Reamping Box - Wirklich ein Must-Have ?

von Julian1609, 19.01.17.

  1. Julian1609

    Julian1609 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.17   #1
    Guten Abend bzw. gute Nacht Musiker-Board.

    DIE VORGESCHICHTE
    Neuerdings konnte ich mich endlich mal mit dem Reamping über meinen Laney Ironheart (Gitarrenamp) vertraut machen welcher bekanntlich eine eingebaute Reamping-Funktion besitzt.

    Jetzt kam mir die Idee dass man es doch einfach auch mit dem Line Out meines Interfaces direkt in den Input des Amps machen könnte, also zack, durch paar Foren gelesen und mal geschaut:

    You need a reamp box, thats the best use for a Reamp Box..blablabla ^^

    Gefühlt jeder Youtuber beschreibt ebenfalls dass man eine Reamp Box benötigt, aber ich Frage mich, wieso eigentlich wirklich ?

    Also noch ein paar Videos angeschaut, irgendwas von Bittiefe etc. gehört und High Impendance und Low Impendance.

    Aber keine Frage auf meine Antwort.


    DIE FRAGEN
    Was spricht dagegen, ein DI-Signal per Interface aufzunehmen und per Line Output (in der DAW alles auf 0db anhebung) und über den Monitor Regler an meinem Scarlett 2i4 den Input in den Amp zu steuern ?

    Alternativ kann ich ja auch wie bereits angesprochen einfach die Reamp Funktion meines Ironheart auch dazu benutzen, andere Amps zu Reampen aber wieso sollte man es aufwändiger machen als es sein muss ?


    Ich hoffe ihr könnt mir da etwas Klarheit geben.

    Liebe Grüße

    Julian :D
     
  2. Signalschwarz

    Signalschwarz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.17   #2
    Warum sollte das bekannt sein? Meinst Du nicht auch, dass Du eventuell etwas zu viel erwartest, wenn Du voraussetzt, dass jeder der in diesen Thread schaut mit den Eigenschaften jedes nur erdenklichen Gerätes vertraut und somit in der Lage ist Dir deine Frage zu beantworten? Eine Verlinkung zur Produktseite des Herstellers wäre nicht verkehrt gewesen.
    --- Beiträge zusammengefasst, 19.01.17 ---
    Wenn der Eingang speziell als Reamping-Input bezeichnet ist, dann wird das in der Tat wahrscheinlich auch so funktionieren. Die Anleitung des Verstärkers dürfte darüber Auskunft geben.
    --- Beiträge zusammengefasst, 19.01.17 ---
    Erstmal muss festgestellt werden, dass wohl die meisten Tubies kaum Ahnung haben. Dann ist auch fraglich, ob diese Aussagen allesamt in Zusammenhang mit einem Verstärker der einen speziellen Reamping-Input hat getätigt wurden.
    --- Beiträge zusammengefasst, 19.01.17 ---
    Wahrscheinlich gab es schon Antworten auf deine Frage, nur hast Du sie nicht als solche erkannt.
    Mit der Wortbreite/Bittiefe hat das Ganze rein gar nichts zu tun, es geht um Impedanzanpassung. Line-Level hat einfach eine andere Impedanz als das Signal das von einem PU generiert wird. Es führt zu klanglichen Unterschieden ein Line-Level-Signal in einen für ein hochohmiges Instrumentensignal ausgelegten Eingang zu führen, kaputt gehen kann dabei allerdings nichts, eventuell kommt es aber zu Übersteuerung.
    --- Beiträge zusammengefasst, 19.01.17 ---
    Siehe vorherigen Punkt.
    --- Beiträge zusammengefasst, 19.01.17 ---
    Ich habe keine Idee was Du mit "andere Amps zu Reampen" meinst.
     
