Reamping/Recording mit dem Kemper - IRs über IR-Loader in der DAW oder kompletten Stack vom Amp?

von ian o field, 22.03.20.

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  1. ian o field

    ian o field Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.20   #1
    Hi,

    ich beschäftige mich jetzt seit Tagen wieder etwas intensiver mit den Recording-Möglichkeiten des Kemper-Profiling-Amplifiers und habe aktuell folgende Überlegungen für Aufnahmen angestellt:

    1. DAW-DI-Signal -> KPA In-FX -> KPA Stack (Amp, EQ, Cabinet) -> KPA Out-FX -> DAW
      1. KPA-Cabinet des Profiles, falls vorhanden
    2. DAW-DI-Signal -> KPA In-FX -> KPA Stack (Amp, EQ) -> DAW
      1. Kein Cabinet
      2. Keine Out-FX
    3. DAW-DI-Signal -> KPA In-FX -> KPA Stack(Amp, EQ, Cabinet) -> KPA-Out-FX -> DAW
      1. KPA-Cabinet durch ausgesuchte Impulse Responses

    Vorweg: Aufnahmen laufen sowieso über den Kemper und dessen Direct-Out. D.h. Variante 1 und 3 kann bei entsprechender Vorarbeit das Reampen ersetzten/vermeiden. Variante zwei lässt im Nachgang mehr Flexibilität und Spielraum zu Modifikation.


    Variante 1:
    Einfach mit dem Arbeiten was gegeben ist und das bestmögliche rausholen. Dabei ist mehr Suche nach dem passenden Profile zum Zeitpunkt der Aufnahme nötig. Gleichzeitig kann aber hier eine Post-Cab FX-Sektion benuzt werden und gleich mit aufgenommen werden. Diese nutze ich jedoch nie.. Bei Aufnahmen nehme ich i.d.R. Anpassungen in der DAW vor (Modulation, Delay, Reverb, etc.), abgesehen von den In-FX (Overdrive, Boost, Delay, Compression, ...).

    Variante 2:
    Der Amp und die Input FX stehen hierbei fest un können entsprechend weiterhin genutzt werden. Das Cabinet wird anschließend mit einen IR-Loader oder z.B. Guitar-Rig Control-Room abgebildet. Zu Testzwecken habe ich auf die schnelle schon vorzeigbare Ergebnisse hinbekommen. Diese Variante erlaubt auch das nachträgliche Verändern des gesamten Stack-Sounds ohne die Notwendigkeit neu zu reampen. Dabei ist jedoch eine Nutzung der KPA-Out-FX (i.d.R., nicht bei kreativer Nutzung) unbrauchbar. Da ich diese sowieso bei Aufnahmen nicht nutze, halb so wild. Bei dieser Variante ist man im Nachgang des Reampens noch flexibler und kann nochmal einiges verändern (IRs, Mic-Positionen, Blends, etc.).

    Variante 3:
    Annähernd identisch zu Variante 1, jedoch einfach die IRs als Cabinet im Kemper importieren und direkt im KPA laufen lassen. Das Bedarf auch größerem Arbeitsaufwand bezüglich der Auswahl und Kombination von Amp und IR. Dadurch werden jedoch die KPA-Out-FX wieder nutzbar. Zeitgleich würde bei zukünftigen Aufnahmen eine Möglichkeit geschaffen, das Reampen gegebenenfalls zu ersetzen, da der Sound beim Einspielen direkt mit aufgezeichnet wird und das Cabinet beigeschaltet bleiben kann. Bei Variante 1 ist das auch der Fall, Variante zwei ist beim Einspielen zu Monitoring-Zwecken mit Profile-Cabinet, beim Reamping jedoch ohne.

    Was seht ihr denn als sinnvoll/praktikabel an? Ist es den Aufwand Wert sich mit IRs und deren Möglichkeiten auseinanderzusetzen oder verläuft man sich hier gerne wieder im "Test-Wahn" und kommt nicht vorwärts? Habt ihr irgendwelche Erfahrungen oder Arbeitsweisen die ihr bezüglich solchen Dingen präferiert? Oder gar gleiches mit "echten" Amps und IRs schon veranstaltet?


    Danke für eure Antworten und Anregungen.

    Cheers,
    Ian
     
  2. Mr. Bongo

    Mr. Bongo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.20   #2
    - ich lass Kemper durch echte Speaker spielen und nehm die auf

    - Cab-Profile sind nach meiner Erfahrung "besser" als IR, zumindest für mich ansprechender

    - nachträglich IR suchen wirkt sich auf die Spielweise des Gitarristen aus, das Ergebnis muss dann nicht zwingend passend sein, auch wenn die neue IR besser im Mix sitzt.
    Außerdem stellt es dich vor eine so unfassbare Fülle an Optionen, dass man sich darin schnell verlieren kann und wertvolle Stunden verschwendet, die kreative Entscheidungen im Mixing blockieren. Ich habe grob überschlagen 30.000 Cab-IR auf meinem Rechner, durch unterschiedliche Dateiformate sind es über 200.000 Dateien. Willst du das tun? ^^
     
  3. ian o field

    ian o field Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.20   #3
    Diese Option scheidet aus, weil ich keinen Power-Header oder dedizierten Amp habe.. Zudem habe ich auch nur eine 2x12er HK..


    Meinst du die mit dem Converter aus IRs generierten oder die aus den Profilen direkt? Die sind doch nur begrenzt austauschbar oder habe ich hier was falsch verstanden? Zumal dann ja die IRs letztlich doch zum Zuge kommen..

    Das ist widerum ein schlagendes Argument. Die Spielweise wird ja durch die unmittelbare Reaktion auf das Gehörte beeinflusst.. Und auch die Suche ist ein Problem..
     
  4. Mr. Bongo

    Mr. Bongo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.20   #4
    wo ist das Problem bei der HK?


    Kemper-generierte Profile sind schon ganz gut, aber natürlich meist als Komplett-Paket zusammengeschnürt
     
  5. ian o field

    ian o field Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.20   #5
    Hauptsächlich der Mangel an einem Power-Amp abgesehen von einem Tubemeister. Ich kann den Kemper nicht über die HK laufen lassen.

    Abgesehen davon ist doch Sinn und Zweck des ganzen, mehr Vielfalt zu haben, weil eben technisch die Möglichkeiten fehlen. Sowohl Amp- als auch Cab-technisch..

    Wenn man einen Amp an eine 4x12-Mesa, eine 2x12 Orange Open-Back und eine HK 2x12 etc anhänge klingt das Ergebnis, selbst bei ähnlicher/gleicher Mikrofonierung anders. Da ich die ganzen Speaker/Cabs aber nicht habe, wären IRs mein erster Gedanke um dennoch an die Klangvielfalt zu kommen. Ich möchte ja Differenzen haben.


    Ich habe bisher nur Presets zu Cabs gefunden, oder eben generierte Cabs aus IRs. An vollständigen Profilen machen die verständlicherweise weniger Spaß. Aber an Profilen, bei denen der Amp per Loadbox und DI ohne Cab abgebildet wurde, kommen schon ganz gute Ergebnisse bei rum!

    Cheers,
    Ian
     
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