Pickups für Greco Les Paul Custom (Blues/Bluesrock)

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Gast 114499
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Hallo zusammen. Ich habe eine alte Greco Les Paul Custom, über 4 kg und sollte dafür Pickups haben. Gute Paf s , keine heissen Pickups. Für Blues und Bluesrock. Preis bis ca 250 Euro. Was könnt ihr mir da empfehlen oder gar anbieten?
 
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Hi,

ein bisschen mehr Info wäre schon gut. Suchst Du eher den ganz alten PAF-Ton, also eher schlank und brillant, oder soll es der fette Ton sein, den man heute meist mit einer Gibson assoziiert? Wie klingt die Greco generell, und was vermisst Du bei den bisherigen PUs? Hat sie ein Rosewood-Griffbrett oder Ebenholz wie das Original, besitzt sie eine Ahorndecke oder ist es eine Vollmahagoni-Custom?

Grundsätzlich macht man bei so einer Gitarre mMn mit Gibson-PUs nicht allzu viel falsch, die Frage ist nur, mit welchen. Die '57 Classic sind eher rund und etwas weicher im Ton, die Burstbucker sind brillanter, BB Pro nochmal bissiger und dann dann gibts noch die moderneren Versionen wie 490R/490T. Wenn die Idee ist, einer Original-Les Paul näher zu kommen, sind die alle nicht falsch, nur eben mit etwas unterschiedlicher "Geschmacksrichtung", und sie sind gebraucht ganz gut zu bekommen.

Dimarzio und Duncan bieten auch jede Menge HB-Pärchen an, da wirds dann schon zunehmend unübersichtlich, von günstigeren Herstellern wie Tonerider und Rockinger. Sehr schön bluesig finde ich zB die Dimarzio PAF Master, sie haben viel von diesem "Vokal-Sound" mit singenden Mitten. Gehört Dein Herz dem Texas-Blues (oder generell einer rauheren, bissigen Soundrichtung), sind Duncans Pearly Gates eine Empfehlung wert.

Gruß, bagotrix
 
ich finde es schwierig, da man ja gewissermaßen im Trüben hört.
Im Grunde läuft das dann auf 2 Dinge hinaus:

a) es werden viele persönliche Favoriten genannt
b) es gibt eine Liste mit sehr vielen PUs, die im Groben deine Anforderungen erfüllen

Selbst wenn Du in einen Laden gehen und etliche LPs anspielen würdest, bis Du ein Exemplar findest, dass Dir gut gefällt und dann die gleichen PUs für deine LP kaufst, heißt das noch lange nicht, dass diese PUs dann in deiner LP genauso überzeugen.

Nichts desto weniger finde ich die Idee, am Hals einen P90 zu probieren ( am Steg einen Humbucker ), ziemlich interessant. Der Domino von Rockinger passt vom Format und ist ein toller PU. den genannten 57 finde ich auch sehr gut, kenne ihn aber nur in Verbindung mit SG und Semi-Hollow.
 
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a) es werden viele persönliche Favoriten genannt
b) es gibt eine Liste mit sehr vielen PUs, die im Groben deine Anforderungen erfüllen

Genau... wie immer halt... und davon mal ganz ab... würde Duesenbergs "Domino" tendenziell wohl wirklich gut in die Neck Position passen... und für die Bridge ein Roswell LAF-B ... habe diese Kombi schon einige Mal empfohlen und auch verbaut..

Davon mal ab wären weitere Infos zu deinem Instrument und deinen "Sound" Wünschen von Vorteil.
 
