[Review] Flachmann für gewisse Zwecke - Bassdrum-Mikro Behringer BA19 A

mix4munich

Helpful & Friendly User
HFU
Zuletzt hier
28.10.26
Registriert
07.02.07
Beiträge
8.509
Kekse
71.116
Ort
Schwabhausen
Die Vorgeschichte ist dieselbe wie in meinem Review des dynamischen Behringer* Bassdrum-Mikros C112, nachzulesen hier: Review Behringer C112. Ich habe die beiden sogar zusammen bestellt. Und zusammen haben die beiden präzise 100 EUR gekostet - davon 58 EUR für das BA19 A und 42 EUR für das C112 (zumindest beim großen T zahlt man für das BA 19 A sogar noch einen Euro weniger - wenn man es denn bekommt, denn die Lieferzeiten liegen manchmal im Bereich mehrerer Monate, weswegen ich seinerzeit auch etwas gesucht habe, bis ich einen zuverlässigen Händler gefunden habe, bei dem die Mikros lieferbar waren). Ganz kurz: Ich war einfach neugierig auf die aktuellen Behringer-Instrumentalmikros und bestellte mir u.a. diese beiden Bassdrum-Mikros.


Anleihen
Nein, und auch wenn es ein Konkurrenzmodell im nahezu identischen Gehäuse zu kaufen gibt, das t.bone BD 500 Beta, hier hat Behringer nicht bei irgendwelchen Klassikern gespickt. Eher im Gegenteil, denn das BA 19 A wartet mit einem Feature auf, das es alleine auf weiter Flur dastehen lässt. Ja, auch das Behringer BA19 A sieht aus wie viele seiner Geschwister, Marktbegleiter, Konkurrenten oder Alternativen. Allerdings sehen Grenzflächenmikros fast alle ganz ähnlich aus, das Funktionsprinzip gibt das einfach vor. Dazu später noch etwas mehr. Wo sich das BA19 A allerdings in extrem praxisgerechter Weise von allen Grenzflächenkollegen abhebt (und korrigiert mich, falls ich hier irre), ist die Anzeige von anliegender Phantomspeisung durch Aufleuchten eines blauen Rings um den XLR-Stecker herum. Was im Bild unten ganz unschuldig weiß erscheint, leuchtet bei Anliegen von 48V Phantomspeisung in coolem Blau auf. Dass da noch niemand vorher drauf gekommen ist! Denn - Hand aufs Herz - wie oft schon lieferte die Bassdrum kein Signal ins Pult, weil der Tontechniker im Eifer des Gefechts vergessen hatte, eben diese Phantomspeisung zu aktivieren? Wer von Euch wegen dieser Schusseligkeit noch nie ohne Bassdrumsound war, werfe das erste Mikro!

Image_BE_0503-AAB_BA-19A_Top_XL.png
15101068_800.jpg



Geschichte und Funktionsprinzip der Grenzfläche
Das, was wir heute üblicherweise in eine Bassdrum schmeissen, nahm seinen Anfang auf den Brettern, die die Welt bedeuten, nämlich im Theater. Irgendwann kam man nämlich darauf, dass auch Theatervorstellungen verstärkt oder aufgenommen werden können. Nichts leichter als das, dachte man sich, nahm ein paar hochwertige Mikros und platzierte diese am vorderen Bühnenrand, um damit den Bühnenbereich "auszuleuchten" und so die Stimmen der Akteure (m/w/*) einzufangen. Beim Anhören der Spuren jedoch fanden sich massive Kammfiltereffekte, also Anhebungen bzw. Absenkungen in verschiedenen Frequenzbereichen. Besonders schlimm, weil das damals nicht zu reparieren war: Diese Frequenzen "wanderten" zusammen mit den Schauspielern (wieder m/w/*), wenn diese über die Bühne liefen, vor allem bei der Bewegung näher hin zum Mikro oder weiter weg davon. Was war geschehen?

