Säulensystem für Duo (Gesang/Piano): RCF Evos Jmix8? EV Evolve 50M? Yamaha Stagepas 1k?

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Hallo Leute! Für mein Duo (bestehend aus mir am Piano (Nord Piano 5) und eine Sängerin) suche ich ein Säulensystem. Zurzeit arbeiten wir mit zwei EV ELX200-10P Fullrange-Lautsprechern, zwei Roland CM30-Monitoren (als Bühnenmonitore) und einem kleinen Soundcraft-Mischpult. Unsere Musik ist eher balladesk. Der Sound ist toll; wir hatten aber vor, das Set durch einen 12-Zoll-Sub von EV zu ergänzen. Wie gesagt: hatten. Denn das ganze Aufgebaue und Kabelgewirr nervt. Deshalb soll nun ein Säulensystem her.
Welches der oben genannten könnt Ihr empfehlen?
Welches hat in Sachen Sound die Nase vorne?
Wie sieht's mit der Transportierbarkeit und dem Aufbau aus?
Lassen sich beide Systeme auch so nutzen, dass man auf kleineren Bühnen/Events auf einen zusätzlichen Monitor verzichten kann?
Da sich die Pianoklänge meines Nords am besten in Stereo entfalten, spiele ich mit dem Gedanken, das RCF- oder Yamaha-Set gleich als Stereopaar zu kaufen. Das EV 50m ist dafür zu teuer. Davon würden wir erstmal nur eins kaufen und ggf. noch die vorhandene EV ELX200-Box anschließen.
Danke!
Peter
 
Ich hab die HK Polar 12 und bin damit super zufrieden. Die nutze ich für's Duo (Vocals, Piano, Akustik Gitarren, Cajon, Saxofon), und die stehen hinter uns, ohne dass wir irgendwelche großen Probleme mit Rückkopplung haben. Ich nutze sie auch für die 5-Mann Band, habe daher extra die 12er Variante genommen, um auch mal ne Bassdrum mit abnehmen zu können. Für's Duo - so wie bei Dir auch - würde die Polar 10 völlig ausreichen, der einzige Unterschied ist der kleinere Bass-Woofer, leistungstechnisch nehmen die sich sonst nichts, evtl. würde sogar die Polar 8 reichen, kommt halt drauf an, wieviel Leute ihr beschallen wollt, oder ob auch mal Open Air, wo sie dann schnell an ihre Grenzen kommt.
 
Die HK klingt interessant, allerdings fehlen ihr zwei Dinge (korrigiert mich, wenn ich falsch liege!): die Mixer-Fernsteuerung per Tablet und sie hat keinen eingebauten Hall für die Vocals. Da wir das Setup gerne minimalistisch halten würden, scheidet ein zusätzliches Mini-Mischpult für den Hall aus.
 
Die Evox JMix8 habe ich selber in Nutzung. Hier gibt es beim Mixer das "Problem" dass es zu Verbindungsschwierigkeiten kam, wenn von externem Zugang (über ein XR18) auf internen BT-Zuspieler gewechselt wurde.
Das Problem dürftest Du ja nicht haben, wenn Du den internen Mixer direkt und ausschließlich nutzt. Sehr smart ist die Unterbringung der Säule bei Nichtgebrauch in der Sub-Rückseite. Der Trolley ist allerdings m.E. Pflicht!
Die Mixing-Software kannst Du auch im Demo-Betrieb kennenlernen. Die sollte genügend Möglichkeiten für Hall etc. haben.
Wir haben im Herbst eine Jamsession im Garten mit einer Evox beschallt. (Key, Bass, Gitarren, Gesang darüber) An Lautstärke und Durchsetzungsfähigkeit hat es nicht gemangelt, wenn man den Nachbarn glauben schenken mag...:devilish:
Um ein Testhören wirst Du nicht herumkommen, denke ich! (Ursprünglich wollte ich LD-Curv kaufen - die Jungs befanden das aber für nicht gut genug - beim Evox meckern sie nicht)
 
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Genau, da wir nur ein Duo sind (Stereo-Nord-Piano, Mono Wurlitzer-Piano und 1x Gesang) reicht der eingebaute Mixer völlig.
 
Unsere Musik ist eher balladesk.
Deshalb soll nun ein Säulensystem her.
Die zwingende Notwendigkeit für einen Subwoofer sehe ich für diesen Anwedungsfall eigentlich nicht - warum also die Festlegung auf ein Säulensystem? Unabhängig davon ist das Jmix8 tatsächlich ein recht potentes System (haben wir in der Blaskapelle); allerdings ist die Bedienung durch das kleine Display und weil man sich für jede Einstellung immer erst umständlich durchs Menü steppen muss, ohne separates Mischpult ziemlich umständlich.

