Probeleme mit Laney VH100R

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Hallo liebe community.
Ich habe ein Problem mit meinem VH100r und wollte mal fragen woran dies liegen könnte.

Mein Problem: Ich habe kaum noch richtig Druck hinterm sound und alles klingt nicht mehr so "breit".

Mein Amp steht seit ca. einem halben jahr in unserem Proberaum ( im Keller ). Nun habe ich erfahren, dass dieser Raum eventuell feucht ist. Kann ein Feuchter Raum meinen Amp irgendwie beschädigen, sprich Rost usw.? :confused:

Wenn ja, kann man diesen Schaden über die Garantie laufen lassen, oder ist die ein Versicherungfall? (mein drummer hat mir versichtert, dass der Raum trocken sei, nun haben wir heraus gefunden, dass dies nicht der Fall ist)

Würde mich über Antworten freuen.
Danke im Vorraus!
 
Eigenschaft
 
Koennten viele Sachen sein - Vorstufenroehren, Endstufenroehren, Poti, vielleicht sogar Oxidation an irgendwelchen Kontaktflaechen...

Einige Anderen werden Dir hier sicher viel mehr Moeglichkeiten nennen koennen, aber ich denke, ne genauere Beschreibung vom Problem waer' nicht schlecht...
 
ja wie soll ich das beschreiben hmm
ich hab sozusagen nicht mehr so nen bassgerüst wie am anfang. Der Amp klingt einfach ziemlich abgehackt und wie gesagt das Bassfandament ist nicht mehr so fett.

Ähm weiß nicht obs an den Röhren liegt. Weil die leuchten alle noch!?
 
Ähm, naja, Röhren leuchten auch noch, wenn sie klanglich zumindest für uns Musiker schon lang nix mehr hergeben.

Mein Guter, sind das immer noch die Serien-Röhren, also die EL34 STR von TAD? Denn soweit ich das damals mitbekommen habe, hast du den Amp ja neu gekauft.
Wenn das der Fall ist, zweite Frage: hast du den Amp direkt im Ladenso wie er da zum Antesten stand gekauft oder hast du ihn verpackt erhalten, vielleicht über den Versand?
Wenn die erste Sache zutrifft kann es sein, dass die Röhren einfach runter sind, weil sie schon vor dir viele Betriebsstunden drauf hatten, wenn die zweite Sache zutrifft...

... halt möglich, dass es was anderes ist oder die TADs wirklich so durchschnittlich sind wie man im allgemeinen so hört.

Denn eine EL34 ist in heutigen Amps generell nicht so langlebig wie zB ne 6L6 oder ne KT88, verliert schnell an Auflösung und ist zudem sehr erschütterungsanfällig. Soll heißen, die musst du schon etwas öfter tauschen als letztgenannte.

Bei der Mucke die du so machst wär eine 6L6 aber ohnehin deutlich besser untergebracht, wo vorher kein Bass war, wirds auf einmal richtig voll und wuchtig. Meine Empfehlung ist ne SED 6L6GC, die sehr fein auflöst, aber wenig Röhrencharakter besitzt wenn du mich fragst, oder eine JJ 6L6GC, die das ganze ein bedeckter klingen lässt, den Ton aber angenehm warm macht und gewaltig Pfund mitbringt. Abraten würde ich von Sovtek/EH und Chinaware wie TAD oder TT-Hausmarke, das eine bringt Gerumpel, das andere kreissägenähnliches Geschrei.

Wenn du experimentierfreudig bist kannst du auch mal eine KT88 ausprobieren, zwar sauteuer, aber für Gitarrenamp-Verhältnisse auch sehr lang haltbar (4-5 Jahre) und wuchtigeren und besser aufgelösten Bass bekommst du eigentlich nicht.
Jetzt kommt der Haken: laut Laney-Support kann der Amp aufgrund des riesigen Ringkerntrafos den hohen benötigten Heizstrom spielend liefern, das läuft jedoch ohne jegliche Garantie, weil der Amp mit diesen Röhren nie getestet wurde. Aber ausprobieren kannst du es ja mal. Für den Fall wieder am besten SED oder JJ nehmen, wie gesagt teuer (ca. 120 bis 160 Euro pro Satz), aber das Geld auf jeden Fall wert.
 
Also ich hab den Amp ganz neu bekommen.
Ich hab das Teil bei MS angespielt und dann in einem kleinen Musikladen bei mir in der Stadt gekauft (wollte auch mal die kleinen Läden unterstützen, hat außerdem nur 50 Euronen mehr gekostet^^)
der hatte den garnicht und hat ihn für mich direkt bei Laney bestellt. Also war vorher noch keiner dran.

Kann denn sowas denn rosten? Ich meine der Amp stand noch nie richtig an der Wand immer mindestens 4 cm. von dieser entfehrnt.

Zu den Röhren: Es kann wirklich sein, dass die hinüber sind, weil ich sie oft nicht aufwärmen gelassen hab, weil ich einfach keine Zeit hatte.
Dann gehen die ziemlich schnell kaputt oder?
Hmm solche 6l6 wären schon ne feine Sache, aber ich spar auch grad fürn G-major + Midiboard und nen eq. ;)

wo würde ich die Röhren denn am besten kaufen?