Danke erstmal für eure Infos...Die Greco hat , so wie ich es sehen konnte, eine Ahorndecke und so wie es aussieht hat die Les Paul ein Ebenholzgriffbrett. Der Akustische Klang würd ich eher als hell bezeichnen. Der Gitarre wurden Gibson 490R/490T. eingesetzt. Für mich haben die aber einfach zu viel Dampf. Ich würd da eben den gemässigten Pegel bevorzugen, zumal ich kein Highgain spiele. Leider ist die Auswahl an Pickups so grosss, dass ich nicht einfach mal durchtesten kann. Deshalb mein Anliegen hier. Was ich so im Kopf hab sind eben die Seymour Duncan Antiquities oder Seth Lovers, Di marzio 36th Anniversary. Mit den Rockinger Sets hab ich leider keine Erfahrung.......
 
Bist Du Dir bei der Angabe 490R/490T wirklich sicher? Der 490R wird ja auch gerne mit dem 498T kombiniert - lange war das die Standard-Kombi bei Gibson und wird daher auch oft gebraucht angeboten.

Ich frage deshalb, weil die 490R/T vom Output her eigentlich schon in den Bereich PAF fallen, die haben jetzt auch nicht mehr Dampf als die '57 Classics. Die Abstimmung ist ein wenig anders, der Hals PU ist etwas lauter und der BridgePU sogar eher zahmer als der '57 Classic Plus. Der deutlich häufiger verbaute 498T hat dagegen so um die 12-13 KOhm und ist schon ein rechtes Mittenbrett, da wäre man dann schon deutlich von PAF-Bereichen weg.

Solltest Du aber tatsächlich 490R/T haben und die sind Dir immer noch zu heiß, müsstest Du schon deutlicher in den Low Output-Bereich gehen, da würde ich die Dimarzio 36th Anniversary eher nicht ansiedeln, insbesondere der DP223 für die Bridge hat schon ganz gut Wumms für einen PAF. Antiquities wären es unter den genannten noch am ehesten, die sind aber schon sehr deutlich über Deinem Limit, zumindest neu. Ich würde die auch nur verbauen, wenn HiGain und ordentlich laute Amps bei Dir wirklich kein Thema sind, denn sie sind nicht gewachst und können schon deutlich leichter mikrophonisch pfeifen. Vom Preis der Gold-Version will ich lieber auch nicht reden...

Willst Du es nochmal mit Gibson probieren, wären wohl Burstbucker 1 am Hals und 2 am Steg das naheliegendste.

Ein günstiger Geheimtipp sind die Dimarzio Air Classic DP190/191. Reduzierter Output, aber nicht schrill, sondern eher natürlich klingend und nicht ganz so ausgehöhlt in den Mitten wie zB ein SH-1.

Was man bei allen nicht vergessen sollte: Mit den Potis arbeiten! Suchst Du den "alten" PAF-Sound, gehört dazu auf jeden Fall das 50s Wiring und nicht zu große Kondensatoren (.015 oder .022 uF), dann kannst Du auch etwas lautere PUs besser einbremsen. Zunächst mal klingen nach meiner Erfahrung die gleichen PUs mit dem 50s wiring schon bei aufgedrehten Potis immer etwas weniger brutal, vor allem im Bassbereich. Wenn Du mich fragst, bekommen die PAFs aber gerade im Clean- und leichter angezerrten Bereich erst dann diesen "magischen" Ton, wenn Du Volume und Tone zumindest etwas zurücknimmst. Mit "alles auf 10" klingen sie oft eher dünn und schrill, in Kombination mit Potis und Kondensator hört man dann schon ganz anderes.

Mit der modernen Verdrahtung kann man das subtile Zurücknehmen allerdings ziemlich vergessen, weil insbesondere bei gleichzeitiger Betätigung von Volume und Tone sehr schnell nur noch Mulm bleibt. Falls Du es also nicht schon getan hast, würde ich vor dem Austausch der PUs erstmal an die Potis gehen. Abgesehen vom 50s Wiring solltest Du sie auch mal durchmessen, ob sie vielleicht zu sehr vom 500 KOhm-Standard abweichen. Denn dann können die HB nie so klingen wie vom Hersteller beabsichtigt.