  3. mjmueller

    mjmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.17   #3
    Hallo,
    der Laney IRT Studio hat genau für Reamping ja den Re-Amping-Out (wenn Du den Ironheart meinst)
    Oder nee, Du hast den Pulse

    Wie Du weisst, gibt der Amp via USB zwei Mono-Dateien aus: Das reine Gitarrensignal und ein Ampsignal.
    Die DI-Spur kannst Du natürlich via Re-Amping-Out an jeden anderen Gitarrenverstärker führen, denn nichts anderes musst Du auch machen, wenn Du das Signal an den Laney zurückgibst.
    Man könnte daher auch sagen, dass Du bereits eine Reamping-Box hast :)
    Insofern -wenn Du nicht noch ein wenig Geld ausgeben willst- ist die Anschaffung einer "weiteren" DI-Box für Dich nicht notwendig.

    Ob eine Reamping-Box ein "Must-Have" ist?
    So auf de Punkt gefragt, sage ich Nein.
    Eine gute passive -dann "umgedrehte"- DI-Box tut es auch und die hat den Vorteil, dass sie auch für andere Einsatzzwecke verwendet werden kann (den eigentlichen nämlich).
    Eine Palmer DACCAPO zB ist im Grunde nichts anderes, hat aber ein paar Features, die hilfreich sein können. Kostet aber auch nicht mehr als eine gute DI-Box und wäre so gesehen auch keine Fehlanschaffung.
    Grüße
    Markus
     
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  4. Julian1609

    Julian1609 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.17   #4
    @Signalschwarz

    Allseits bekannt beschreibt hierbei lediglich Rezipienten des Laney Ironheart welche diese Funktion sicherlich kennen sollten.


    Die Frage hierbei lautet für mich aber WAS für Unterschiede es zwischen hoch- und niedrigohmigen signalen gibt.


    Es geht ja hierbei im übrigen auch um mehr als nur den Laney mit Reamp Funktion.

    Diese funktioniert wie dir vielleicht ersichtlich seien könnte, funktioniert das Reampen in erster Linie per USB und Reamp- Send, also wird das bereits umgewandelte Signal in den normalen Input des Amps gesteckt.

    Hieraus resultiert folgendes:

    Mit "mehreren Amps reampen" meine ich konkret, den Reamp Sends des Laney in verschiedene andere Verstärker stecken (Peavey, Randall blabla)

    @mjmueller
    Jup, super hilfreich :)

    Also habe ich durch den Laney ja quasi die Reamp box, das ist gut ^^

    Wie gesagt, Grundfrage war ja nur ob des ganze auch ohne den laney und reamp box gehen würde ^^


    Gruß Julian
     
  5. BassBaseBerlin

    BassBaseBerlin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.17   #5
    Die Variante mit Deinem Scarlette sollte auch funktionieren. Wie hier schon geschrieben gibt es die beiden Aspekte: Pegel und Impedanz.

    Pegel: Sollte man analog reduzieren, damit Du die volle Auflösung im Sinne von "bits" aus dem Interface nutzt. Beim Scarlette ist der Output Regler IMHO analog, d.h. nach der Wandlung, das ist schon mal gut. Ansonsten tut es auch ein passiver Lautstärkeregler wie ein Nano Patch o.ä. In Grenzen kannst Du mit dem Input oder Gain Regler arbeiten. Der ist allerdings i.d.R. hinter der ersten Verstärkerstufe und die könntest Du mit zu viel Pegel übersteuern, bevor das Signal am Gain Regler ankommt. Daher vorher auf "Gitarrenpegel" bringen.

    Impedanz: Line out ist niederohmig, ein Gitarreneinang hochohmig. Ist grundsätzlich so rum kein Problem. Es bedeutet ja nur, dass sie mehr Strom liefern könnten, als der Input dann fließen lässt. Quasi alle aktiven Effekte haben einen niederohmigen Ausgang - wenn Du einen Buffer oder Booster vor den Amp schaltest, hast Du auch einen niederohmigen Ausgang im Vergleich zu einem Gitarrenpickup. Die meisten Inputs - von Amps oder Effekten - haben als erstes eh einen Buffer / eine Verstärkerstufe.
    Was sich anders verhalten könnte / sollte wäre ein WahWah - da hast Du passive Filter, die sich dann frequenzmäßig verschieben können. Sofern das Pedal nicht auch als erstes einen Buffer hat, um unabhängig vom Input immer gleich zu klingen.

    HTH

    Stefan
     
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