Perkussives Fingerstyle – Pickup system

von Nepomukk, 04.10.20.

  1. Nepomukk

    Nepomukk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.10.20   #1
    Hallo,
    Ich möchte meine Cuntz CWG23 für perkussive Spieltechniken anpassen, bin aber von den sich bietenden Möglichkeiten überfordert. Ziel sollte es sein, die „Bass-drum“ mittels Handballen und auch Schlagrhythmen über den Korpus zu verstärken. Die Gitarre hat bereits ein L.R. Baggs Anthem System installiert. Hier kann ja auch schon ein Mikrofon mit hinzugeschaltet werden.
    Was würdet Ihr empfehlen oder wie habt Ihr konkret Eure Gitarren angepasst? Sind magnetische Tonabnehmer im Soundhole zur „Saitenentkopplung“ nötig? Reicht vielleicht sogar schon ein entsprechenden Tansducer mit Vorverstärker für die „Bass drum“?
    Ich möchte sicherlich nicht meine Gitarre alla Mike Dawes aufpimpen aber ich möchte bei dieser Gitarre nicht allzu viel herumexperimentieren wollen…
    Besten Dank!!!
     
  2. toni12345

    toni12345 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 10.10.20   #2
    Hallo und willkommen im Forum,

    was fehlt dir denn beim Anthem-System? Wie du selber schon schreibst, hast du da ja ein Mikro mit drin, dass nach meiner Erfahrung auch Geklopfe auf der Decke ganz ordentlich verstärkt, insbesondere, wenn man amp AMp oder Pult dann noch ein bisschen mit dem EQ nachhilft.

    Wenn du zusätzlich einen Transducer o.ä. einbaust, musst du beachten, dass der dann ja nicht nur dein Klopfen überträgt, sondern auch die anderen Schwingungen der Decke. das verändert dann eben auch den Gesamtsound. Ich würde an deiner Stelle erstmal schauen, wie weit du mit dem Anthem-System kommst.
     
  3. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 10.10.20   #3
    Hallo im Forum!

    Erstmal die Frage, wie lange du schon mit perkussiven Spieltechniken experimentierst?

    MMn bietet ein teures Mikro System wie das Anthem eine ganz ordentliche Basis.
    Wenn es damit nicht noch nicht gut klingt, kann das einfach auch dran liegen, dass du zu ungeduldig bist, solche Techniken dauern. ;)
    Wer perkussiven Spieltechniken kann, der klingt mit einem Anthem ganz sicher auch gut.

    Ein Transducer direkt auf der Decke verstärkt Percussion UND ungewollte Nebengeräusche (die du am Korpus machst) stärker - du musst damit meiner Erfahrung nach sauberer spielen.
    Eine magnetische PU funktioniert über die Saitenschwingung reagiert auf Percussion von der Decke weniger. Das sehe ich als Lösung, wenn jemand Geräusche dezenter haben will.
    Beides sehe ich nicht als zwingende Ergänzung zu einem guten Anthem, zumindest nicht, um spielerische Defizite auszugleichen.

    GEH
     
  4. B.B

    B.B Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 10.10.20   #4
    Ich habe in meiner Gitarre das "lyric" von LR Baggs, das ist quasi nur das Mikrofon des Anthem, ohne den Piezo-Teil...

    Das Mikro nimmt perkussive Elemente imho sehr sehr gut auf. Tatsächlich ist es sogar so, dass man mit dem Lyric immer etwas aufpassen muss wenn man live spielt, dass man nicht zu viele Nebengeräusche verursacht. Selbst wenn man mit dem Ärmel auf der Decke rumwischt, weil man die Handposition verändert, nimmt das Mikro das auf und verstärkt es. Daher ist das Lyric vll auch weniger was fürs Bierzelt, klingt aber für Akustik-Gigs dafür sehr viel natürlicher.

    Das Anthem ist ja eine Kombination und so ich das richtig verstehe kannst du mit dem Mix-Regler wählen zwischen nur Piezo an einem Endanschlg, und am anderen Ende des Regelweges Mikro+Piezo. Nur Mikro scheint also nicht zu gehen. Allerdings übernimmt der Piezo in der Kombination der beiden Systeme dann nur noch die Bassfrequenzen, um dort etwas mehr Schub und Definition zu geben, wo das Mikro nicht mehr so optimal arbeitet.

    An deiner Stelle würde ich mit diesem Blend-Regler rumprobieren. Du solltest über diesen Regler gewissermaßen das Laustärkeverhältnis von Perkussion und Saiten ansatzweise etwas abstimmen können, auch auf deine individuelle Gitarre.

    Ansonsten is ein Preamp in irgendeiner Form mit guter Eq-Section (Notch/Para-Mitten) sicherlich hilfreich um z.b eventuelle, durch die Perkussion erzeugtes Aufschwingen/Resonanzen/Störfrequenzen in den Griff zu bekommen. Ich weiß nicht wies bei dir nach der Gitarre weitergeht, aber vll ist dort eher was zu optimieren. Ich denke, das Anthem ist ansich bestimmt eine Lösung mit der es sich arbeiten lässt.

    Im übrigen. Sei dir bewusst dass diese Spielweise langfristig deutliche Spuren am Instrument hinterlässt, insbesondere wenn man rechts mit Nägeln spielt. Das ist ja doch eine sehr feine High-End Gitarre. Ich nehme das ist dir onehin klar, aber zur Vorsicht nochmal....

    Grüße B.B
     
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