Rückkopplungsunterschiede

von Caesar, 18.11.04.

  1. Caesar

    Caesar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.11.04   #1
    Wie kommt es eigentlich, dass unterschiedliche Mikros mit gleicher Charakteristik und ziemlich identischem Frequenzgang trotzdem unterschiedlich stark rückkopplungsempfindlich sind und das so ziemlich durch alle Preisklassen hindurch?
    Außerdem habe ich das Gefühl, dass es von der PA und der Aufstellung in den einzelnen Locations abhängig ist. Ich habe z.B. das Gefühl, dass bei der einen VA das normale kabelgebundene SM58 weniger empfindlich ist und bei der anderen dagegen das Funk-SM58.
    Gibt es Mikros, die Ihr live bevorzugt und die Ihr durch die Bank als besonders rückkopplungsarm empfindet?
     
  2. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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    Erstellt: 18.11.04   #2
    wir haben (wirklich!) so gut wie keine Probleme mit dem AKG C5900, AKG C535 und dem EVoice N/D767.
    Von anderen Threads her weiß ich, dass auch das beyerdynamic TGX-58 sehr unempfindlich sein soll.

    Ich lese gerade vom beyerdynamic-Spezialisten einen Thread, wo er das TGX-60 empfiehlt. Das wäre dann eine Klasse über dem TGX-58.
     
  3. ibkoeppen

    ibkoeppen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.04   #3
    Man muss sich halt auf seine Mikros, die man erstmal wegen Klang/Stimme ausgewählt hat, auch feedbackmäßig einschießen.

    Ich sing z.B. über Beta 58, da muß ich je nach Location bei so 1...1,4 kHz einiges wegnehmen, beim Beta 87 und auch beim SM86 muß ich bei so 10 kHz was wegnehmen, auch je nach Boxen.

    Michael Koeppen
     
  4. Jürgen Schwörer

    Jürgen Schwörer Offizieller Produkt-Spezialist SHURE

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    Erstellt: 30.11.04   #4
    Technisch gesehen ist dafür u. a. verantwortlich wie gut die Richtcharakteristik über den gesamten Frequenzbereich ausgebiltet ist. Ein gutes Nieren-Mikrofon bsw. behält über den gesamten Frequenzbereich die Nierencharakteristik bei.

    Das Problem ist, dass die Richtwirkung aufgrund Phasenauslöschung beruht. Die Phasen (bzw. Wellenlängen) sind aber Frequnzabhängig. Je höher die Freqeunz desto kleiner die Wellenlänge. Genau genommen muss man die Richtcharakteristik auf eine Frequenz (meist 1 kHz) optimieren.

    Hochwertige Mikrofone weisen aben die Richtcharakteristik über den gesamten Freqeunzberiech auf und sind dadurch rückkollungsarm.
    Minderwertige Mikrofone haben bei 1 lkHz vielleicht ihre Niere - aber bei 2 kHz sieh es ganz anders aus ... und dann pfeifen diese Mikros eben bei 2 kHz.

    Aber es sind viele Faktoren die eine Rückkopplung verursachen ... das Mikrofon ist nur ein Teil davon.

    Dies ist zumindest der Versuch eine technische Erklärung zu geben.

    Besten Gruß
     
  5. Slider

    Slider Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.11.04   #5
    Wurde ja eigentlich schon alles gesagt...

    Wie gesagt, es liegt an Qualität des Miksors und trotzdem sind da alle Mikros unterschiedlich, bei dem einen must du um 1 Khz etwas absenken um weniger oder kein Feedback zu kriegen, beim nächsten 1,5 oder 2 Khz, das ist verschieden!

    Und dann kommt es jedenfalls Live auch noch auf die Position an, wenn du dein Mikro nun direkt vor die Monitorbox hängst, wirst du warscheinlich ein Feedback-Problem bekommen, aber wie gesagt die einen Mikros sind empfindlicher die anderen nicht! :great:

    Hatte auch schon ein 5 Euro Mikro von Konrad das gab so gut wie keine Feedbacks und hab es mit dem bekannten Beyerdynamic TGX-58 verglichen und vom Feedback her gab es fast keinen Unterschied... :great:


    Grüße,

    Slider1
     
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