Pop - Warum ist Monotonie das Rezept zum Erfolg?

Shtil
Shtil
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
04.08.19
Registriert
30.11.14
Beiträge
142
Kekse
484
Hallo,
vorab möchte ich direkt sagen, dass ich dieses Thema mit Absicht etwas provokant gestalte (somit auch bewusst übertreibe) und ich nur meine eigene, persönliche Meinung wiedergebe. Ziel ist ganz einfach eine interessante Diskussion über die Thematik.

Generell verstehe ich in letzter Zeit eins nicht: Warum ist die Musik, die in den Charts läuft überhaupt in den Charts? Oder warum sind diese ganzen, in meinen Augen schwachsinnigen Lieder, so immens populär? Primär geht es dort um die Popmusik, welche eben elektronische Musik, Schlager und so weiter beinhaltet.

Generell kann man damit einleiten, dass sich eines immer wieder feststellen lässt: Populäre Musik wird immer lauter, monotoner, einfältiger, flacher. Dynamik vermisst man dort in absoluter Gänze. Kurz zusammengefasst: Lauter Einheitsbrei. Wie kann man es sich sonst auch erklären, dass es eine Hit-Gleichung gibt? Siehe: http://scoreahit.com/TheHitEquation

Ein gutes Beispiel für diese Einheits-Musik ist wohl "Ein Geiles Leben" von "Glasperlenspiel":

Dort merkt man sofort, dass der Beat recht monoton ist, zumindest in meinen Augen. Weiterhin kann ich für mich festhalten, dass der Songtext absolut über keine Tiefe verfügt. Es geht sogar so weit, dass ein altes Sprichwort verwendet wurde und sich der Text im großen und ganzen gar nicht differenziert, sondern eher, dass er die gesamte Zeit wiederholt wird. Der Text wird von Zweckreimen dominiert. Metaphern und andere Stilmittel fehlen eigentlich schon absolut gänzlich. Trotzdem hat es dieser Song auf die Chartplatzierung #2 geschafft. Und da frage ich mich: warum? Vor allem, da in meinen Augen Welten zwischen den Live-Performances und den Studio-Recordings liegen. Da muss man sich nur mal einige Live-Auftritte anschauen, wie z.B.



Aber um ein weiteres, aktuelleres Beispiel zu nennen: "Stereocat ft. Kerstin Ott" - "Die Immer Lacht"

So, bei Glasperlenspiel dachte ich, dass es kaum noch schlimmer ginge. Aber da habe ich mich leider getäuscht und somit auch selbst enttäuscht. Monotoner geht es in meinen Augen nicht mehr. Weder von der Melodie noch von dem Gesang oder dem Text. Man werfe nur einen kurzen Blick auf den Chorus, da kann man es nicht von der Hand weisen, dass das ganze immens einfach gestrickt ist:

Sie – ist die Eine, die immer lacht,
die immer lacht, die immer lacht, die immer lacht,
oh - die immer lacht.
Und nur sie - weiß, es ist nicht, wie es scheint,
oh sie weint, oh sie weint, sie weint,
aber nur, wenn sie alleine ist,
denn sie ist, wie sie ist und was sie ist.
Es ist nicht, wie es scheint.

Ich denke, dass es sich hier erübrigt und ich nicht näher auf die Stilmittel eingehen muss (Warte, von welchen Stilmitteln spreche ich da..? Naja, egal.) Den Tiefsinn muss ich auch nicht hinterfragen, oder? Aber sowas schafft es auch unter die Top 10? Da frage ich mich erneut: warum? Was macht dieses Lied so speziell, wenn es prinzipiell die selben Eigenschaften ausweist wie andere populäre Lieder? Oder liegt das Geheimnis gar dadrin, dass alles gleich klingen muss? Und was mich bisher am meisten verwundert: Warum gibt es generell keine tiefsinnigen Texte mit Metaphern usw. in den Charts? Beziehungsweise ganz selten? Gute Beispiele für Texte mit Sinn und Hintergrund hat u.a. Rammstein - aber diese Musik wird eben vom "Mainstream" nicht so gerne gehört - mag es an der Härte, den Gitarren oder doch an dem Text mit Verstand liegen.

Weiteres Beispiel gefällig? Gerne!

