Warum und wie richtig üben

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Hallo Liebe Drummer,

ich denke mal, wir alle haben uns schon mal in der Situation gesehen, dass wir hinter dem Set saßen und wir mit den Gedanken ganz wo anderes waren und uns pausenlos ärgern, weil Übung XY nicht klappt. Oder wir vielleicht auch einfach da sitzen und uns denken "ach, was kann ich bloß mal spielen…" Was folgt aus solchen Situation? Man ist demotiviert oder sogar frustriert.

Für so was gibt es leider kein Allheilmittel. Jeder weiß, wie er am Besten lernt und was für Techniken er wählen kann. Ich für mein Teil kann gar nicht Karteikarten lernen auch wenn andere darauf schwören. Ich möchte bloß die Wichtigkeit dieser Thematik unterstreichen. Sie wird leider oft vernachlässigt.

Meine Inspiration für diesen Thread habe ich aus einer Clinic mit Benny Greb, diversen gelesen Artikel aus diversen Quellen, gepaart mit eigenen Erfahrungen.

Danke Benny, dass du mir die Augen geöffnet hast!


Was ist lernen?

Lernen ist ein kontinuierlicher Prozess. Man kann nie genug lernen und lernt auch immer wieder was hinzu. D.h. auch wenn man sich in 20 Jahren noch hinsetzt, kann man immer wieder mal etwas Neues ausprobieren oder Altes nachholen zu lernen. Sobald man etwas Neues lernt, werden andere Sachen etwas vernachlässigt. Das ist aber ganz normal. Peter Erskin zum Beispiel, der wirklich als die Jazz Timingbombe der 90er Jahre bekannt ist, muss sich alle halbe Jahr noch mal hinsetzen und einfach nach Metronom spielen. Damit diese grundlegenden Sachen nicht in Vergessenheit geraten. So wie Dave Weckl noch mal Unterricht bei Freddy Gruber genommen hat, um seine Basics aufzufrischen.


Worauf ist beim Üben zu achten?

Wichtig ist bei jeder Übung langsam anzufangen. Langsam lernt es sich entspannter und Stress ist das, was wir auf jeden Fall vermeiden wollen, denn er blockiert. Natürlich ist auch auf die Sauberkeit zu achten. Zur Hilfe also ein Metronom nehmen. Wenn man es langsam sauber spielen kann, ist es ein Leichtes es dann auf Geschwindigkeit zu bekommen. Beim Spielen hilft es auch laut mitzuzählen. So bekommt man viel mehr Gefühl für die Takte und die Sauberkeit. Weiß genau, wo was gespielt wird. Wenn man dieses Zählen viel geübt hat, zählt man schon im Unterbewusstsein immer mit. Wenn man das kann ist es leichter Musik nach Gefühl zu spielen und man genau weiß "jetzt kommt Takt 4" ohne wirklich mitgezählt zu haben. Als Hilfsmittel ist es immer ratsam, das was man spielen will, auch vorher laut zu singen. Wenn man es laut sprechen/singen kann, was auf dem Zettel steht oder was im Kopf rumschwirrt, dann ist es leichter es ans Set zu übertragen. Denn dann hat man es auch wirklich verstanden.


Wie bekomme ich eine klare Struktur ins Lernen?

Bei dem Punkt muss ich sagen, klaue ich nun einfach mal aus der DrumHeads!!. Denn ich halte die folgende Einteilung für sehr wichtig (eigene Interpretation):

1. Allgemeines

- Grundbegriffe
- Sauberkeit
- Geschwindigkeit
- Notenlesen/- werte

2 Technik:

(Handtechnik)

- Grifftechniken
- Grundschläge, Single, Doubles, etc
- Akzenttechniken
- Fingerkontrolle
- Rudiments
- Setaufteilungen
- Sonstige Techniken, wie Free Hand, Möller etc…

(Fußtechnik)
- Heel Up
- Heel Down
- Heel Toe
- HiHat Splash Technik
- Doublebass
- Rudiments
- Slide-Techniken

3. Koordination

- Übungen für Hände und Füße
- Polyrhythmik
- Polymetrik

4. Musik

- Zur Musik spielen
- Songs lernen
- Solospiel
- Improvisation
- Kreativität
- Musikstile
- Gefühl

