Probekeller - was ist sinnvoll?

von skymaster, 16.07.20.

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  1. skymaster

    skymaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.20   #1
    Servus,

    ich weiß, dass es schon einige Threads zum Thema Probekeller gibt, aber ich bräuchte erstmal eine Einschätzung, was sinnvoll ist, bevor ich mich an die Planung mache.

    Zur Ausgangslage: beim Um-/Ausbau unseres freistehenden Einfamilienhauses machten wir einen Anbau, um genügend Platz für Kinderzimmer (OG), eine Gästewohnung (EG) und einen Probekeller zu haben. Letzteren möchte ich jetzt ausbauen, einen groben Plan habe ich angehängt.

    Der Proberaum ist bis auf die Außentreppe und den Lichtschacht komplett von Erdreich umgeben und hat recht dicke Wände sowie ein Wärmedämmverbundsystem; d.h. um die Nachbarn mache ich mir weniger Sorgen. ;)
    Mir geht es eher um die Schalldämmung zum Haupthaus, damit Junior Schlagzeug üben und ich mit der Band proben kann, ohne das der Rest der Familie verrückt wird. Zwischen Alt- und Neubau ist eine ca. 1 cm breite Fuge, von der ich aber nicht weiß, ob sie frei von Schallbrücken ist oder ob die Maurer da ihren Müll entsorgt haben. :cool:
    Der Keller ist im Moment noch völlig nackt, die Höhe der Rohbetondecke über der Bodenplatte beträgt 2,6 m. Über dem Keller ist eine Einlieger- / Gästewohnung, die aber nur von zu Besuch weilender Verwandschaft genutzt wird, erst darüber, im OG sind zwei Kinderzimmer.

    Im Prinzip gibt es zwei denkbare Varianten, sowie vielleicht Lösungen, die dazwischen liegen:
    1. zum Altbau eine schwere, schalldämmende Tür einbauen, die Wände einfach verputzen / malern, Boden und Elektrik rein und den Raum soweit akustisch behandeln, daß sich ein angenehmer Klang ergibt.
    2. den Proberaum (nicht das Lager) komplett entkoppeln, also eine Raum im Raum Konstruktion.
    Variante zwei ist natürlich sexy, aber auch verdammt teuer, kompliziert und arbeitsintensiv und ich bin mir nicht sicher, ob ich damit soviel gewinne, daß es den Aufwand lohnt. Was sagen die Experten, Variante eins oder zwei oder gibt es sinnvolle Lösungen zwischen den beiden Extremen?

    Grüße,
    skymaster

    Edit: habe gerade die Liste gefunden, daher kopiere ich sie hier rein:

    Frage 1: Wie viel Erfahrung hast du schon mit Raumakustik? (Mehrfachstimmen erlaubt!)
    [ ] Keine Ahnung!
    [x ] Hab ein paar Videos geschaut
    [x ] War schon mal in einem professionellen Tonstudio
    [x] Habe mich ein bisschen in die Materie eingelesen
    [ ] Habe mich schon sehr viel damit beschäftigt
    [ ] Sonstiges:

    Frage 2: Was willst du in dem Raum machen?
    [ ] Gesangsaufnahmen machen
    [ ] Akustische Instrumente aufnehmen
    [ ] Musikproduktion am Computer
    [ ] Musik mischen
    [ ] Final mastern
    [x] Sonstiges: proben, Porbemitschnitte

    Frage 3: Hast du Probleme mit Nachbarn?
    [ ] Meine Nachbarn hören mich, wenn ich Musik mache.
    [ ] Ich höre meine Nachbarn/Zug/Straße etc. beim Musikmachen.
    [x ] Sonstiges: freistehendes EFH

    Frage 4: Ich weiß, was das Problem in meinem Raum ist, nämlich...
    [ ] Aufnahmen aus meinem Raum klingen dumpf/muffig
    [ ] Aufnahmen aus meinem Raum klingen dünn
    [ ] Aufnahmen aus meinem Raum klingen spitz
    [ ] Auf meinen Aufnahmen sind zu viele Störgeräusche
    [ ] Mein Raum hallt zuviel nach
    [x ] Sonstiges: Kann ich noch nicht sagen.