"Andreas Gabalier" - "Hulapalu"

Im Endeffekt kann ich mich erneut nur wiederholen: Absolut einfältige, monotone Melodie. Man könnte fast meinen, dass die Künstler untereinander einen Wettbewerb führen: Wer schafft es noch monotoner und einfältiger zu sein? In diesem Lied gibt es, wie in den vorherigen auch, keinen Spannungsaufbau, keine Abwechslung, nichts. Nichts außer der Monotonie gepaart mit einem stumpfen Text welcher, wie zu erwarten, erneut mit keinem tieferen Sinn überzeugen kann. Siehe:

Happy hour, mitten in der Nacht
Sexy, alles tanzt alles lacht
Vierzig Grad am Dancefloor
Hulapalu sagst du in mei Ohr

Wo's is denn Hulapalu, Wo's ghert denn da dazu
Macht ma beim Hulapalu vielleicht die Augen zu
Kann ma beim Hulapalu die Sterndal sehn
Sag mir, wie soll des Gehn?

Hodi odi ohh di ho di eh
Hodi odi ohh di ho di eh
Hodi odi ohh di ho di eh
Hodi odi ohh di eh

Ich denke, dass ich auch hier nicht viel mehr zum Text sagen muss. Um zu erkennen, dass es sich, um ehrlich zu sein, um puren Schwachsinn handelt, braucht man keine Analyse. Und wisst ihr, was mich nun am meisten stört? Ich könnte ohne Ende solche Lieder aufzählen, sei es "Atemlos" von "Helene Fischer" oder oder oder.

Wie man sicherlich merkt ist mir auch bereits auch schon die Lust am Schreiben vergangen. Für mich ist es absolut unverständlich, wie solche Musik populär sein kann. Warum sind (in meinen Augen) Künstler, Lieder, Songwriter die viel mehr können bei weitem nicht so populär? Warum ist solcher Schwachsinn so populär und gute Musik nicht? Oder: Warum ist dieser Einheitsbrei für die große Masse genau gute Musik?

Und vielleicht sollte ich noch definieren, was für mich gute Musik ist. Für mich ist gute Musik zum Beispiel:



Das lässt sich auch ganz einfach erklären: Der Song ist nicht monoton, er beinhaltet nicht viel (in meinen Augen) elektronischen Schwachsinn. Die Melodie variiert, man hat Picking und Strumming, welches wiederum auch variiert. Der Song hat Höhen und Tiefen, bietet Dynamik und auch mehr Sinn hinter dem Text. Aber sowas scheint nun wiederum nicht den Nerv der breiten Masse zu treffen.

Naja.. jetzt seid ihr dran! Gegebenenfalls erweitere ich den Thread noch, falls ich noch die Lust dazu finde.
 
Eigenschaft
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Wenn ich denn mal Radio höre, fällt mir das auch immer wieder auf. Alles hört sich irgendwie gleich an, die Texte sind oft belanglos. Ich vermute mal der Grund, weshalb genau solche Songs oben in den Charts stehen ist einfach der, dass er der breiten Masse halbwegs gefällt. Je extremer die Musik, je tiefsinniger die Texte, je komplizierter die Rhythmen, desto genauer muss man sich einen Song anhören. Und genau das passiert bei der typischen Radio-Mucke, die im Auto läuft, nicht.

Ich werfe mal eine Hypothese in den virtuellen Raum: Kaum jemand fühlt sich von Pop-Musik beim Autofahren gestört, von hartem Metal dagegen schon. Vielleicht ist Pop-Musik deshalb so erfolgreich, weil sie eben niemanden wirklich stört und einfach im Hintergrund laufen kann, nicht weil sie musikalisch besonders gut ist?!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ich befürchte, dass a) die Masse kein Intresse hat sich mit Musik überhaupt bewusst zu beschäftigen, und b) der normale Pöbel ohnehin keinen Einfluss mehr darauf hat, was in die Charts kommt. Es geht nurnoch darum, welcher Produzent wieder etwas neues auf den Markt wirft.
 