Achja bevor ichs vergesse^^: Ist der Sound wegen dem fetten Bass dann ehr undefeniert oder wie muss ich mir das vorstellen?
 
Dann bring das Ding doch einfach mal kurz im Laden vorbei und lass ihn durchchecken... hast wohl noch Garantie drauf, wa?
 
also soweit gibt laney auf das teil glaub ich drei jahre Garantie !?
 
Vielleicht sind auch die Lautsprecher feucht geworden.

Das Papier kann schonmal wasser ziehen bei hoher luftfeuchtigkeit....
 
Nicht Laney sondern der Händler, die Garantieregelungen sind für viele Länder unterschiedlich.

Wenn du die Röhren nicht aufwärmen lässt, ist das gar nicht gut. Grad der empfindlicheren EL34 bekommt das überhaupt nicht. Kann also sein, dass die Röhren hin sind. IdR reicht ne Minute, ich mach das immer dann, wenn ich mein Zeug aufbau.

Zu den Bässen: hängt immer von der Box ab, in 1960 A/B mit T75ern sind die absolut tight, teils sogar fast überpräsent. In ner V30er etwas weniger, dafür können die 3 dBa mehr Pegel zumindest psychoakustisch einen ähnlichen Effekt haben. Wär mal hilfreich zu wissen, was du da hast.

Dann hängt das auch von den Röhren an sich ab. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass Sovtek und EH eher undefiniert und rumpelig klingen, Chinesen wie TAD oder TT-Hausmarke überspitzen besonders Hochmitten und Höhen (einige mögen die Kreissäge). Für mich bleibt es bei SED (sehr sauber, klar definiert) und JJ (etwas mittiger und belegter, aber dafür angenehm wuchtig). Die neuaufgelegten TungSol aus Russland sollen auch recht gut sein, kenn ich aber noch nicht.
 
Was Vorheizen angeht: Der VH100R hat eh ne Schutzschaltung - wenn man direkt alles anmacht hat man bis die Roehren warm genug sind fliesst wohl eh noch nichts durch die Speaker. Hat bei mir auf dem letzten Gig, wo der Strom paar mal ausgefallen ist, ziemlich fuer Panik gesorgt ("Scheisse, wieso kommt da jetzt nix raus?..." Dann am Poti gewackelt, weiter aufgedreht, und ploetzlich kommt der grosse E-Powerchord durch und foehnt fast alle von der Buehne :D)...
 
Naja, Schutzschaltung hin oder her (ich kenn sowieso nur Amps die sowas haben): gut ist es nicht, man sollte den Röhren ihre Minute geben. Beim Laney kam der Ton bereits nach ca. 10 Sekunden, wenn man direkt auf Betrieb gegangen ist.
 
Naja, Schutzschaltung hin oder her (ich kenn sowieso nur Amps die sowas haben): gut ist es nicht, man sollte den Röhren ihre Minute geben. Beim Laney kam der Ton bereits nach ca. 10 Sekunden, wenn man direkt auf Betrieb gegangen ist.

Sicher nur 10 Sekunden? Kam mir laenger vor. Aber egal... es ist trotzdem besser als kalt starten ;)
 
ich hab die Standart Laney Box mit V30 ern.
Ehrlich gesagt mag ich diesen Kreissägen- sound auch überhaupt nicht, aber ich hab nur grad kein Geld für neue Röhren.

Ich spiel mit ner Jackson RR3
und wie gesagt mit ner V30er Box

was würdet ihr mir dann so empfehlen? Also nicht welche Firma sondern Produktnummer usw. und welche Röhren gut zusammen passen.

Noch ne Frage^^

Wenn ich andere Preamp Röhren reinmache, bekomme ich dann mehr Gain?

sry für meine Ausdrucksweise aber ich komm grad von der Bandprobe und bin ziemlich kaputt :D
 
Wenn ich andere Preamp Röhren reinmache, bekomme ich dann mehr Gain?

Ja. Mir wurde fuer mehr Gain eine ECC 803 (ich glaub zumindest, dass die so hiess) empfohlen... bin nur noch nicht dazu gekommen, mal Roehren zu bestellen (nie Geld :()...
 
Ja das Problem mit dem Geld kenne ich auch! -.- ^^
Geht eigentlich die Garantie flöten wenn ich da Röhren reinpacke auf die der Amp nicht getestet wurde? (also andere Preamp Röhren)
oder ist dann einfach die Grantie auf die Röhren weg?
 
Da Röhren Verschleißartikel sind hast du auf die eh keine Garantie...
Und wenn der Amp ausfällt weil man andere, möglicherweise inkompatible Röhren eingesetzt hat, würde ich auch nicht auf Garantie hoffen.
Insofern würde ich mal sagen, wenn vom technischen Standpunkt nix gegen andere Röhren spricht (da musst du dich halt schlau machen, welche kompatibel sind), probier es aus und wenn wider Erwarten was kaputt geht, setz halt wieder die empfohlenen Röhrentypen rein (und binde es dem Hersteller nicht auf die Nase ;)).