Der Sage nach stammen Grenzflächenmikros aus dem Theaterbereich. Dort wollte man irgendwann Aufnahmen machen oder das Spiel über Lautsprecher verstärken. Darum packte man gute Mikrofone auf kleine Stative (damit sie optisch nicht im Weg sind) und ab dafür. Die Resultate jedoch waren wenig überzeugend in Bezug auf die eigentlich hochwertige Qualität der Mikrofone - Kammfiltereffekte bei den Sprechern, und deren Auslöschungsfrequenzen wanderten mit den Akteuren, und manchmal sogar in entgegengesetzter Richtung, wenn ein Akteur näher zum Mikrofon kam, während der/die andere sich gleichzeitig davon entfernte (beide sprechend oder singend). Das ließ sich damals, lange vor der Digitaltechnik und Technologien wie AI, nicht trennen und korrigieren - was auf Band war, war auf Band. Hier eine Prinzipskizze:


ChatGPT_Theater_Mikrofon_Laufzeitunterschiede.webp


Ich weiß nicht, wie der Lösungsweg aussah, und ob es dabei andere interessante Ansätze oder unterhaltsame fehlgeschlagene Experimente gab, aber die Lösung bestand letztlich darin, ein Mikrofon direkt auf den Bühnenboden zu legen, wegen Unterdrückung der Nebengeräusche, insbesondere Körper- und Trittschall, auf eine weiche Unterlage. Et voilà, die Geburtsstunde der Grenzfläche!

Hierbei ist die Mikrofonkapsel nur wenige Millimeter über dem Bühnenboden. Was dabei eigentlich interessant ist: Das Problem der wandernden Kammfiltereffekte wurde damit im strengen Sinne nicht gelöst, denn diese Effekte treten nach wie vor auf. Nur werden diese durch die Positionierung des Mikrofons direkt auf dem Boden und die sich dadurch ergebenden minimalen (!) Distanzunterschiede in einen unhörbar hohen Frequenzbereich verschoben.

Gemini_Generated_Image_naipydnaipydnaip.webp


In der Skizze müsste der Punkt der Reflexion noch wesentlich näher beim Mikrofon liegen, aber AI (im oberen Fall ChatGPT, im unteren Gemini mit NanoBanana als Bildgenerator) bekommt das auch in mehreren Anläufen mit korrigierender Erklärung meinerseits einfach nicht hin - anscheinend kann ich die Prompts einfach nicht gut genug formulieren.


Technisches und Mechanisches
Behringer gibt auf seiner Website die folgenden Daten an (oder tat das zumindest Ende 2025, denn nach einer Änderung finde ich diesen Teil der Webseite nicht mehr):

TypeCondenser
Phantom power48 V required
Frequency response50 Hz to 18 kHz
Impedance250 Ω
Polar patternHalf-cardioid
Sensitivity-53 dB ±3 dB @1 kHz (1 V / Pa)
Weight493 g


Behringer_BA19A_polar-pattern.webp
Behringer_BA19A_freq-response.webp




Man kann das Mikro im Frequenzgang umschalten zwischen weitestgehend neutral (abgesehen von einer kleinen Bassanhebung und einer leichten Absenkung der obersten Oktave oberhalb 10 kHz) und "gesoundet" - also auf einen modernen Bassdrumsound abgestimmt, Anhebung der Bässe und Höhen, kombiniert mit einer Absenkung der Mitten. Dieses Feature kennt man von einigen Marktbegleitern, z.B dem Shure Beta 91a und (dort sogar noch vielfältiger) dem sE electronics BL 8. Der Schalter hierfür liegt einigermassen gut geschützt auf der Unterseite. Apropos Unterseite:

Image_BE_0503-AAB_BA-19A_Other2_XL.png


Hier gibt es Vorbereitungen für eine Montage, z.B. in einem Instrument oder an der Wand. Ebenfalls sehr praktisch, und mWn nur bei sehr wenigen Marktbegleitern so vorhanden. Wirklich, diese Ansammlung von kleinen aber praxisdienlichen Features gibt es so bei kaum einem Konkurrenten (soweit ich weiß, nur beim sE electronics BL8, welches aber das Fünffache des BA 19 A kostet).


Klang und Bearbeitung
Das Mikro hat wie gesagt einen Schalter, mit dem man zwischen zwei grundlegenden Klangcharakteren auswählen kann - einmal linear, und einmal mit abgesenkten Mitten, was zu einem bassigeren und gleichzeitig knackigeren Sound führen soll. So immens sind die Unterschiede zwischen den beiden Positionen nicht. Bei mir steht der Schalter überwiegend in der Stellung für die Bassdrum, also mit abgesenkten Mitten, und wenn ich es nicht ausdrücklich anders schreibe, gelten meine Klangeindrücke für diese Position.

Das Mikro reicht bis ganz tief unten, der Einsatz eines durchstimmbaren LoCut ist daher sehr zu empfehlen, sowohl unter Sicherheitsaspekten (unhörbarer Tiefbass belastet nur Eure Endstufen und Subwoofer, ohne dass Ihr dafür einen klanglichen Gewinn habt) als auch unter klanglichen Gesichtspunkten - manche Bassdrum kommt erst dann richtig gut, wenn man ihr ein wenig überflüssigen Tiefbass wegschneidet und so den Sound in Richtung "knackig" trimmt.

