Oben Linkshänder, Pedale aber Rechtshänder, gibt es da Lösungen?

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Hi! Ich spiel schon seit Ewigkeiten immer mal wieder Schlagzeug, hatte auch länger ein eigenes und hab halt von kleinauf mit offenen Armen auf nem normalen Set gespielt. Für meine Füße ist andersrum auch nix, Fußball spiel ich auch "normal", aber als Linkshänder ist alles über den Pedalen "andersrum" viel schneller und intuitiver umsetzbar.
Gibt es Lösungen, um diesen "Über-Kreuz-Umbau" zu realisieren? Ein halbes Doublekick-Pedal wäre ein Ansatz, aber fällt Euch was zur HiHat ein?
Danke für Eure Antworten!
 
ThaInsane88

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Frage: Warum willst du überhaupt einen Überkreuz umbau realisieren? Open-Handed bietet doch echte Vorteile. Der Drummer einer befreundeten Band spielt so wie du open auf nem Rechtshänderaufbau.

Oder geht's dir darum, die Fill nach links spielen zu können? In dem Fall wirst du um ne Remotehat nicht drumherum kommen.
 
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Genau. Weil ich obenrum mit nem Linkshänder-Aufbau Dinge locker spielen kann, die mir offen immer Nachdenken und Übung abfordern. Untenrum ist es andersrum. Aber das hilft mir schon mal. Vielleicht sollte ich halt dann mehr üben.
Was sind denn die Vorteile vom offen spielen? Vielleicht hilft es mir ja, mich darauf zu konzentrieren. Bin halt absolut kein gelernter Drummer, sondern die Umsetzung von gehörten oder gedachten Sachen fällt mir leicht und über die Jahre hab ich halt noch paar Sachen wie kontrollierte Anschläge gelernt. Mach mir das erste Mal Gedanken über sowas.
Edit: @ThaInsane88 kannst Du mir Vorteile nennen? Vielleicht erkenn ich die bisher für mich nur nicht. Hilft vielleicht, wenn ich das erstmal bewusster angeh. Richtig Schlagzeug spielen können ist auch was ganz anderes, als ich mach, aber ich würd gern bisschen mehr daraus machen, als nur meine angeborenen Koordinationsfähigkeiten und Rhythmusgefühl umzusetzen. Damit komm ich zwar gut durch, aber das will ich halt bewusster angehen.

Nochmal Edit: Bin davon ausgegangen, dass ich es einfach immer falsch gemacht hab. Aber da gibt es ja einige Ansichten. War mir gar nicht klar! Ich belese mich erstmal. Sorry fürs vorschnelle Spammen!
 
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drumtheater736

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Hi,

in der Corona Zeit habe ich mich intensiever mit open Hand Drumming auseinander gesetzt. Für uns Rechtshänder verändert sich natürlich nichts, weil wir Fills weiterhin mit der Stärkeren hand beginnen.
Ich denke darum geht es dir, daß du die Fills mit deiner schwächeren Hand beginnst Je nachdem wieviel du spielst, kann der Unterschied zwischen beiden Händen groß sein .

Ok was kann dir helfen. eine cable hat. ich weiß, wie lang die Kabel sind und ob diese dann noch so empfindlich reagieren wie ein normales Hihat pedal.
altenative 2 auf rechts umstellen also wie wir eigentlich spielen, Überkreuz.

alternative 3 du übst die fills mit rechts zu beginnen. Am Besten du beginnst deine Übungen mit rechts.

das ist natürlich eine Umstellung aber es hilf dir insgesamt weiter den so verbesserst du automatisch deine Koordiunation was beim spielen immer hilfreicht ist und natürlich auch die Hände und Füsse .

Lg

DT
 
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stonarocka

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Und wenn du die Füsse einfach umtrainierst?
Ich beginne Doublebassgrooves zB immer mit links, obwohl rechtshänder und - füssler. Ich habe mich ganz bewusst dazu entschieden, weil mein linker Fuss von der HiHat gewohnt war die geraden Zählzeiten zu treten, und mir mit rechts leichter fällt zu wechseln, die "und" dazwischen zu setzen.
Klar war das Anfangs komisch und hat etwas Übung gekostet, hat sich aber für mein Spiel gelohnt.

Ich glaube du könntest dich mit einem Linkshänderaufbau und etwas Fusstraining insgesamt verbessern. 😉
 
ThaInsane88

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Edit: @ThaInsane88 kannst Du mir Vorteile nennen? Vielleicht erkenn ich die bisher für mich nur nicht. Hilft vielleicht, wenn ich das erstmal bewusster angeh. Richtig Schlagzeug spielen können ist auch was ganz anderes, als ich mach, aber ich würd gern bisschen mehr daraus machen, als nur meine angeborenen Koordinationsfähigkeiten und Rhythmusgefühl umzusetzen. Damit komm ich zwar gut durch, aber das will ich halt bewusster angehen.

