neue Geräte und Software ausgeben und die alten in die Tonne schmeissen obwohl die noch einwandfrei funktionieren, man will die alten Projekte ja eh nicht mehr laden.
Hmpf.
Hat jemand zufälligerweise Guitar Rig 4 herumliegen und würde es verkaufen?
Das läuft soviel ich weiß noch auf XP.