Der nächste generelle Klangeindruck ist, dass Höhen da sind, aber diese klingen eher weich und soft. Das ist inzwischen mein Eindruck aller Behringer Instrumentalmikros, die ich hier habe. Und ich schreibe das mal vorweg: diese habe ich aus Neugier zum Testen geordert und wegen ihrer guten Eigenschaften behalten), also die C-2 Kleinmembraner, das SL75C und B906 (beides recht unverschämt nah am Original aussehende Kopien vom Shure SM57 und Sennheiser* e906), die klingen alle eher weich in den Höhen. Also eher nix für das Heavy Metal Doublebassdrum-Gewitter, jedenfalls nicht ohne eine kräftige Höhenanhebung. Aber für alle anderen Einsatzzwecke, wo der Höhenbereich nicht überdeutlich in den Vordergrund gerückt werden soll, passt das ganz hervorragend.


Klang und Eignung für andere Einsatzbereiche
Nur weil das Ding als Bassdrum-Mikro bezeichnet wird, muss man noch lange nicht darauf festgelegt sein. Behringer selbst schreibt auf seiner Website dazu folgendes:

• Condenser boundary microphone for acoustic instruments
• Frequency response for kick drums, piano and bass-heavy instruments
• Switchable filters for stronger lows and high-frequency attack
(und noch etwas mehr)

Dank der Umschaltmöglichkeit auf linearen Frequanzgang eignet sich das BA 19 A auch für Anwendungsbereiche, in denen man diese neutralen Eigenschaften braucht. Sprachaufzeichnung z.B. - ich habe das Mikro in einem YT-Video gesehen, in dem es benutzt wurde, um Sprecher aufzunehmen. Die halbe Niere (wird auch "breite Niere" genannt) ist hervorragend geeignet, um zwei nebeneinander sitzende Sprecher aufzuzeichnen. Oder sogar einen halben Konferenztisch. Mit zwei Stück von diesen Mikros könnte man dementsprechend die Sprecher um einen kleinen Konferenztisch herum aufzeichnen. Bei diesem Einsatz muss man allerdings aufpassen, nicht zu nah an das Mikro zu kommen - zehn Zentimeter Abstand müssen es mindestens sein, sonst schlagen die Plosivlaute (p, t, k) stark durch - und das klingt wirklich hässlich, ich habe das probiert. Das ist aber nicht dem Mikro selbst anzulasten ist, sondern das ist bei fast jedem Instrumentalmikro so. Ab 20 cm Abstand, die man zu einem Sprecher mühelos einhalten kann, ist das kein Problem mehr.

Man kann eine Grenzfläche auch im Inneren eines (halb)offenen Gitarrencombos platzieren. Man hat darin immer mit Resonanzen und welligem Frequenzgang zu kämpfen, aber das kann auch seinen Charme haben. Die Platzierung ist entscheidend, also sollte man rechtzeitig vor dem Gig experimentieren, nicht erst in den Minuten vor dem Soundcheck. In jedem Fall kann man die Höhen oberhalb von 6 kHz abschneiden, das reduziert das Rauschen und den Einfluss von Reflexionen und Resonanzen in dem Combogehäuse.

Ganz ähnlich kann man das Mikro im Inneren einer Cajon anbringen. Da der Pegel dort hoch ist und der Snareteppich meist sowieso zu dominant raschelt, kann das BA19 A all seine Stärken (weicher Sound) ausspielen, ohne dass die Nachteile (hörbares Rauschen bei höheren Gain-Einstellungen) zum Tragen kämen. Ich habe das getestet und mit dem Sound-Wahlschalter in der Position für den typischen Bassdrumsound und einer leichten Senke der Höhen und der Tiefmitten einen sehr überzeugenden Cajon-Sound bekommen. Und das mit minimalem Aufwand an Klangbearbeitung.

