[Review] Behringer V-Amp 2

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Hallo zusammen,
heute gebe ich mal meine Erfahrungen mit dem BEHRINGER V-AMP2 weiter.
Damit Ihr das Review besser einschätzen könnt, hier mal ein paar Eckdaten zum Autor: Ich gehöre mittlerweile der Ü40 an, und habe vor 20 Jahren Gitarre gespielt, vorwiegend Fetengeklampfe auf einer Western- bzw. E-Gitarre. Equipmet aller Art war damals schweineteuer, und so hatte ich nur einen Billigst-Combo der Sorte, die man heute für um 10.- Tacken neu bei Ebay bekommt. Ich hatte aber ein gutes Distortion- und ein tolles Stereochorus-Pedal, so dass man so meist ganz ordentlich über die vorhandene Stereoanlage spielen konnte. Ein "richtiger" Amp war damals weit außerhalb meiner Möglichkeiten. Nach fast 20 Jahren Pause fing ich nur wieder das Spielen an, und stellte erfreut fest, dass man sich nun ordentliche Combos leisten kann. Mein Marshall verfügt zudem noch über einen "emulated"-Ausgang: Ich war sehr überrascht, wie das klingt! Sowas gab es damals nicht! Meine Neugierde war geweckt, und ich dachte an Amp- uns Speakersimulation. Das Dezemberheft der guitar hatte einen sehr umfänglichen Artikel über die PODs. Dieser als redaktioneller Beitrag getarnte Werbeartikel ist zwar eines der übelsten Beispiele für korrupten Auftragsjournalismus, war aber dennoch so aufschlußreich, dass ich mich auf die Suche machte. Schnell reifte aber der Wunsch, statt amerikanischer doch lieber Ware aus dem heimischen, nur wenige Kilometer entfernten Willich zu kaufen. Ein Boardmitglied hatte denn auch einen V-Amp 2 zu verkaufen...also dann!
Das Teil erreichte mich leicht angestaubt, nachdem ich überall mal mit einem Lappen drüber gegangen bin, präsentierte sich das Teil quasi in "a mint condition", also wie neu, sogar die Schutzaufkleber waren noch drauf, und die Anleitung machte den Eindruck, als sei sie nie gelesen worden. An der Stelle nochmal vielen Dank für das gute Teil zum gutem Preis!

Das Teil selbst konnte erstmal richtig punkten: Es wird nur "vollständig" im Handel angeboten, also mit Tasche samt Umhängegurt, Netzteil UND Fusspedalen! So will man das! Bei den Mitbewerben heißt da immer nur lapidar "...mit dem optional erhältlichen..." Zusatzartikeln, und es folgen oft teure Nachkäufe. Hier nicht: Behringer hat alles zusammengepackt was man braucht. Mustergültig!

Die Verarbeitung: Der V-Amp selbst ist aus Kunststoff und daher leicht. Die Verarbeitung scheint ordentlich: Alle Teile sitzen bündig. Am Netzteil sind an den Kabeln entsprechende Zugentlastungen. Das wirkt alles recht solide und durchdacht. Nun die Pedale. Überraschung: Sehr massiv und aus Metall gefertigt. Das Gewicht zusammen mit der Anti-Rutsch-Matte am Pedalboden sorgen für den nötigen Halt auf jedem Boden. Die Pedale haben einen gut definierten Druckpunkt, auch hier haben die Kabel wieder die entsprechenden Zugentlastung. Das Pedal ist wirklich nur vorbildlich zu nennen.

Anschlüsse: Alles, was das Herz begehrt! Eingang (klar;)), Kopfhörerausgang, Aux in mit Regler(!), Line out rechts und links, Stromanschluss, MIDI-Out/Thru, MIDI-IN, und Pedaleingang. Herz, was willst du mehr? Einen USB-Port vielleicht, um Sounds am Rechner zu editieren, zu laden oder zu speichern. Das geht aber auch über MIDI, ein USB-MIDI-Kabel kostet unter 10.- Euro.

