Premium Gitarren und Luftfeuchtigkeit

von Nicken05, 27.06.08.

  1. Nicken05

    Nicken05 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.08   #1
    Hallo,

    ich weiß, normalerweise kümmern sich um solche Sachen andere Leute (zb. Geiger). Aber ich habe nun zum ersten Mal ein Instrument, das man als "Premium" bezeichnen könnte, also handverarbeitet, beste Hölzer etc.

    http://www.furch.cz/eng/rarity/21.php

    Ich frage mich, ob ihr irgendwelche Regeln beachtet, bezüglich Raum und Aufbewahrung eurer Instrumente. Also kann es schaden, über nacht das Fenster offen zu haben? Sommer / Winter? Achtet ihr wirklich auf solche Sachen wie Luftfeuchtigkeit? Irgendwelche Fehler die man da machen kann?

    Schonmal danke im Voraus,

    viele Grüße Nicken
     
  2. rancid

    rancid Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 27.06.08   #2
    In unseren Breiten ist das weniger ein Problem, aber ein (gutes!) Hygrometer in dem Raum, wo du dein instrument aufbewahrst ist schonmal ein guter Anfang. Mit Werten zwischen 40 und 60% liegst du im grünen Bereich.
    In der Heizperiode habe ich Wasserschalen auf der Heizung. Das reicht in dem relativ kleinen Raum, die Luftfeuchtigkeit hoch genug zu halten.
    Jetzt im Sommer hat man ja eher zu viel Luftfeuchtigkeit. Das schadet der Gitarre und den modernen Klebstoffen weniger, solange es nicht in tropische Gefilde steigt und lange anhält. Es wirkt sich eher auf den Klang aus.

    Martin Seeliger von Lakewood hat hier einige Dinge dazu geschrieben: http://www.lakewood.de/de/tip1.php
    Das mit dem feuchten Mikroklima im Koffer ist allerdings Ansichtssache. Im Normalfall holt man die Gitarre ja regelmäßig raus, und da ist das kein Thema.

    Gruß,
    Matthias
     
  3. bee

    bee Registrierter Benutzer

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  4. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

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    Erstellt: 27.06.08   #4
    hab jetzt keine ahnung was du für dein ding bezahlt hast, aber ich hab auch zwei gitarren für 1500€ aufwärts, und mir ist die luftfeuchtigkeit recht egal. es hier hier mal schwül, mal trocken (zwischen 30 und 60% luftfeuchtigkeit) aber bisher hatte ich keinerlei probleme.

    allerdings seh ich meine instrumente auch nicht als sammlerstücke, sondern als werkzeuge. kleine kratzer/macken sind mir auch eher egal. sowas kommt im laufe der jahre halt dazu. und ob das holz nun in 45 jahren nen bissl trocken ist.. meine güte, wer weiß ob bis dahin nicht meine gitarren oder ich übern jordan gegangen sind.

    auf irgendeiner seite hab ich mal gelesen, dass man gitarren so aufbewahren sollte, wo man sich auch selbst gut aufhalten kann. denke das ist bei mir gegeben.
    offene fenster erachte ich nicht als irgendwie kritisch..

    wenn es dir allerdings darum geht das stück möglichst gut für die nachwelt zu erhalten, so dass es auch in 150 jahren noch aussieht wie neu.. tja. dann kann so nen luftbefeuchter nicht schaden. aber die meisten funktionieren halt nur im koffer, wo meine gitarren halt eh nie sind ;-) ich spiel ja damit..
     
  5. Richelle

    Richelle HFU + HCA A-Gitarren HCA HFU

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    Erstellt: 27.06.08   #5
    Wenn Du Dir 5 min zeit nimmst und das in nachfolgendem Link mittlere Video "Understanding Humidity" anschaust, dann kannst Du selbst entscheiden ob es für Dich wichtig ist die Atmosphäre in der Umgebung Deiner Gitarre zu kontrollieren oder nicht.

    Understanding Humidity

    Bis 35 % relativer Luftfeuchtigkeit in der Umgebung meiner Gitarren werde ich nicht nervös. Wenn es für längere Zeit deutlich darunter geht, dann heißt es handeln - Luft befeuchten.
     
  6. BenChnobli

    BenChnobli Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 27.06.08   #6
    Ich denke, dass die kisten im grunde mehr aushalten als man denkt. Ich habe hier im winter weit unter 30% luftfeuchte und im sommer zur "taifun-saison" auch mal über 95%. Dazu ändert sich hier in meinem büro, wo mein zeug ist, auch die temperatur ständig. Tagsüber wird im winter oft geheizt, nachts wird es kalt. Im 95% sommer läuft tagsüber auch mal ein klimagerät, wenn ich im büro bin und es mir im raum denn doch zu weit über die 30°C geht, das kühlt und trocknet etwas, nachts wird es dann wieder heiss und feucht.

    Meine Lakewood (und meine alte 335) lebt im koffer, wird zum spielen heraus genommen und danach wieder sauber gemacht und versenkt. Im winter lasse ich permanent einen luftbefeuchter laufen, der den raum so grosso modo über 40% hält. Die Lakewood hält diese ständigen wechsel problemlos aus, die saitenlage verändert sich ein wenig durchs jahr, das ist alles.

    Ich denke, wenn du einfach gut sorge zu deinen gitarren trägst und sie spielst und beobachtest, dann merkst du auch bald, ob sie sich noch wohl fühlen oder etwas brauchen. Und wenn du die links, die oben geopostet wurden, mal durchliest, lernst du schnell, die zeichen, welche dir dein instrument gibt, richtig zu deuten. Ist keine hexerei.

    Und willkommen im forum, Nicken05 :)

    Gruss, Ben
     
  7. Nicken05

    Nicken05 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.08   #7
    Wow, ich bin entzückt :) Hab jetzt erst wieder hier reingeguckt und bin absolut überwältigt von den vielen Antworten. Dankeschön!

    seh ich absolut genauso. nur war dieser gitarrenkauf für mich sowas wie ein befreiungsschlag. wenn man schon seit man 6 ist gitarre spielt, und jetzt mit 21 seine erste "gute" hat, die mit einem guten ton auch akzentuiertes spielen würdigt, würde man diesen genuss bitte auch so lange wie möglich konservieren ;)
    für sammler sein, fehlt mir einfach das geld –*und auch einen neukauf falls ich schlecht mit ihr umgegangen bin. ihr wisst schon...

    aber da bin ich ja beruhigt, dass bei euch da mehr ein common-sense-approach (wie der amerikaner sagen würde) vorherrscht.
    und danke für die vielen links, da hab ich ja jetzt was zu lesen...

    danke und viele grüße, nicken
     
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