Klick das Bild für ein Video!
1780907591217.webpAufgrund seiner Eigenschaften ist das BA19 A auch perfekt für den Einsatz in einer Kalebasse oder Calabash - das ist eigentlich ein sehr harter und getrockneter Kürbis, und als Instrument eingesetzt, sieht es aus wie ein in der Mitte durchgesägter Fussball aus einem harten Material. Die Kalebasse oder Calabash wird zum Spielen auf den Boden gelegt, auf eine weiche Unterlage, ein Teppich oder ein synthetisches Schaffell. Mikro drunter, und dann mit der geschlossenen Faust von oben draufhauen - Whump! Voila, eine Kalebasse. Und aufgrund seiner Form ist ein Grenzflächenmikro dafür perfekt geeignet. Höhen erzeugt dieses Instrument quasi nicht, über 1 kHz tut sich da wenig bis nichts. Also auch hierfür ist das BA19 A prädestiniert.


Auch die Handpan oder Hang-Drum bzw. deren Bassanteil, der hauptsächlich vom unteren Teil des Instruments abgestrahlt wird, ist ein hervorragender Kandidat für das BA19 A. Dieses Instrument gibt's auch beim Hausherren zu kaufen, Bilder von diesem Instrument findet Ihr u.a. hier: https://www.thomann.de/de/search.html?sw=Handpan*


Die Platzierung eines Mikrofons und deren Einfluss auf den Sound
Oben habe ich zwar ein paar generelle Charakteristika des Mikrofonklangs beschrieben. Aber genau wie in meinem anderen Review des anderen Behringer Bassdrum-Mikros C112 ist die Frage der Platzierung wichtiger für das klangliche Endergebnis. Wie beim C112 gilt auch hier, dass man bei Nähe zum Schlagfell im Verhältnis zum Gesamtklang mehr Attack bekommt, also den Anschlagsknack betont. Je weiter man in der Bassdrum von diesem Fell weg geht, desto ausgewogener wird der Sound. In der Mitte der Bassdrum klingt es oft am ausgewogensten, näher zum Resonanzfell wird es vom Klangverhalten immer voluminöser, weil man in dieser Position anteilig weniger Attack zu hören bekommt. Darum funktioniert auch die Kombination von Grenzfläche (ganz nah am Schlagfell) und dynamischem Bassdrum-Mikro (vor der Resonanzöffnung oder grade so hineinschauend) so gut - die Grenzfläche liefert den Attack, das dynamische Mikro den Schub. Mit passendem EQ-ing und zwei Fadern kann man dann sehr schnell den Klangcharakter der Bassdrum von soft und rund bis hin zum Heavy Metal-Mörderknack überblenden - mit 50 Shades of Bassdrum-Sounds in der middle!


Rauschen, Nebengeräusche, Körperschall
Das Mikro rauscht ein wenig. Allerdings, das ist eher ein akademisches Problem. Unangenehm dürfte dies im Studio sein oder bei der Abnahme wirklich leiser Quellen. Drums oder Percussion, live und aus der Nähe abgenommen? Drauf gepfiffen! Wo es wirklich stört, kann man die Höhen abschneiden oder absenken oder dank geschickter Platzierung mehr Nutzpegel einfangen (und dadurch den Gain zurückregeln und so das Rauschen im Vergleich zum Nutzsignal weniger stark hörbar machen).

Wie reagiert das Mikro auf Körperschall oder Besprechung aus dem Nahbereich? In beiden Fällen nicht so gut. Macht aber nichts. Fangen wir mit dem Spracheinsatz an - das Mikrofon muss mindestens 20 cm vom Mund des Sprechenden entfernt stehen, damit es keine kräftigen Plosivlaute einfängt, also P, T, K. Damit macht die Membran einen Sprung und erzeugt unschöne Geräusche. Also Abstand halten oder einen Poppschutz vor dem Mikrofon platzieren, denn das Mikrofon hat keinen eingebaut, wie eigentlich alle Instrumentalmikrofone.

Dann die Sache mit dem Körperschall - damit ist nur die Berührung der Mikrofonoberseite gemeint. Was an Körperschall von unten kommt, wird durch die Moosgummimatte an der Unterseite des Mikros wirkungsvoll abgefangen. Klopft man dagegen von oben auf das Mikro, hört man dies als laute Schläge auf der Anlage bzw. in der Aufnahme. Darum Finger weg von einem Mikrofon bei der Arbeit!


