Rätselhafter Halsstab bei Farida PRS-Kopie – Inbus passt nicht, Gewinde sichtbar?

justamusician

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Hallo zusammen,

ich stehe hier gerade vor einem kleinen Rätsel und hoffe auf euer Schwarmwissen. Ich wollte den Hals meiner Farida (eine PRS-Kopie) einstellen, aber irgendwie stoße ich da auf ein Trussrod-System, das ich so noch nie gesehen habe.

Das Problem: Da ist schlichtweg nichts, wo ein Inbusschlüssel reinpasst. Ich habe alle üblichen Inbus-Größen durchprobiert. Die sind alle entweder deutlich zu groß oder zu klein. Keiner passt auch nur ansatzweise „perfekt“ rein, weshalb ich fast ausschließen würde, dass der Kopf einfach nur klassisch „ausgenudelt“ ist.

Eine Ami/Zoll Größe habe ich nicht zur Hand. Aber ich dachte auch die würden wenn, ja ansatzweise reinpassen, man sollte nur sie nicht rumdrehen weils dann direkt ausnudelt (?!)

Von außen sieht das Ganze auch nicht aus wie eine Mutter für einen Steckschlüssel/Pfeifenkopfschlüssel (wie man es z.B. von Gibson kennt). Dafür fehlen die Kanten und der Platz in der Fräsung wäre dafür ohnehin extrem eng.

Was mich am meisten irritiert: Wenn ich mit der Taschenlampe ganz genau reinleuchte, meine ich zu erkennen, dass im „Loch“ des Spannstabes ein Gewinde verläuft... Man sieht es leider sehr schlecht und ich kann nur mutmaßen.

Ich hänge euch mal ein paar Bilder an.

Hat jemand von euch sowas schon mal gesehen? Ist das ein mir unbekanntes System, für das man ein ganz spezielles Werkzeug braucht, oder ist bei meiner Gitarre was mit dem Trussrod-Kopf?

Bin für jeden Tipp dankbar!

Viele Grüße
 

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  • #3
Deswegen würde ich das mal an Deiner Stelle ausprobieren.

Ich entnehme deiner Nachricht, dass du dort keine optischen „Defekte“ auf den Bildern identifizierst?

Dann wär’s mir ein Versuch wert. Ich dachte Zollgrößen hätten nur die Amerikaner. Das hier ist ja ein asiatisches (Korea?) Fabrikat.
 

Ich entnehme deiner Nachricht, dass du dort keine optischen „Defekte“ auf den Bildern identifizierst?

Also ich erkenne da kaum noch klare Wandstrukturen und befürchte, Du könntest es da schlicht mit einem vergnaddelten Trussrod zu tun haben. Am ehesten sieht es so aus, also ob da jemand mit einem unpassenden Torx dran war.
 
Moin.
Bilder können täuschen, aber für mich sieht das komplett ausgenudelt oder nach Torx aus... @wary war schneller.
 
Sieht ziemlich ausgenudelt aus, so als hätte es jemand mit dem falschen Inbus probiert.
Edit: Bin heute langsam...

Edit: Vielleicht erstmal etwas WD40 reinsprühen und reinigen und dann noch mal ein Bild machen?
 
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Ich kann auf den Bildern so direkt nicht erkennen, daß man da etwas drehen können sollte.
Die "Mutter" sieht mir eher fest aus und von außen "zugeklebt".
Die Bilder alleine sind aber für mich nicht gut erkennbar.

Wenn ein Innengewinde zu erkennen ist, dann wäre eine Gewindestange im Inneren, was ja auch zu einem Trussrod paßt. Nur müßte dann diese Gewindestange bewegbar sein.
Kann es sein, daß der Trussrod von der anderen Seite aus einstellbar ist ? Ist irgendetwas am Halsfuß zu sehen, wenn der Halspickup weggeschraubt wird ?

Das wäre zwar m.E. unüblich und eher ungeschickt, aber vielleicht einfach mal schnell nachschauen.
Es gab schon seltsame Ideen auf dieser Erde ...

Wenn da unten gar nichts ist, dann tippe ich eher, daß an der Gewindestange am Kopf mal etwas dran war, was jetzt weg ist ... und dann geht's halt nicht mehr 😉
 
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  • #8
Wenn da unten gar nichts ist, dann tippe ich eher, daß an der Gewindestange am Kopf mal etwas dran war, was jetzt weg ist ... und dann geht's halt nicht mehr

Ja den Verdacht hatte ich auch schon. Also, dass da irgendwas „fehlt“ was man drehen konnte.

Deswegen auch der Beitrag hier: Um abschätzen zu können, ob es sich lohnt Zoll-Inbus zu kaufen oder ob es ein „hoffnungsloser Fall“ ist. 😅
 
Auch ein zölliger Inbus kann nur arbeiten, wenn da im Inneren etwas ist, was auch Widerstand leisten kann.
Das können wir auf den Bildern nicht sehen, das kannst nur Du sagen.

Wie tief ist denn die aktuelle Vertiefung bei der Mutter ? Nach den Bildern zu urteilen geht es da um 1 bis 2 Millimeter. Da hülfe dann kein Werkzeug, aber vielleicht sieht es ja auch nur so aus.
 
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  • #10
Was mich am meisten irritiert: Wenn ich mit der Taschenlampe ganz genau reinleuchte, meine ich zu erkennen, dass im „Loch“ des Spannstabes ein Gewinde verläuft... Man sieht es leider sehr schlecht und ich kann nur mutmaßen.
Hmmm, das wäre ja ein Indiz dafür, dass es sich doch um eine Spannmutter handelt, auch wenn es ringsherum extrem eng zugeht. Bei einem klassischem Truss Rod Nut ist ja der Innensechskant auf der einen Seite und auf der anderen Seite ein Gewinde, und da gibt's keine durchgängige Bohrung.
 
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  • #11
Die Fotos aus dem Opener-Post sehen für mich Hoffnungslos aus. Wenn da wirklich nichts mehr an Inbusschlüsseln oder Torx-Aufsätzen passt, hätte ich die Idee...

Schlitzen_001.webp

...mit einem Dremel und einer kleinen Kugelkopffrässpitze Schlitze in die Mutter zu fräsen -> passend für einen normalen Schraubendreher.

Wenn es eine normale Fassmutter ist, könnte man diese so zum Wechsel heraus bekommen oder man spannt ab dann mit dieser Lösung den Trussroad.

Ich habe mir vor ein paar Jahren aus einem online Zahnarztzubehörshop Diamantkugelkopffräser besorgt -> damit kann man das wunderbar und schnell erledigen. Im Dremel Shop selber gibt es kleine Fräskugelköpfe aus Stahl, die gehen auch, sind aber nicht so haltbar. Wenn man solche Dinge - ich habe so schon einige "ausgenudelte" Schrauben und Muttern raus bzw. abbekommen - mit einem Dremel macht, solte man gerade an der Gitarre mit fester Hand den Dremel halten und mit Zeit und kleinen Schritten arbeiten -> der Dremel "drillt" sonst gerne mal aus dem Arbeitsbreich und geht ins Holz.
 
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