Stereo-Nord-Piano, Mono Wurlitzer-Piano und 1x Gesang
Die meisten aktuellen Aktivboxen besitzen eine entsprechende Mixing-Sektion mit genau diesen Kanälen, wobei ich persönlich ein kleines separates Pulte durch die ausgeklügeltere EQ-/Effektsektion bevorzugen würde.

Wie sieht denn das Budget konkret aus? Und ließe sich nicht das bestehende Setup in Aufbau und Verkabelung so optimieren, dass Du zufrieden bist, wenn Sound und Dimensionierung passen?
 
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allerdings ist die Bedienung durch das kleine Display und weil man sich für jede Einstellung immer erst umständlich durchs Menü steppen muss, ohne separates Mischpult ziemlich umständlich
daher ja die App-Steuerung. Das ist da ziemlich ordentlich und übersichtlich. (also ich bin damit zufrieden ;) ) Die direkte Steuerung am Gerät nutze ich nicht. (Außer der schnellen Lautstärkeanpassung - da gibt es ja die definierten Regler)

btw: habe gerade gesehen, dass es j (mix) 9 und 11 ab diesem Jahr zusätzlich gibt. Hat da schon jemand mal reinhören können? Von den Eckdaten sind die 9er und 11er ja als 3-Wege-System mit 6x3" (bzw. 12x3") ausgestattet. Preislich allerdings deutlich über den J(mix)8...
 
Zurzeit besteht unser Setup aus zwei besagten EV-Aktivboxen, die auf recht schweren Stativen befestigt werden müssen, einem Soundcraft-Compactmixer, zwei Roland CM-30-Monitoren und meterweise Kabeln, um das ganze Zeugs anzuschließen. Wir würden gerne ein System haben, das wesentlich leichter aufzubauen ist, transportabler ist und uns bei Outdoor-Gigs etwas mehr Basswiedergabe beschert. Eigentlich war der Plan, einen Subwoofer zu den beiden EV-Boxen anzuschaffen, um's "untenrum" etwas voller werden zu lassen - und einen Digitalmixer, damit wir uns auch ohne Techniker (zur Not) per Tablet einpegeln können.
Von einem Säulensystem versprechen wir uns, dass es alle diese Voraussetzungen erfüllt - also transportabler, schneller und einfacher aufzubauen, bessere Bedienung mittels Tablet, zusätzliche Monitore überflüssig, potenterer Bass dank 12-Zoll-Speaker.
 
Ich habe immer noch nicht so ganz verstanden, wofür der Subwoofer benötigt wird, wenn nur Keys und Gesang verstärkt werden. Dass man sich mit einem Stäbchensystem das Monitoring komplett einsparen kann, ist leider ein weit verbreiteter Trugschluss, an dem die Firma Bose mit vollmundigen Werbeversprechen schuld ist. Die Physik lässt sich aber nicht austricksen.
 
Mir ist bisher nicht klar geworden, wie groß die üblichen Veranstaltungen sind, auf denen gespielt werden soll. Auch habe ich nichts über ein angepeiltes Budget gelesen.

Und zudem bin ich kein Freund davon, eine Box mit eingebautem Mischpult zu benutzen. Das hat für mich einige Nachteile. 1) kann man die Lautsprecher nicht so frei positionieren, weil man immer daran denken muss, dass die ganzen Instrumente und Mikros dorthin verkabelt werden müssen. 2) haben die meisten dieser Teile entweder nur eine Bedienmöglichkeit an der Box (absolutes Nogo für mich) oder eine über Bluetooth (auch ein Nogo, wenn auch nicht ganz so absolut). Und 3) habe ich nicht die Flexibilität das eine (Boxen) oder das anderen (Mischpult) zu ersetzen wenn es dann doch nicht langt.
Und dann ist da auch noch nicht geklärt wie die Monitore wirklich angesteuert werden sollen. Hmm.
Denn das ganze Aufgebaue und Kabelgewirr nervt.
Was wird denn einfacher mit einem integrierten Mischpult? Die Kabel für Instrumente und Mikro(s) bleiben ja mal gleich, die müssen dann halt alle zur einen Box verlegt werden, in der die Mischeinheit drin ist. Also so erst mal 4 Kabel( oder mehr?) quer über die Bühne zur Box. Und dann braucht es noch ein Kabel zur anderen Boxen (wenn man zwei "PA" Boxen benutzt) und jeweils ein Audiokabel für jeden Monitor. Ich komme da mal 7 Audio-Kabel, die da verlegt werden müssen. Jetzt gerade hast du genau eines mehr. 4 oder so für die Instrumente/Mikros, zwei vom Mischpult zu den Boxen und wieder je eines pro Monitor. Ich gebe dir recht, bei einem Sub wird der Aufwand, verglichen mit einem Säulensystem, aufwendiger, denn dann braucht es eben zwei Stromversorgungen weniger und die Audioverbindung vom Sub zum Top fällt auch weg. Aber das hat nichts mit der Frage zu tun ob es in der Box ein integriertes Mischpult geben muss oder nicht.