Wenn man sich so eine Übersicht schafft, kann man viel gezielter Lernen. Mal als Beispiel: man sitzt zu Hause, hat gerade die Freehand Technik von Johnny Rabb gelernt und möchte etwas anderes üben. Man überlegt… "wir haben da einen Song, dort findet eine kleine Pause statt. Was könnte ich da spielen? Wir wäre es denn mit einem Solo?" Schon wäre man in Punkt 4 unter Solo. Man braucht aber besonders flinke Finger, weil man es bei Tempo 210 in 16teln spielen will. Zusätzlich ist man also bei Punkt 1 Handtechnik - Singles und Fingertechnik. So hat man schon mal genau die drei Bereiche, worum man sich kümmern muss. Das zieht dann folgende Thematik mit sich:


Wie stecke ich mir Ziele?

Ziele sollte man sich langfristig (strategische Ziele) und kurzfristig (operative Ziele) stecken.
Langfristige Ziele beziehen sich mehr auf die weitere Zukunft, so ca. 5 Jahre. Dort stellt man sich die Frage, wo will ich eigentlich hin? Will ich mit meiner Band Erfolg haben und tue dafür alles? Will ich Solodrummer werden? Oder will ich ganz einfach nur besser werden? Also die Frage, was will ich überhaupt. Die operativen Ziele sind kürzer. Ca. 1 Jahr oder sogar noch kürzer. Diese Ziele definieren, wie man etwas erreichen will. Also um bessere zu werden, lerne ich nun erstmal Singles, wenn ich das drauf habe Doubles. Hier her passt nun mein Beispiel auch von oben mit dem Solo. Kurzfristig brauche ich ein Solo und lerne dafür die dementsprechenden Sachen. Was sich wiederum mit meinem langfristigen Ziel verbindet, dass ich ein besserer Schlagzeuger werden will.


Warum sollten kurzfristige Ziele immer dem Können angepasst werden?

Aus dem einfachen Grund, wenn man sich kurzfristige Ziele zu hoch setzt, verzweifelt man schneller. Außerdem macht es keinen Sinn, als Anfänger sich mit den wildesten Solis auseinander zusetzten, wenn man nicht einmal Grundgriffe beherrscht. Der Kopf sagt einem dann "jawoll, 16tel Triolen über 5 Toms mit Doublebassgewitter", aber die Hände sagen "äh äh, tut mir leid. Noch nie gemacht." Immer die Übungen individuell der Person und ihrem Leistungsniveau anpassen. Das kann man alleine für sich herausfinden oder man sucht sich einen Lehrer, der das für einen herausfindet. Von außen sieht man meist eher, als aus der eigenen Perspektive. Andere Meinung und Ratschläge sind wichtig für die persönliche Weiterentwicklung.

Ziele zu erreichen ist eine enorme Motivation. Sei es zur Befriedigung eigener Bedürfnisse, der Bedürfnisse der Band oder sogar zur Selbstverwirklichung der eigenen Person.

Natürlich bringt einem kein Ziel etwas, wenn man keine Erfolgskontrolle hat. Erfolgskontrollen kann man sich ganz einfach schaffen, in dem man sein Gespieltes aufnimmt. Komme ich im nächsten Punkt zu.


Wie beurteile ich meine Fähigkeiten?

Durchs Aufnehmen. Das Aufnehmen hat einfach folgenden Effekt: Man hört sich selber spielen. Das ist wirklich hilfreich. Man empfindet das eigene Können immer anders als anderer. Das ist auch ganz normal. Man hat selber eine andere Sicht der Dinge. Kennt zwar evtl. Hintergründe, aber kann sich leider nicht von außen betrachten. Dieses "von außen" ist eine enorme Hilfestellung in Bezug auf die eigenen Fähigkeiten. Die Überschätzung der eigenen Fähigkeiten ist genau so weit verbreitet, wie die Unterschätzung. Wenn man sich überschätzt, sind Aufnahmen sehr gut um mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt zu werden. Frei nach dem Motto:" Oh, da habe ich wohl doch große Lücken, bzw. bin ich immer unsauber." Anderes herum, wenn man sich immer wieder hinsetzt "ach immer die gleiche Scheiße… ich kann das nicht… klappt nicht…", dann muss man oftmals beim Anhören der Aufnahme feststellen, "hey, so schlecht ist das gar nicht".


Wie nehme ich richtig auf?