Der Sound: Kurzgesagt ohne Fehl und Tadel. Dynamisch, latenz- und rauschfrei. V.a. letztes ist wichtig: Behringer gibt einen Rauschabstand von über 90 dB an. Nachgemessen habe ich das nicht, kann aber aber bestätigen, dass das Teil auch voll aufgedreht völlig rauschfrei ist.
Auch die Emulationen konnten mich überzeugen: Gerade über Kopfhörer sehr eindrucksvoll! Manchmal konnte man das Marshall-Stack förmlich vor dem geistigen Auge sehen. Ich kenne nicht alle Amps und Speaker um sagen zu können, dass Behringer jetzt diesen Klang 100% nachgebildet hat. Zumindest aber für den jedermann bekannten Marshallsound kann ich das wie gesagt bestätigen: Man hört vertraute Klänge und sieht das Teil förmlich.
Insgesamt aber war der Sound über die von mir genutzten Abhörmöglichkeiten (Walkman-Ohrhörer, Stereoanlage) deutlich zu höhenlastig. Von meiner Yamaha-Surround-Anlage weiss ich aber, dass der tatsächlich eklatant Mitten und Bässe fehlen. Auch Ohrhörer sind nicht eben bekannt für ausgewogen mittenbetonte Klänge. Das stellt aber kein Manko dar, denn man kann den Klang *immer* mittels des 3-Wege-Equalizier und eines Presence-Reglers nachregeln! Hier gibt also nichts zu beanstanden.

Die Presets: Die decken so ziemlich alles ab,von clean bis total abgespaced. Allerdings habe ich keinen Klang gefunden, bei dem ich sofort gesagt hätte "Da! Das klingt genau wie...". Es klang immer nur "so ungefähr wie". Das gibt Behringer aber auch in der Anleitung so an. Die Presets sollen nur die Richtung weisen und zum Selberspielen animieren. Da die 125 Presets aber wie gesagt jeden Anwendungsbereich abdecken, kann man getrost davon ausgehen, nötigenfalls auch ohne Einstellerei immer einen zumindest passenden Sound auf Anhieb zu finden. Von da ist der Sound schnell angepasst, wie das nächste Kapitel beschreibt:

Die Bedienung: Beim Einschalten geht eine eindrucksvoller LED-Test durch und lässt mal alles aufblinken. Da wirkt man am Anfang ein wenig erschlagen von der Fülle der Einstellmöglichkeiten. Aber nur auf den ersten Blick. Wirft man einen Blick auf die Knöpfe, wird einem das ganze schnell klar, und mir dämmerte, warum die Bedienungsanleitung des Gebrauchtteils so jungfräulich wirkte ;) Im Ernst: Hier schlägt mal wirklich die Stunde des V-Amps! Das Bedienkonzept ist logisch und schlüssig und erschließt sich einem notfalls auch ohne Anleitung. Nicht nur das: Das ganze Konzept wurde aus Sicht des Anwenders gemacht. Da haben die Leute bei Behringer wirklich mal nachgedacht, tolle Sache! Diese Konzept zu erklären ist dabei schwieriger, als es zu bedienen. Es fängt schon bei den Betriebsmodi an. Behringer unterscheidet fünf Anwendungssituationen:
Studio1: Stereo "full-featured" mit Effekten,Amp- und Speakersim.
Studio2: Links: Amp- und Speakersim, aber OHNE Effekte; Rechts MIT Effekten. Das fürs Aufnehmen nicht unclever, so kann man die Effekte erst am Ende bei der Abmischung hinzufügen.
Live1: "Full featured" stereo: Effekte, Amp+Speaker und 3-Wege-EQ. Kann man direkt in die "ungitarristische" Bühnenanlage hängen.
Live2: Wie oben, aber am Klinkenausgang OHNE Speakersim. Ideal also, um sich auf der Bühne in einen vorhanden Line-In eines Amps zu hängen, der ja schon einen Speaker hat.
Live3: Links: Amp+EQ+Effekt OHNE Speaker, Rechts: Amp+Effekte+Speaker ohne EQ. Links geht in PA, rechts als Monitor auf der Bühne. Perfekt!
Beim Einstecken eines Kophörers schaltet das Gerät übrigens automatisch in Studio1-Modus.

