Oldschool-EM, wer kennt noch die alten Helden?

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Liebe Mitmusiker,
ich bin neu hier als Aktiver (lese aber schon länger sporadisch mit) und wollte gleich mal fragen,
wer von euch zählt denn ebenfalls zur 'älteren' Generation, die noch mit Namen wie Jarre und
Vangelis was anzufangen weiß? Und, wer türmt gar Moog-Burgen @ home auf, um sogar in (genau)
dieser Richtung selbst etwas zu kreieren?

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shiroiyuki
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Willkommen im Forum! :)

Also mit den Namen kann ich durchaus was anfangen, zu Jarre's Oxygen haben wir in der Grundschule mal was aufgeführt ;)

Moog's nenne ich leider nicht mein eigen, aber denke das sich hier auf jedenfall einige melden werden.

Viel Spaß im Board und viele Grüße,

Sascha
 
ZickZack
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Ich bin zwar Gitarrist, aber dazu fällt mir Walter Carlos (Clockwork Orange) ein.
 
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Hey, danke für's welcome!
Na wenigstens einige sind hier scheinbar auch noch vom alten Eisen :D
Klar, Walter/Wendy Carlos ist auch ein ganz wichtiger Name (Brandenburgische Konzerte, unglaublich, wie einem da das Herz aufgeht!!). Sicher, dass nicht jeder eine Moog-Schrankwand hat, erwarte ich auch nicht. Aber es gibt doch durchaus noch ein paar Leute hier, die den alten Pionieren nacheifern? Ich muss erwähnen, ich schaue mich ganz intensiv nach ebendiesen Klangbastlern um. Es trauen sich sooooo verdammt wenige an diese sehr spezifische Richtung. Bitte um gut sichtbares Handzeichen, wer an Klangtppichen á la Jarre hängengeblieben ist und auch seine Eminent oder klanglich naheliegende VSTis in gleicher Weise quält!!! ;)

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Martman
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Okay, du bist neu hier, also kennst du mich noch nicht.

Ich bin einer der größten Jarrefans hier. Heißt: Mein Interesse geht über Oxygène und Equinoxe hinaus über die Alben der 80er und 90er (ja, inklusive Revolutions und Waiting For Cousteau) bis hin zu seinen Konzerten, die mich besonders faszinieren, seien es die Gearporn-Shows der letzten Jahre, seien es die Megashows vor Millionenpublikum.

Obwohl ich mich an Jarre-Covers versuche, bin ich equipmentmäßig eher Pragmatiker als Originalheimer. Als ARP 2600, Oberheim Two-Voice und dergleichen dient mir ein Akai Miniak. Statt einer leibhaftigen Eminent 310 Theatre Unique kommen Solina-Samples in einer Kurzweil K2000 (die seltene V1, für die Jarre damals Werbung gemacht hat) zum Einsatz; Small Stones habe ich aber, Delays sind wieder digital statt zwei jarretypisch gekoppelter Revox A77. Klassische Klopfgeister wie Korg MiniPops-7/Geiss Rhythmi-Computer, Korg KR-55, Linn Drum, Dynacord ADD-One und die typischen Rolandmaschinen kommen als Samples aus einem Akai S5000; bei Simmons schwanke ich noch zwischen Samples und Nachbau im Novation KS-Rack. Neben dem Kurzen habe ich mit Jarres vergangenen Setups noch die Roland XP-80 und den Korg MicroKorg gemeinsam. Für alles, was mit den anderen Synths nicht geht, steht mir dann noch ein Clavia Micro Modular zur Verfügung. Eventuell werde ich mir als D-50-Ersatz irgendwann die Kombination Roland VariOS + VC-1 zulegen.

Bei mir liegt der Fokus weniger auf dem Produzieren als auf dem Spielen, folglich orientiere ich mich gern an Live-Versionen, gerade auch solchen, die nur als Bootleg zu kriegen sind. Für ein Livepublikum ist es trotzdem nicht geeignet, es sähe lächerlich aus, wenn einer allein solche Musik "spielen" würde, ganz abgesehen vom technischen Aufwand für eine annehmbare Jarre-Show.