Ein richtig oder falsch gibt es nicht. Man braucht kein absolutes High-Tech Equipment. Jeder Kopfhörer kann als Mikro benutzt werden. Man braucht ihn bloß in den Mikrofoneingange zustecken, drückt auf "Aufnahme" und kann loslegen. Was für ein Aufnahmegerät ist auch vollkommen egal. Ob nun ein Kassettenrekorder, ein MD-Player, ein tragbares Aufnahmegerät oder sogar hochwertiges Studioequipment ist vollkommen wurst. Wenn sich nun einer beschwert "bei mir hört sich das aber Scheiße an!", dann tut es mir leid, es hängt nicht immer mit dem Aufnahmegerät oder dem Mikro zusammen. Auch bei schlechten Aufnahmen hört man die Sauberkeit des Spielens.

Aufnehmen ist einfach enorm wichtig, um sie selber zu motivieren und sich selbst zu kontrollieren. Erst dann ist ein richtiger Soll/Ist Vergleich möglich.


Was kann ich noch tun, wenn ich nicht aufnehmen kann?

Wenn wirklich eine Hilfsmittel zur Aufnahme bereitstehen, kann man auch ein Übetagebuch führen. Was sollte in diesem Tagebuch stehen?

Übung: Einzelschläge
Zeit: 15
Tempo: 8tel bei 120
Fazit: :) (oft reicht einfach schon ein Smily)

Das reicht schon vollkommen aus. So kann man immer nachvollziehen, was man geübt hat und vor allem wie viel. Das kann man auch gut mit einem Übungsplan kombinieren. Das man vorher schreibt, was man alles üben will und das dann täglich durchzieht. So kann man auch noch Wochen schauen, was man mal geübt hat und wo man anknüpfen will oder wo nach eigenem Ermessen noch Lücken sind. Zum Beispiel beim Fazit drei Totenköpfe stehen.
Dieses Tagebuch kann man aber auch parallel zu den Aufnahmen führen. Was ich jedem empfehlen kann.


Warum ist es wichtig ein Vorbild zu haben?

Wir kennen die Situation doch alle. Man sitzt vor dem Rechner, schaut sich ein Video seines Idols an und denkt sich:" heilige Mutter Gottes, was ein krasser Typ." Das sollte man sich als Initialzündung nehmen, sich ran zu setzen und alles zu lernen, damit man bald genau so gut ist oder zumindest zu frieden mit dem eigenen Können. Man kann sich aber auch ein Negatividol suchen. Negatividol, wat is dat denn? Ein Negatividol ist einfach eine Person, wo man denkt:" ne, so will ich nie im Leben werden." Das ist auch ein Vorbild, bloß mit ganz anderen Hintergründen. Das kann aber sogar die selber Person sein. Bei mir zum Beispiel mein Vater. Er ist zielstrebig, ordentlich, arbeitet gewissenhaft und ist immer für uns da -> positives Vorbild. Er raucht -> Negatives Vorbild, weil ich garantiert nicht rauchen will. Bei ihm machen sich nämlich schon Raucherhusten breit. Ich denke mal, ihr versteht was ich damit meine.


Kleine Anekdote zum Schluss(von Benny Greb):

Eines schönen Tages, gehe ich den Übungsraum und setze mich ans Set. Ich habe gerade diesen ultra cool Groove von den Red Hot Chili Peppers gehört. Chad Smith ist echt genial. Wie spielt der den noch mal: Bumtack… ne Bumtack… ne… Bumtack… nein auch nicht. Kschh… Bumtack *Hihat höher einstellt* Bumtack *Bass verschieb* Bumtack *HiHat noch mal richtig festzieh* Bumtack *noch mal was trink*…. Bumtack Kschh…. Nein verflucht. *Wild auf allen Toms rumschlag*. Also noch mal. Bumtack…. Bumtack…. Nein auch nicht. *Auf Ride schlag* Oh… das klingt ja cool. Und zack spielt man erstmal ein Jazz Pattern. Ach so, ich wollte ja den Groove üben. Also noch mal Bumtack *Kopfschüttel* Bumtack…. Nein so nicht…. Bumtack…. *erneuter ausgeflippter Tomwirbel* So geht das immer weiter… natürlich fliegen auch ab und an heftige Schimpfwörter und vor allem Sticks durch die Gegend. Mein MD-Player hat inzwischen die Aufnahme beendet, weil nur 74 Minuten draufpassen. Beim Anhören rechnete ich die effektive Zeit des Grooves zusammen. Ich übte ihn 10 Minuten lang. Dafür klang er schon besser, als den Tag davon, aber die restlichen 64 Minuten war verschenkte Zeit.

