Pickup nicht für KT Tunstall-Loop-Spielerei geeignet?

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Rainbird77
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Hallo, ich bin neu hier....

Bin hier gelandet, da ich eine Sache selbst nicht so richtig rauskriege... Ich spiele eine Sigma-Westerngitarre (DR-35) mit einem aktiven magnetischen Schalloch-Abnehmer (LR Baggs, M1). Da ich keinen Akustik-Amp habe (und der, der mir gefiel, recht teuer war) hat mir mein Mann zu Weihnachten erstmal das Zoom A3-Effektgerät geschenkt, das ich einfach an die Stereoanlage anschließen kann.

Zusätzlich habe ich gerade von einem Freund einen Looper ausgeliehen (Ditto). Ich wollte unheimlich gern mal damit sowas machen wie KT Tunstall, also quasi die Gitarre über den Loop als kleines Schlagzeug (zum. Basedrum) einsetzen. Allerdings ist der Sound, der vom Looper aufgenommen wird, wenn ich auf den Korpus klopfe, grauenhaft. Ich dachte beim ersten Ausprobieren noch, es läge am Verstärker (da hatte ich grade einen kleinen Brüllwürfel zum Ausprobieren hier), aber über die Stereoanlage und Kopfhörer klingts genauso schlecht. Es entsteht nicht der satte, dunkle Ton, den ich selbst höre, wenn ich mit der Faust dumpf auf den Korpus schlage (nein, die Gitarre ist mir dabei noch nicht zu Bruch gegangen... ;) ). Alle Schläge klingen mehr oder weniger gleich. Irgendwie holzig und billig.

Wahrscheinlich habe ich mir für diese Spielerei den falschen Tonabnehmer einsetzen lassen, oder? :( Was braucht man denn da für einen Abnehmer?

Schonmal vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!

LG

Stefanie
 
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Hallo im Forum!

Ja, du hast einen magnetischen Tonabnehmer, bei dem durch die Schwingung der Stahlsaiten über einer Magnetspule eine Wechselspannung induziert wird -> Funktionsweise
Auf Korpusgeräusche reagiert so ein Tonabnehmer nur wenig.
So etwas geht sogar ohne Korpus (E-Gitarre) und würde mit Nylonsaiten einer Konzertgitarre gar nicht funktionieren.
Die Alternative ist ein Piezoelement unter dem Steg, das auf Druck reagiert, das geht dann auch bei einer Konzertgitarre -> Funktionsweise

Die magnetischen Tonabnehmer sind eine gute und einfache Nachrüstmöglichkeit (selten bei neuen Akustik-Gitarren) und haben ihre Vorteile bezüglich Rückkopplung im Live-Einsatz.
Für Percussion auf dem Korpus sind sie aber tatsächlich leider nichts.

GEH
 
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Danke für die Antwort! Hmpf. Vom Gitarren-Klang her finde ich den Abnehmer aber eigentlich super und will ihn nicht mehr hergeben.... Mein Mit-Musiker hat eine Sigma mit bereits eingebautem Tonabnehmer gekauft, ich weiß jetzt nicht, was da drin ist, aber das sind ja i.d.R. solche Piezo-Systeme, richtig? Dann könnte ich zumindest mit ihm tauschen, wenn wir bei einem Auftritt sowas machen wollen. Die Sigmas sind - wenn sie einen Abnehmer von Haus aus eingebaut haben - meist mit Fishman Isys ausgestattet. Ist das so ein Piezo?
 
eine gefakte Kick bekommst auch mit deinem PU hin...
dazu nur statt auf den Korpus auf die mit der Greifhand gedämpften Saiten klopfen
wo und womit (Handballen, Fingerspitzen, Daumen seitlich etc) einfach ausprobieren
falls da wider Erwarten nichts den Vorstellungen entspricht, kann man sich recht einfach eine Art Brett 'basteln', auf das man mit dem Fuss kickt und das parallel zur Gitarre (Y-Kabel) anschliessen
(Einzelheiten lass ich erst mal weg)

cheers, Tom
 
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Die Idee von Telefunky find ich gut!
Vielleicht lässt sich was simulieren, es müssen halt die Saiten selbst irgendwie einbezogen werden.

Vermutlich ist das LR Baggs M1 ein deutlich besseres System als das Fishman Isys am Fabrik bei Sigma, das ist schon richtig, das nicht gleich aufzugeben.
Der Nachteil bei Percussion ist gleichzeitig auch ein Vorteil, denn du machst auch unfreiwillige Geräusche am Korpus, welche System wie das Isys dann auch lauter wiedergeben wie das M1.
 
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Ihr seid ja super!! Ich hab es gerade ausprobiert, und es klingt für mal eben schnell echt nicht schlecht - viiiiiiiiiiiel besser als vorher! Jetzt muss ich noch bisschen rumprobieren, wo/welche Handstelle etc., hatte jetzt grade mit der flachen Hand überm Schalloch auf die Saiten geschlagen.

Ja, es hätte mich auch geärgert, wenn ich mir jetzt extra ein "besseres" Pickup System gekauft habe und das dann nicht so verwenden kann, wie ich gern möchte... muss aber dazu sagen, dass mir die Idee erst im Nachhinein gekommen ist (ich spiel eh noch nicht so lange Gitarre und muss noch viiiiiiiiel lernen.... daher auch meine Ahnungslosigkeit).

Also, vielen Dank für eure Hilfe! Ganz klasse!! :great:
 
....hat mir mein Mann zu Weihnachten erstmal das Zoom A3-Effektgerät geschenkt, das ich einfach an die Stereoanlage anschließen kann.
Kleine Warnung am Rande: ich wäre da sehr vorsichtig mit der Stereoanlage, vor allem die Klopferei macht einen sehr tieffrequenten Bassanteil, der durchaus Komponenten überlasten könnte. Bei sehr gemäßigter Lautstärke geht es vielleicht, aber drüber ...