Image_BE_0503-AAB_BA-19A_Other3_XL.png

Zubehör
Viel braucht es nicht, eine Mikrofonhalterung im klassischen Sinne passt ja gar nicht zum BA19 A. Tatsächlich kommt das Mikro bis auf das Köfferchen und einen Feuchtigkeitsabsorber ohne irgendwelches Zubehör. Diesen schaumstoffgefütterten Mini-Koffer gibt es auch für andere Mikros von Behringer, aber auch für die Modelle der Thomann-Hausmarke. Dieses Utensil finde ich zwar praktisch, wenn man nur wenige Mikrofone zu transportieren hat. Ich habe aber eine ganze Menge Mikros und transportiere diese daher platzsparender zusammen in passenden Koffern und Cases, da ist das mitgelieferte Köfferchen zu groß und zu unpraktisch. Mir wäre also eine Pappschachtel und ein leicht gepolsterte Kunststofftasche als Verkaufsverpackung lieber (und ressourcenschonender wäre das auch). Vielleicht erzählt das mal jemand dem Produktmanagement bei Behringer und den diversen Hausmarken. So ein Köfferchen als Zubehör anzubieten, ist aber vielleicht keine schlechte Idee. Hier im Bild, direkt von Behringers Webseite.


Unerwartete Nebenwirkungen
Wenn ich einen Koffer- oder Rucksackjob mische, habe ich immer eine kleine Auswahl an Notfallmikros dabei. Meistens waren darunter ein paar teure Mikros von Sennheiser* oder Shure. Ja, die funktionieren und klingen auch ganz ausgezeichnet, aber wenn ich die nicht brauche, liegen den ganzen Abend über die teuren Mikros in meinem Rucksack. Mit den Behringer-Mikros gar kein Problem, vier Mikros kommen hier auf 120 oder 130 EUR. Das beruhigt mich immens, denn wenn die wegkommen sollten, ist es viel leichter zu verschmerzen. Peace of mind - so wertvoll in der heutigen Zeit.


Weitere Informationen
Diese findet man auf der Produktseite von Behringer, incl. zahlreichen Bildern, einer Kurzanleitung, einigen technischen Daten und einem kurzen Produktvideo. https://www.behringer.com/behringer/product?modelCode=0503-AAB


Alternativen
Der Preis mag niedrig sein, aber auch hier finden sich Marktbegleiter und Konkurrenten. Diese kenne ich mit einer Ausnahme aber nicht persönlich, daher ist dies eine reine Aufzählung.

Zuerst die dynamischen Vertreter bis 100 EUR:
- the t.bone BD 200 (etwas günstiger) und das BD 300 (etwas teurer)
- Superlux Pro 218A
- AKG Perception Live P2
- Behringer C112

Dann die Kondensator (Grenzflächen)-Mikros, ebenfalls im Preisbereich bis 100 EUR:
- the t.bone BD 500 Beta

Über 100 EUR dann fangen die Mikrofone der Markenhersteller an, EV, AKG, audio technica, Shure, Sennheiser*, SE electronics, etc.pp.


Mein persönliches Fazit
Aus meiner sehr persönlichen Sichtweise: Bin ich über den Kauf froh? Absolut. Sogar sehr. Das Behringer BA19 A hat bei mir einen festen Platz unter all den teureren Sennheiser*- und Shure-Mikros eingenommen und ist für manche spezielle Anwendungen zu meiner ersten Wahl geworden, sogar noch vor den teureren Mikros.

Würde ich das Mikro weiterempfehlen? Im Livebetrieb unbedingt - es hat seine Schwächen, aber mMn wiegen diese in den typischen Einsatzbereichen und im Bühneneinsatz nicht besonders schwer, lassen sich relativ leicht abmildern und werden bei weitem von den positiven Eigenschaften überwogen. Probleme sehe ich eher im Studiobereich, also dort, wo man in aller Ruhe aufnehmen will und/oder es mit leiseren Signalquellen zu tun hat - hier könnte das Rauschen u.U. störend wahrnehmbar sein. Aber dafür gibt es ja 30 Tage Money-back.


Ergänzung: Hier der Link zu dem Review von @trommla - mehr aus der Sichtwiese eines Drummers als eines Tontechnikers geschrieben: https://www.musiker-board.de/threads/review-grenzflaeche-behringer-ba19a.733198/
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
  • Interessant
Reaktionen: 19 Benutzer

Hey, vielen Dank für das tolle Review. Zunächst dachte ich "Hö, zu dem hab doch schon ich ein Review geschrieben???".
Aber deins ist aus der Sicht des Tontechnikers und viel detaillierter und erfasst gleichzeitig mehr Anwendungsbereiche, während ich mich nur auf den Blickwinkel des Schlagwerkers beschränkt habe.
Top!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
  • Ersteller
  • #3
Dann werde ich vielleicht noch einen Link zu Deinem Review einfügen - andere Sichtweisen sind immer hilfreich, finde ich.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer

Top Review, mit super erklärtem technischen Background
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Wo sich das BA19 A allerdings in extrem praxisgerechter Weise von allen Grenzflächenkollegen abhebt (und korrigiert mich, falls ich hier irre), ist die Anzeige von anliegender Phantomspeisung durch Aufleuchten eines blauen Rings um den XLR-Stecker herum.
Das TG D71 hat an der Stelle eine LED neben dem Stecker. Ganz alleine ist das BA19 A also nicht mit dem Feature, was es aber keinesfalls schlechter macht. Ich finde es auch super, direkt sehen zu können, ob die Phantomspeisung anliegt.

Das t.bone BD 500 sieht bis auf die LED schon sehr identisch aus. Ein Vergleich wäre spannend. So fällt es schwer, Argumente für den Mehrpreis des t.bone zu finden. Wäre ich nicht schon mit einer Grenzfläche versorgt, wäre das BA19 A vermutlich schon auf einer meiner Wunschlisten.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
  • Ersteller
  • #7
Das BA19 A scheint tatsächlich im Moment nur am großen Fluss lieferbar zu sein, die es direkt für Behringer verkaufen - ich musste bei meinem Kauf damals (November 2025) auch etwas suchen, aber immerhin gäbe es eine Handvoll Läden, bei denen es seinerzeit lieferbar war.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Mein BA19A hieß auch 7-8 Wochen Lieferzeit beim T.... Und dann war es nach 4 Tagen da... Warum auch immer... Also ist es ggf. auch einen Versuch wert, ggf. Storno, falls doch zu lange Wartezeit... Liebe Grüße, Frank
 
  • Interessant
Reaktionen: 1 Benutzer
Danke für das tolle, ausführliche und mit viel Liebe zum Detail erstellte Review!
Ich würde Kekse verteilen, aber ich muss "erst 5 andere User" usw. ;-) ....
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
  • #10
Wollte Dir eben Kekse für dieses tolle Review geben, das zusätzlich noch gute Hintergrundinfos bereit hält. Leider muss ich erst 5 andere Nutzer beglücken.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
  • Ersteller
  • #11
Beim Keks zählt der Gedanke! Danke!
 
  • #12
Vergleich zum Beta 91A von shure konnte ich mal machen, da merkt man natürlich einen unterschied, kostet aber auch knapp das 6-fache.

der Preis von aktuell 57€ ist also echt ein verdammt guter kurs für ein Mikro das live für IEM echt hervorragend ist (wobei wir der Einfachheit halber auf trigger geswitcht haben und das BA19A nur noch als backup dabei haben)

ich find halt vor allem geil, dass man da für kick den EQ schalter auf "on" macht und weiter kaum was machen muss, und damit für einen Noob wie mich das leben deutlich vereinfacht. Klar, trigger ist noch einfacher, aber da sind halt professionelle Samples aufgespielt, aber wenn der Piezo am drumpedal mal abreißt muss ein Backup da sein.

ich geh das review voll mit, die kleinigkeiten die bei Premiumprodukten besser sind kann man in meinem Anwendungsfall komplett ausblenden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
  • Ersteller
  • #13
Danke der für die Zustimmung! Nach einem Dreiviertel Jahr im Einsatz hat sich für mich nun herauskristallisiert, dass für Hardrock und Metal (und alles, wo die Bassdrum so richtig saftig klatschen soll) das Sennheiser e901 das bessere Mikro ist - ich komme damit einfach schneller zu dem gewünschten Ergebnis. Das Behringer BA19 A setze ich überall da bevorzugt ein, wo es etwas softer zugeht, also Percussionabnahme bei meinen div. Yogafestivals, Oldies-Bands, Folk und die meiste akustische Musik, etc. pp. Im Moment setze ich das BA19 A etwa genauso oft ein wie das e901.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
  • #14
dass für Hardrock und Metal (und alles, wo die Bassdrum so richtig saftig klatschen soll) das Sennheiser e901 das bessere Mikro ist
bei mir war halt auch der Preis mit ausschlaggebend, da ich halt nahezu alles an Technik in der Band selber stelle (Drummikros, Rackmixer, Kabel, Modeler, Sampler-PC, usw.) und die band is halt nur hobby.
aber wie gesagt an sich wurst, wenn wir das Mikro nutzen dann lediglich für Mitschnitte zu eigenzwecken oder halt IEM und dafür ist es wirklich tiptop
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
×
Dir gefällt Musiker-Board.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!
Affiliate/Werbung
Millenium
LED Akku Lamp
29 €
Jetzt kaufen
Zurück
Oben