Martman
 
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Zur "älteren" Generation zähle ich mich im Prinzip auch, kenne natürlich alle Pappenheimer-Vögel wie Jarre, Vangelis, Walter Carls, Keith Emmerson und co, selbst Tangerine Dream, Klaus Schulze (wohnt im Nachbarort), Hans Zimmer sind mir ein begriff, wobei die Musik nicht unbedingt mein Fall ist. Da sind dann schon eher andere Haudegen meine Helden, wie Richard Wright, Tony Banks, Rick Wakeman, die oftmals nicht mit weniger Equipment unterwegs waren.
Kurzfristig hatte ich selbst Ambitionen in diese Materialschlacht Materien einzusteigen, vor allem nachdem ich ein großes Studio mit reichlich Vintagezeugs übernommen hatte (Oberheim OBXa/DMX, PPG Wave und Waveterms und andere Exoten, Hammond RT3, Clavinet D6, Wurlitzer 200, Waldorf Wave, Roland D's bis zum abwinken, jede Menge Modulares wie PPG, MOOG und Roland und vieles mehr). Ist aber alles nichts für mich, weil viel zu viel Aufwand, viel zu viel Gefriemel und Verkabelung (spielst Du bzw. tönt es schon oder bist du immer noch am friemeln?). Ich brauche etwas kompaktes, das ich einschalten kann und losspielen. Da nehme ich dann gerne in Kauf, dass es nicht hundertprozentig authentisch klingt (was heißt in diesem Rahmen überhaupt authentisch?).
Allerdings fängt's für mich bei vier Keyboards auf der Bühne auch an, richtig Spaß zu machen. Wenn der Aufwand nicht wäre, würde ich auch sechs Keys und mehr auf die Bühne schleppen. Aber das sind dann mit Ausnahme meines Fender Rhodes ausschließlich Workstations wie Kurzweil K2500, PC3, Nord Stage und vielleicht der eine oder andere Expander oder Sampler. That's my World!!!
 
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@Martman
Ja, das sieht nach einem verdammt ausufernden Technikpark aus. Vermutlich schön warm im Winter im Musikkeller?! Wie ich das verstehe, spielst du gewissermassen mit etwas anderem Equipment die Tracks von Jarre auch gerne mal nach oder drängt es dich in der Richtung auch mal zu Eigenkompos? Ich meine, wenn man schonmal Kisten dastehn hat, die im Verbund wie das Raumschiff des Franzosen klingt, warum dann nicht mal DEN Klang, aber zu eigenen Noten bemühen? Nicht unbedingt mit dem Hintergedanken, auch live Krawall in der Art wie er zu machen, nur so für's eigene Trallala. Evtl. sogar schon mal was jarriges aufgenommen? Bin neugierig...

@dr_rollo
Verständlich. Die Verkabelei und die damit verbundenen Ausfälle/Störungen waren ja von jeher die Triebfeder, die digitalen Helferlinge zu entwickeln. Mikrometerlange Verbindungen aus Silizium zwischen VCO und VCA waren dann ja auch die Folge. Ist natürlich klar, das Spielfeeling kann man an den rein virtuellen Sachen nicht ausleben und Titel oder gar ganze Alben darauf zu basteln, das ist irgendwie ermüdend (aber geht). Auch, wenn man technisch natürlich ohne Löten und Brummschleifen auskommt. Es fehlen irgendwie die Regler und die Gehäuse, die nach Jahrzehnten noch nach Pertinax stinken, wenn sie warm werden :D Ebenfalls an dich die Frage, schonmal was final zusammengezimmert, egal ob per Hardware oder aufm Chip, was in Richtung Jarre-Ära geht?
 
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Eigenkompositionen in Richtung Jarre mache ich gar nicht. Die Art Musik ist mir zu heilig, als daß ich sie durch etwas verhunze, was der Meister nicht selbst komponiert hat. Aufgenommen habe ich auch nichts. Zum einen sind Setup und Setlist Dauerbaustelle, nichts ist aktuell oder kurzfristig in einem finalen, vorzeigbaren Zustand, allein schon deshalb, weil ich immer noch dabei bin, das Digitalpult einzurichten, und zum anderen GEMA. Mal davon abgesehen, wie gesagt, daß ich eh nicht so der Producertyp bin.

Das Equipment steht übrigens nicht im Keller, sondern nimmt knappe vier Quadratmeter meines Schlafzimmers in Beschlag. Und es läuft auch nicht ständig, insofern ist die Hitzeentwicklung kein großes Thema.


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Morgen!

@Martman
Die Art Musik ist mir zu heilig, als daß ich sie durch etwas verhunze, was der Meister nicht selbst komponiert hat.

Na du traust dir aber nich viel zu... :D
Was spricht dagegen, wenn du ein guter Musiker bist und diese Musikrichtung magst (verehrst!), mal eine Art musikalische Verbeugung zu versuchen? Jarre selber sagte schon mehrmals, dass er immer begeistert davon ist, wenn seine Ideen aufgegriffen werden. Das bauchmietzelt 'nen Musiker ja irgendwie auch, wenn die Jungspunde (geschickt) in die Fußstapfen der langsam ergrauenden "Meister" treten. Man hat schließlich für Menschen komponiert, nicht für Tonträger. Natürlich, es ist eine andere Sache, sich hinzusetzen und die Titel von Jarre Note für Note nachzuspielen und sich dafür feiern zu lassen. Ich schaue da mal unauffällig in Richtung Polen. Auch wenn der Mann das technisch sehr gut macht. Aber grundsätzlich finde ich das pure Nachspielen, ohne eine eigene Harmonie in petto, Käse. Dagegen die Idee aufgreifen und Variationen zu bringen (gibts überall in der Klassik), das ist eine musikalische Herausforderung.