Ich denke mal, dass spiegelt oftmals auch ein Bild wieder, wie bei manch einen der Übealltag aussieht. Bei mir sah sehr oft ein Tag so aus. Die Frustration ist groß, man lernt kaum was und stagniert. Sowas bekommt man aber in den Griff, in dem man jeden Tag sein gespielte aufnimmt und sich damit selber konfrontiert.


Zusammenfassung:

- Konzept überlegen
- Ziele festlegen
- gegebenen Falls aufwärmen
- langsam und genau üben
- effektiv üben
- aufnehmen -> analysieren -> verbessern
- Selbstdisziplin
- mit sich selbst im Einklang leben :)

So, jetzt habe ich viel geschrieben, wahrscheinlich auch die Hälfte vergessen, aber ich hoffe dieser kleine Leidfaden hilft dem ein oder anderen auf den richtigen Weg des Lernens zu kommen.

Das ist wie gesagt nicht die Musterlösung oder das Rezept für den Erfolg, aber für mich sehr hilfreich mein Lernen zu ordnen. Mental so wie Physisch.

Wer Anregungen, Verbesserungen, Ergänzungen hat, ich bin zum Abschuss freigegeben. :)

In diesem Sinne, fleißiges Üben
Mark
 
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Finde das einen tollen Beitrag. :)

Es wurden sehr viele Aspekte genannt und das wird Anfängern und vllt auch vielen Fortgeschrittenen sehr helfen.
 
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Danke dir :)

Ich finde halt, dass das Thema nicht unbingt vernachlässigt wird, aber eher selbstverständlich ist oder einfach nicht viel drüber nachgedacht wird.
 
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Liebe Mods....: PINNEN, bitte!

Im Ernst, ein toller Beitrag, leider kann ich Dich nicht schon wieder bewerten, wäre mehr als verdient.
Zum Glück haben das aber scheinbar schon andere getan!

Toll, Mark!
 
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Ich bin auch der Meinung das Mark da ganze Arbeit geleistet hat, nur auf eine Sache sollte noch eingegangen werden:

Man sollte sich wenn man sich ans Set setzt vorher kurz Gedanken machen was ich den nun eigentlich tun möchte, möchte ich gezielt etwas üben (das ich noch nicht kann) oder möchte ich einfach nur etwas spielen.

Hört sich im ersten moment bescheuert an, aber ich denke das genau darin das Problem der Stagnation bei den meisten Drummern bzw. Musikern allegmein liegt. Viele setzen sich ans Schlagzeug, und spielen z.B. 1 Std. lang nur Dinge die sie vorher schon konnten und fühlen sich anschließend gut weil man ja gerade "geübt "hat.....das da natürlich keine Weiterentwicklung stattfinden kann, sollte eigentlich jedem klar sein, isses nur leider nicht, von "geübt" kann man eigentlich in dem zusammenhang auch nicht sprechen, da man ja gar nichts neues "eingeübt" hat.

Wenn man dann nach ein paar Wochen merkt das man irgendwie ständig das gleiche "übt" kann man ja hier im Musikerboard nen thread aufmachen mit dem titel: "Hilfe, wie werde ich flexibler/abwechslungsreicher etc.";)

Ich beispielsweise unterscheide sehr stark ob ich üben oder einfach nur darauf losspielen will wenn ich an eins meiner Instrumente gehe.
Wenn ich mich vorher darauf festlege ein bestimmtes Pattern zu üben, dann übe ich es konzentriert bis ich es kann. (oder dran verzweifelt bin;)) Was ich auf jeden Fall NICHT tue, wenn ich üben will ist: Sich durch dinge (zufällig entstandene Pattern) ablenken lassen, ständig was anderes "zwischenrein" spielen, usw.
Ist eben das selbe wie wenn ich was für die Schule lernen möchte, dann muss ich mich ja auch voll und ganz auf das zu lernende Fach konzentrieren und nicht ständig irgenwas anderes machen sonst kriegt man ja bekanntlich die Quittung in Form von ner schlechten Note dafür. Genauso ist es am Musikinstrument auch, übe ich etwas konzentriert und mit der nötigen Ausdauer und Geduld, dann werde ich auch besser.