Dann wählt man über den "zentralen" Drehknopf den gewünschten Amp, der zunächst auch mit dem passenden Speaker daher kommt sowie "typischer" Klangeinstellung. Jetzt kann man noch denn passenden Hallanteil reindrehen, und ggf. einen weiteren Effekt (oder Kombination) wählen und entsprechend hinzumischen. Damit sollte man fix einen zumindestens passenden Sound haben. Auch als blutiger Laie ohne Blick ins Handbuch. Mit "GAIN", "TREBLE", "MID", "BASS", "VOLUME" und "MASTER" sollte auch jeder, der eine Stereoanlage bedienen kann, problemlos und ohne Anleitung zurechtkommen, und seinem Sound den entsprechenden Feinschliff zu verpassen. Noch weiter tunen kann man den Sound, wenn man sich mit Doppelbelegung einiger Knöpfe und Regler befasst. Da diese Doppelbelegungen aber verschieden farbig aufgedruckt sind, erschließt sich auch das eigentlich ohne Handbuch. So kann man weitere Amps auswählen, und hat z.B. auch noch eine Presence-Regelung. In Verbindung mit den Tasten kann man nun gar noch die Speaker, Drive, Noisegate und Reverb (Raumsimulation!) weiter feintunen, so dass eigentlich jeder Klangwunsch erfüllt werden kann. Hier aber ist der Blick ins Handbuch angesagt.
Wer gar nicht soviel rumtunen will, der wählt einfach eins der 125 Presets, die bringen einen schnell in die nähe des gewünschten Sounds, den man dann wie beschrieben recht schnell feingetuned hat.

Schwächen/Kritikpunkte: Ja, gibt es auch, die sind nicht schlimm, aber angesichts der Tatsache, dass sie leicht vermeidbar gewesen wären, umso ärgerlicher:
Kein Ein-/Ausschalter! Mann, Herr Behringer, was haste Dir denn da gedacht, sie 11 Cent zu sparen?? Man muss jetzt immer das Netzteil abfummeln, ziemlich blöd, wenn das Teil im Heimstudio nutzt.
Proprietäres Netzteil: Was soll das denn?? Wäre ein universelles Netzteil zu einfach und zu billig gewesen? Es ist ein sinnloses Unterfangen, den proprietären Stecker unter Bühnenstress einstecken zu wollen...Mann...
Die Farbwahl: Dunkelgraue Schrift auf metallicblauem Grund -wow! Das kann man auch unter idealen Lichtbedingungen fast nicht lesen, zumal der lack auch noch glänzt. Auf der Bühne und im schummrigen Studio hat man da keine Chance!

Ansonsten: Ein Superteil, dass meine ausdrückliche Empfehlung bekommt, vor allem wegen des wirklich praxisnahen Konzeptes!
 
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basslayer
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Ganz gutes Review, hätte man aber ein bisschen übersichtlicher gestalten können.
Ich für meinen Teil fand das Ding gruslig, klang immer nach Plastik.

Gruß !
 
JottJott
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Ganz gutes Review, hätte man aber ein bisschen übersichtlicher gestalten können.
Ich für meinen Teil fand das Ding gruslig, klang immer nach Plastik.


Ja, das mit der Übersichtlichkeit ist bei einer eierlegenden Wollmilchsau so ne Sache...
Aber das das Ding gruselig nach Plastik klingt kann ich aber nicht sagen. Sicher, die Voreinstellungen sind in der Tat sehr höhenlastig, das schrieb ich auch. Lässt sich aber regeln. Fürs daheim mehr als tauglich, für die "Amateurkapelle" ganz sicher auch.
 