Klar, hab über die Jahre einiges gehört, wo die Zutaten nicht wirklich gepasst haben, das Ergebnis zwar elektronisch, aber sowas von unjarre war. Aber ein Heiligtum draus zu machen, naja... Wäre ich ein erfolgreicher Musiker wie Jarre, ich würde das sogar finanziell fördern, dass eine "Erfindung", wie er sie mit Oxy und Equi in den 70ern gemacht hat, Nachschub erfährt. Er hat ja anderes zu tun, muss Millionen von der Bühne herunter auf Knopfdruck begeistern. ;)

Vielleicht kennst du ja Elektronalin? Er ist einer der wenigen, die sich getraut haben. Und mal ehrlich, wenn man keiner ist, der jede Nuance, die nicht 100% nach dem Franzosen klingt, wie ein beleidigter Fanboy zerreißt, dann kann man das, was er da gebastelt hat, als eine richtige kleine Sensation bezeichnen. Dass er natürlich viiiiel weniger Leute damit erreicht, liegt sicher daran, dass heute jeder Zweite im Kinderzimmer "elektronische Musik" macht, wenn auch meist eine ganz andere Schiene. Es ist an und für sich einfach nichts Besonderes mehr. Aber auch ein Jarre würde heute nicht mehr so eine Landung hinlegen wie in den 70ern. Es war eben damals klanglich eine Revolution. Elektronalin hat es darauf aber nicht abgesehn, er hat wirklich eigenes Gut komponiert und - klar - typische Klänge verwendet, die man definitiv nur dem Franzosen zuordnen würde, selbst, wenn man sich nicht mit EM auskennt. Ich finde, wer so geschickt an "Heiligtümern" rüttelt, der darf das auch. Schade nur, dass er inzwischen ein derart "normales" Leben führt, dass er keine Zeit (und scheinbar auch keine Lust?) hat, seine Kisten mal auf die Bühne zu stellen und ein paar Jarre-Puristen wie mich 'ne Stunde live aus den Latschen zu hauen...

Ähm, wo liegt das Problem mit der GEMA? Musst deine Musike ja nicht gleich auf Tonträger pressen. Und mit den Jarre-Rechten hat GEMA nix zu tun, nachspielen könnte jeder und, naja, über Eigenkomposition hab ich ja weiter oben schon meinen Senf abgelassen. Diese Jungs funken dir da in keiner Weise dazwischen. Also rein ins Schlafzimmer, Riemen auf die Schweineorgel gehauen und Smallstone drüber! :rolleyes:


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Ich sollte vielleicht noch dazu sagen: Ich bin keiner der Jarre-Hörer der ersten Stunde, die Jarre in Form von Oxygène und Equinoxe kennengelernt haben, am Sound dieser beiden Alben messen und bestimmen, wie sehr Jarre etwas ist und schon mit der Magnetic Fields nichts mehr anfangen können, weil sie anders klingt.

Ich gehöre zum harten Kern der Jarre-Fans, wie man ihn an Orten wie Space of Freedom oder Blah Blah Café antrifft. Die bestimmen, wie sehr Jarre etwas ist, daran, ob es von Jarre ist. Ob er es komponiert, arrangiert und gespielt hat, und sei es nur live. Für die sind Alben wie Rendez-vous, Revolutions oder Chronologie oder sogar Metamorphoses, die absolut nicht wie Oxygène und Equinoxe klingen, mehr Jarre, als Elektronalin es jemals sein wird, so sehr er sich auch um einen jarremäßigen Sound bemühen mag.

Konkret: Equinoxe Two ist nicht Jarre. Equinoxe 7 in der Twelve Dreams Of The Sun-Version mit dem Police-Tourdrummer Gary Wallis und Formantfilterbaß ist Jarre. Band In The Rain (Equinoxe 8 Part 1), auf einer Drehorgel gespielt, ist Jarre. Die ganze Waiting For Cousteau ist Jarre. Sogar die oft verrissene Téo & Téa ist Jarre. Und auch Stücke, die Jarre nur live gespielt hat, wie Arpegiator, Digisequencer oder Statistics Adagio (letzteres spielt er auf einer Yamaha-PSR-Hupe) sind Jarre. Wenn ich jetzt Eigenkompositionen im Sound der Oxygène oder Equinoxe einspiele würde, wäre das wieder nicht Jarre.

