Nu-Metal-Mix ----> Vorschläge, Kritik, Tipps, Hinweise u.a.

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Andree1976
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Hallo zusammen,

bin gerade dabei, mir einen Nu-Metal-Track zu basteln.
Da mir inzwischen die Objektivität fehlt, bitte ich Euch, da mal reinzuhören.

Insbesondere interessiert mich, ob es irgendwo dröhnt, der Bass zu präsent ist, die Gitarren "kratzen" - das übliche eben. :rolleyes:
Überlagert sich die Kickdrum zu sehr mit dem Bass?

Bisher hab ich so gut wie kein Reverb oder Delay benutzt, da ich momentan sehr inspiriert bin, von dem trockenen und direkten Klang
bei Metallica/...And Justice For All und den ersten Alben von Korn. Effektzeug hab ich mal komplett weggelassen.

Die Strophen sind noch ohne Gesang. Erst mal geht es mir nur um die Instrumente im Verhältnis zu einander und den Sound.

Beim bouncen des Mixes und auch schon während der Aufnahmen, habe ich gleich einen EQ und ein Mastering-Plugin im Masterfader verwendet.
Hab jetzt schon öfter gelesen das es viele so handhaben und ich dachte, ich propiere das auch mal aus. Böse Zungen behaupten ja, das sei einfach nur Faulheit. :rolleyes:
Abgesehen von den fehlenden Vocals, hört Ihr hier also praktisch schon den geplanten "End-Klang". :)

http://soundcloud.com/andree-sings-here/chaincase-bounce-16-bit-441khz

Dankeschön! :great:
 
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Hi,
kennst Du "Down with the sickness" von Distubed?
Musste einfach dran denken beim Intro … :D

Aus dem Bauch raus fällt mir auf:
Es Pump schon, insbesondere die Bassdrum. Es kann natürlich helfen den Bassbereich was luftiger zu gestalten der hat wirklich viel Energie (insbes im sub Bereich mMn), aber ich vermute einfach mal dieses "Mastering Tool" oder Kompression geht da zusätzlich auch zu hart ran momentan.
Wenn die Gitti links alleine ist wirds mMn etwas unangenehm (insbesondere auf Kopfhörern), hier solltest du einen Gegenpol auf der rechten Seite schaffen, wenns auch nur ein bissel Delay oder so ist das nach rechts gepannt wird an der Stelle.
Geschmacksache: die Gitties nen Tick lauter bzw, besser den Rest leiser.
Delay auf der Stimme ist recht präsent eingestellt. Den Nachhalleffekt finde ich auch ganz cool, vielleicht würde hier eine Duckingfunktion helfen (falls vorhanden). Sprich das Delay wir automatisch leiser solange noch Vocals da sind und erst beim Abklingen der Vocals wird das Delay wieder lauter. Dadurch würden die Vocals nicht mehr durchgehend so extrem nass klingen. (wenn es so gewollt war ist es ein bissel zu viel des Guten für meinen Geschmack)

Der Sound gefällt mir allgemein ziemlich gut, wenn der Mix noch was ausgewogener wird knallt das ganz gut glaube ich! :great:

Hoffe es hilft.

Gruß

- - - Aktualisiert - - -

Mist jetzt hab ich meinen Kommentar zum Mastering vergessen:

Ich denke das das mit dem "in den Maximizer mischen" etc. hier missverstanden wird. die Lautheit erzielst Du nur durch einen Mix der grundsätzlich passt. Solche Tools dann irgenwann schon mal dazuzuschalten hilft nur die Veränderungen am Sound und Dynamik schon während des mixens ausgleichen zu können. Faulheit ist das nicht, aber man darf nicht glauben dass es was besser macht, nur weil es da ist (die Gefahr dabei ist, dass man sich verzettelt, weil der Grundmix noch nicht gepasst hat! Vorallem nicht von anfang an "Volle Pulle" einstellen.).