Aus den Marshall FAQ:
"
- Betreibe und lagere Deinen Amp niemals in feuchter oder staubiger Umgebung. Geräteschuppen, feuchte Keller, Gewächshäuser und unbeheizte Garagen sind ganz schlecht für eine hohe Lebensdauer!

- Gerade Röhrenverstärker sollten möglichst nie bei großer Luftfeuchtigkeit gelagert werden. Auch auf hochwertigsten Röhrensockeln kann sich sonst eine Oxidschicht bilden, die zu Kontaktschwierigkeiten oder Übergangswiderständen führt. Die Folge ist lautes "Kruscheln" oder "Krachen", welches aus den Lautsprechern kommt... Bringe Dein gerät ggf. zu einem Techniker, der die Kontakte reinigt oder den Sockel austauscht.
"

Was für eine Luftfeuchtigkeit herrscht bei euch im Probenraum? Leg mal ein Hygrometer hin. Habt ihr starke Temperaturschwankungen, d.h. heizt ihr z.B. erst vor den Proben kräftig ein, sodass es (gerade nach ausgiebiger Transpiration) beim Abkühlen des Raumes zu Kondensation kommen kann?
Wenn du das verneinen kannst und die Luftfeuchtigkeit unter 70% liegt, sollte das dem Verstärker nix anhaben.
 
Wollt nur mal einwerfen, dass das Problem evtl. auch an deinem Ampkabel liegen kann :rolleyes:

Falls du das noch nicht überprüft haben solltest, würde ich das mal tun. Wenn doch dann ingnoriert diesen Post einfach, aber das problem mit fehlendem Bassfundament hatte mein mitgitarrist auch mal und ist natürlich sofort in Panik ausgebrochen bis er das Kabel gewechselt hat :)
Ich weiss das ist nich der kompetenteste Beitrag aber einwerfen kann mans ja mal

Mfg A.
 
Ufff, keine Ahnung. Kann sein, dass Du nur zum gleichen Typen wechseln darfst (also halt 12AX7). Zur Not musste halt vorm Einschicken wieder die alten Preamproehren reinpacken...
 
also wir heizen den Proberaum eigentlich überhaupt nicht!
Ist zwar dann schonmal gut kalt da drin grade im Winter aber heizen nein^^
Also wenns ziemlich kalt ist lass ich die Röhren auch mal gut 10 mins warm werden lassen. Kann es vllt. daran liegen, dass das teil immer in der Kälte steht? ne oder?
 
Hängt davon ab WIE kalt. Das gibt eigentlich nur Probleme mit den Elkos und dann muss es schon ganz schon kalt sein, da spielst du dann auch nicht mehr wirklich legato denk ich ^^.

Es hat übrigens nichts mit den Codierungen auf den Rörhen zutun (ECC83, ECC82 usw.), wie der Amp klingt. Den Unterschied machen die Hersteller, erstmal durch die Qualität, also Nebengeräusche, Mikrofoniearmut und Rauschminderung. Da sind SED Vorstufenröhren mMn die besten, zerren allerdings recht wenig und sind wegen ihrer hohen Auflösung auch nicht unbedingt für Gitarrenamps geeignet. Die anderen sind die JJs. Und da gibts auch die ECC803 Longplate, die zwar den Sound ordentlich anfettet, aber eben auch die Mikrofonie hochtreibt (kann sich in Summen aus der Box äußern).

Mit der Zerre ist das so eine Sache: den meisten kommt es häufig so vor, dass eine pure Röhrenzerre nach "weniger" klingt, als man es vielleicht erwartet - man ist häufig die billigen Amps und Treter gewohnt, die sägen ohne Ende. Eine Röhrenverzerrung profitiert nicht davon, dass sie matscht (denn das ist die Konsequenz bei viel Zerre), sondern dass sie dem Sound Wärme, Wucht und Dynamik verleiht, die insbesondere den billigen Transistorkisten häufig fehlt. Falls du mal einen Blick auf gute Transistoramps geworfen hast: die kosten nicht unbedingt weniger als vergleichbare Röhrenamps.
Es gibt zwar Röhrenamps, die Verzerrung haben, die kein Mensch braucht, beispielsweise der Peavey XXX oder eben der altbekannte Mesa Rectifier. Aber gerade der Rectifier ist dafür bekannt, dass er mit WENIGER Zerre in fast allen Fällen deutlich besser klingt und beherrschbar bleibt, als voll aufgerissen

Deinem Laney würde der Wechsel auf 6L6GC und JJ ECC803 in der V1 gut tun, habe ich selbst probiert, denn der Laney produziert einen eher dosigen Sound, das heißt, die Mitten sind eher schwach, harsch und kalt. Fakt ist aber folgender: JEDER Amp rauscht im HiGain-Kanal, ist auch logisch, das normal nicht hörbare Rauschen der anderen Kanäle summiert sich im Prinzip auf und durch die hohe Verstärkung und die damit wachsende Dynamik hörts sich halt an wie Schneesturm. Hier hilft nur ein gutes Noisegate.
 

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