Wenn ich einfach nur spielen will,setze ich mich eben einfach so ans Set und spiele drauf los was mir gerade einfällt, einfach so nach Lust und Laune. Dabei lerne ich natürlich vergleichsweise wenig neues, eben nur was sich zufällig an neuen Patterns halt ergibt.

Was ich damit sagen will ist eben das wenn man sich weiterentwickeln will und "besser" werden will, sollte man eben gezielt Dinge üben die man noch nicht kann, nicht die Dinge die man schon kann.

Was ich damit NICHT sagen will ist, das man nicht auch einfach mal drauflospielen soll das macht nämlich eben auch am meisten Spass, und darum gehts uns ja:)

Man muss eben BEIDES machen.

LG
 
Limerick
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Wow, vielen herzlichen Dank! :) Grossartige Arbeit!

Ich werde davon gleich mal ne Kopie zu den Workshops installieren. Wohin soll denn der andere? Spieltechnik? Oder hier lassen?

Alles Liebe,

Limerick
 
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Liebe Mods....: PINNEN, bitte!

Im Ernst, ein toller Beitrag, leider kann ich Dich nicht schon wieder bewerten, wäre mehr als verdient.
Zum Glück haben das aber scheinbar schon andere getan!

Toll, Mark!

Danke dir :) Ich freue mich über solche Komplimente und über Kritik genau so viel, wie über Hundekuchen.

Ich bin auch der Meinung das Mark da ganze Arbeit geleistet hat, nur auf eine Sache sollte noch eingegangen werden:...

Danke für das Lob und vorallem die Ergänzung.

Was ich damit sagen will ist eben das wenn man sich weiterentwickeln will und "besser" werden will, sollte man eben gezielt Dinge üben die man noch nicht kann, nicht die Dinge die man schon kann.

Ich will nicht sagen, dass freies Spielen und rumdaddeln am Set nichts bringt, bzw nur wenig bringt. Mal lernt einfach zu improvisieren, Kreativität am Set und vor allem findet man so seinen eigenen Stil. Was ich auch enorm wichtig finde.

Ich liebe diese kleine „Geschichte“ die Ian Peace mal erzählt hat, als er zusammen mit Chad Smith auf der Bühne stand.

"Ich kann jeden von euch eine Übung mit nach Hause geben und wir treffen uns in einer Woche wieder und ihr spielt sie hervorragend. Das kann jeder. Aber es gibt Schlagzeuger die setzen sich an Schlagzeug und die Leute fangen an sich zu bewegen und mit dem Fuß zu wippen. Das kann man nicht lernen, aber diese Junge hat das auch *auf Chad Smith zeig*"

Damit hat er vollkommen Recht! Allerdings bin ich der Meinung, dass man es bedingt lernen kann. In dem man seinen eigenen Stil festigt und sich selber und seinen Fähigkeiten treu bleibt.

Was ich damit NICHT sagen will ist, das man nicht auch einfach mal drauflospielen soll das macht nämlich eben auch am meisten Spass, und darum gehts uns ja:)

Man muss eben BEIDES machen.

Sehr richtig. Daraus kann ich noch einen Punkt ableiten.
(Den ich ganz vergessen habe)


Warum ist es wichtig auch mal Pause zu machen?

Das ist wichtig, weil man auch mal kreativen Freiraum braucht. Einfach mal abschalten. Das kann heißen, dass man sich regeneriert in dem man etwas komplett anderes macht oder statt die ganze Zeit 8tel nach Klick zu spielen auch einfach mal eine flotte Jazzeinlage hinlegt. In dieser Pause sammelt man neue Konzentration und kann das gelernte evtl. schon anwenden. Was sich dann positiv auf den Lernerfolg auswirkt. Das gilt nicht nur für das Schlagzeug sondern auch für’s sonstige Leben. Man braucht von allem irgendwann mal etwas Urlaub.
Nach dem „Urlaub“ hat man wieder mehr Energie. Das Gelernte hat sich auch gefestigt. Das Unterbewusstsein arbeitet unaufhörlich.

Wow, vielen herzlichen Dank! :) Grossartige Arbeit!

Danke, danke :) Alles für den Dackel, alles für den Club!

