Psychologische Studie zu Texten in der Musik

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Hi,
bin heute auf einen interessanten Artikel bei der Tagesschau gestoßen:

Songtexte wurden in den letzten 50 Jahren immer einfacher und negativer ... wobei es seit 2016 wohl langsam wieder bergauf mit der Komplexität geht.
Den Originaltext der Studie gibt es hier:
Den muss ich mir selbst noch in Ruhe anschauen, aber das Thema ist für andere hier vlt auch interessant, weshalb ich schonmal den Artikel teilen wollte.

MfG
trichtersoft
 
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Danke. Muss ich mir bei Gelegenheit mal tiefer ansehen.
Hmm, inhaltlich sehe ich zwei Beschränkungen in der Studie darin, dass sie erstens eine US-Studie ist, die zweitens nur die top 100 betrifft.
Ob die "Negativität" der Titel ein Ausdruck allgemeiner "Negativität" ist, vermag ich nicht zu sagen.
Was mir in meiner Blase (ÖR-Rundfunk mit vielen deutschen und internationalen Singer-Songwritern [DLF, DRKultur, ...]) auffällt, ist dass hier in der Musik wenig Neues passiert, sondern sich "das alles" in die Texte verlagert, die gerade in den letzten Jahren deutlich ich-bezogener und Probleme ansprechend zu sein scheinen. Auf jeden Fall scheinen die Texte weniger naiv zu sein, als früher.
 
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Wenn die Frage hier überhaupt hin gehört......
Ich muss oft über den Sinn oder Nicht-sinn des Liedes " Dejavue " oder wie man das auch schreibt.... von der Band " Spliff" nachdenken.

Bin ich zu blöde den Sinn zu kapieren , oder gibt es gar keinen Sinn in diesem Lied ?

Alleine die Textpassage " Der rote Hugo hängt tot im Seil.......die Leiche stinkt nach shit. Wie ein weißer Engel , schön wie Schnee, hängt er da, eyh du tust dir noch weh"

Ich finde die Scheibe von Spliff zwar recht gut, aber vom Text her.......naja .....
 
Man muss doch bei so "Studien" die ganzen Konditionen mitteilen/kennen. Das Ergebnis hängt doch schon mal davon ab, in/mit welchem Bestand gearbeitet wurde. Je nach Auswahl kann ich doch jede beliebige Aussage "beweisen".

Und was heißt bezogen auf Songtexte "psychologische" Studie? ... oder soziale Krise? Für eine so genannte wissenschaftliche Studie gelten ganz klare Regeln, die hier nicht erfüllt sind.

So ist das nur eine von Millionen von nichtssagenden Headlines, die ohne Sinn und Inhalt Aufmerksamkeit erzeugen sollen oder günstigstenfalls Lückenbüßer sind.
 
@Grisu 27 Ich glaube, bei Texten, die stark mit bewußtseinsverändernden Substanzen zu tun haben, wirkt sich das auch auf die Art aus, wie sie zu verstehen und zu interpretieren sind ...
 
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Tja, danke :) vielleicht liegt es ja genau daran dass meine letzte Tüte locker 40 Jahre und der letzte Schluck Alkohol 38 Jahre her ist. Mag sein dass das nicht mehr harmoniert .;)🤘
 
Und was heißt bezogen auf Songtexte "psychologische" Studie? ... oder soziale Krise? Für eine so genannte wissenschaftliche Studie gelten ganz klare Regeln, die hier nicht erfüllt sind.
Ja, finde ich wichtig und korrekt zu erwähnen. Ganz unabhängig davon aber trotzdem ein interessanter Denkanstoß und Diskussionsgrundlage!

Ich hatte lustigerweise letztens eine ähnliche Diskussion mit Kollegen, als ich einen objektiven Grund gesucht habe warum Sabrina Carpenter und co. so krass beliebt sind.
Ein Freund meinte dann: "Die Musik ist inhaltlich und musikalisch einfach leicht zugänglich; Da wird von allgemeinen (oft negativ) emotionalen Situationen gesungen in die sich jeder reinversetzen kann"

Aber andererseits gab es das natürlich auch en-masse bevor der "modernen" Musik.
Ich als Jungspund kenne natürlich nur die guten Lieder, die sich aufgrund der Einzigartigkeit irgendwie gehalten hatten; Aber ich kenne mindestens genauso viele Lieder die lyrisch nicht auf dem selben Niveau unterwegs sind.
 
Der rote Hugo hängt tot im Seil

Wenn man über eine Songtext über 40 Jahre später noch nachdenken muss, ist er schlichtweg genial. Tatsächlich habe ich den roten Hugo auch nicht vergessen, hoffentlich hat den armen Kerl endlich mal jemand abgehängt und begraben.
 
