Resonanzprobleme in hohen Lagen + Wie geht Anzerren

von Barbara, 13.03.05.

  1. Barbara

    Barbara Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.05   #1
    Hallo alle miteinander!
    Ich singe schon seit über 2 Jahren in einer Band. Zuerst bloß 2. Vox, mittlerweile singe ich aber auch häufig die erste Stimme. Was ich damit sagen will, mittlerweile hört sich das, was ich von mir gebe garnicht mehr so scheiße an.
    Momentan übe ich an einem sehr anspruchsvollen Song. Vielleicht kennt ihn ja jemand. "Between these walls" von Anouk (Album: Update)

    Unser Sänger hat (Logopäde) viel Ahnung von Resonanz und hat gestern gemeint, es wäre gut daran zu arbeiten.
    In der unteren Mittellage hab ich scheinbar eine sehr schöne Resonanz. Das Problem liegt, wenn ich sehr hohe Töne noch mit Bruststimme singe.
    Ich brauche dafür natürlich kraft (hab ja keine Gesangsausbildung). Dadurch hab ich aber keine Resonaz. Klar kommen die Töne ganz gut daher. Laut, kraftvoll, es fehlt aber das gewisse etwas, damit der Ton auch noch mehr als nur Lautstärke hergibt.

    Ich mach jetzt ein paar Übungen, um generell mehr Resonanz zu bekommen.
    Nur frag ich mich, ist es überhaupt möglich einen so hohen Ton rein mit Resonanz kraftvoll und laut zu bekommen - ohne Druck eben....

    ______

    Mein zweites Problem ist das Anzerren - eigentlich ist das ja schon fast pathologisch, aber man tuts ja doch...
    Ich kann das nicht. Das wäre aber bei hohen Passagen mit viel Power schon von Vorteil. Das macht schon was her.
    Ab und zu, merk ich zwar, dass sich zufällig sowas wie anzerren über meine Stimme legt, ich kann das aber nicht kontrollieren. Entweder es ist zufällig da, oder nicht. Außerdem ists auch nur sehr leise.
    Kann man das nicht irgendwie üben, ohne dass man sich die Stimme ruiniert?


    Tja, Fragen über Fragen.
    Ich hoff, jemand weiß Rat!
    Liebe Grüße,
    Barbara
     
  2. saTa

    saTa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.05   #2
    Mir geht es haargenau so, bis auf die Tatsache, dass unser Sänger keine Logopäde ist.

    Beide von dir angesprochenen Themen sind für mich von sehr hoher Wichtigkeit... Helfen kann ich dir somit leider auch nicht.

    Du mir aber vielleicht... magst du mir eine kurze Beschreibung der von dir angesprochenen Übungen zukommen lassen? Einfach hier posten wäre gut... Danke.
     
  3. Barbara

    Barbara Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.05   #3
    Ich schreib sie dir, wenn ich mal mehr Zeit hab! Ich vergess es aber nicht! Ehrenwort
     
  4. Wobbly

    Wobbly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.05   #4
    Die Fragen würden mich auch sehr interessieren.. :great:
     
  5. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 17.03.05   #5
    Ja, im Prinzip geht das schon. Wie bei allem ist das eine Frage der Übung. Bei mir klingt der obere Stimmbereich auch noch etwas flach. Aber es wird besser - dauert nur.
    Ich denke mal drüber nach, ob mir dazu noch was Sinnvolles einfällt.

    :) Das geht mir auch immer noch so. Ich gehöre auch zu den Menschen mit einer eher klaren Stimme. Langsam aber sicher (seeeeeeeeeeeehr langsam) kriege ich aber raus, wie ich das "anzerren" kontrolliert einsetzen kann. Einziges Problem: ich kann nicht beschreiben wie es geht. Auf alle Fälle muß ich den Druck dazu komplett rausnehmen. Der Ton muß ganz frei fließen und dann funktioniert es (manchmal). Ich kann aber beim besten Willen nicht umschreiben, wie ich das mache, da das minimale Veränderungen im Kehlkopf zu sein scheinen.
    Wenn kein Druck auf der Stimme liegt, kannst du damit aber eigentlich auch nichts kaputt machen. Üb es ganz leise für Dich - nicht in der Band, wenn Du Dich durchsetzen mußt.