BTW ich habe für ähnliche Anwendungen nach wie vor noch zwei Alternativ-Systeme. Entweder zwei QSC K8 bzw K10 und optional ein FBT Vertus Sub oder zwei Turbosound IP1000. Ich mag die IP1000 gerade weil sie, für mich, ganz gut für Gesang und Sprache funktioniert (als Säulensystem). das andere System aus QSC und FBT funktioniert für mich nich einen Ticken besser, ist aber zugegebenermaßen etwas aufwendiger zu verkabeln.
Mischpult bei so kleinen Konzerten mit wenig Eingängen ist entweder ein Flow 8 oder ein XR18.
 
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Hallo Leute! Für mein Duo (bestehend aus mir am Piano (Nord Piano 5) und eine Sängerin) suche ich ein Säulensystem...

Servus! Gib doch bitte das verfügbare Budget und die angestrebte Veranstaltungsgröße an, die Ihr bestreiten wollt.

Ich würde erstmal mit zwei identischen Säulen anfangen - und je nach Budget dann gleich ein kleines Digitalpult dazukaufen wie das Flow8 oder eben später. Wenn Ihr relativ leise spielt (genauer gesagt, wenn Eure Gesangsmikros wenig Verstärkung brauchen), dann kann man evtl. ohne eigenes Monitoring spielen. Bei herzhafter Verstärkung eher nicht. Soll heißen, falls Deine Sängerin eine leise Stimme hat und viel Gain braucht, dann nicht; falls sie dagegen kräftig singt und weniger Gain braucht, könnte es klappen.
 
Ich würde grundsätzlich auch einen separaten DigitalMixer verwenden wollen, weil wie gesagt, die Kabel werden nicht weniger: die Inputs zu einer Box ein Kabel von einer Box zur anderen - btw. da fällt dann auch die Stereo-Option für das Piano weg.
Bei uns steht ein Pult, je nach Besetzung, meist mein A&H CQ20 zentral, je ein Hybrid Kabel vom Pult zu jeder Box und fertig.
Für‘s Duo reichen uns die Säulen als Monitor, für die 5-Mann-Band stehen die Boxen weiter vorne, und wer nicht mit in-ear fährt, schließt nen Monitor an. Gerade bei der Flexibilität bringt ein separater Mischer immer Vorteile, mal ganz abgesehen davon, dass er auch meist besser klingt, mehr Möglichkeiten bezgl. EQ, Compi und andere Features, auch was die Effekte angeht.
 
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Budget: ca. 2000 Euro. Auftritte: kleine Clubbühnen (ca.100 BesucherInnen), Outdoor-Events (Weihnachtsmärkte, Weinfeste, …) und Hochzeiten.
Ein zusätzliches Mischpult - ob digital oder analog - kommt nicht infrage. Wer mal reinhören möchte: www.jadeherz.de
 
Hab mal bei Euch reingehört...schon schick... Da kann ich den Wunsch nach dem (eleganten) Säulensystem verstehen.

Allerdings kostet der interne Mixer beim Evox ca. 200€ mehr - und ist somit teurer als ein Flow8, das Du direkt bei deinen Keys haben könntest. Kabel-Längen würden damit grundsätzlich kürzer ausfallen... Mengen wären ja eigentlich gleich.
Das Wichtigste aber wäre: Du hast am Flow 8 direkt 2 zusätzliche Monitorausgänge, die Du ansteuern könntest. Das geht vom JMix nicht. Wie das bei den anderen Säulen ist, kann ich nicht sagen. Das wäre auf jeden Fall ein riesen Punkt, der für die getrennte Lösung spricht. Abgesehen davon, dass Du mit Fader und Mute sehr schnell eingreifen kannst. Das geht mit dem Tablet soooo schnell nicht. Ein Echter Regler geht halt auch nicht in den StandBy. Die Steuerung über ein Tablet ist ja auch "ein zusätzliches Gerät"!

(Ich hatte den JMix auch geholt, weil ich das Ding dann auch StandAlone nutzen kann - auch mit dem BT. Habe aber hier 4 echte Mixer in der Hinterhand, die eigentlich immer dazwischen sollen.)

Ansonsten - Musicstore oder Session dürften ja ähnlich weit weg von Euch sein. Probehören wirst Du müssen!

Viel Erfolg! LG
 
Danke für die vielen Einschätzungen. Zum Evox-Mixer: So wie ich das sehe, hat der ja auch einen Aux-Ausgang. Das reicht für uns. Wir brauchen nicht zwei separate Monitorwege; einer reicht uns - falls wir bei den Säulenboxen überhaupt großartiges Monitoring brauchen ...
 
Na, dann alles Gute mit der JMix und berichte uns bitte wie du damit zurecht kommst und wie sie sich auch klanglich so schlägt, wenn du willst.
 

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