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Die Presets höhenlastig? Ich fand die Presets seeehr basslastig. Eigentlich hat mir keins der Presets so recht gefallen. Ist allerdings auch gut möglich, das die eigene Ausgabe-Umgebung da noch die entscheidene Rolle spielt. Ich hab immer in den PC gedadelt, über ne grosse Philips Lautsprecheranlage.
Den Sound von dem Ding fand ich an sich allerdings ziemlich gut. Wenn man den Bogen erstmal raushat kriegt man damit schon sehr gute Ergebnisse zustande. Am besten hat mir der Modern Hi Gain gefallen sowie eine der California Amp Simulationen :cool:
 
JottJott
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Die Presets höhenlastig? Ich fand die Presets seeehr basslastig. Eigentlich hat mir keins der Presets so recht gefallen. Ist allerdings auch gut möglich, das die eigene Ausgabe-Umgebung da noch die entscheidene Rolle spielt. Ich hab immer in den PC gedadelt, über ne grosse Philips Lautsprecheranlage.

Das schrieb ich ja: Ne eher höhenlastige TV-Anlage bzw. ein Ohrhörer.

Den Sound von dem Ding fand ich an sich allerdings ziemlich gut. Wenn man den Bogen erstmal raushat kriegt man damit schon sehr gute Ergebnisse zustande. Am besten hat mir der Modern Hi Gain gefallen sowie eine der California Amp Simulationen :cool:

Ja genau: Die Sounds sind klasse, was dem einen zu hell oder zu dumpf scheint, ist ja schnell korrigiert. Und mal ne praxisnahe Bedienung, das hat mir vor allem gefallen.
 
Beatler90
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Also folgendes: Ich besitze den V-Amp auch, benutze ihn aber mittlerweile nur noch zum Üben mit Kopfhörer. Seit ich einen guten Amp habe, ist es nicht mehr nötig das Teil davor zu hängen und außerdem empfinde ich die Sounds des V-Amp an einem richtigen Amp als eine Zumutung: Egal wie man den Amp einstellt, es klingt irgendwie immer recht bescheiden. Es mag sein dass das Teil einfach nicht mit meinem Vox harmoniert, dennoch würde ich mir wünschen dass der Grundcharakter des Amps vorhanden bleibt und kein Dünnpfiff dabei heraus kommt.
Im Großen und Ganzen bleibt zu sagen: Das Teil klingt am PC oder mit Headphones super, keine Frage, auch wirklich sehr geeignet um Sachen aufzunehmen. Aber sobald man es an den Amp hängt ist dieser positive Eindruck zumindest für mich wie weg geblasen.
Dennoch gefällt mir dein Review, sehr ausführlich und schön beschrieben, das gibt Punkte! :)

MfG
 
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Im Großen und Ganzen bleibt zu sagen: Das Teil klingt am PC oder mit Headphones super, keine Frage, auch wirklich sehr geeignet um Sachen aufzunehmen. Aber sobald man es an den Amp hängt ist dieser positive Eindruck zumindest für mich wie weg geblasen.
Dennoch gefällt mir dein Review, sehr ausführlich und schön beschrieben, das gibt Punkte! :)MfG

Danke für die Blumen:D
Das kann sein, was du schreibst. Das habe ich nicht versucht, und dafür hab ich das Ding auch nicht gekauft. Sondern wirklich Kopfhörer (klasse!), Stereoanlage, Aufnehmen.
 