Übrigens, vielleicht ist mein Bericht vom Jarre-Konzert 2009 in Koblen lesenswert.


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Das ist wohl mit den Autoliebhabern, dem einen ist es wichtig, sein Fahrzeug sicher in der Garage jeden Samstag flimmern zu können, der andere wiederum hebt erst ab, wenn er mit dem Teil über den Asphalt düst, bis sich der Rückspiegel löst. So kommen wir beide wohl auch aus recht verschiedenen Ecken. Das heißt natürlich nicht, dass man dem jeweil anderen seine Vorlieben vorwerfen sollte. Für mich ist das absolut ok (und auch höchst erstaunlich), wenn einer sich auf all die technischen Details eines Konzertes fokussieren kann, selbst wenn der Meister gerade an der Harp zugange ist. Hab deinen seeehr ausführlichen Bericht fasziniert gelesen. Mir persönlich wäre eine Menge der geschilderten Vorgänge sicher komplett entgangen, das kannst du mir glauben :D

Ich gehöre mehr zur Generation Kopfhörer. Für mich ist Jarre das, was passiert, wenn ich mich entspannt zurücklehnen kann, die ersten Töne von Equinoxe erklingen, das Wandern der sich immer weiter vervollständigen Arp-Mello faltet den Raum vor dem inneren Auge auf - das ist dann mein "Konzert". Erstaunlicherweise klappt das immer wieder, selbst nach dem wohl 500ten Mal hören. Ich weiß nicht, ob man den Begriff harter Kern an diesem oder jenem festmachen kann, aber wenn es um das intensive musikalische Empfinden geht, was sich (für mich) mit vor allem den Anfangsalben bis inklusive Zoolook manifestiert, dann bin ich mit Sicherheit auch hardcore. Lediglich mit welchen Gears welcher Track genau erstellt wurde oder welcher Gossip über JMJ aktuell die Runde macht, das erreicht mich seltsamerweise nicht wirklich. Die Faszination an der Hardware, ja, die ist eigentlich auch viel zu stark ausgeprägt. Zumindest war sie das damals in meiner Jugend. Hat sich bis dato etwas relativiert, obwohl ich meine ersten Kisten immernoch habe und auch nie veräußern werde. Damals gab es nicht die Möglichkeit, Synthies virtuell nachzubilden, da musste man entweder gute Beziehungen UND eine dicke Brieftasche haben oder man griff selbst zum Lötkolben und versuchte sich im Bau eigener Kreationen. Ich hatte keine dicke Brieftasche...

Mit Sicherheit kann ich auch sagen, über die Jahrzehnte hat sich die Faszination gegenüber JMJs Musik nicht einen Milimeter geändert, nur was den Gearporn anbelangt, naja, irgendwann erkennt man, solche Technikburgen wird man nie um sich horten. Macht für einen "Normalo" einfach keinen Sinn. Es ist ein Teil vom Kult und nicht jeder will public und/oder Kult sein wie JMJ. Die Klänge, die Kompositionen an sich, das ist für mich das wahre Eldorado, was JMJ dieser Welt geschenkt hat. Auch wenn andere Musikerriegen das gerne abwerten, aber das muss ja eh jeder für sich entscheiden.

Dass ich tatsächlich mehr an den alten Scheiben hänge liegt wohl daran, dass es in der Entwicklung des Menschen gewisse Prägungsphasen gibt. Musik, die da (zufällig) reinfällt, die zementiert sich (unterbewusst?) in ihrer Art einfach als Maßstab. Bei mir ist das jedenfalls so. Die neueren Sachen hab ich natürlich auch verfolgt, aber in der Beziehung leiste ich mir den Luxus, etwas verstaubt, etwas dogmatisch zu sein, was das klangliche und musikalische Konzept betrifft. Aber sporadisch gehört wird natürlich alles. Lediglich die Alben bis Mitte 80 tropfen bei mir einfach häufiger aus den Boxen.

Was die Gegenüberstellung von JMJ und Elektronalin angeht, es ist eigentlich keine. Jedenfalls würde ich das nicht unter dem Aspekt machen, sie als Persönlichkeiten vergleichen zu wollen. E. versucht sicher nicht Jarre zu sein. Dazu müsste man schon einen an der Tonne haben. Der Mann hat schließlich einige hunderttausend Tourkilometer und Jahre im Musikbiz auf dem Puckel. Der ist einfach mal over the top. Soweit ich weiß, ging es E. nur darum sich der Herausforderung zu stellen, klanglich den (alten) Stil, den Jarre vorgelebt und der uns geprägt hat, mit Technologien annähernd nachzustellen, die einfach Kind UNSERER Zeit sind. Ich selbst habe das aus tiefster Sympathie für das irre EMS-Geblubber & Co auch versucht; und ja, es IST eine Herausforderung. Ob E. das Ergebnis gelungen ist oder nicht, sollte man vernünftigerweise nicht nur am Klang festmachen, eher in der gemeinsamen Korrelation von Klang & Musikalität. Keinesfalls aber daran, ob jemand damit "Persönlichkeit" zu transportieren versucht. Stellt sich ja auch keiner hin und meint ein "Star" wie Bohlen zu sein, nur weil er @home ein SH101 rumliegen hat, was er im besten Fall ebenso schlecht spielt wie der Herr B. :rolleyes:

