[Review] Shure - A85F

von unixbook, 16.02.20.

  1. unixbook

    unixbook Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.20   #1
    Impedanzwandler für das Bluesharpmikrofon am Gitarrenverstärker

    [​IMG]

    Preis: 28,90 €

    Hier ist noch der Preis für ein kurzes Kabel (Klinkenbuchse auf Klinkenstecker, jeweils 6,3 mm) mit einzukalkulieren. Details dazu siehe unten...

    Hersteller

    Shure Incorporated ist ein US-amerikanischer Hersteller von Audiotechnik mit Hauptsitz in Niles, Illinois.

    In einem kleinen Büro in Chicago gründete Sidney N. Shure im Jahre 1925 das Unternehmen unter dem Namen Shure Radio Company, das anfangs Radio-Bausätze verkaufte. Drei Jahre später stieg Sidneys Bruder Samuel in das Unternehmen ein, das sich fortan Shure Brothers Company nannte. Innerhalb weniger Jahre beschäftigte das Unternehmen 75 Mitarbeiter. Aufgrund der damaligen allgemeinen wirtschaftlichen Depression verließ Samuel Shure bereits 1930 das Unternehmen, doch das Wort Brothers blieb bis zur Umbenennung des Unternehmens im Jahre 1999 in Shure Incorporated Bestandteil des Namens.

    Der Zusammenbruch von Wirtschaft und Börse sowie das Aufkommen fertig montierter Radioempfänger stellten das junge Unternehmen auf eine harte Probe. Ein großer Teil der Mitarbeiter musste entlassen werden, das Geschäft kam zum Erliegen. Sidney N. Shure änderte komplett sein Unternehmenskonzept. Statt Radio-Bausätze zu vertreiben, übernahm Shure zunächst den Vertrieb für einen Mikrofonhersteller. Seit 1932 brachte die Firma eigene Mikrofone auf den Markt, von denen sich einige zu weltbekannten Klassikern entwickelt haben.

    1995 starb Sydney N. Shure im Alter von 93 Jahren und seine Ehefrau Rose L. Shure übernahm fortan die Unternehmensleitung.

    1991 kam es zur Gründung der europäischen Niederlassung Shure Europe GmbH in Heilbronn/Deutschland. 2011 erfolgte zusammen mit der Shure Distribution GmbH der Umzug in die neue europäische Niederlassung in Eppingen mit angeschlossenem Logistikzentrum und Audio- sowie Video-Studio.

    (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Shure, Stand: Februar 2020)

    Spezifikationen
    • Mikrofonübertrager von nieder- zu hochohmig
    • mit 24 dB Spannungsverstärkung
    • kann auch in umgekehrter Richtung eingesetzt werden
    • symmetrischer 3-Pin XLR (f) auf 6,3 mm Klinkenstecker
    Anwendungszweck

    Eine Bluesharp spielt man für mein Empfinden über einen Röhrenamp. Dabei kann es sinnvoll sein, noch ein Delay davor zu hängen. In jedem Fall geht man aber eben nicht in ein Gerät welches für die Impedanz eines Mikrofons, sondern für die einer Stromgitarre ausgelegt ist. Das Resultat ist, dass es den Sound an Kraft an Druck und an Umfang fehlt. Es spielt sich wie wenn man ein Auto mit angezogener Handbremse fährt. Das fühlt sich einfach nicht richtig an. Genau hier kommt der Impedanzwandler ins Spiel. Er wandelt die Impedanz des Mikrofons in solch eine um, die der Verstärker erwartet.

    IMG_0389.jpg

    IMG_0390.jpg

    IMG_0391.jpg

    Aufbau

    Der Aufbau des Shure A85F ist simpel. Auf der einen Seite eine XLR-Buchse, auf der anderen Seite ein 6,3 mm Klinkenstecker. Fertig. Kein Gehäusegerät sondern ein Adapter.

    IMG_0392.jpg

    Das führt natürlich dazu, dass man, wenn man ihn direkt in den Amp steckt einen mächtigen Hebel an der Klinkenbuchse des Verstärkers hat. Mir ist das unsympathisch. Deswegen nutze ich stets noch ein kurzes Stück Kabel zwischen Amp und Shure AF85F.

    Verarbeitung

    Die Verarbeitung ist absolut tadellos. Ich wüsste nicht, warum dieses Teil nicht über viele Jahre halten sollte.

    Klang

    Natürlich verändert dieser Adapter den Klang. Da ist er eben dann der Druck, das Direkte, der Sound den man vermisst, wenn man das Mikrofon direkt an den Gitarrenverstärker hängt. Für mich passt das damit endlich so wie es soll.

    Fazit

    Wenn man eine Bluesharp via Mikrofon über einen Gitarrenamp spielen will, dann kommt man ob der sonst nicht passenden Impedanz nicht an einem Adapter wie diesem vorbei. Der Shure A85F macht den Job gut und ist sehr vernünftig verarbeitet. Allerdings sollte man noch ein kurzes Stück Kabel, eine Klinkenbuchse und einen Klinkenstecker mit einrechnen, da der Adapter mit dem angesteckten XLR-Stecker doch recht weit aus dem Amp steht und einen für die dortige Klinkenbuchse gefährlichen Hebel darstellen kann.

    Webseite des Herstellers: http://shure.de
     
  2. daenou

    daenou Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.02.20   #2
  3. bluesmash

    bluesmash HCA Bluesharp HCA

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    Erstellt: 17.02.20   #3
    Das ist auch meine "Lieblingsbetriebsart" - allerdings gibt es dazu durchaus eine Menge anderer interessanter Alternativen.


    Das kann sinnvoll sein - wie vieles andere auch. Es gibt mittlerweile eine ernstzunehmende Anzahl an speziellen Harp-Effekten. Außerdem lassen sich auch einige Gitarren- oder Basseffekte für Harp-Zwecke "missbrauchen" - ergänzt um nicht wenige Multieffekt-Geräte. Ob die einen oder anderen dann "davor gehängt" oder über einen separaten Effektweg eingeschleift werden, ist ein weiteres diskussionswürdiges Thema. Alles in allem Geschmackssache...


    Das ist so nicht richtig. Es gibt durchaus hochohmige Mikrofone, die ohne weitere Impedanzanpassung an (Röhren-) Amps betrieben werden können. Die sind dann in aller Regel entweder alt, da sie aus der Zeit stammen, in denen auch Gesangsverstärker/-anlagen noch mit Röhren betrieben wurden. Oder sie sind extra für Bluesharp-Anwendungen an Röhrenverstärkern entwickelt und gebaut worden. Jedenfalls besteht die Notwendigkeit einer Impedanzanpassung - z. B. über den beschriebenen Impedanzwandler - nur dann, wenn ich (moderne) niederohmige (Gesangs-) Mikrofone an hochohmigen (Verstärker-) Eingängen betreiben will.


    Viele Grüße
    Matz
     
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