Ich glaube das wir Musiker einfach einen anderen Blick für Musik haben. Musik ist unser Hobby, allein deswegen nehmen wir Musik schon ganz anders wahr. Wir dürfen nicht vergessen das nicht alle Menschen diese liebe zur Musik teilen, bzw sie vielleicht nicht den gleichen Stellenwert in ihrem leben hat. Ich zum Beispiel höre täglich mindestens 1 Stunde (aufmerksam) Musik. Ich nehme sie also bewusst wahr und beschäftige mich mit Texten oder liege einfach mit geschlossenen Augen im Bett und genieße jeden Ton. Das mag vielen Menschen heutzutage zu langweilig sein, wozu Musik hören wenn es auch einen Fernseher gibt? Ich verbringe Abende halt lieber bei Youtube um neue/alte Musik für mich zu entdecken, zu stöbern, zu genießen. Lieber als in den Fernseher zu starren.
Musik soll für die meisten (jungen) Menschen in meinem Alter vor allem Tanzbar sein, "geilen Bass und beat" haben und der Text darf ruhig auch noch im besoffenen Zustand gröhlbar sein. Aber, das ist kein Problem der Neuzeit, das gabs immer schon. Yellow Submarine von den Beatles könnte ich mit 2 Promille locker noch lallen. Da wäre ich dann aber vermutlich mit der 56 Jahre alten Getrud der einzige. :D
Meine Eltern, beide in den 70er/80er Jahren Teens gewesen hören heute trotzdem mit Begeisterung Charts. Vielleicht weil sie auch früher nur Charts gehört haben. Aber, sie hören eben auch nur selten mal richtig , mit allen Sinnen Musik. Ich kann das natürlich nur schwer verstehen, die haben in so geilen Jahrzenten gelebt, hätten soo viele Konzerte besuchen können..grr, ich wünschte ich könnte mit ihnen tauschen. ;)
Ihre Antwort passt aber ins Bild. "Wir haben das gehört, was unsere Freunde gehört haben, was halt cool war".
Und so ist das heute auch. "Alle hören es, dann muss ich es auch hören, ist ja schließlich voll angesagt!"
Anders sein, von der Masse abweichen ist heutzutage ja schon beinahe ein todesurteil, in einer Welt an der manch ein leben/selbstwertgefühl nur noch von likes abhängig ist. Leider ist die Meinung anderer vielen Menschen viel zu wichtig (geworden). Aber diese Meinung bestimmt großteils den Musikgeschmack (und vieles andere) vieler!

Die Kernfrage ist doch aber (mal abgesehen vom Künster dem Geld durch die Lappen geht!):
Who cares? Soll doch im Radio von mir aus nur Rauschen gesendet werden. Ich hab meine CDs und Platten, und kann mir meine Musik doch frei auswählen. Wenn Leute Charts toll finden, dann halt viel spaß damit. Punkt! :) Nicht jeder kann mit Musik gleich viel anfangen. Ich gucke zum Beispiel keinen Fußball, trinke keinen Alkohol und besitze auch kein Handy/smartphone. Ich bin 25 Jahre alt und Student, der Soziale Druck ist teilweise enorm, denn ohne Smartphone wird man leider oft ausgegrenzt, da man halt nicht über Whatsapp erreichbar ist. Dieser Soziale Druck existiert eben auch bei Musik. Die Welt wird immer schneller, Musik immer kurzlebiger, kaum jemand wird sich noch an die Musik von vor einem Jahr errinern. "Fans" wollen spätestens jedes Jahr n neues Album, sonst haben sie den Künstler eh vergessen. Warum da noch aufwändige Musik produzieren wenn doch 2/3 der Bevölkerung auch mit weniger zufrieden ist? ;)

Das gleiche könnte man übrigends über das Kino sagen. Masse statt klasse, aber die Mehrheit der Menschen möchte halt einfach den Kopf aus machen und sich berieseln lassen, und weniger über was Nachdenken müssen. Thats the way it is.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer
Die Fragen wurde schon längst beantwortet :).

Pop-Musik unterliegt einem starken kommerziellen Druck. Die meisten Musikhörer empfinden es als angenehm, Musik zu hören, die sie bereits kennen und deren Struktur sie leicht erkennen. Das Paradigma zieht sich durch die gesamte Radiomusik und wer dagegen verstößt, verschwindet recht schnell wieder.

- Das führt zum einen dazu, dass Songs so geschrieben werden, dass sie möglichst viele simple, sich wiederholende Elemente enthält. Dadurch glaubt der Zuhörer schon nach einem halben Song, das gesamte Lied zu kennen und singt beherzt die einfach gestalteten Passagen mit.
- Zum anderen nähern sich Pop-Produktiionen soundtechnisch immer weiter an, weil es eben kommerziell von Vorteil ist, so zu klingen wie der Durchschnitt. Das führt mitunter dazu, dass im Radio einfach kein Song mehr heraussticht und alles wie von einem monotem Album klingt.