Verpeilt hier zu antworten... seufz.

meiner Meinung nach größter Vorteil von Open Handed ist halt genau das - die offene Haltung. Du kannst dich mit den Armen freier über das Set verteilen. Durch diese Spielweise ist z.B. Dont stop Believing von Journey ein Kinderspiel.
Ich hab das z.B. ursprünglich so gelöst, dass ich ne zweite Hi-hat an meinem Set habe - und zwar auf der Rechten Seite. Mit ner Kabelmaschine dann rüber zum linken fuß. Hatte zwischendurch auch mal die Füße geswitcht aber festgestellt, dass das unnötig ist, weil die sich eh nicht überkreuzen. Hab aktuell also drei Pedale links und eins rechts.

Ich hab mir aber auch angewöhnt, meinen linken Arm für einfachere Sachen open für die Hi-Hat zu nutzen. Du als Linkshänder hast es natürlich nicht leichter, weil du die Fills nach links raus spielen möchtest - also die Toms im Linksseiteraufbau haben willst. Aber wer sagt denn, dass du nicht trotzdem ne Kable Hat so positionierst, dass die praktisch etwas hinter den Toms rausragt. Danny Carrey von Tool macht das z.B. so (scheiß vergleich weil der für jeden Arm und jedes Bein zwei Gehirne hat aber naja). Mike Mangini hat nen gespiegelten Aufbau. Auch ne Ausnahme. Aber im Grunde gibts da keine Vorgaben.

So mega teuer muss eine Kablehat nicht sein. Ich besitze eine billige von Fame. Das indirektere Spielgefühl hast du bei allen marken. Egal welche Preisklasse. Das bringt der Bowdenzug eben so mit sich. Die Laufeigenschaften machen sich erst bei höheren Geschwindigkeiten bemerkbar. Für mich als Hardrockschlagzeuger kein Problem, weil ich keine überschnellen Dinge mit der Hi-Hat mache. An sich spüre ich so keinen nennenswerten Unterschied zur Main-Hat - außer die etwas indirektere Ansprache - und ja - die ist auch n bisschen schwerfälliger.

Den von stonerocka genannten reinen Linkshänderaufbau solltest du aber in jedem Fall auch ausprobieren. Nicht dass in deinem linken Fuß doch noch mehr Feingefühl steckt.
 
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Der gute Fee

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Danke! Das sind schon ne Menge Ideen. Ich werd mich erstmal intensiv mit Spieltechnik auseinandersetzen. Es hat ja bisher immer gereicht, aber irgendwie fühlt es sich falsch an. Vielleicht ist das auch nur mein Eindruck von mir selber. Ich muss gestehen, dass ich anderen Instrumenten immer mehr Fleiß beigemessen hab. Schlagzeug lief immer irgendwie nebenher. Vielleicht sollte ich meine Unzulänglichkeiten nicht durch Equipment überdecken, sondern auf die alten Tage noch ein guter Drummer werden. Konkret: mein Bruder spielt Bass in ner Band und die wollen mich und bei Bass und Gitarre sack ich den ein, Ego-Ding als kleiner Bruder. Wir funktionieren beim jammen nach über 30 Jahren über die Augen und komische Blicke und fordern uns gern heraus, aber an den Drums bringt der mich ins Schwitzen, weil die Umsetzung anders ist. Mmmmmh.
Eure Tips sind spitze, aber dass mein "Nachteil" vielleicht wirklich ein Vorteil ist, hab ich nicht bedacht. Eigentlich geht es mir darum, da mehr abzuliefern, als mein okayes Drumming. Ist ja angeblich auch ein echtes Instrument, so ein Schlachzeuch😀
 
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drumtheater736

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Hi,

wer verbietet dir , dein Setup so hinzubauen,wie du es brauchst. Man muss das Schlagzeug nicht so aufbauen wie es im Katalog abgebildet ist.
schau mal das Setup von Bill Bruford oder Danny Carrey und viel andere die aus der Reihe tanzen.

Es macht auch sinn seinen Körper um zu trainieren. Dier linke Hand sollte das spielen können, was die Rechte kann oder bei dir umgekehrt . Das gleiche gilt für die Füße.
es geht aber nicht nur darum die Beine und Füsse zu trainieren sondern besonders das Gehirn, da hast du bestimmt Vorteile, weill du sozusagen beide gehirnhälften schon mehr trainiert sind als bei einem der nur rechrs oder linkshänder ist.

Lg

DT
 
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