    Ok, das war vielleicht keine große Hilfe. Aber meine Gesangslehrerin kann es auch nicht umschreiben, wie sie die Stimme anzerrt. Scheint wirklich nicht trivial zu sein. :rolleyes:

    LG
    Elisa
     
  6. Whych

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    Erstellt: 17.03.05   #6
    Das ist so eine Sache mit dem Druck. Ja es ist erstmal wichtig das du voellig entspannt bist aber ( und da kommt es ) kommt dann eben ein wenig Druck hinzu um die Stimme 'anzuzerren' ( Betonung auf ein wenig. Wenn man sonst entspannt ist reicht das vollkommen ).
    Wenn man einfach nur Druck drauf bringt hoert es sich meiner Meinung mal richtig Muell an weil es dann eher an jemanden der Verstopfung hat erinnert un d eben gedueckt.

    Es ist wirklich verdammt schwer zu erklaeren aber wieder der Hinweis das als erstes eine saubere, normale Gesangstechnik dazu gehoert. Erst wenn das sitzt langsam anfangen an der 'Verzerrung' zu arbeiten und dann geht das ohne grosse Anstrengung.
     
  7. Barbara

    Barbara Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.04.05   #7
    Hi!
    Ich bin erst jetzt wieder dazu gekommen hier reinzuschauen!
    Erstmal danke für eure Antworten.
    Also ohne druck, ganz entspannt... Mal schauen, werd mir Zeit dafür lassen.
    Unser Sänger sagt anzehen entsteht dadurch, dass die Stimmbänder praktisch unkontrolliert aufeinander patschen, was eigentlich eine pathologische Sache ist, aber einen schönen Effekt macht....
    Mehr weiß ich auch nicht.

    Nun zu den Übungen.
    Als erstes der Stand:
    Man stellt sich so etwa in schulterbreite hin, und schließt mal die Augen.
    Ziel ist es, richtig fest auf dem Boden zu stehen, so als könnte man Wurzeln rein schlagen, und hängt mit den Füßen ganz fest dran.
    Die meisten Menschen stehen eher auf der Ferse, man sollte aber die ganze Fußsohle belasten, man soll richtig das Gefühl haben, das ganze Gewicht laste nur auf der Fußsohle - eher sogar mehr auf den Zehenballen, also etwas weiter vorne.
    Das ist ganz wichtig fürs Singen

    Weiters der Sitz:
    Auch beim sitzen ist es ganz wichtig richtig die Sitzbeinhöcker zu spüren und af denen zu sitzen.

    Die Glocke:
    = Resonanzübung!
    Man setzt sich auf einen harten Sessel. Ein Bein erreicht den Boden, das andere wird angezogenund mit den Händen festgehalten (wie soll ichs erklären, Finger ineinander und da hinein den Unterschenkel.
    So lässt man sich jetzt vor und zurück schaukeln (keine Rückenlehne am Sessel). Jedes mal wenn man jetzt zurück schaukelt macht man ein Jommmm oder jammmm oder so, das man ausklingen lässt.
    So hab ich das zumindest verstanden.
    Es ist eine sehr meditative Übung. Irgendwann ist dieses Jommmmmm dann voll mit Resonanz, dass einem fast der Schädel zerspringt. Es klingt dann richtig wie eine Glocke.

    Das Beckenkreisen mit O:
    Hab ich selber noch nicht ganz geschnallt. Man sitzt wieder auf einem Harten Schemel, spürt die Sitzbeinhöcker und lässt das Becken kreisen.
    ich glaube man sollte dabei den Oberkörper ruhig lassen, weiß aber nicht wie das gehen soll. Fazit - ich hab die Übung nicht ganz kapiert....
    Auf jeden Fall soll man in diesen Kreis dann ein Oooo hineinlegen.
    Man hat mir nicht gesagt, was dabei herasu kommt, denn wenn man das weiß kann man das Ergebnis eher erzwingen. Es soll aber von selber entstehen. Man soll einfach schauen was passiert....

    Vielleicht weiß nicht jemand mehr dazu...

    Generell habe ich in tiefer und mittlerer Lage eine sehr gute Resonanz. Ich spüre beim Singen sehr stark dieses vibrieren in den Zähnen und im ganzen Gesichtsschädel.

    Liebe Grüße,
    Barbara
     
  8. Bobbele

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    Erstellt: 04.04.05   #8
    Darf ich mal fragen, was ihr mit Anzerren genau meint?
     
  9. shadeofgrey

    shadeofgrey Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.05   #9
    Der Frage schließe ich mich an !
    Ich vermute aber mal es soll so eine Art kratzen in der Stimme sein, oder ?
     
  10. Barbara

    Barbara Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.05   #10
    Genau. Das ist das Kratzen drin. Wenn man etwas voll mit Power singt, unterstreicht es das Ganze.
     
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