EQ von vorne herein kann ich an der Stelle aber eher nicht nachvollziehen (man berichtige mich ggf.) denn den Grundsound kann man ja auch im Mix mit EQ einstellen. Macht höchstens Sinn wenn man nur noch mastern kann weil die Spuren schon in Stems zusammengefasst sind oder so.

Gruß
 
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1000 Dank für Deine - tatsächlich sehr hilfreichen - Tipps. :great:

Das mit Disturbed liegt natürlich nah, wobei ich, als ich mit den Toms angefangen habe, eher an "Halo" von Soil gedacht habe.
Ok, solange das nicht als billige Disturbed-Kopie verspottet wird oder ich wegen Urheberrechtsverletzung angeklagt werde, gehts ja. In dem Genre wird es langsam schwierig, das Rad neu zu erfinden. :gruebel:
Bei mir fließt immer unweigerlich das mit rein, was ich die letzten Jahre gehört habe, auch Limp Bizkit und Korn.

Das mit der Bassdrum kam mir z.B. schon gar nicht mehr in den Sinn. Da wollte ich anfangs erstmal Hauptsache "punchy" und "fett", so Lars Ulrich-Style und irgendwann
hört man das selbst nicht mehr wenn es pumpt. Da bessere ich auf jeden Fall nach.

Das mit dem EQ im Masterfader kam erst ins Rollen, als ich den Track im Auto probegehört habe. Im Vergleich zu anderen CD's, z.B. das aktuelle Solo-Album von Tremonti, musste ich bei meinem Track die Höhen voll aufdrehen.
Die Auto-Lautsprecher haben sich zu meiner Referenz-Abhöre entwickelt. Dann hab ich einen EQ in den Masterfader eingefügt und die Höhen insgesamt etwas angehoben, damit es Hifi-mäßiger klingt.

Also meine Erfahrung mit dem "Direkt-Mastering", schon im Mix-Bounce, ist bisher ganz gut. Denn ich wüsste jetzt nicht, was ich da jetzt noch großartig mastern könnte. Laut genug ist es so auf jeden Fall
und mit jedem weiteren Mastering-Schritt ginge bei diesem Track vermutlich immer mehr Dynamik verloren. Nach "laut und druckvoll", kommt glaub ich nur noch "laut und matschig". :rolleyes:
Wenn ich schon während der Aufnahmen höre, wie es später in etwa klingen könnte, dann macht mir persönlich das Recording gleich viel mehr Spaß.

Vielen Dank nochmal für Deine Meinung! :rock:
 
Zuletzt bearbeitet:
die drums sind aber von einem plugin oder? klingt super, gefällt mir!
 
die drums sind aber von einem plugin oder? klingt super, gefällt mir!

Genau, das Drum-Plugin ist das "Steven Slate Drums 4.0 Platinum". :hail:

Nachdem ich schon EZDrummer hatte, Addictive Drums und zuletzt den CPU-fressenden Native Instruments Studio Drummer,
hab ich jetzt (für mich) den heiligen Gral gefunden. Da sind auch richtig viele authentisch klingende Samples dabei. Das kommt bei einem knallenden
Nu-Metal-Track natürlich nicht so zur Geltung.

Auf Steven Slate kam ich durch YouTube. Da hat einer auf seinem E-Drum-Kit, mit dem Plugin, "Enter Sandman" nachgespielt. Das klang so dermaßen original,
das ich mir das Plugin gleich zugelegt habe. Den Lars Ulrich-Sound vom schwarzen Album fand ich sowieso schon immer genial.
Die Krönung war, das es beim Steven Slate-Plugin schon ein fertiges Metallica-Drumkit gibt, das "Black Kit" heisst. Da wird eben genau der Sound vom Black Album nachgebildet.

Bei meinem Track hab ich ein "Black Kit"-ähnliches Werkspreset verwendet, bei dem die Snare nicht so laut "knallt".

Also, klare Kaufempfehlung. :rock:

Ach ja, nach dem Plugin hab ich nur noch einen Compressor/Limiter von Toontracks EZmix2 eingefügt. Das gibt noch mal einen ordentlich Schub im Mix.
 

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