Ich als Kopfhörermensch hätte kein Problem damit, mir einen "Mix" von JMJs älteren Tracks im Verbund mit denen von E. anzuhören. Und dabei bin ich, was diesen Vintage-Stil betrifft, extrem wählerisch. Hab viele Stunden in den Weiten des Netzes nach anderen Musikern gesucht, die nicht nur wie JMJ klingen wollen, sondern es auch tatsächlich drauf haben. Aber fündig geworden, im Sinne von verdammt nahe dran, war eigentlich nur E. Wie gesagt, der Rummel, der um die Großen auf den Bühnen gemacht wird oder der einfach passiert, auch, welche Technik dahintersteckt, all das fällt nicht in meine persönliche Wertung, wenn ich nach Musik "giere", die jarresque daherkommt. Nur die Musik als solche zählt. Deshalb haben wir beide da wohl auch einen jeweils anderen Zugang, was Jarre oder Jarre-look-a-like angeht. Aber letztendlich sind wir beide, -inklusive E.- Jarre-Puristen.

Was hältst du eigentlich von sogenannten Jarre-Coverbands? Da gibts/gabs ja auch einiges... (Ich glaube, die Antwort kenne ich eigentlich schon ;) )

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PS: An Länge hab ich deinen Konzert-Bericht mit diesem Sonntags-Posting wohl fast ein. :gruebel:
 
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Was hältst du eigentlich von sogenannten Jarre-Coverbands? Da gibts/gabs ja auch einiges... (Ich glaube, die Antwort kenne ich eigentlich schon ;) )
Gesehen hab ich selbst noch keine. Ich sag mal so: Wenn's generell Elektronikcover ist, wo sich auch Jarre zwischen verirrt hat, bin ich höchstens am Rande interessiert (und überhaupt nicht, wenn man deutlich hört, daß da eigentlich Ed Starink gecovert wird), dito, wenn es ein Gemisch aus Jarre und Eigenkompositionen ist. Absolut reines Jarre-Tribut mit einem gewissen Qualitäts- und Originaltätsanspruch dagegen würde mich schon eher interessieren, wenn nicht faszinieren.

Allerdings stelle ich mir eine Jarre-Tributeband ziemlich schwierig zu machen vor, weshalb das auch bisher kaum jemand gemacht hat.

Zunächst mal muß man gerade bei Jarre sehr, sehr genau hinhören. Man sollte also sowohl ein Fan als auch ein ziemlich guter Musiker und ziemlich gut im Raushören sein. Das betrifft zum einen Melodien, Bässe, Arpeggien usw., wo einem häufig Delays Noten vorgaukeln, wo gar keine sind, und zum anderen natürlich die Sounds.

Die sind dann das nächste Thema. Mit Presets aus halbwegs aktuellen Synths kommt man nicht weit (auch wenn Jarre selbst nicht vor Presets zurückschreckt). Da ist häufig Eigenbau angesagt. Bestimmte Synths lassen sich auch nicht einfach emulieren, gerade die EMS-Teile mit ihrem 18-dB-Filter und ihrer abgedrehten Modulationsmatrix im Flottenmanöver-Stil. Die meisten Digitalsachen sind wieder einfach, die RMI-Sounds könnten schwierig werden, aber D-50 erfordert eigentlich nur Suchen und Filtern, da schwirrt einiges an Jarre-Sounds rum. Das größte Problem stellen Samples dar, weshalb die Zoolook mal komplett als uncoverbar gelten kann - Souvenir Of China ist da wieder einfach; wenn man genügend Liveversionen kennt, kann man sich durchaus auf den Kameraklick und die Drums/Percussion beschränken.

Dann die Mannstärke. Einer alleine kann Jarre covern, das sieht aber nicht sehr glaubwürdig aus mit dem ganzen Sequencereinsatz, der dafür notwendig wäre. Erst recht nicht mit wenig Equipment. Zwei Keyboarder sind besser, drei sollten es aber schon mindestens sein. Wenn man sich an Konzerten orientieren will, sollte auch ein Drummer drin sein, idealerweise auch ein Basser, der auch mal in die Tasten greifen kann.