lrecords
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Also folgendes: Ich besitze den V-Amp auch, benutze ihn aber mittlerweile nur noch zum Üben mit Kopfhörer. Seit ich einen guten Amp habe, ist es nicht mehr nötig das Teil davor zu hängen und außerdem empfinde ich die Sounds des V-Amp an einem richtigen Amp als eine Zumutung: Egal wie man den Amp einstellt, es klingt irgendwie immer recht bescheiden. Es mag sein dass das Teil einfach nicht mit meinem Vox harmoniert, dennoch würde ich mir wünschen dass der Grundcharakter des Amps vorhanden bleibt und kein Dünnpfiff dabei heraus kommt.
Im Großen und Ganzen bleibt zu sagen: Das Teil klingt am PC oder mit Headphones super, keine Frage, auch wirklich sehr geeignet um Sachen aufzunehmen. Aber sobald man es an den Amp hängt ist dieser positive Eindruck zumindest für mich wie weg geblasen.
Dennoch gefällt mir dein Review, sehr ausführlich und schön beschrieben, das gibt Punkte! :)

MfG

Kommt ja auf den Modus an. Wenn du die Ampsimulation nicht abschaltest klingts an nem echten Amp in der Tat nicht!

Ich hab das Sing auch und bin auch soweit zufrieden. Neben den genannten Schwachpunkten fehlt mir nur noch einer (wobei ich nicht weiß ob der bei den neueren Modellen noch vorhanden ist): Wenn man den Fußschalter benutzt, setzt der Ton für 2 Sekunden aus. Das mach den V-Amp leider wieder nur bedingt livetauglich. Den extra als Bodeneffekt gedachten V-Amp mit Expressionspedal hab ich allerdings noch nicht ausprobiert.
 
JottJott
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Wenn man den Fußschalter benutzt, setzt der Ton für 2 Sekunden aus. Das mach den V-Amp leider wieder nur bedingt livetauglich.

Hmm, nee, habe ich so nicht feststellen können, der schaltet schön durch. Blöd find ich eher, dass man "nur" von A-E durchschalten kann. Gut, macht 5 Presets für einen Song, das sollte eigentlich reichen. Nur kann man so halt nicht handsfree rumspielen....
 
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Kommt ja auf den Modus an. Wenn du die Ampsimulation nicht abschaltest klingts an nem echten Amp in der Tat nicht!

Er überdeckt aber auch ohne Simulation den Charakter des Amps. Ich habe festgestellt dass weniger oft mehr ist: Ich brauch eigentlich nur Booster, Chorus, Wah und Phaser (in der Reihenfolge). Und das mache ich Live lieber mit altmodischen Bodentretern :)

MfG
 
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Er überdeckt aber auch ohne Simulation den Charakter des Amps. Ich habe festgestellt dass weniger oft mehr ist: Ich brauch eigentlich nur Booster, Chorus, Wah und Phaser (in der Reihenfolge). Und das mache ich Live lieber mit altmodischen Bodentretern :)

MfG

Hast ja recht :D habe meinen V-Amp auch nur ab und an mal in ner Probe verwendet wenn ich aus unterschiedlichen Gründen keinen Amp zur Hand hatte. Ansonsten üb ich damit und recorde ein bisschen, wobei auch beim recorden der V-Am seit ich amplitube 2 habe nur noch ne teure DI Box ist :rolleyes:

Ansonsten habe ich mein Set Up auch auf Amp, Tubescreamer und Chorus umgestellt. Soll noch ein Wah Wah bei und gut is.

Habe mir den Fender Champion 600 gekauft. Seitdem nutze ich den V-Amp immer weniger da man mit dem Champ durch seine 5 Watt auch mal zu Hause üben kann ohne direkt von den Nachbarn die Kündigung zu bekommen. Und wenn es wieder Erwarten doch mal wieder auf irgend welche Bühnen gehen sollte ist auch das mit dem Champ dank Boxenout kein Problem ;)
 
uija
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Ich hab den auch, spiel den aber garnicht mehr. Ich denke gerade der Sound ist eine Frage, was man damit machen will. Nicht falsch verstehen, ich hab das Gerät gut 3 Jahre in Betrieb gehabt, habs aber mittlerweile durch ne Isolation-Box mit Amp und nen POD x3 ersetzt, weils einfach doch um Welten besser klingt.
Für 100 Euro bekommt man aber ein extrem vielseitiges Gerät, daß einem, wenn man gewisse klangliche Einbußen in Kauf nimmt, sehr gute Dienste erweist.
 