Das gilt übrigens auch für Radiosender, die noch Rock und Metal (massentauglich) spielen. Dort werden nämlich auch einige wenige Songs einiger weniger Künstler in Dauerschleife gespielt. Immer und immer wieder, um die Nachfrage des Zuhörers nach neuer Musik zu befriedigen :). Übrigens finde ich es gar nicht so schlimm ... man muss halt wissen, was man serviert bekommt. Man kann sich ja auch nicht bei McDonalds reinsetzen und dann erwarten, dass sie einem Steak servieren.
 
Der durchschnittliche IQ des Menschen liegt bei 100.
Das dürfte die meißten Fragen zu hirnlosen Massenphänomenen hinreichend beantworten.

Ich denke immer, mehr als 5 unterschiedliche Meloditöne und mehr als 3 Akkorde verwirren
die meißten Menschen. Unter Drogeneinfluß und Alkohol sinkt diese Zahl dann nochmals rapide ab.
 
Generell verstehe ich in letzter Zeit eins nicht: Warum ist die Musik, die in den Charts läuft überhaupt in den Charts? Oder warum sind diese ganzen, in meinen Augen schwachsinnigen Lieder, so immens populär?
War das jemals anders?

Der Text hier ist auch nicht grade der tiefsinnigste:



Und wenn wirklich Monotonie das Erfolgsrezept wäre, dann müssten die Charts voll mit Techno sein. Monotonie ist da aber gerade das was echten Underground Techno von sowas wie Scooter unterscheidet. Sowas ist für die Massen einfach zu sperrig:



... und da fehlt außerdem ein Text zum mitgrölen.

Blöde Texte zum mitgrölen plus Monotonie gibt's bei EBM:



... und moderneren Ablegern wie Future Pop & Co. Sowas hab ich in den Charts aber auch noch nie gehört.

Ich glaube bei dem Chart-Gedöns geht's weniger um die Musik als um das Image und die publikumswirksame Vermarktung (Facebook, Twitter, Fernsehauftritte, usw.). Was wäre Lady Gaga ohne schräge Klamotten, Katy Perry ohne Püppchen-Styling, usw..

Und Texte analysieren mag auch nicht jeder. Mir z.B. sind Texte eigentlich ziemlich egal, solange mir die Musik gefällt. Oben gepostetes Beispiel von Nitzer Ebb finde ich trotz ziemlich beknacktem Text (Boys at one, Girls at peace?) z.B. super, genau wie Rock Around The Clock.
 
Finde das Thema recht spannend. Evtl. sollten wir uns Du die Frage anders herum stellen. Warum sind die "hochwertigeren" Arrangements weitaus nicht so erfolgreich in den Chart vertreten. Denke da trifft Yoda schon die wesentlichen Punkte. Die wenigsten Menschen wollen sich damit intensiv beschäftigen weil es ja auch keine Musiker sind. Die wollen hören was gefällt und mit dem Mainstream schwimmen. Um das mit Lindemann Worten zu sagen: "Man ist was man ißt" Auf das Thema bezogent "Man hört was man konsumiert".
Aber mal ehrlich um beim Beispiel Rammstein zu bleiben. Die ham doch bei weitem mehr Erfolg als z.B. der A. Gabalier oder Glasperlenspiel...
 
Zuletzt bearbeitet:
Der durchschnittliche IQ des Menschen liegt bei 100.
Das dürfte die meißten Fragen zu hirnlosen Massenphänomenen hinreichend beantworten.

Ich denke immer, mehr als 5 unterschiedliche Meloditöne und mehr als 3 Akkorde verwirren
die meißten Menschen. Unter Drogeneinfluß und Alkohol sinkt diese Zahl dann nochmals rapide ab.
Wer meint von der Intelligenz her über anderen zu stehen, sollte wenigstens "meisten" und "Melodie" richtig schreiben. :tongue:
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Der durchschnittliche IQ des Menschen liegt bei 100.
Das dürfte die meißten Fragen zu hirnlosen Massenphänomenen hinreichend beantworten.
Die Sache mit der 100 ist die definition des IQ - was soll das beantworten...?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Man konnte früher mit richtig guter Musik auch richtig viel Kohle verdienen.
In dem Satz liegt schon ein Hauptproblem des ganzen Artikels: Musik ist Geschmackssache. Objektiv "gute Musik" gibt es nicht.