Das größte Problem zum Schluß: die Show. Genauer gesagt die Lightshow. Jarre-Tribute ohne Lightshow ist nix. Die Musiker sind schon nichts zum Angucken, die stehen da nur hinter ihren Keyboardburgen, da gibt's keinen wirklichen ständigen Frontmann als Publikumsmagnet, zumal es auch keinen Gesang gibt (außer es wird Revolution, Revolutions oder was aus Metamorphoses gecovert). Die Leute müssen was zum Bestaunen haben. Außerdem gibt's das Original ja auch nicht ohne aufwendige Lightshow, die gehört also auch deshalb zwingend dazu. Ein Laserharp-Nachbau (für bestimmte Stücke zwingend notwendig) ist da noch das geringste Übel, Bauanleitungen gibt's genügend, auch wenn's nicht wie bei Jarre eine offene wird. Die meisten Locations haben ja eine feste Lichtinstallation, gerade, sagen wir, Stadtfest- oder Festivalbühnen, und das sieht immer anders aus. Ich glaube, die meisten VA würden eine Krise kriegen, wenn man sagt, man rückt mit einem eigenen Beleuchter an, der unter anderem ein Dutzend Moving Heads, einen Hochleistungsbeamer, ein oder zwei Hazer (so nicht schon vorhanden) und ein eigenes Lichtpult mitbringt, ach ja, und einige der Moving Heads müssen aufgehängt werden.

Mal ganz abgesehen vom Zirkus, den der Toni macht, wenn fast alles, was ihm von der Bühne zugespielt wird, durch Submixer läuft und er außer bei Drums und Baß keine Einzelsignale auf- und zudrehen kann - denn für ohne Submixer hat er nicht genug Kanäle, und selbst dann hätte er ernsthafte Probleme damit, etliche Keyboardspuren auseinanderzuhalten.

Zugegeben, eine Jarre-Tributeband wird sich live ähnlich selten machen wie das Original, die werden sicherlich auch nicht für jede Gurkenveranstaltung gebucht bzw. angefragt, aber schwierig wird's trotzdem. Das sieht man ja an JarreLook, die nach einem kurzfristig abgesagten Gig auf einem Flughafen (!) in eine unbegrenzte Pause gegangen sind.


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und überhaupt nicht, wenn man deutlich hört, daß da eigentlich Ed Starink gecovert wird)

Da muss ich mal blöd fragen, wie covert man einen, der auch nur covert? Oder verstehe ich dich da falsch?

Was das genau hinhören betrifft, gerade, weil wir über Cover reden, durch Bands, also vornehmlich live, meinst du wirklich, das hat so einen Stellenwert? Würde man von den Alben selbst reden, klar, dort fällt sofort auf, wenn ein txpischer Jarre Sound nur spektral geschlankt wurde, da muss noch nicht einmal der Sound selbst ein anderer sein. Aber wenn sich eine Band anschickt, auf den Brettern Jarre nachzuspielen, dann liegt der große Unterschied mE in der Art und Weise, wie JMJ sich selbst dort normalerweise verhält. Das wäre zu schräg, würde das 'ne Band kopieren wollen. Dafür muss man einfach Jarre selbst sein. Der weiß, wie er dort sein Ego ausleben kann :D

Das Klangliche selbst, nun, nach vielen zig Stunden intensiv am Schirm verfolgter JMJ-Konzerte (man kann ja nun wirklich nicht überall hinreisen) dürfte sich selbst ein Nicht-EMler oder Nicht-JMJ-Fan dazu äußern können. Und ich bin wahrlich einer, der sich auch nach Jahrzehnten noch zu den "typischen" Fans zählt. Es ist zwar eine fesselnde erformance an sich, aber ich möchte nur zu gern mal wissen, was in den Köpfen seiner meist zu dritt hinter ihm agierenden Mitstreiter vorgeht. Nicht bei seinen Marathons von einem Bühnenende zum anderen, sondern bei den Theremin-Soli, Free-Style Impros auf diversen Umhängeapparaturen etc. Das kommt live sicher anders rüber, aber unbeeindruckt von Lametta, Feuerwerk und dem ganzen Tamtam, was man nicht im heimischen Wohnzimmer hat, da wirkt es teils befremdlich. Und ich gehe wirklich bei vielem mit...