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Er überdeckt aber auch ohne Simulation den Charakter des Amps. Ich habe festgestellt dass weniger oft mehr ist: Ich brauch eigentlich nur Booster, Chorus, Wah und Phaser (in der Reihenfolge). Und das mache ich Live lieber mit altmodischen Bodentretern :)
MfG
Das Ding ist ein Pre-Amp und besitzt damit auch eigene Charakteristika die in den Sound eingehen, egal ob eine Amp/Box Simulation läuft oder nicht.
 
kickapoo
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Danke für das Review, überlege mir das Teil auch gerade zum Üben daheim über Kopfhörer und evtl. Stereoanlage.

Bin zufällig drübergestolpert, dass es wohl demnächst einen Nachfolger geben soll: http://www.behringer.com/EN/Products/V-AMP3.aspx

Der V-AMP3 hört sich recht interessant an, konnte aber abgesehen hiervon nichts groß weiter dazu finden.

Werde erstmal ein bisschen abwarten, wann das Teil kommt und was es kosten soll.

Greetz,
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Hamer
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Schönes Review......aber...

Für mich war aber der V-Amp 2 ein klassischer Fehlkauf - auch nach einem Monat konnte ich mich nicht damit anfreunden. Habe mir dann ein neues Vox Tonelab Desktop (das blaue Teil, die Bodendinger gab es da noch nicht) gekauft und es verrichtet noch immer beste Dienste.

Für meine Ohren waren das einfach "Welten"! Das Killerargument gegen den V-Amp war der Crunch Sound, empfand ich einfach nur gruselig. Clean ging gerade noch "ok - das Teil hat nicht all zuviel gekostet" und HiGain spielt bei mir bis heute keine Rolle.

So, habe fertig. :cool:
 
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Nazgul90
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Ich hatte auch schon mit dem Gedanken gespielt mir den V-Amp 2 zu holen, aber nun...
Naja, für die Line 6 Pod´s reicht das Geld leider nicht, ich werde jetzt das Erscheinungsdatum vom V-Amp 3 abwarten, was laut Musicstore Ende Juli sein sollen.
 
pat.lane
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ein paar anmerkungen zum Vamp aufgrund jahrelanger persönlicher Erfahrungen

die sounds vom Vamp sind eigentlich sehr gut, wenn man raus hat, das teil vernünftig einzustellen und zugegebener maßen.... das kann mitunter etwas dauern. ich habe den Vamp, Vamp2 und Vamp Pro sowie einige Vampire-Amps besessen. den Vamp hatte ich live im einsatz und jahrelang als backup, zum stimmen und warmspielen backstage dabei. für unterwegs, fürs büro, für jamsessions mit freunden ist das teil aufgrund seiner größe und der umhängetasche geradezu wie gemacht.

zu den genannten Umschaltzeiten:
die kann man bis auf ein unhörbares minimum reduzieren, indem man innerhalb einer bank (innerhalb der umzuschaltenden sounds) immer das gleiche ampmodel (mit unterschiedlichen gain-werten) und die gleichen effekte verwendet (wenn man das delay z.B. nicht braucht, kann man es ja runterregeln). das führt dazu, dass der prozessor beim umschalten weniger rechnen muß und dadurch wird die umschaltzeit auch minimiert.

