Riss im Steg. Reparieren?

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John.
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Hallo miteinander,

Meine feine aber einfache Westerngitarre hat vor einigen Tagen den Geist aufgegeben. Grund: Der Steg am Korpus, der schon seit einigen Wochen leicht angerissen war, ist nun nach einem Saitenwechsel auf der einen Seite ganz durch - siehe angehängte Bilder.

Wenn ich mir die Gitarre so als Laie anschaue, scheint das alles aber nicht irreperabel zu sein. Stege gibt für Westerngitarren gibt es im Preisbereich von 10 bis 20 EUR, den Tonabnehmer der Gitarre müsste ich noch durchfriemeln, aber unmöglich scheint das auch nicht. Ich nehme an, dass der Steg auf den Korpus geleimt werden sollte.

Ich würde Euch vielleicht doch trotzdem darum bitten, mir Eure Meinungen dazu geben. Mir ist es immer lieber, mich selbst um meinen Kram kümmern zu können - davon abgesehen bin ich mir sicher, dass ich mir den Preis der hiesigen Gitarrenwerkstatt im Moment nicht leisten können werde.

Neuen Steg drauf leimen? Oder vielleicht doch ganz anders? Und wenn ja, welcher Leim, ganz einfaches Holz-auf-Holz-Zeug aus dem Baumarkt?
Oder ist der momentane Steg noch zu retten? - obwohl ich das ziemlich bezweifle.

Freue mich auf alle Vorschläge und Ideen, vielen Dank!

John.
 
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mac1501
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Wenn noch Garantie darauf ist, dann machen lassen.

Selber machen? Geht evtl. auch. Vernüftigen Leim, evtl. 2 Komponeten Epoxi-Kleber besorgen, und mit Schraubzwinge mit langen Schenkeln den alten Steg von unten (durch Schallloch) und von oben nach dem kleben fixieren. Mein Tipp ist keine Gewähr das es auch klappt, wie bei jeder Heim-Hobby-Bastel-Lösung.

Wenn die Gitarre teuer war, keine Garantie mehr vorhanden, dann durch Fachmann erledigen lassen.
 
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ike clanton
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ich würde da auch zum fachmann tendieren. in jedem fall.
meist sind git-bauer nicht so teuer wie befürchtet.
 
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rw
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Hmm, ich bin ein großer Freund von Epoxy, aber bisher noch nicht im Instrumentenbau. Ponal, Titebond oder (am besten) Knochenleim (der auch nicht alle Welt kostet) sind hier die Mittel der Wahl. Epoxy hält so gut, dass du das Zeug eigentlich nicht wieder abbekommst. (Geht mit Erwärmung.)

Sonst gilt - wie gesagt: Wenn's ein billiges Instrument ist => gerne selbst machen, um mal Erfahrungen und Verständis zu bekommen, sonst ab zum Gitarrenbauer. Kostet nicht alle Welt.
 
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John.
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Das ist genau der Punkt, so ein richtig teures Instrument war die Gitarre nämlich nicht. Ein Besuch in der Gitarrenwerkstatt könnte somit fast in dem Ladenpreis der Gitarre enden.

Ich denke, es kann nicht schaden, es selbst zu versuchen. Wie gesagt, Erfahrung zu sammeln ist immer gut - wäre die Gitarre 1000 Euro wert, hätte ich sie sofort zum Profi gebracht, aber hier ist learning by doing bestimmt erlaubt.

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Wobei, falls jemandem noch etwas einfallen sollte, immer gerne her damit. :)

John.
 
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rw
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Gut, dann also los: Ponal oder noch besser Knochenleim besorgen. Gibt's vielleicht beim Restaurator oder Geigenbauer in deiner Nähe (mehr als 10g brauchst du nicht), sonst auch im Netz (ggf. PN). Aufleimen per Zwinge, ich würde es mit Schrauben durch den Steg und Gegenplatte auf der Unterseite als Passer machen. Steg vorher entfetten, Tropenhölzer sind oft leicht ölig! (Aceton oder Mutters Fleckenwasser)

Verleimungen mit Knochenleim kannst du auch am einfachsten wieder lösen.

Mit Sicherheit gibt es für den Selbstbau auch gute Infos in Büchern und im Netz. Um weitere Ideen für Werkzeuge und Materialien zu bekommen: www.stemac.com, rockinger.de, dick.biz (und ganz bestimmt viele andere, die ich nicht kenne)
 

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