[Review] AKG K-271 MK II

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Hier ein kurzer Eindruck von meinen (nicht mehr ganz so) neuen Kopfhörern

Äußeres
Der Kopfhörer kommt in klassischer geschlossener Bauweise und schirmt die Umgebungsgeräusche gut ab.
Mitgeliefert werden ein glattes Anschlusskabel und ein Spiralkabel, die sich auswechseln lassen sowie
schraubbarer 3,5 - 6,3 mm Adapter.
Eine Tasche gehört leider nicht zum Lieferumfang.

Tragekomfort
Die Muscheln sitzen fest, aber nicht unangenehm auf meinen Ohren. Trotz meines recht großen Kopfes
empfinde ich das Tragen nicht unangenehm. Eine mehrstündige Aufnahmesession bleibt ohne schmerzhafte Erinnerungen, obwohl das Gewicht des Hörers durchaus nicht zu vernachlässigen ist.
Das Kabel ist an der linken Muschel angesteckt und behindert nicht. Etwas nervig ist die Klangabschaltung beim Abnehmen. Beim Wiederaufsetzen springt er nähmlich gelegentlich nicht wieder an und mann muss den Bügel etwas auseinander biegen, bis es wieder losgeht.

HiFi Klang
Wie jedes bessere Audioprodukt, eignet sich der AKG Kopfhörer durchaus zum bloßen Musikhören und legt schonungslos jeden
schlechten Audioausgang und jede schlechte MP3 Datei offen. Da wird das Musikhören über den Notebookkopfhörerausgang zur unerträglichen Last, aufgrund der unglaublichen Verzerrungsartefakte, die sonst nie zu hören waren.
Mit einem erstklassigen CD Player beeindruckt der Klang aber mit kräftigen Bässen, weichen Höhen und deutlichen Mitten. Diese mittenlastigkeit ist aus meiner Sicht der Vorteil des Kopfhörers beim Musikhören, da dadurch die Bässe und Höhen
nicht so dominant wie bei Vergleichsmodellen sind.

Musikerklang
Genau diese Charaktereigenschaften bringen jedoch in der Audioproduktion die leichten Schwächen des Kopfhörers ans Tageslicht. Bässe sind leicht unterrepräsentiert und Höhen ebenfalls, so dass man zur Kompensation beim Abmischen neigt, wenn man denn mit Kopfhörern abmischen möchte......
Zur Instrumentenaufnahme im Studio oder zu Hause ist er aber uneingeschränkt zu empfehlen.

Vergleichsprodukte
Ich habe die Gelegenheit genutzt und habe mir bei befreundeten Musikern zwei andere Kopfhörer ausgeliehen und gegengehört.

Beyerdynamic DT-770 Pro: Der Klang war mir zu basslastig.
Sony MDR 7506: Der Sitz war gut, die Instrumente ließen sich hervorragend orten aber der Gesamtsound war mir zu klar


Zusammenfassung:
+ guter Tragekomfort
+ Schöner Hifiklang

- Beim Abmischen vielleicht etwas zu mittig


Danke fürs Lesen
 
Eigenschaft
 
Schönes review, Danke :great:

Vielleicht sollte dazu ergänzend angemerkt werden, dass man eigentlich nicht mit Kopfhörern mischen sollte. Dafür gibt es Monitore. Auf KH kann man den Bass nicht wirklich beurteilen, die Stereoabbildung ist mangelhaft und auch die Tiefenstaffelung ist nicht so gut wahrnehmbar. Der Kopfhörer hat im Mix eigentlich eher die Funktion einer Lupe und dafür finde ich den 271 sehr gut geeignet, gerade wegen seiner mitten :D

Grüße
Nerezza
 

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