Vielleicht kannst Du schon der jetzigen Bestückung mit der entsprechenden Schaltung sehr viel mehr abgewinnen als gedacht. Ich hatte mal ein alte LP Classic in der Kur, die konnte mit neuen Potis und 50s wiring (mit den serienmäßigen fetten Ceramic-Humbuckern!) auf einmal richtig bluesige Töne produzieren, und der Besitzer hat alle Austauschpläne begraben...

Gruß, bagotrix
 
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besten Dank, Bagotrix. Ich hab grad nochmals nachgemessen, und vom Widerstand her müssen muss es wohl der 498T sein und nicht der 490er. Und in der Beschreibung vom Kauf der Gitarre stand 490 drinnen.....deshalb war ich mir sicher.
Ich werd mir deine empfohlenen Dimarizios Air Classic mal näher ansehen. Ich denke einfach ,dass die Gitarre eine gute Basis hat ,mehr aus ihr herauszuholen, aber sollte in einem gesunden Verhältnis zu den Pickupkosten sein. Ich denke eben dass es eben auch in der mittleren Preisregion sicher gute und vernünftige Pickups gibt. Von der Marke muss es nicht zwingend Gibson sein. Auf jedenfall vielen Dank für deine ausführlichen Beschreibungen und Tipps für mich......das hilft mir sehr weiter!.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich denke eben dass es eben auch in der mittleren Preisregion sicher gute und vernünftige Pickups gibt.

Genau.... vielleicht solltest du dir wirklich mal die LAF von Roswell anschauen (Neck und Bridge) --- Super P/L Verhältnis, sehr gute Verarbeitung und von den Werten her moderat ... die Teile gehen tatsächlich eher in Richtung "Vintage PAF" (wobei das natürlich ein weites Feld ist).
 
Di marzio 36th Anniversary.
Den habe ich in einer Gitarre am Hals.
Er klingt eher etwas weicher, runder, er hat keine markanten Ecken oder Kanten. Ob das jetzt eher am PU oder der Gitarre liegt ?
Mir gefällt er, auch in der Zwischenposition mit dem Steg zusammen. Ein Schreihals ist er nicht.
 
Das Dream Team von Rockinger ist echt top und muss sich auf keinen Fall hinter DiMarzio und Co verstecken!!!!

Bei DiMarzio bin ich ein großer Freund von den 36th anni..
 
Blues/Blues Rock ist auch mein Metier. Ich habe bisher zwei Paulas umgerüstet:
Eine R7 aus dem CS die noch mit den Burstbuckern kam. Da wollte ich einfach wissen, was noch geht und habe mir ein recht teures Set aus Häussel 1959 Bridge und 1959 Custom Neck besorgt. Der 1959 Custom Neck ist IMO ein klasse Les Paul Pick Up, weil der die Bässe Zaum behält und alles andere als wummrig ist. Die Transparenz und Klarheit ist bei dem Set schon noch mal besser als die Burstbucker, die dann aber eben "runder" klingen und weniger bissig.
Dann habe ich noch eine LP Studio Worn Faded in der ab Werk Burstbucker Pro verbaut waren. Die klangen im Vergleich zu der vorgenannten PUs immer leicht "plärrig". Da habe ich auf ein Set Rockinger AlnikoII gesetzt. die mir auf Anhieb sehr gut gefallen haben. Auch sehr klar und transparent. Merkwürdiger Weise waren die Out of Phase obwohl man da wegen 2-adrig und abgeschirmten Anschlusskabeln nix falsch machen kann. Ich habe es aber so gelassen, weil dieser Peter Green Ton damit auch perfekt funktioniert und wenn man einen der beiden PUs in der Mittelstellung nur leicht zurückdreht, hat man dennoch den "normalen" Klang dieser PU Kombination
Am Ende ist das alles jedoch Geschmackssache. Ich finde eine gute Les Paul muss auch einen guten Schuss Telecaster in sich haben. Das ermöglichen diese PU (Klarheit und Transparenz trotz Humbucker...).
 
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