PAF-Einbau - Lot haftet nicht

von soulsurfer42, 18.05.19.

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  1. DerZauberer

    DerZauberer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.19   #21
    Ich wage es mal wieder: Bleihaltiges Lot braucht kein Mensch hier, wenn die Temperatur stimmt. Das Anlöten von Erdung an Poti-Gehäuse war auch bei mir damals der Grund (und der bis heute einzige), mir einen zweiten "powerful" Lötkolben zu kaufen. Bei bissl Kabel und ab und an mal einen Bodentreter reicht die billige Conrad- oder Baumarkt-Einstiegsware (JA, es gibt auch günstige Stationen, aber wozu kaufen wenn man die doch eh fast nie braucht), aber halbwegs saubere Lötstellen auf Poti-Rücken braucht es halt HITZE.

    Die Empfehlung, das ganze mit einem 60-80W-Kolben durchzuführen, kann ich nur unterschreiben. Besonderes Zinn und Fett und Flussmittel braucht man da meiner kleinen Meinung nach nun nicht. Und klar, das muss entflochten/verdrillt werden, so ein heftig abgeschirmtes Kabel quasi gesamthaft "einlöten" kann und wird nicht funktionieren. Das "heiße" Ende also nochmal ablöten, die Schirmung rausfriemeln, verdrillen, vorverzinnen, und dann schön auf einen Punkt am Poti dran. Dass da zwei Zentimeter quasi "unabgeschirmt" sind macht gar nix, das ist ja schon mehr geerdet als ganz viele andere Gitarren...
     
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  2. käptnc

    käptnc Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.19   #22
    Ich kann nur bleihaltiges Lot empfehlen. Ich habe eine 60W Ersa Lötstation und das bleihaltige Lot läßt sich auch damit viel schöner verarbeiten.
    Und ích habe schon sehr viel gelötet, auch viele Jahre professionell in einer Elektronik- Werkstatt.
     
  3. frankpaush

    frankpaush Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.19   #23
    alte DiMarzios auch ...
     
  4. Bowhunter

    Bowhunter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.19   #24
    Klar, bleifreies Lötzinn braucht einen leistungsstärkeren Lötkolben, weil die Schmelztemperatur höher ist. Und giftiges Blei verwenden will man auch nicht, wenn man nicht muß

    Definitiv! Und gerade deswegen ist hierfür bleihaltiges Lötzinn besser; die Schmelztemperatur ist niedriger, so dass das Risiko, durch zu viel Hitze das Poti zu killen geringer ist (ist mir schon mal passiert). Außerdem lässt sich bleihaltiges Lötzinn besser verarbeiten, fließt schöner...

    Bleihaltiges Lötzinn ist ja nur in kommerziellen Elektrogeräten verboten, im Privatbereich ist es noch erlaubt.
     
  5. Software-Pirat

    Software-Pirat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.19   #25
    Wenn man hin und wieder mal etwas löten, dann ist es auch ungefährlich, wenn der Dampf etwas Blei enthält. Das sind so geringe Mengen, da macht das nichts aus. Anders sieht es dann aus, wenn man so etwas täglich mehrere Stunden macht. Das ist aber ein anderes Thema.
    Ich weiß jetzt nicht, ob es schon erwähnt wurde, aber was auch hilft, wenn man vorher die Potis mit Isopropanol reinigt, insbesondere Fettschichten sollten vorher entfernt werden. Wahrscheinlich hilft das mehr für sauberere Lötstellen, als die Zusammensetzung des Lötzinns. Und dann natürlich, mit hoher Temperatur, kurz und schnell löten!
     
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  6. bagotrix

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    Erstellt: 24.05.19   #26
    Hi,

    Hitze ist das wichtigste - der Lötkolben muss die aber nicht nur erreichen, sondern vor allem auch für die Zeit der Lötung behalten. Ich habe auch so eine kleine Lötstation, die geht in der höchsten Einstellung bis 370° C. Sollte eigentlich dicke reichen, nur kühlt die feine Lötspitze halt schnell ab, weil ihr die großen Bauteile die Energie schnell entziehen. Der Kolben muss also auch genug Leistung haben, und die Lötspitze sollte möglichst dick und massiv sein, um die Hitze am Bauteil ein paar Sekunden möglichst gleichmäßig zu halten. Deshalb verwende ich die Lötstation nur für die feinen Verbindungen. Da ist sie einfach ungeschlagen in der Handhabung.

    Ich habe für Potigehäuse dagegen lange Zeit ganz brutal eine Lötpistole verwendet, die auch eine Spitze mit großer Auflagefläche hatte, das ging schon sehr gut. Seit einiger Zeit nehme ich einen kleinen Gaslötkolben, die funzt noch besser. Seither ist es eine Frage von Sekunden, eine mechanisch feste und gut leitende Verbindung hin zu bekommen. Auch HB-Kappen haben ihre Schrecken verloren...

    Zuletzt noch eins: Sauber muss die Lötspitze sein!. Ich empfehle dringend, einen kleinen Reinigungsstein wie "Tippy" zu verwenden - ist die Spitze dunkel und verschlackt, drückt man sie heiß in den Stein, und sie ist wieder sauber und hübsch glänzend verzinnt. Das verbessert die Hitzeübertragung enorm.

    Gruß, bagotrix
     
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