Fazit, klanglich, auch von der Choreo der Einsatze und der Organisation der Performance bekämen das sicher auch andere hin. Den Pomp dagegen wird und kann sich wohl kaum einer leisten. Das wäre dann wohl ein weiteres, äußerst wichtiges Alleinstellungsmerkmal, was für JMJs Shows spricht. Ach ja, und dass einer noch mit 60+ so agil auf den Brettern ist, das macht ihm wohl auch keiner so schnell nach. Wenn ich dagegen meine Schwiegereltern sehe... Die würden mit Sicherheit nicht mal in 10km an einem "lauten" Konzert vorbeifahren. Geschweige denn sich das geben. Von JMJ gehört haben die natürlich auch noch nie etwas.:gruebel:


Ja, JarreLook waren mir jetzt auch nur als einzige ein Begriff. Wundert mich, dass da nicht mehr aufgesprungen sind. Die hat der Aufwand, der neben der Musik zum JMJ-Style gehört, wahrscheinlich auch abgeschreckt.

Sag mal, du erwähntest letztens, dass du dich in diversen Jarre-Foren herumtreibst. Weißt du (falls du dort noch bist), warum man sich im zoolook.nl nicht mehr reggen kann? Hab meine alten Zugangsdaten mit der Zeit versielt. Dummerweise zeigt die Registrierungsseite nie das zum Reggen notwendige Captcha an. Ist das so gewollt, weil bereits überfüllt, oder merken die Mods dort nichts? Man kann ja auch niemanden darüber informieren, man kommt ja gar nicht erst rein! Sehr merkwürdig...

Noch stranger wirds, wenn man versucht herauszufinden, wer JMJs aktuelles Management (bzw Kontakt) ist bzw. wenn man entsprechende Kontaktdaten sucht. Google schweigt sich da aus bzw. liefert nur Sackgassen. Weißt du mehr?

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Da muss ich mal blöd fragen, wie covert man einen, der auch nur covert? Oder verstehe ich dich da falsch?
Nee, da verstehst du mich schon richtig.

Das passiert dann, wenn irgendein Wald-und-Wiesen-Elektroniker, sagen wir, beispielsweise Elektronikklassiker querbeet covern will. Jarre, Vangelis, Kraftwerk, TD, Eno usw. Aber entweder kennt er das alles nur von Starink, oder er ist zu geizig, sich mit Originalalben einzudecken, und kauft daher die Starink-Scheiben. Dann kennt er die Starink-Fassungen, nicht aber die Originale, und spielt die ganzen Stellen falsch, die Starink schon falsch rausgehört hat.

Was das genau hinhören betrifft, gerade, weil wir über Cover reden, durch Bands, also vornehmlich live, meinst du wirklich, das hat so einen Stellenwert? Würde man von den Alben selbst reden, klar, dort fällt sofort auf, wenn ein txpischer Jarre Sound nur spektral geschlankt wurde, da muss noch nicht einmal der Sound selbst ein anderer sein. Aber wenn sich eine Band anschickt, auf den Brettern Jarre nachzuspielen, dann liegt der große Unterschied mE in der Art und Weise, wie JMJ sich selbst dort normalerweise verhält. Das wäre zu schräg, würde das 'ne Band kopieren wollen. Dafür muss man einfach Jarre selbst sein. Der weiß, wie er dort sein Ego ausleben kann :D

Das Klangliche selbst, nun, nach vielen zig Stunden intensiv am Schirm verfolgter JMJ-Konzerte (man kann ja nun wirklich nicht überall hinreisen) dürfte sich selbst ein Nicht-EMler oder Nicht-JMJ-Fan dazu äußern können. Und ich bin wahrlich einer, der sich auch nach Jahrzehnten noch zu den "typischen" Fans zählt. Es ist zwar eine fesselnde erformance an sich, aber ich möchte nur zu gern mal wissen, was in den Köpfen seiner meist zu dritt hinter ihm agierenden Mitstreiter vorgeht. Nicht bei seinen Marathons von einem Bühnenende zum anderen, sondern bei den Theremin-Soli, Free-Style Impros auf diversen Umhängeapparaturen etc. Das kommt live sicher anders rüber, aber unbeeindruckt von Lametta, Feuerwerk und dem ganzen Tamtam, was man nicht im heimischen Wohnzimmer hat, da wirkt es teils befremdlich. Und ich gehe wirklich bei vielem mit...
Beim Sound hören Hardcore-Jarre-Fans ganz, ganz genau hin. Wenn du statt einer Eminent 310 Unique ein Solina String Ensemble oder eine Eminent 2000 Grand Theatre, statt eines originalen 70er-Jahre-Small Stone mit 8-Volt-Mod einen unveränderten neuen Small Stone und von der Minipops nur Samples hast, dann hören und kritisieren die das, ganz besonders bei Studioaufnahmen.

Live hat man da etwas, aber nicht viel größere Freiheiten. Da wird immer noch sehr genau hingehört, ob das jetzt glaubwürdig ist. Zum Glück ist man da noch nicht so extrem wie einige Floydians, denen The Australian Pink Floyd Show und Brit Floyd schon bewiesen haben, daß die perfekte Replica sogar von The Wall (ausgenommen die Roger-Waters-Version) möglich ist, denn die Jarre-Konzertklassiker sind nicht replizierbar.