Ich werde davon gleich mal ne Kopie zu den Workshops installieren. Wohin soll denn der andere? Spieltechnik? Oder hier lassen?

Mir ist das eigentlich gleich. Ich fand ihn ganz passend, wegen „sonstiges“. Weil Spieltechnik ist es nicht und Plauderecke mir zu lepsch.
 
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Super Beitrag, so in der Art hab ich das von Mr Greb. auch schon gehört :)
 
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Respekt auch von mir ist schön geschrieben :)
weiter so.
 
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mark sehr schöner thread...hab mich echt wieder erkannt...:D


DANKE ANKE äh ich meine mark

gruaß
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Hat mir echt weitergeholfen :great:

Danke mark ;)

Gruss

Andy :p
 
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Hey Mark,
ich glaub, wenn es 10 schlägt, schlag ich im Keller etwas auf die 12. Hast mich inspiriert. Danke!

Allerdings finde ihc, dass ein so toller Beitrag nicht durch die kleinen Tipfehler, wie Fußtachnik und Also die Frage, was[B/] will ich überhaupt. verschmutzt werden sollte ;) Ist schade um den schönen Beitrag! Kannst du ja mal bei Gelegenheit verbessern
 
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Hey Mark,
ich glaub, wenn es 10 schlägt, schlag ich im Keller etwas auf die 12. Hast mich inspiriert. Danke!

Das freut mich. :)

Allerdings finde ihc, dass ein so toller Beitrag nicht durch die kleinen Tipfehler, wie Fußtachnik und Also die Frage, was[B/] will ich überhaupt. verschmutzt werden sollte ;) Ist schade um den schönen Beitrag! Kannst du ja mal bei Gelegenheit verbessern


Ändern kann ich das leider nicht mehr. Das müsste dann ein Mod für mich machen.

Ich hab's bissl arg mit Rechtschreibung und Grammatik, tut mir leid. :redface:
 
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sehr schöner thread...nur ist es bei mir so, das ich mich nicht dazu motivieren kann, trockene rudiments, koordinations übungen, technik übungen und und und zu machen...ich spiele zu den songs, in denen ich mich zu hart tu, aber ich hab keine motivation mich mal hinzusetzen und eine halbe stunde nur übungen zu machen


habt ihr tips und tricks, sich selbst ein bisschen zu motivieren...


danke schon mal
drama
 
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Rudiments und Stick Controle is ganz einfach. Übungspad ins Zimmer nehmen, Stoßgebet, Mtv an, vllt läuft ja gute Musik und dann dazu Paradiddles bis dir schlecht wird!
 
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Es gibt leider kein Allheilmittel für "DIE" Motivation. Leider... :rolleyes:

Du musst dir nur vor Augen führen, wohin du willst. Willst du wirklich ordentlich Technik auf dem Kasten haben, willst du alle Rudiments spielen können die es gibt oder willst du einfach nur zur Musik trommeln? Alles ist vollkommen ok! Mach dein Ding, wenn es dir reicht, dass du "nur" zu Songs trommelst, dann mach es einfach. Wenn du allerdings darunter "leidest", dass du keine Fortschritte in Sachen Techniken etc, dann musst du etwas tun. Wie schafft man das?

Es gibt nunmal zwei arten von Motivation. Deine eigene von innen (intrinsisch) und die Motivation von außen (extrinsisch). Extrinsisch ist es evtl. hilfreich, wenn du dir eine Person nimmst, die dir auf die Finger schaut. Die dich auch mal ermahnt, wenn du es mal nicht machst. Die dich auch mal belohnt, wenn du fleißig geübt hast. Anders kannst du dir einfach ein Idol suchen, dem du nacheifern willst. Wahrscheinlich erreichen wir alle unsere Idole vom Spielerischen her nicht, aber wir können viel durch ihn lernen. Die interne Motivation ist aber ernorm wichtig. Du musst dir klar machen, wo du hin willst. Das kannst einen kleinen Trick an wenden. Du musst dir dein Ziel visualisieren. Mal dir ein Bild. Nimm ein DIN A3 Blatt und male dort 2 Berg drauf. Ein großen und einen kleinen. Auf den kleinen Berg schreibst du kleine Ziele die du erreichen kannst und willst. Den großen beschriftest du so, dass das Ziel höher liegt und schwieriger zu erreichen ist. Zwischendrin in den Berg machst du Stufen, mit Meilensteinen. Kurzfristige Zielen, bzw. Teilziele die es zu erreichen gilt.
Wenn du dir dieses Bild wieder und wieder anguckst, musst du dir über im Klaren sein, wo du hin willst? Willst du auf den großen oder auf den kleinen Berg? Du hast die Wahl. Du kannst auf dem Bild, dann die Meilensteine beim großen Berg auch abstreichen, wenn du denkst ein Thema zu deiner Zufriedenheit abgearbeitet zu haben.