    Frage 5: Welche Qualität erwartest Du Dir?
    [x] Probemitschnitt
    [ ] Für die Familie und Freunde
    [ ] Indie-Produktion
    [x] Semi-professionell
    [ ] Professionell

    Frage 6: Wie hoch ist Dein Budget? max 10.000€

    Frage 7: Wie weit bist Du bereit, deinen Raum vom aktuellen Zustand ausgehend zu verändern?
    [x] Ich würde die Möbel in meinem Raum umstellen
    [ ] Ich würde einen Akustikvorhang installieren
    [x ] Ich würde Absorber/Diffusoren aufhängen und Basstraps in die Raumecken stellen
    [ ] Bin bereit Wände zu verschieben und Decken einzuziehen!
    [x] komplett neuer ausbau

    Frage 8: Ist Selbstbau von Absorbern etc. geplant/möglich?
    [ ] Zwei linke Hände und alle Finger Daumen
    [ ] Hatte Basteln in der Schule
    [x] Muss nicht schön sein
    [ ] Heimwerker
    [ ] Vollprofi

    Frage 9: Welches Equipment ist vorhanden (Interface, Monitore, Messmikro)? Kannst du damit umgehen? man kann alles lernen ;-)
     

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  2. Pfeife

    Pfeife Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.20   #2
    Hmmm, ich bin ja Verfechter der Raum-in-Raum Lösung um jedem Ärger aus dem Weg zu gehen.
    Möglichkeit zur Proberaumdämmung
    Allerdings scheint das bei dir nicht wirklich nötig zu sein. Vor allem, wenn du das allein finanzierst, und nicht die Band. Wenn du da wohnst, hast du ja auch Kontrolle über die Zeiten, in denen 'gelärmt' wird.
    Schwere Brandschutztür zum Bestandsbau ist schon mal 'ne sehr gute Idee, nicht nur aus Schallschutzgründen.;)
    Ich würde wahrscheinlich über Probe-Proben mich akustisch herantasten. Was wird im Haus wahrgenommen? Wie ist der KLang im Raum?
     
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  3. didi7

    didi7 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.20   #3
    Habt ihr denn schon mal getestet ob und wieviel oben ankommt?
     
  4. skymaster

    skymaster Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.20   #4
    Ja, aber das ist nicht aussagekräftig, da der Keller bis jetzt völlig nackt ist. D.h. weder Wände noch Decken sind verputzt und die internen Türen fehlen. Ich habe das damals beim Umbau extra so belassen, um mich in keiner Weise einzuschränken, bzw. nachträglich Dinge wieder rausreißen zu müssen. Daher kann kann ich auch nicht viel ausprobieren, habe aber alle Freiheiten.

    @Pfeife Danke für Deinen Link. Sind 2,60 m rohe Raumhöhe überhaupt genug für Raum in Raum? Da würde ich wohl auch um jeden Zentimeter feilschen müssen...

    Grüße,
    skymaster
     
  5. Pfeife

    Pfeife Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.20   #5
    Ich weiß ja nicht, wie groß die Leute deiner Band sind.... :whistle:
    Ja, 2,60m sind schon knapp. Bei deinen Voraussetzungen denk ich, das müßte auch so gehen. Türen schwer und luftdicht, drumset und Bassamp schallenkoppelt aufstellen. Eine Möglichkeit wäre, sämtliche Wandflächen mit Miwo und Stoff schallweich zu gestalten, um die Energieübertragung aus der Luft auf die Bauteile zu reduzieren. Dann innen wieder schallharte Reflektionsflächen anbringen, damit der Raum nicht tot ist.
     
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  6. skymaster

    skymaster Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.20   #6
    Ich werde es mal mit einer schweren Brandschutztür versuchen und mich von dort weiterarbeiten. Danke für die Tips!

    Grüße,
    skymaster
     
  7. Froschkapitaen

    Froschkapitaen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.20   #7
    Warum keine Schallschutztür?
     
  8. skymaster

    skymaster Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.20   #8
    Auch eine Variante. Ich muß Preise und Dämmwerte vergleichen, wobei ich eine Brandschutztür zwischen dem Alt- und Neubau, wenn sie den gleichen Wert bringt, vorziehen würde. Damit hätte man zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen.

    Grüße,
    skymaster
     
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