Rickenbacker Bass nicht oktavrein - wie einstellen?

von mike bols, 20.10.20.

  1. mike bols

    mike bols Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.20   #1
    hallo,

    ich habe mal ne richtig schöne dummie-frage:

    ich habe einen alten rickenbacker bass, den ich auch gerne spiele.
    seit längerer zeit habe ich aber probleme mit der stimmung.

    wenn ich den bass stimme, sind beim spielen in den höheren lagen die töne zu hoch.
    schon beim sprung von zb. der e-saite nach a ist der ton a schon hörbar zu hoch gestimmt.

    ich weiß theoretisch natürlich wie man saiten oktavrein kriegt.
    die saitenreiter einstellen. ect.

    nur ist die stellung der saitenreiter bei mir schon jetzt sehr extrem, und müsste theoretisch noch extremer sein.
    daher nehme ich an, daß ich da irgendwas falsch mache.

    ich hänge mal ein foto an, vielleicht hat ja jemand eine idee was da los ist...

    IMG_2107.jpg
     
  2. Bass Fan

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    Erstellt: 20.10.20   #2
    Da sind wohl zwei Saitenreiter um 180 Grad verkehrt montiert.

    Edit: Nehme das zurück, die gehören so.
     
  3. airbagger

    airbagger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.20   #3
    Ne, dass muss so. Aber wie alt sind die Saiten?
     
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  4. siebass

    siebass Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.20   #4
    moin, drück mal die saiten mit dem finger direkt vor dem saitenreiter so doll es geht nach unten als wenn du die saiten abwinkeln wolltest.
    gruß, horst.
     
  5. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.20   #5
    Die Intonation ist bei der abgebildeten Brücke total verstellt. Je dicker eine Saite ist, desto stärker muss kompensiert werden. Also ist die E-Saite am längsten und die G-Saite am kürzesten. Dazwischen ergibt sich eine mehr oder weniger gleichmäßige Abstufung.

    Neue Saiten fachgerecht aufziehen, dabei den tip von siebass beachten und dann die Kompensation einstellen.

    Wenn es dann nicht funktioniert ist die Brücke falsch positioniert. Auf dem Bild ist zu sehen dass sie außermittig verschraubt wurde. Kann mir kaum vorstellen dass das original so war. Das würde ich unbedingt überprüfen bevor ich irgendwas anderes an dem Instrument machen würde.

    In dem Zusammenhang ist der Saitenverlauf zum Sattel zu prüfen. Wird ja nicht ohne Grund schief verschraubt worden sein, oder doch...:gruebel:
     
  6. mike bols

    mike bols Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.20   #6
    Uralt. Bestimmt schon über 10 Jahre alt.
    Neue Saiten klingen mir immer zu metallisch, deshalb hab ich die alten drauf gelassen.


    update:

    der trick von siebass hat tatsächlich etwas gebracht. danke, horst.
    mit der brücke vom ricky bin ich noch nie gut klargekommen.
    um die saitenreiter zu verstellen muss man die saiten komplett lösen, und an die schrauben kommt man sehr schlecht ran.
    ich habe auch gerade festgestellt, daß der ganze steg mit den saitenreitern beim drücken auf die saiten etwas nach hinten gekippt ist.
    offenbar ruht die ganze konstruktion nur auf den beiden kleinen madenschrauen, und das ganze konstrukt wird nur durch die saitenspannung einigermassen am platz gehalten.
     
  7. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.20   #7
    Aus der Ferne schwer zu sagen ob es auch mit den alten Saiten funktionieren kann. Wenn sie verschmutzt und verschlissen sind ändern sich die Masseverhältnisse und dann ist die Intonationskompensation unter Umständen für jeden Bund eine andere. Trotzdem erst den tip vom Horst anwenden, sowohl an der Brücke als auch am Sattel.

    La Bella Jazzflats zu montieren könnte eine Alternative sein. Dann hast Du wieder zwanzig Jahre Ruhe und eine gute Intonation.
     
  8. SuizidKorken

    SuizidKorken Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.11.20   #8
    Auch wenn dein Problem gelöst ist, nur meine 2 Cents:

    Alte Saiten sind auf Grund der Dauerbelastung nicht mehr gleichmäßig in Material-Beschaffenheit, tatsächlicher Dicke (das Material dehnt sich und "dünnt aus"), Dellen (auf Höhe der Bünden) und ungleichmäßiger Oberfläche (mechanische Abnutzung, Dauerspannung, Korossion). Dadurch kann es vorkommen, dass die Intonation sich nicht mehr korrekt anpassen lässt, oder man wieder einzelne Töne hat, die unverständlicher Weise schiefer sind, als wenn der Bund verrutscht wäre.

    Wenn du keine frischen Saiten magst, wie wäre es mit Flatwounds oder Nylonwounds? Gibt von La Bella die Deep Talking Bass, und die Saiten sind nicht metallisch oder brillant im Ton, aber liefern dennoch sehr schöne Obertöne, welche vor Allem in den tiefen Tönen viel an Sound und Struktur geben.
     
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