Nitrolack überlackieren?

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Rex Ranarum

Rex Ranarum

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Hallo zusammen!
Hab mich hier registriert, weil ich Erfahrungen zum Thema Nitrolack suche. Ich hab eine Gibson J45 mit tollem Sunburst und Nitro finish. Leider geht mit das letztere seit Jahren auf den Sack, da der Nitrolack bekanntermaßen quasi null Resistenz gegen mechanischen Abrieb und Schweiß mitbringt. Ich müsste mein Arbeitspferd nach jeder hitzigen Probe oder Gig neu Polieren. Gibt es Erfahrungen eurerseits mit dem Überlackieren von Nitrolack? Ich hab auch eine Yamaha Dave Navarro Edition, da geh ich leicht mit Spüli über den Akryllack und alles ist gut. Sowas hätt ich gerne auch für die J45.
Bitte keine Grundsatzdiskussion betreffend die Überlegenheit von Nitrolack gegenüber modernen Lacksystemen, danke 😅😅
 

Wenn Du den Nitrolack vorher komplett runterschleifst kannst Du auch mit Acryllack neu lackieren. Acryl oder Ähnliches auf Nitrolack funktioniert definitiv nicht.
 
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Wenn Du den Nitrolack vorher komplett runterschleifst kannst Du auch mit Acryllack neu lackieren. Acryl oder Ähnliches auf Nitrolack funktioniert definitiv nicht.
Shit... sowas in der Art habe ich befürchtet...
 

Rein wirtschaftlich wird sich wahrscheinlich ein Verkauf der J45 und der Kauf eines passenderen Instrumentes eher rechnen, solange Du das nicht selbst in (werterhaltender) Ausführung selbst hinbekommst.

Zumal eine hörbare Auswirkung der Lackierung auf den Klang nicht auszuschließen ist. Du weißt also nicht genau, was Du am Ende zurückbekommst.
 
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Aber ein Altern und schnellerer Abrieb des (Nitro-)Lacks gehört doch dazu?!
Polieren würde ein stetiges herunterschleifen des Lacks bedeuten.
 
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Aber ein Altern und schnellerer Abrieb des (Nitro-)Lacks gehört doch dazu?
Aber der TE mag das halt nicht und würde einen beständigen, widerstandsfähigen Lack bevorzugen. Ist halt am Ende einfach Geschmacksache bzw. auch davon abhängig, wie doll Schweiß beim Spielen ein Thema ist.
 
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wie wäre es mit autowachs zu behandeln. das mache ich. die gitarren sehen auch nach jahren wie neu aus.
 
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Shit... sowas in der Art habe ich befürchtet...

Aber zum Glück entspricht es nicht der Realität.

Der handelsübliche Schnellschleifgrund ist auch ein Nitrolack mit hohem Füllstoffgehalt und da kann man mit allen möglichen Lacken drüber lackieren.

Den einen Gibson-Lack gibt es leider nicht, da sie immer wieder die Rezeptur geändert haben, aber ich denke schon dass Dir geholfen werden könnte.

Und mal so nebenbei: Herzlich willkommen im Musiker-Board!

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Naja, den Schnellschleifgrund schleifst Du aber auch fast wieder komplett runter, Acryllacke enthalten oft deutlich stärkere Lösemittel als Nitrolacke und lösen selbst alten Nitrolack wieder an. Und die Aushärtung bei Nitrolack hört gefühlt nie auf, bei Acryllack deutlich früher. Entweder es wird eine klebrige Geschichte oder der härtere Acryllack reißt auf dem Nitrolack.
Was da wirklich passiert, weiß man vorher nie, erst recht nicht, wenn der Hersteller des alten Lackes unbekannt ist.
ICH würde den alten Nitrolack vernünftig anschleifen und im Sommer bei sehr guter Lüftung und mit Atemschutz mit Nitrolack überlackieren.
 
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Liebe alle,
vielen Dank für die Rückmeldungen und das herzliche Willkommen!

@Schweiß: ja, leider gehöre ich zu jener Menschengruppe, die auf der Bühne beim Hallo sagen bereits schweißüberströmt ist 😅😅 Das wirkt sich natürlich nachteilig auf die J45 aus, vor allem dort, wo der Unterarm am Korpus aufliegt. Und mir gefällt das mit der Patina nicht sonderlich, sieht meiner Meinung nach unschön aus auf so einem teuren Gerät.

@Wachs: ich hab schon alle möglichen Mittelchen zu Hause, Dunlop, Ernie Ball, Music Nomad... aber das Zeug ist halt auch gleich wieder herunten durch den Abrieb.

Wenn ich ein Fazit ziehen sollte aus dem bisher gelesenen, dann dass ich wenn überhaupt zu einem Profi/Instrumentenbauer gehen sollte. Selber hab ich nicht die Möglichkeit, die Gibson nach dem Anschliff wieder Fehlerfrei überzulackieren.
 
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Wenn ich ein Fazit ziehen sollte aus dem bisher gelesenen, dann dass ich wenn überhaupt zu einem Profi/Instrumentenbauer gehen sollte. Selber hab ich nicht die Möglichkeit, die Gibson nach dem Anschliff wieder Fehlerfrei überzulackieren.

Ich denke, falls Du dich zum umlackieren entscheidest, dann am besten beim Gitarrenbauer. Du musst Dir halt bewusst sein, dass bei einem etwaigen Verkauf die Umlackierung wahrscheinlich den Preis drücken wird und Du nach der Lackierung ein klanglich leicht verändertes Instrument erhalten könntest.

Wenn dir die J45 aber ansonsten eben absolut perfekt gefällt, ist das wohl ein Risiko, dass man eingehen kann.
 
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autowachs ist eigentlich recht robust.
 
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Concorso auto hartwachs .

Teuer .Aber extrem gut
 
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  • #15
Nö.:juhuu:

Aber auf normalen auto .

Aber kein oldtimer.

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Oder man kann auch carnaubawachs selber machen .
Hab ich auch gemacht.
Anleitungen gibt's im Netz
 
  • #16
@Rex Ranarum

Von Experimenten und gutgemeinten Ratschlägen ohne Erfahrung halte ich in diesem Falle nichts.

Ich denke ein Zupfinstrumentenmacher ist der richtige Ansprechpartner für Dich. Davon gibt's ja auch in A einige.
 
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  • #19
Ich habe schon gesehen dass Armrest angebracht waren damit der Kontakt des Unterarms ausbleibt und der Klang nicht verfälscht wird.
Wenn natürlich der Schweiß auf den Korpus tropft nützt das auch nix.
 
  • #20
Na ich würde den Korpus einer J45 ganz sicher nicht mit einem Armrest vergrößern wollen.

Meine Empfehlung wäre ein einfaches Baumwolltuch mit dem gerade der Unterarmbereich nach jedem Gebrauch kurz abgewischt wird. Gibson Lacke reagieren mit den im Schweiß enthaltenen Salzen. Sie verändern sich dadurch chemisch und weichen auf. Dieser Prozess lässt sich nicht rückgängig machen.

Ich würde auch dringend davon abraten irgendein Gitarrenpflegeprodukt zu verwenden - egal was die Werbung verspricht. Einige dieser Produkte enthalten Substanzen die nicht nur für die Gitarre ungesund sind.

Bitte keine Grundsatzdiskussion betreffend die Überlegenheit von Nitrolack gegenüber modernen Lacksystemen, danke 😅😅

Auch hier ist die Wahrheit ja umgekehrt.

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