Piano-Akkordeon oder (steirische) diatonische Harmonika für Volksmusik

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Johannes_B
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Als Einsteiger auf dem Instrument "Akkordeon" und als Pianist/Organist würden mich die Frage interessieren, für welche Bereiche der Volksmusik eignen sich insb. Piano-Akkordeon und steirische (diatonische) Harmonika?

1. Die "steirischen" Harmonikas verfügen über Helikon-Bässe, die relativ stark mit 16'-Zungen besetzt sind. Dies hat für das solistische Spiel gewisse Vorteile. Im Ensemble-Spiel mit Kontrabass erscheint mir aber ein starker Bass von Akkordeon bzw. steirischer Harmonika nicht so sehr von Bedeutung zu sein.

2. Die "steirischen" Harmonikas verfügen je nach Anzahl der Reihen nur über 3-4 Tonarten und haben in diesen Tonarten eine "reine" Stimmung, während das Akkordeon zwangsläufig mit einer "temperierten" Stimmung auskommen muss.

3. Bei der Verwendung in einer Stubenmusik (zB Hackbrett, zither, Gitarre) oder in einer kleineren Blechbläser-Besetzung scheint vorwiegend das Piano-Akkordeon verwendet zu werden.

4. Welches Instrument bietet in puncto Geläufigkeit mehr bzw. bessere Möglichkeiten:
- Piano-Akkordeon??
- Steirische Hamronika??

Johannes
 
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Hallo Johannes,

Deine Frage ist relativ schwierig zu beantworten - ich vermute mal, Du hast die Suchfunktion schon benutzt: https://www.musiker-board.de/vb/search.php?searchid=6813097 ?

Als Pianist wird Dir vermutlich das Lernen des Piano-Akkordeons leichter fallen, und Du bist damit flexibler, als mit einer Steirischen, deren Vorkommen zudem regional verschieden ist (siehe: https://www.musiker-board.de/vb/akkordeon/140595-taste-knopf-7.html#post3394038 - Antwort #91).
In puncto Geläufigkeit scheinen Knopfakkordeons generell bessere Möglichkeiten zu bieten (siehe im gleichen Thread: https://www.musiker-board.de/vb/akkordeon/140595-taste-knopf.html).

Richtig zur Geltung kommen die markanten Klangvorteile einer Steirischen meiner Meinung nach am besten Solo, während das Instrument in einem (größeren) Ensemble eventuell "untergeht" bzw. in kleiner gemischter Besetzung "stört".
 
A
Albeerto Akkordo
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Servus Johannes, in Sachen Geläufigkeit würde Dir die Harmonika wohl entgegenkommen. Die Fingersätze liegen eben doch näher beieinander als beim Akko. Da Du aber Pianoerfahrung hast, wär es wohl einfacher bei den Tasten zu bleiben auch die Wechseltönigkeit will ja erlernt werden. Für das Akk. spricht auch die Riesenmenge an verfügbaren und preiswerteren Noten. Stubenmusiker die auf Akk. spielen nehmen oft eins mit Doppeloktavstimmung, dies harmoniert scheinbar besser mit dieser Art von Musik. Abraten würd ich Dir auf jeden Fall von Akkordeons mit Helikon, weil da hast Du weder Fisch noch Fleisch (auch wenn das andere hier nicht so sehn!) Ich pers. kenne einige Musikgruppen

(http://www.d-quertreiber.de/index.php?id=24)

die sowohl Akk. oder Steirische, als auch Akk. und Steirische einsetzen. Um etwas Farbe reinzubringen nimmt man auch gern 2 versch. gestimmte Harmonikas, hört sich auch gut an.


Viel Spass noch.

Gruss Ak
 
Balgseele
Balgseele
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Hallo Johannes,

eine sehr individuelle Entscheidung.

Man sagt oft "Zaicherer sann a eigene Rass" :rolleyes:
Es gibt zwar Griffschrift aber man spielt Auswendig!
Gelernt wird sie am besten von einem Opa der auf dem Kanape am Kachelofen sitzt und dem man einfach nachmacht was er spielt. :D

In bestimmten Volksmusikkreisen (z.B. in oberbayrische Trachtenvereinen als Spieler zum Plattln) ist nur Zaich als originalgetreu akzeptiert, das Akkordeon schon fast verpönt. :eek:
Dagegen für Volksmusik mit neuerem touch wird IMHO mehr Akkordeon gespielt, von der volkstümlichen Musik ganz zu schweigen. :redface:


Schau mal hier, da wurde mal vergleichend und sehr kontrovers diskutiert:

http://forum.mysnip.de/read.php?11603,156402

unter http://volxmusik.de/ dann => forum

findet man übrigens sehr viel von Ziachspieler evtl. lesenswert.

mfg Balgseele

(der Zaich ausprobiert und wieder weggelegt hat)
 
W
waldgyst
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Ziach, nicht Zaich:)

Oder meintest du es im Sinne von "Naa, so a Zaich spui i net!"?:D
 
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