Preis/Leistungsverhältnis bei preiswerteren Mikros - worauf sollte man achten?

von Spell, 01.11.08.

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  1. Spell

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    Erstellt: 01.11.08   #1
    Auch wenn es dutzende Themen gibt, wo nach dem passenden Mikro gesucht wird...
    Hier soll es jetzt aber vorangig ums Preis/Leistungsverhältnis der preiswerteren Mikros gehen.
    Denn es gibt ja so einige Mikros im 100 - ca. 300 Eurobereich, da hat man halt die Qual der Wahl.
    Ist es z.B. bei 100 - 300 Euro Mikros eher weniger eine Frage von gut oder schlecht, sondern eher eine Frage des Geschmacks (weil jedes Mikro anders klingt?)?
    Das Rode NT-1 A ist wohl eine Empfehlung aus diesem Forum.
    Aber wenn man jetzt das Rode NT-1 A gegenüber dem SE Electronics SE-2200A/MXL 2006 oder einem anderen Mic in dieser Preisklasse stellt... Wer zieht da den kürzeren, wenn es um ein möglichst rauscharmes und gut klingendes Studiomikro für Gesang geht?

    Lange rede kurzer Sinn: Gibt es eine NR. 1 bei den preiswerteren Studiomikros? Oder ist es eher eine Geschmacksache für welches Mikro man sich entscheidet?
    Oder kennt ihr in dieser Preislage auch richtig schlechte Mikros?

    Auf welche Werte (Grenzschalldruckpegel, Kapsel, Gold, Übertragungsbereich, usw.) sollte ich genau achten, wenn ich mir ein Gesangsmikro fürs Homerecording kaufen will?
     
  2. h4x0r

    h4x0r Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.08   #2
    Also das Rode NT-1 A ist hier im Board immer der Kandidat Nummer eins, wenns um Mikros mit ner guten Preis/Leistung geht, das wird wohl auch seinen Grund haben, und ich hab btw. auch noch nix schlechtes drüber gehört, ganz im Gegenteil, gerade das Kriterium Rauscharmut ist wohl einer der Pluspunkte des Rodes, abgesehen davon, dass es auch ziemlich vielfältig ist (hab bis jetzt schon Vocalaufnahmen, Akustikgitarrenaufnahmen und Aufnahmen von nem E-Gitarrenverstärker gehört, die waren alle durchweg ziemlich gut).
    Zu deinen anderen Fragen, natürlich ist die Wahl des Mikros Geschmackssache, ist ja in gewisser Hinsicht auch n Instrument, dass subjektiv zum Musiker passen sollte, aber das musst du halt mit dir ausmachen, wenn du findest, dass sich ne Stimme durch das Mikro gut anhört, nimm sie damit auf ;)
    Es wird öfter vor den T-Bone Mikros "gewarnt" aber das ist denk ich auch Geschmackssache, ich kenn sie persönlich nicht und denk mir für den Preis kann mans im Prinzip ja mal versuchen. ^^
    Zur letzen Frage, ich denke nicht, dass du die Wahl vom Mikro dran festmachen solltest, ob die Membran goldbedampft ist oder nicht ;) Auch der Grenzschalldruckpegel sollte erstmal zweitrangig sein, es sei denn du kannst mit ca. 130dB singen :D und wenn dann stehn eh in 5 Minuten die grünweißen Spassbremsen vor der Tür ;)
    Gruß Jan
     
  3. Astronautenkost

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    Erstellt: 01.11.08   #3
    Es gibt im unteren Preissegment Brauchbares (MXL 2006), aber auch schon Besseres. Ein Geheimtipp sind die Equiteks von CAD, die aber in Deutschland wesentlich höhere Preise haben. In dem Fall lohnt sich in den USA oder UK einzukaufen. Ein Maßstab ist Rauscharmut und der (natürlich auch subjektive) Klang.
    Der Grenzschalldruckpegel spielt eine eher untergeodnete Rolle, die Kapsel ist wie sie ist, Goldüberzogen sagt gar nichts und der Übertragungsbereich ist auch bei den billigsten Mikros, die nicht klingen, auch im grünen Bereich.
     