zum sound selbst:
das ding wurde live schon für nen echten diezel VH4 gehalten, der da zufällig rumstand. deswegen überlass ich das mit der soundqualität mal dem persönlichen geschmack ;)

ansonsten gibts in der preisklasse kein und ich betone nochmal KEIN gerät, dass eine derart vielfältige anschluß- und verwendungsmöglichkeit bietet. nur alleine die unterschiedlichen verwendungsmodi ( beispiel: phones geht mit speakersim stereo in die pa, left und right ausgänge gehen ohne speakersim direkt in die amps, endstufen, oder umgekehrt) machen das teil definitiv interessant. an sowas haben Boss, Vox, Line6 und Konsorten bis heute noch nicht gedacht, oder fangen grad erst damit an.

auch als extrem einfach konzipiertes multieffektgerät ist der Vamp ne wucht. zusätzlich bietet das gerät nen globalen EQ, mit dem man alle presets in sekundenschnelle auf den jeweiligen amp/einsatzzweck optimieren kann.

ich bereue es mittlerweile wieder, dass ich das teil verkauft hab, aber werde mir den nachfolger dank USB-Anschluß auf jeden fall holen. für das geld gibts nichts besseres, und schon gar nich als backup-system für die handtasche

wobei ich live dann doch auf meine vorhandenen amps zurückgreife.
 
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JottJott
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ansonsten gibts in der preisklasse kein und ich betone nochmal KEIN gerät, dass eine derart vielfältige anschluß- und verwendungsmöglichkeit bietet. nur alleine die unterschiedlichen verwendungsmodi ( beispiel: phones geht mit speakersim stereo in die pa, left und right ausgänge gehen ohne speakersim direkt in die amps, endstufen, oder umgekehrt) machen das teil definitiv interessant. an sowas haben Boss, Vox, Line6 und Konsorten bis heute noch nicht gedacht, oder fangen grad erst damit an.

Das ist der Punkt: Vielleicht hat das eine oder andere Konkurrenzprodukt viellicht hie und da den besseren Sound und/oder die besseren Presets. Aber in Sachen Usability ist der Vamp immer noch deutlich führend. Die Verarbeitung könnte besser sein. Mein bessere Hälfte hat mir das Ding gestern vom Tisch gefegt und dabei noch einen Potiknopf abgebrochen. Ist jetzt schon der Zweite, der von Zahnstochern gehalten wird...na, vielleicht kann ich sie ja so auch besser überzeugen, dass ich das Nachfolgendmodell haben muss :great:
 
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Rockinharry
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Durch Zufall auf den Fred gestossen (suche nach V-Amp 3 Testbericht).

Also ich benutze meinen V-Amp2 auch immer noch fürs aufnehmen von Demos. Verwende meistens den Brit Hi Gain mit der V-Amp Custom Box (speaker 15), "Drive" ausgeschaltet (erhält die Dynamik) und ner mehr oder weniger neutralen Ton Einstellung (alles auf 5). Schleife nach der Aufnahme im Sequenzer allerdings noch eine extra Boxen Sim software seitig dahinter. Bischen Kompression und EQ (bei 150 Hz, wegen diverser Dröhn Frequnzen beim palm mute abgesenkt). Fertig.

Ergebnisse kann man hier hören: http://www.myspace.com/rockinharryz

Mittlerweile bevorzuge ich den Savage Beast (mehr Zerre und brillianter), ansonsten gleiche Konfiguration wie oben. Ergebnisse gibts bald zu hören.

PS: Habe zwar auch diverse software amp modeller z.V, aber die werden meinen V-Amp2 auch nicht so schnell erstzen.
 
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Durch Zufall auf den Fred gestossen (suche nach V-Amp 3 Testbericht).

Also ich benutze meinen V-Amp2 auch immer noch fürs aufnehmen von Demos. [...]

Ergebnisse kann man hier hören: http://www.myspace.com/rockinharryz

PS: Habe zwar auch diverse software amp modeller z.V, aber die werden meinen V-Amp2 auch nicht so schnell erstzen.

Yeaaahhh! Alle Achtung, Mann, das rockt!!:great:
 

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