Das Rumkaspern im aktuellen Sinne hat Jarre erst 2008 mit der In><Doors-Tour angefangen. Auch das Liberation-Solo bei Oxygène 5 gibt's erst seit 2007, als Jarre das ganze (etwas erweiterte) Album live auf die Bühne brachte. Er hatte schon vorher seinen Spaß auf der Bühne, konnte aber nicht so schön mit einem so gigantischen Publikum spielen, wenn teilweise aus Sicherheitsgründen die Leute 100 m Abstand zur Bühne halten mußten. Aber die auch schon recht intime 1997er Oxygène Arena Tour fiel vergleichsweise unterkühlt aus.

Was Jarres Spiel an sich angeht: Ja, er ist nicht so der Impromeister. Die meisten seiner Mitstreiter spielen ihn glatt an die Wand. Das Solo von Magnetic Fields 2 ist beispielsweise von Dominique Perrier. Aber: Was das Geschehen auf der Bühne angeht, ziehen die Fans spätestens seit dem "Debakel" in Gda&#324;sk 2005, wo nur zu offensichtlich nahezu nichts live war, selbst das Orchester nicht, dieses nicht unbedingt perfekte Livespiel den weitreichenden Playbackshows früherer Tage vor. Seit der 2007er Oxygène-Tour haben Jarres Konzerte wieder etwas mehr vom "rohen", spontanen Charakter der Concerts In China, die ja auch live waren.

Fazit, klanglich, auch von der Choreo der Einsatze und der Organisation der Performance bekämen das sicher auch andere hin. Den Pomp dagegen wird und kann sich wohl kaum einer leisten. Das wäre dann wohl ein weiteres, äußerst wichtiges Alleinstellungsmerkmal, was für JMJs Shows spricht.
Besonders den Sound würde man heute mit Softwareunterstützung sehr gut hinkriegen, nicht zuletzt dank Arturia und Xils Lab (zufällig Franzosen?). Aber Software ist nicht sexy, jedenfalls nicht so wie Burgen aus seltenen Synthklassikern. Ganz zu schweigen vom sonstigen Showaufwand, der auch nach dem massiven Downsizing noch nicht unerheblich ist, oder gar dem Aufwand, den man hätte beim Versuch, ein Jarre-Konzert im Stil der 80er oder 90er zu spielen.

Ja, JarreLook waren mir jetzt auch nur als einzige ein Begriff. Wundert mich, dass da nicht mehr aufgesprungen sind. Die hat der Aufwand, der neben der Musik zum JMJ-Style gehört, wahrscheinlich auch abgeschreckt.
Das wird's sein. Einmal der Aufwand pro Konzert, gerade auch der finanzielle. Entweder man zahlt massiv drauf, oder man wird wahnwitzig teuer, jedenfalls für Amateure. Diese Kosten wird kaum ein Veranstalter zahlen wollen, nicht für eine Band, die so zielgruppeneingeschränkte Musik spielt.

Man kann ja auch nicht immer und überall spielen. Eine Jarre-Tributeband braucht schon eine gewisse Mindestbühnengröße. Die Changeover-Zeiten gehen in mehrere Stunden, mit eigener Lichtshow wird man eine Bühne ganztägig belegen. Noch dazu kann ein Veranstalter so eine Show nicht auf einen pflegeleichten Nachmittagsslot legen, weil sie zwingend nach Sonnenuntergang spielen muß. Somit kommen Auftritte auf Festivals und Stadtfesten nicht in Frage. Die Band wird letztlich nur sehr wenige Gelegenheiten haben aufzutreten.

Sag mal, du erwähntest letztens, dass du dich in diversen Jarre-Foren herumtreibst. Weißt du (falls du dort noch bist), warum man sich im zoolook.nl nicht mehr reggen kann? Hab meine alten Zugangsdaten mit der Zeit versielt. Dummerweise zeigt die Registrierungsseite nie das zum Reggen notwendige Captcha an. Ist das so gewollt, weil bereits überfüllt, oder merken die Mods dort nichts? Man kann ja auch niemanden darüber informieren, man kommt ja gar nicht erst rein! Sehr merkwürdig...

Noch stranger wirds, wenn man versucht herauszufinden, wer JMJs aktuelles Management (bzw Kontakt) ist bzw. wenn man entsprechende Kontaktdaten sucht. Google schweigt sich da aus bzw. liefert nur Sackgassen. Weißt du mehr?
Ich werde demnächst mal diesbezüglich auf zoolook.nl anfragen.
 

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