Leider, leider bringt es alles nichts, wenn du dich selber in den A.... tritts. Du brauchst auch Selbstdisziplin. Sonst klappt das nicht. Viele der Profis haben nicht das Talent, dass sie sich einfach ransetzen und spielen können, sondern das Talent unheimlich wissbegierig und ergeizig zu sein.

Ich würde vorschlagen du fängst erstmal klein an. Setz dich nicht gleich eine halbe Stunde vor dein Pad, Snare, was auch immer, sondern erstmal 10 Minuten. Egal, Rudiments, Spieltechnik, was auch immer. Zur Belohnung geht es anschließend ans Set. Aber auch wirklich die 10 Minuten aktiv die Übungen spielen! Erst danach! Sonst geht es nichts an Set. Da musst du schon hart zu dir sein. Das steigerst du dann, alle 1 - 2 Wochen um 5 Minuten. Dann wirst du langsam an diese "monotone" Art des Übens gewöhnt. Irgendwann geht es die Zeit wie im Fluge.

Außerdem solltest du dir auch zum Anfang Themen raussuchen, die dich interessieren und spaß machen. Es gibt so wahnsinnig viele Techniken und Rudiments, die man üben kann. Es bringt sowie so mehr, jeden Tag auch nur 10 Minuten zu spielen an statt einmal in der Woche eine Stunde. Dann teile dir das lieber auf. Regelmäßig üben ist der Schlüssel zum Erfolg.

Leider kann man nicht immer sagen, mach es so oder mach es so. Du musst die Art finden, wie es dir am meisten Spaß macht und am meisten bringt. Also mach dir erstmal bewusst, wo du hin willst. Danach sind dir alle Türen offen. :)

Niemand ist komplett lernresestent, man muss nur wollen. Dann klappts auch mit den Nachbarn. ;)
 
Seelenherbst
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Es ist ja immer die Frage, was willst du mit dem Schlagzeug anstellen, sprich was will ich mit dem Schlagzeug spielen erreichen.

-Reicht es dir 1x die Woche ein bißchen Feierabend-Gebolze zu machen?
-Willst du auch mal auf die Bühne?
-Willst du eine CD einspielen und vieleicht mal eine kleine Clubtournee machen?

Ich finde, man sollte seine Übungen, sein ganzes Training immer an seinen Zielen festmachen.

Bin selber Übungsfaul. Aber ich will mich immer weiter steigern, meine Grenzen im technischen Bereich kennenlernen. Deswegen sitze jeden 2.Tag am Set und mach zudem zuhause noch Übungen auf den Pad. Zudem gehe ich regelmäßig noch zum Schlagzeuglehrer. Und das obwohl ich über 25 Jahre schon an den klingenden Töpfen sitze.

Also: Nur du selbst kannst und solltest dich motivieren!

Gruß
 
qu1r1n
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vielen dank, hat mir sehr geholfen...das mit den 10 minuten rudiments dann erst an das set ist schon ne gute idee...

hat evtl noch irgent einer ne idee?!?
 
P
PearlDR
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Hallo Mark
Sehr gut geschriebener Beitrag.
Motivationsprobleme habe ich beim Schlagzeugspielen nie gehabt, da ich dieses Instrument liebe. Meine Ziele waren von Anfang an sehr hoch gesteckt. Ich wollte unbedingt Profimusiker werden. Dieses Ziel war für mich der Antrieb zu lernen. Ein Pad zum Üben, habe ich nie benutzt. Immer am Set. Macht einfach mehr Spass. Ein Pad nehme ich nur vor Auftritten, um warm zu werden. Zum Profi hat es nicht gereicht, aber das Erlernte kann einem keiner mehr nehmen.
Wer immer nur für sich alleine spielt, wird irgendwann den Spass daran verlieren. Eine Band ist immer eine Motivation besser zu werden.

Gruß PearlDR
 

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