Techno gabt es eigentlich nie richtig in den Charts und vor allem nach Eurodance, z.B. Mr. Oizo mit "Flat Beat". In den Charts waren nur kommerzialisierte Versionen von Techno.

Growling/Death Metal hat sich bereits Ende der 80er etabliert, also deutlich vor Brit Pop und war nie besonders kommerziell erfolgreich (= in den Charts). Der Abschnitt darüber klingt übrigens ziemlich spießig.

Schon vor Autotune wurde im Studio beim Gesang rum getrickst.

Und auch in den 80ern kam genug Müll in die Charts, ich sag nur Modern Talking.
 
Vielleicht sollte man sich auch nicht zu sehr auf die Charts fixieren, um den "Erfolg" zu messen. Ein kurzzeitiger Erfolg ist in den Charts immer sofort präsent, aber sagen wir "Jesus he knows me" läuft immernoch im Radio, und hat auch bestimmt mehr Geld eingespielt als >beliebiges Beispiel einfügen<.

Bleibt die Frage, warum soetwas nichtmehr produziert/für Massentauglich gehalten wird.
 
Objektiv "gute Musik" gibt es nicht.
Selbstverständlich gibt es objektiv gute Musik.

Techno gabt es eigentlich nie richtig in den Charts und vor allem nach Eurodance, z.B. Mr. Oizo mit "Flat Beat". In den Charts waren nur kommerzialisierte Versionen von Techno.

Growling/Death Metal hat sich bereits Ende der 80er etabliert,
In irgendwelchen der Masse völlig unbekannten Underground-Szenen. Darum ging es aber nicht.

Der Abschnitt darüber klingt übrigens ziemlich spießig.
Das ist nicht objektiv.

Schon vor Autotune wurde im Studio beim Gesang rum getrickst.
Na und? Wer hat denn etwas anderes behauptet?

Und auch in den 80ern kam genug Müll in die Charts, ich sag nur Modern Talking.
Na und? Müll gab es immer. Schon Mozart hat sich in "Ein musikalischer Spaß" über die uninspirierten Ergüsse seiner Kollegen lustig gemacht.

Es ging nicht, den es immer gab, sondern um gute Musik, die es früher nach Ansicht vieler vor allem im Radio viel mehr gab.
 
Nein, das behaupten immer nur Leute, die meinen Ihr Musikgeschmack sei objektiv gute Musik.

Kannst ja mal Deine objektiven Kriterien posten, ich werd es dann genüsslich auseinander nehmen.
Du stellst hier "schön" und "Geschmack" mit "gut" gleich.
Hast aber selbst anscheinend keinen eigenen Gedanken beizutragen.
Dabei könnte gerade das interessant sein.
 
Also kannst Du selber keine objektiven Kriterien für gute Musik nennen. Es gibt nämlich keine. Sonst könnte man einfach eine Software mit diesen Kriterien füttern, die dann automatisch gute Musik generiert.

Von "schön" habe ich übrigens nichts geschrieben, bitte dichte mir nichts an.
 
Am Thema vorbeigeschrieben! Gelöscht ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ging nicht um Müll, den es immer gab, sondern um gute Musik, die es früher nach Ansicht vieler vor allem im Radio viel mehr gab.
abgesehen von der bereits als 'kritisch' einzustufenden Definition von 'guter Musik'...
Das Radio war lange Zeit das Medium schlechthin um Musik zu verbreiten, es gab nichts anderes.
Aber es war auch in seinen besten Zeiten immer vom 'Ankommen' bei einer breiten Publikumsschicht geprägt.

Jenseits der Charts konnte man pro Woche(!) auf maximal 3-4 Stunden Programm zugreifen.
Heute stellt sich die Frage gar nicht, weil sich online jede Geschmacksvariante rund um die Uhr bedienen lässt.
Was man will und wann man will.

Muss es im Radio laufen ?
Der Gedanke ist vermutlich von einer Art Missionierung geprägt, den eigenen Stil/Geschmack zu propagieren.
Trifft auf Hip-Hopper, die mit offenen Fenster durch die City 'cruisen' und Prog-Jazz-Sonstwas-Fans gleichermassen zu.
Hunde hinterlassen ihre Marke an der Ecke, Menschen nutzen dazu Sound...
Letztlich geht's bei der Sache (wie üblich) nur um Paarung.
Und da sind bestimmte monotone beats schlicht und ergreifend biologisch im Vorteil :D

cheers, Tom
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben