[Review] EBMM Stingray ShortScale

von FixHD, 05.10.19.

  1. FixHD

    FixHD Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.19   #1
    Generell vorweg: das ist mein erstes Review, also von daher verzeiht mögliche Fehler etc., ich versuche das ganze so gut und ausführlich wie möglich/nötig zu verfassen.

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    EBMM Stingray ShortScale (oder liebevoll: Shorty)
    [​IMG]

    Seit ein paar Tagen darf ich dieses wundervolle Exemplar mein Eigen nennen! Natürlich wäre es sinnvoller, den Bericht erst nach längerer Zeit zu verfassen... aber da ich so begeistert davon bin, muss ich es einfach jetzt schon tun.

    Deswegen wird es hier erstmal nur einen ersten kleineren Eindruck geben, da ich unter anderem auch andere Saiten bestellt habe (dazu später mehr) und deswegen noch keine Sound-Beispiele posten möchte.​

    Technische Daten
    Wer sich für alle Daten interessiert, der kann gerne auf der Homepage von EBMM nachschauen - ich werde diesen Teil auf das für mich Wesentliche reduzieren.
    (https://www.musicman.de/instruments/basses/short-scale-stingray)
    • Mensur: 30"
    • Bünde: 22 (stainless steel)
    • Regler:
      • Volume (mit Push-Push Funktion für einen Gain-Boost)
      • Tone (weil passiv)
      • 3-Wege Tonabnehmer-Drehregler (dazu gleich mehr)

    Tonabnehmer
    Der Tonabnehmer ist - wie bei den neuen Stingray Special Modellen - ebenfalls ein Humbucker mit Neodym-Magneten. Allerdings gibt es hier drei Positionen, welche durch einen Drehregler erreichbar sind:
    1. Parallel
    2. True Single Coil
    3. Series
    Position 3 würde ich als den "Stingray-Sound" einstufen. Dank diesen drei Tonabnehmer-Schaltungen hat man eine relativ große Variabilität, was den Sound angeht und man kann dadurch relativ viele Stile abdecken.
    [​IMG]

    Spielgefühl
    Das Spielgefühl auf dem Shorty ist einfach nur top. Wer Music Man kennt, der weiß, dass einerseits die Verarbeitung unglaublich gut und die Hälse dank ihres Öl-Wachs-Finish richtig geschmeidig sind. Klar ist, am Anfang muss man sich eine kurze Zeit daran gewöhnen, dass der Bass ungefähr 10cm kürzer ist, als beispielsweise ein Fender Jazz-Bass (war jedenfalls bei mir so). Doch das vergeht nach sehr kurzer Zeit und es fühlt sich so an, als hätte man sein Leben lang nichts anderes gespielt. Manch einer wird sich wundern, wie hoch das Gewicht des kleinen Basses ist - laut unserer Waage ziemlich genau 3,0kg. Einen langen Abend sollte man dementsprechend auf jeden Fall ohne Beschwerden überstehen, vom Gefühl her wiegt der Bass nichts.

    Sound
    Ich habe mir zum Ziel gesetzt, den Bass zu einem kleinen Funk-Gerät zu machen. Daher habe ich mir dementsprechend auch Short Scale Flatwound-Saiten, auf die ich leider noch warten muss... Deswegen wird es momentan noch keine Sound-Beispiele geben. Nächste Woche wird der Bass übrigens direkt auf die Probe gestellt (zwei Auftritte) und ich berichte, wie es sich im Bandkontext spielen lässt und wie der Sound sein wird. Von daher bitte noch etwas Geduld!

    Was ich allerdings schonmal vorweg nehmen kann: Der Sound aus diesem kleinen Teil ist gewaltig. Der Boost hat es echt in sich (ich weiß, zwar nicht ganz, wie das bei einem passiven Bass möglich ist, aber ich akzeptiere und genieße es), der Tone-Regler ist genial und die Variabilität in den Sounds ist einfach nur toll.​

    Fazit (bisher)
    Da ich diesen Bass seit meines Kaufes nicht mehr aus den Händen gelegt habe, könnte das bisherige Fazit etwas einseitig werden.