  4. Spell

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    Erstellt: 15.12.08   #4
    Sorry das ich jetzt erst antworte.
    Aber danke für die Tipps :great:

    @h4x0r
    Umso vielseitiger das Micro einsetzbar ist umso besser ist es natürlich :)
    Und die Rode Mikros fallen ja auch preislich gesehen recht positiv aus. (wenn da nur nicht diese Unendschlossenheit wäre :D).
    Joa ich muß halt das Mikro finden, was meine Stimme am besten zur Geltung bringt :cool:


    @artcore
    Ich würde doch ganz gerne aus Deutschland bestellen ;)
    Bei Auslandbestellungen kann man halt schon ein wenig skeptischer sein, wenn man noch nie etwas aus den USA usw. bestellt hat.
    Und wer weiß, was da dann noch alles für Kosten drauf geschlagen werden (und wie lange die Lieferung dauert).


    @all
    Von Rode gibt es ja auch Mikros mit einer umschaltbaren Charakteristik (wäre vielleicht auch mal interessant, um raus zu finden, wie die einzelen Charakteristiken so reagieren).
    D.h. wenn ich es überhaupt mit dem bloßen Ohren heraus hören kann.

    Für welche Einsatzgebiete würdet ihr eigentlich ein Stereo Mikrofon wie das Rode NT4 benutzen? Für einen noch räumlicheren, breiteren Klang beim Gesang? Oder eher für Außenaufnahmen, Hörspielproduktionen usw.?
    Aber das Mikro ist ja auch nicht alles was den Klang färbt.
    Wer weiß ob ich den Unterschied zwischen einem 200 Euro teuren und einem 3000 Euro teuren Mikro überhaupt heraus hören würde, nachdem ein Song fertig abgemischt und der Gesang mit zusätzlichen Effekten versehen wurde :D
     
  5. Haensi

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    Erstellt: 15.12.08   #5
    Gut und günstig sind auch die russischen Oktava-Mikros.
    Eigentlich schon mehr als ein Geheimtipp.
    Die MK-012 Kleinkondensatormikros, kann man vielseitig einsetzen.
    Ideal als Overhead für Schlagzeug, an den Hihats machen sie auch eine gute Figur, akustische Gitarren und Streichinstrumente kommen auch ganz gut.

    Auch die Grossmembraner wie das MK-219 bzw 319 sind nicht schlecht, für den Preis sogar super.
    http://www.oktava-online.com/

    P. S.: Ich habe keinen Werbevertrag für diese Firma.:D
    Die Teile sind wirklich gut.
     
  6. Astronautenkost

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    Erstellt: 15.12.08   #6
    Für Gesang machen weder die unetrschiedlichen Charakteristiken noch ein Stereomikro Sinn. Letzteres ist was für Chor-, Ensemble- oder auch Ambiencerecording. Schau Dir mal die Grundlagen für Mikros bei Wikipedia an. Brauchst bloß dem Link in meiner Signatur folgen.
     
  7. Basselch

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    Erstellt: 15.12.08   #7
    Hallo,

    @Spell: Hier gibt es schon in einigen Threads Erfahrungen mit Auslandsbestellungen, speziell auch CAD aus England oder USA. Wenn die Qualität bei CAD immer noch so ist wie bei meinen alten Equitek E200 (und ich habe nichts gegenteiliges gehört), dann sind die Dinger so robust gebaut, daß Du damit völlig sorglos ein Krokodil totschlagen kannst. Garantieärger wird da eher selten sein.
    Der Pluspunkt bei Rode: 10 Jahre Garantie.
    Ansonsten hilft nur Testen... ;)

