pilates

von laja, 05.07.05.

  1. laja

    laja Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.07.05   #1
    hi,

    in vielen beiträgen von sunflower finde ich mich wieder (bspw. in dem text über druck im hals, wenig stütze im bauch, wie kann man das verbessern, singen am klavier etc.).

    ich habe gemerkt, daß mir ebenfalls viel zu oft stütze fehlt, und ich sehr unsicher bin, was das richtige einsetzen angeht, wahrscheinlich nicht zuletzt, weil ich auch keine recht ausgeprägte starke bauchmuskulatur habe. die wollte ich jetzt ebenfalls trainieren. jemand hatte auch pilates empfohlen. bei pilates werden die bauchmuskeln ja zwar trainiert, aber man arbeitet hier jedoch mit der brustatmung, ist das dann nicht eher kontraproduktiv fürs erlernen bzw. das einsetzen der bauchstütze? vor allem, da man ja den bauch bei den übungen zum nabel hin einziehen und, wie gesagt, eben die brustatmung anwenden soll.

    ich bin etwas unsicher, welche art bauchmuskeltraining am sinnvollsten für leute ist, die oft beim singen zuviel druck auf den hals geben, und zu wenig oder gar nicht richtig stützen.

    lg

    laja
     
  2. petejosephs

    petejosephs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.07.05   #2
    pilates ist ne schöne sache, um die tiefe Bauch- und vor allem Beckenmuskulatur zu tainieren. ist für Bläser und Sänger gut geeignet, um den Becken- und Hüftbereich zu stabilisieren und zu kräftigen. Was man dort an Atmung unterrichtet, weiß ich nicht genau genug.

    Für´s Singen ist aber eine möglichst vollständige Verlängerung der Wirbelsäule wünschenswert. Achte daher mehr darauf, beim Einatmen die Halswirbelsäule nach oben (Verlängerung an der rückseite des Halses, nicht die Nase anheben) und die Lendenwirbelsäule nach unten zu atmen. Das ist ein bisschen tricky, wenn du im Hohlkreuz stehst, dann geht´s nicht. übs vielleicht erstmal in einer nach vorn gekippten Haltung, wie ein Skispringer. Du kannst dich auch mit den Armen auf einem Tisch oder so abstützen. Die Knie müssen locker sein, aber nicht einknicken wie ein Abfahrtsskiläufer. Wenn das klappt, kannst du dich langsam aufrichten. Für´s Singen muß das Hohlkreuz weg. Übs am besten mit einem Spiegel, seitlich von dir.
    Gegen ein Einziehen des Bauches unterhalb des Nabels spricht nichts. Dosier den Luftstrom ruhig am Anfang der Ausatmung von dort. Das ermöglicht dir, die Wirbelsäule lang zu lassen, und die Flanken bzw Rippen offen zu halten. Ein wenig und sicher dosierter Luftstrom bringt dir mehr sound, als mit Muskelspannung die Luft nach oben zu drücken. Dann geht der Hals zu. Stütze heißt: Möglichst viel Weite erhalten und nicht pressen. Bedenke das beim Muskeltrainig.
    Das Einziehen des tiefen Bauches unterhalb des Nabels hab ich erst gestern einer Saxofonstudentin beigebracht. Der Sound war sofort klarer, kontrollierbarer und obertonreicher. Und sie hatte mehr Luft. Bei Sängern funktioniert das genauso.
    Und: Arbeite ab einem gewissen Niveau mit einem Lehrer, wenn du einen guten finden kannst. Die guten sind leider Mangelware.
    LG
     
  3. dirk

    dirk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.05   #3
    Die Atemstütze fürs Singen funktioniert so, daß Du "in den Bauch" einatmest, dabei die Kehle senkst und den ganzen Atem- und Stimmapparat weitest (wie z.B. beim Erschrecken). Diese Haltung sollst Du für den Tonansatz beibehalten. Wenn es Dir dabei gelingt, den Bauch einzuziehen, egal ob über oder unterm Bauchnabel, Kopfstand zu machen ohne sonst irgendwas :D , ok. Das sind aber zusätzliche Bewegungen, die nicht dem "Stützen" dienen. Im Gegenteil, das kann kontraproduktiv sein!
    Über "Pilates" weiß ich zu wenig, als daß ich dieses "Training" beurteilen könnte.
    Nur soviel noch: Die Bauchmuskulatur (damit ist ja normalerweise der "Sixpack" gemeint) ist nicht entscheidend, sondern das Zwerchfell, das man ja nicht von außen spüren kann und das ausschließlich für die Atemfunktion da ist. Man trainiert also das Zwerchfell durch richtig ausgeführte Atemübungen und richtiges Singen. Hier ist nicht Kraft sondern Koordination entscheidend.
    Aber möglicherweise gibt es noch ausgeklügelte Übungen von Physiotherapeuten oder Logopäden, die helfen könnten.
     
  4. Whych

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    Erstellt: 06.07.05   #4
    Mir wurde gesagt ich soll in Bauch und Leiste atmen.
    Man kann nur immer wieder den alten Trick empfehlen einfach mal zu Gaehnen. Da merkt man wie es sein sollte.
     
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