Recording Anfängerfragen

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Servus, da ich mit meiner Band unsere neuen Songs als Demoversion aufnehmen möchte hätte ich da ein paar Grundfragen zum Aufnehmen.

Musikrichtung : Deathmetal / Melodic Death / Grindcore
Equipment : Line 6 UX2 zum Aufnehmen sowie Podfarm für Bass und Gitarre

Die Lautstärke beim Aufnehmen der Instrumente :
  • Gibt es hier unterschiede zu den einzelnen Instrumenten und Gesang, in welcher Lautstärke diese maximal aufgenommen werden sollen, um nachher genug Freiraum beim Mixen zu haben ?
  • Oder reicht es wenn darauf geachtet wird, das es einfach nicht 0db überschreitet ?

EQ Einstellungen :
  • Gibt es für Metalbereich irgendwelche Grundregeln an die man sich orientieren kann, welche Instrumente in welchen Frequenzbereich pusht bzw welche Frequenzen man entfernen sollte ? Auf Gitarre / Bass / Basedrum / Snare / Toms / Becken bezogen
 
Eigenschaft
 
Hi!

Zur ersten Hälfte der Frage: Wenn du in 24 Bit aufnimmst, musst du dir da nicht zu viele Sorgen machen. Das Wichtigste ist natürlich, dass es nicht übersteuert. Um das sicherzustellen, kannst du ruhig ordentlich Headroom lassen. Ich denke nicht, dass es da sonst harte Regeln gibt. Wenn du ein RMS-Meter hast, kannst du dich grob an einem Recording Level von -18 dB RMS orientieren, muss aber nicht. Alles andere kannst du im Mix hindrehen. Leiser machen geht sowieso immer.

Die zweite Hälfte der Frage ist quasi nicht zu beantworten - zumindest nicht unter 400 Seiten :) Ich würde vor allem darauf achten, nicht zu viel zu drehen. +/- 6dB an einem EQ sind sehr sehr viel. Ansonsten: Eine gute Abhöre oder zumindest gute Kopfhörer verwenden und viel viel Vergleich hören!

Liebe Grüße!
 
1. beim aufnehmen sollten die Instrumente nicht übersteuern, also sollten die nicht von selbst "verzerren". -18 dB finde ich bisschen viel, aber es ist auch "routinesache". manche nehmen etwas leiser auf und arbeiten dafür mehr mit compressor oder anderen effekten.

2. wegen EQ ist das auch eine geschmackssache. wenn es zweckdienlich ist kann man auch mehr als +/- 6dB nehmen. es sollte sich halt nicht künstlich anhören. feste regeln gibt es da nicht.

ein tipp von mir: Recording ist übungssache, je mehr du aufnimmst desto besser klingen die mixes. man kann schon fast sagen, dass es vom mix zu mix hörbar wird. Ich habe vieles zB durch youtube tuorials gelernt. Ein paar lektüren sind auch nicht verkehrt :)
 
Es macht nicht viel Sinn beim Aufnehmen von Lautstärke zu reden. Viel mehr handelt es sich um den Pegel eines elektrischen Signals. Es geht einfach nur darum das aufzunehmende Signal möglichst unverfälscht zu digitalisieren. Dabei sind Übersteuerungen Grundsätzlich zu vermeiden. Deshalb kann man gut und gerne 12dB Headroom lassen. Der RMS-Wert ist dafür eigentlich völlig egal, denn die Peaks sollten ja auch nicht übersteuern. Lauter und leiser drehen geht dann digital problemlos.

Beim Mixen gibt es tausend Dinge die man lernen kann. Als erstes wohl das Entzerren und Aufräumen per EQ. Der Lowcut ist dein Freund und bei vielen Instrumenten kann man im Bereich 300-600Hz mulmige/störende Resonanzen finden. (besonders beim Schlagzeug)
 
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Stimmt, das RMS-Level ist natürlich nicht wirklich ausschlaggebend. Es gibt Theorien, dass AD-Converter so eine Art Sweet-Spot in diesem Bereich haben, aber das ist wohl sehr nah an Voodoo-Zauberei, die nur funktioniert, wenn man daran glaubt. Ich höre da keine Unterschiede. Einen konsistenen RMS-Level zu haben, ist allerdings gar nicht so verkehrt, denn dann hat man von vornherein keine Spuren, die viel lauter wirken als andere. Außerdem kann man bei -18 dB RMS in der Regel davon ausgehen, dass es nicht mehr peakt.

Liebe Grüße!
 
Sweetspot ist ein großes Wort. ;) Günstigere Konverter verhalten sich in den Grenzbereichen rein messtechnisch schlechter. Allerdings stellt sich immer die Frage ob man das auch hört. Aber prinzipiell hast du schon recht.
 
bei analogen recordings soll immer "so heiß" wie möglich aufgenommen werden, also nahe der clip grenze.
im digitalen ist das nun ganz anders, da kannst du wirklich einen großen headroom lassen, falls mal etwas unvorhersehbares passiert, dass es trotzdem noch sauber aufgezeichnet wird.

zum eq habe ich das prinzip nie mehr als 3db anheben. und allgemein ist es immer smarter mit dem eq zu reduzieren und nicht zu boosten.
 

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