Ansonsten übertragen auch nicht alle Steg-Piezos die Korpus-Percussion schön und unverfälscht. Am ehesten welche unter der Schalldecke (wie B-Band AST und ähnliche) oder Mikrofone im Korpus. Das kommt stark darauf an, wofür die Gitarre optimiert wurde. Bei meiner Ibanez mit Unterstegabnehmer (Fishman Sonicore) kommt vom Korpus kaum was zurück ujnd das ist Baurarttechnisch so gezüchtet. Dafür extrem Rückkopplungsfest.

Gruß
Christoph
 
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Hallo, ich krame meinen alten Thread nochmal raus.... mir hat jetzt ein Bekannter einen Floh ins Ohr gesetzt, da er sagte, möglicherweise lässt sich zusätzlich ein Decken-Tonabnehmer einbauen mit einem Regler, über den ich jederzeit entscheiden kann, wieviel ich davon zum Braggs zumischen will. Hat sowas schonmal jemand gehört? Ist das eine abstruse Spinnerei oder tatsächlich machbar?
 
Noe. Sowas is Gang und Gaebe - nennt sich Multisource. Je nach Wunsch auch mit gemischten oder separaten Ausgängen. Ich kenne einen Gitarristen - Jon Gomm - der hat in seiner Lowden mehrere PU-Systeme und so kann er cleanen perkussiven Körperschall / Micro mit verzerrten Magnet-PU Klängen mischen. Kommt gut.
 
Ok danke - ich wollte diese Woche eh in die Gitarrenwerkstatt meines Vertrauens fahren... ist mir nur recht, wenn mir schonmal jemand bestätigt hat, dass das möglich ist, damit ich nicht befürchten muss, dass die mich angucken wie'n Auto...

Ausgänge: ohje, ich hoffe, das geht über den einen Ausgang, den ich habe, oder? Sonst wird's ja auch kompliziert mit dem Amp und so... (hab seit ein paar Wochen den Ecoustic 112 von Peavey).

*offtopic* Du lebst in Cork/Irland? Coooool.... *offtopic Ende* ;-)
 
Dein Preamp in der Gitarre muss in der Lage sein, die Signale der eingebauten Pickups auszuwählen oder zu mischen. Wenn die Pegel einigermaßen passen, kann man einfach einen Umschalter vor den Preamp setzen, denn magnetische und Piezo Pickups haben in etwa den gelchen Pegel und wollen beide einen hochohmigen Eingang.
Wenn es aber ein spezieller Transducer sein sollte (wie der B-Band), dann braucht es einen passenden Preamp.
Ich habe in meiner Jazz-Gitarre mangels käuflicher Alternative selber einen Pre-amp entworfen und eingebaut. Der kann dann die magnetischen Pickups mit einem B-Band UST mischen nebst Phase und Klangregelung mit parametrischen Mitten. Ich habe den B-Band Preamp einfach mit eingebaut. (Bericht hier)

Gruß
Christoph
 
Die Signale müssen gar nicht unbedingt schon in der Gitarre gemischt werden. Ich habe in meine Gitarre (Yahama CPX-8 mit Piezo/Mikro-Kombination) einen zusätzlichen magnetischen Pickup (Fishman Neo-D) für E-Gitarren-ähnliche Sounds eingebaut. Die beiden Pickups habe ich einfach auf den linken und rechten Kanal einer Stereo-Buchse gelötet, sodass ich sie mit einem Stereo-Kabel getrennt aus der Gitarre herausbekomme. Außen stehen einem dann alle Möglichkeiten offen. In meinem Fall geht der magnetische Pickup in ein E-Gitarren-Effektgerät. Zwischen dem so erzeugten "E"-Sound und dem Piezo/Mic-Akustik-Sound schalte ich mit einem Line-Selector hin und her (falls das jemand in Aktion sehen möchte: ).
Bei der Buchse ist zu beachten, dass eventuell ein Schaltkontakt nötig ist, der den Preamp nur bei eingestecktem Kabel einschaltet (ansonsten ist der immer an und verbraucht Batterie). In meinem Fall war das so. Von solchen Buchsen gibt es nicht viel auf dem Markt. Die einzige, die ich in einem deutschen Shop gefunden habe, ist die "Fishman Switchjack", zu bekommen bei Musik Produktiv: http://www.musik-produktiv.de/fishman-switchjack.html

Zur grundsätzlichen Pickup-Frage: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass perkussive Korpusgeräusche ungeschlagen am besten über einen Piezo kommen. Da ich den Piezo-Sound aber für Picking nicht ganz so geil finde, bin ich mit der Piezo/Mikro-Kombi von Yamaha sehr zufrieden. Ich habe auch mal den verhältnismäßig teuren Fishman Rare Earth Blend ausprobiert (Magnetisch/Mikro-Kombi): Traumhafter Picking-Sound, aber leider nicht gut für perkussives Klopfen geeignet.

Ich bin auch immer wieder am Überlegen, ob ich irgendwie für's Picking lieber einen magnetischen Pickup benutzen kann, während ich für die Percussion-Sachen trotzdem weiterhin die Piezo-Mikro-Kombi verwende. Leider ist das aber nicht ohne einen zusätzlichen Umschalter machbar, fürchte ich, und ich habe schon so viel Kram auf dem Boden liegen... :-/

Viele Grüße,
Tim

EDIT: Oh, ich wusste nicht, dass ein Youtube-Link hier automatisch eingebettet wird. Sorry, ich hoffe, das stört niemanden.
 

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