Das hat doch auch schon HP-Baxter festgestellt, wozu die Studie? ;-)
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Ja ja - und alle in der Runde nicken: Heino, Heintje, Dieter Bohlen, die Flippers …
 
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Wenn ich den vom TE verlinkten Artikel richtig verstehe, geht es nicht darum, dass Songtexte einfacher, komplexer, positiver oder negativer seien. Sondern darum, dass das Massenpublikum mal solche, mal solche Aufnahmen kauft. Manchmal kommt ein interessanter Songtext in die Charts, aber die Texte, die (mich zumindest) zum Nachdenken oder zum Mitfühlen anregen, finden meist anderswo statt DLFKultur, SWRKultur, YouTube ...).
Cheers,
Jed
 
Tja, danke :) vielleicht liegt es ja genau daran dass meine letzte Tüte locker 40 Jahre und der letzte Schluck Alkohol 38 Jahre her ist. Mag sein dass das nicht mehr harmoniert .;)🤘
Zu der Zeit (2026-40=1986) war Spliff aber auch schon Geschichte...
 
Bei Déjà-vu ist mir der Titel auch nicht klar. Den Text selbst habe ich immer als dystopische Endzeitszenerie verstanden. Da brauche ich keine Drogen.

Eigentlich gibt es doch nur ein oder zwei Handvoll Arten von Liedtexten
  • Ich liebe dich so sehr
  • Ich liebe eine:n anderen: so sehr
  • Ein:e andere:r liebt dich so sehr
  • Er/Sie liebt mich nicht (mehr)
  • Ich liebe Gott (unter welchem Namen auch immer) so sehr
  • Mein Land ist so toll
  • Wir machen Party
  • Unsere Landschaft ist so schön
  • Wir sind eine Rockband auf Tour und lassen's krachen
  • Alles ist so schön und wird noch besser
  • Das Ende ist nah
  • Irgendeine Fantasy-Geschichte
Ein paar habe ich bestimmt vergessen, aber die Liste ist sehr endlich.
 
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Ich habe irgendwo herhört, dass bei den alten Griechen die Muse des lyrischen Gesangs die Tochter des Ares (des Gottes des Krieges) und der Aphrodite (Göttin der Liebe) gewesen sein soll.
Parallel dazu läuft bei mir im Hinterkopf gerade ein altes schottisches Gospel-Song: "Let others sing their songs of love and war / I'll sing the old, old story." (Lass andere ihre Lieder von der Liebe und vom Krieg singen, / ich singe die uralte Geschichte)
Krieg, Liebe und Glaube ergeben eine stabile Grundlage, einen klassischen Dreiklang, die drei Grundfarben, wenn man so will.
Cheers, Jed
 
Niemand liebt Dich, wieso ich?
versus
Niemand liebt Dich wie so ich!
 
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Tatsächlich habe ich den roten Hugo auch nicht vergessen, hoffentlich hat den armen Kerl endlich mal jemand abgehängt und begraben.

Ja, aber erst dreizehn Jahre nachdem der Song geschrieben wurde.

Alleine die Textpassage " Der rote Hugo hängt tot im Seil.......

Laut Mitteregger ist mit dem Roten Hugo Heiner Pudelko († 1995) gemeint: Pudelko war Sänger der Band Interzone. Er galt als Ausnahmetalent.

Um das genauer zu verstehen, muss man wahrscheinlich dabei gewesen sein oder das Werk von Pudelko besser kennen. Mit "tot im Seil" ist sicher nicht dessen irdisches Ableben gemeint, da jenes ja erst einige Jahre später stattfand. Die Bezeichnung "Roter Hugo" kann ein Insidername für ihn gewesen sein oder einfach nur ausgedacht. Der Rest, "weißer Engel", "tu dir nicht weh" könnte sich auf das Erscheinungsbild und die exaltierte Performance des Sängers zu jener Zeit beziehen. Zumindest deckt es sich einigermaßen mit diesen Presse-Zitaten:


"[...] diesen eigenwilligen hageren Sänger mit dem strengen Blick und der straff geknoteten langen blonden Mähne, der sich ganz in Weiß um das Mikrofonstativ wand"

"[...] ein charmanter und belesener Mensch, der im Rampenlicht zum unberechenbaren Tier werden konnte"



Quellen:
...
 
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@antipasti : Das ist ja mal eine Interessante Aussage. Heiner Pudelko kenne ich leider nicht, aber ich werde mich mal ein Wenig schlau lesen.
Danke für den Tipp.
 

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