    Viele Grüße
    Klaus
     
  8. Spell

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    Erstellt: 16.12.08   #8
    @Haensi
    Auch wenn es hier vorangig um ein Gesangsmikro geht.
    Könnten für mich andere Mikros (Kleinkondensator usw.) interessant sein.
    Da ich mir halt gerne ein kleines feines "Homestudio" einrichten würde, wo ich sowohl Instrumente (am besten alles von Gitarren bis zu Percussion, usw.) als auch Gesang abnehmen kann.
    Obwohl das Thema Schlagzeugabnahme auch wieder ein ganz anderes Thema ist. Wahrscheinlich würde ich mit einem gut klingenden Drumcomputer oder echten Drumsamples (EZ Drummer usw.) wohl bessere Aufnahmen erziehlen, als wenn ich ein komplettes Schlagzeug abnehmen würde
    Denn ich bin ja kein Profi-Produzent sondern nur ein einfacher Homerecordler ;)
    Danke für den Tipp mit den Oktava-Mikros.
    Es hat nur einen Nachteil, wenn hier noch mehr Mikros genannt werden: Da kann ich mich nachher noch schwieriger für ein bestimmtes entscheiden :D

    @artcore
    Danke für den Tipp mit Wikipedia, aber es ist halt "sicherer", wenn man sich verschiedene Meinungen einholt als wenn man sich nur übers Internet informiert.
    Denn auch Expertenmeinungen können ja mehr oder weniger auseinander gehen.
    Befor ich mir nachher den ultimativen Griff ins Klo kaufe lieber nochmal nach fragen und im Net informieren :)

    @Basselch
    Die 10 Jahre Garantie bei den Rode Mikros ist echt der Hammer :D

    Mein Mikrofonkauf wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wieder auf einen (blinden)Internetkauf hinaus laufen.
    Da hab ich erstmal die riesige Auswahl und ich muß nicht mit Zug bis nach "wer weiß wohin" zum nächst größten Musikladen fahren.

    Ich würde mich halt gerne selber produzieren anstatt mich an einem professionellen und teuren Tonstudio zu binden.
    Zum einen kann ich mir bei der Selbstproduktionen unendlisch viel Zeit lassen (und alle Instrumente ohne Zeitdruck einspielen).
    Und zum anderen muß ich dann kein Vermögen in ein paar fertig abgemischt u. gemasterte Tracks an ein Tonstudio abdrücken.
    Klar, meine Hobbyproduktionen werden nicht mit einem professionellen Tonstudio mit halten können.
    Aber jeder erfolgreiche Produzent hat ja auch mal klein angefangen.
    Und außerdem können doch auch nicht perfekte Homerecording Aufnahmen einen gewissen Charme versprühen.

    Und wenn ich am Ball bleibe und immer weiter mache... Wer weiß, vielleicht lande ich dann auch mal eines Tages auf einem zumindest halbwegs professionell wirkendem Level (für Homerecording Verhältnisse).
     
  9. Astronautenkost

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    Erstellt: 16.12.08   #9
    Bei Wikipedia findest Du auch keine Mikroempfehlungen, es geht um Grundlagenwissen, das Dir betsimmt nicht schadet!
     
  10. Spell

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    Erstellt: 19.12.08   #10
    Das ist mir schon klar ;)
    Bei Thoman gibt es ja auch einen Ratgeber, der einem über die verschiedenen Mikros informiert.
    Nur das ist halt doch eine Masse an Informationen (da bleibt halt nicht alles sofort hängen).
    Laut Thomanns Ratgeber ist ein Eigenrauschen bis zu 14 dB-A noch sehr gut.
    Rode wirbt ja damit, das sie ein geringes Eigenrauschen haben.
    Zum anderen haben die Rode Mikros ja doch ne recht gute Resonanz hier im Forum.
    Und sie kosten kein Vermögen im Vergleich zu anderen Marken.

    Somit könnte meine Wahl auf eines der Rode Mikros fallen.
     
  11. Spell

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    Erstellt: 02.01.09   #11
    So ich habe mir das Rode NT1-A einfach mal blind bestellt.

    Das billigere MXL 2006 o.ä. wäre vielleicht auch ein Vortschritt zu meinem jetzigen Mikro gewesen.
    Aber mein Gott, man gönnt sich ja sonst nix, also viel die Wahl eben aufs teurere Rode :D

    Fürs erste Kondensator Mikro ist das Rode ja hoffentlich eine gute Wahl, die ich nicht bereuen werde.
     
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