    Wer sich nicht von der kürzeren Mensur abschrecken lässt (was wirklich nur eine geringe bis fast keine Umgewöhnung ist), der wird mit diesem Bass auf jeden Fall mehr als glücklich! Ja, der Preis ist etwas hoch, aber wer Music Man kennt, der wird sich davon nicht abschrecken lassen - es lohnt sich allemal. Allerdings ist der Bass sehr streng limitiert, lediglich 50 Exemplare in Raspberry Pearl (wie meiner) und 50 Exemplare in Ultra Marine Blue wurden weltweit hergestellt - davon 3 in RP und 1 in UMB für ganz Deutschland und Österreich. Wer Glück hat und sich etwas umschaut, könnte bestimmt noch einen weiteren finden.​

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    Solltet Ihr irgendwelche Vorschläge/Wünsche/etc. haben, was noch mit in den Bericht rein soll, teilt mir das bitte mit und ich werde mich schnellstmöglich darum kümmern!
     
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  2. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 06.10.19   #2
    ...indem man bei einem output-starken Tonabnehmer das Ausgangssignal im 'Normalfall' über einen Widerstand zur Ausgangsbuchse leitet, der dann bei der 'Boost' Stellung überbrückt wird. Höfner hatte das schon in den 60er Jahren, damals wurden die Schalterstellungen mit 'Rhythm' und 'Solo' (Boost) bezeichnet.

    Schöner Bericht... schade, daß es den Bass nur in so begrenzter Zahl gibt, sonst hätte er mich auch interessieren können. :)
     
  3. FixHD

    FixHD Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.10.19   #3
    Ahh, gut zu wissen. Danke! :great:

    Erstmal Danke :D Die Sound-Beispiele und Band-Erfahrung werde ich nächste Woche bzw. im Laufe der übernächsten Woche hinzufügen (bis dahin sollten auch alle noch nötigen Teile da sein). ;)
    Das mit der begrenzten Stückzahl ist ärgerlich, das stimmt. Deswegen war ich auch umso überraschter, dass die nicht schon alle bereits vergeben waren, als ich den hab vorbestellen lassen... Naja, einfach ein bisschen Geduld haben und vielleicht wird EBMM ja eine weitere Produktionsreihe veranlassen. ;) Den Joe Dart-Bass gibt's ja beispielweise auch nur 50 mal - und den sogar ausschließlich in Amerika, aber da will EBMM auch ein Update posten wie es damit weitergeht, aufgrund der riesigen Nachfrage.
     
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  4. Lebi

    Lebi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.10.19   #4
    Ich bin seit 2 Wochen glücklicher Besitzer eines oder des? UMB Exemplars. Bin ebenfalls restlos begeistert. Bin mal gespannt auf deine weiteren Erfahrungen.
     
  5. FixHD

    FixHD Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.19   #5
    Soo ich melde mich hiermit wieder zurück. Leider erst jetzt - bedingt durch Stress in der Uni etc..
    Da es mir auch leider nicht mehr möglich ist, meinen obigen Post zu bearbeiten, kommen hier die Soundbeispiele.

    Ich habe für jede Tonabnehmer-Position drei verschiedene Beispiele zu den unterschiedlichen Spieltechniken (Fingerstyle, Slap und Plektrum) und während jedem Beispiel wird zusätzlich noch der Tone-Regler aufgedreht, sodass man die komplette Soundpalette dieses Stingrays zu hören bekommt! Zum Aufnehmen bin ich über eine DI-Box direkt in die Recording-Software rein, um möglichst wenig Klangänderung zu bekommen. Bis auf ein bisschen Compression wurden auch keine weiten Effekte benutzt!

    Position 1:
    Position 2:
    Position 3:
    Ich hoffe, ich konnte Euch hiermit einen relativ guten Eindruck verschaffen, wie der Bass klingt - bitte verzeiht den ein oder anderen Fehler beim Spielen (Fehler sind ja bekanntermaßen menschlich :D). Mich würde es unter anderem auch interessieren, welche Position Euch am besten gefällt! Mein Favorit ist Position 3 mit Tone-Regler ganz zurück gedreht. :D
    Danke auch an meinen Kollegen Markus für die Hilfe und Bereitstellung seines Studios für die Aufnahmen!

    PS: Falls jemand zufälligerweise das Lied in den Fingerstyle-Beispielen kennt, der möge es mir bitte mitteilen. Ich habe es vor Jahren im Unterricht mal gelernt, aber hab leider den Namen vergessen und kann es deswegen nicht mehr finden...

    PPS: Falls ein Mod die Soundbeispiele in das eigentliche Review verschieben könnte, dass alles an einem Platz ist, würde ich mich dementsprechend darüber freuen! Wenn nicht ist's auch nicht schlimm.
     
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