Zwei LD Systems Maui 28 G3 für Liveband?

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Durstig

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Hallo allerseits,

wer kann persönliche Erfahrungen mit der MAUI 28 in der aktuellen G3 Version (das ist die mit dem 12" Bass) beisteuern, vor allem hinsichtlich meiner Frage, ob ein Stereoset davon für eine Party-/Rock-/Pop-Coverband in kleinerem Rahmen ausreichend ist?

Also "ausreichend" nicht im Sinne von "geht schon einigermaßen" sondern im Sinne von "funktioniert ganz ordentlich" ;)

Zum Hintergrund und zur Präzisierung meiner Frage muss ich etwas ausholen:
Mein Hauptsystem sind zwei Seeburg A3 mit zwei G Sub 1201 - natürlich muss das nicht besprochen werden, dass sowas mehrere Klassen über MAUIs spielt, darum geht es auch gar nicht.
Es geht mir um ein Zweitsystem, das ultra schnell aufgebaut und ultra praktisch zu transportieren ist für alle kleineren Jobs.
EINE Maui 28 G3 habe ich schon ein paarmal persönlich verwenden können. Das war mit einer gemäßigten Halbakustik-Truppe, E-Bass und Cajon kamen erstaunlich gut über die MAUI, Gesang, Gitarren und Keyboard sowieso. das Ganze vor circa 80 Leuten, also gemäßigte Lautstärke - ich denke, das ist so der "naturgegebene" Einsatzzweck für Säulen PAs...
Sehr positiv überrascht war ich auch von der Haptik und Verarbeitungsqualität, denn ich hatte LD-Systems persönlich immer so im "Low-Budget"-Bereich eingeordnet...

Um auf meine Ausgangsfrage zurückzukommen:
Wenn ich zwei MAUI 28 G3 als Stereoset hinstelle, kann das mit einer Band, die Partymukke macht, Pop-Rock-Covers usw. funktionieren?
Besonders bezüglich der Kick-Drum-Abnahme und des E-Basses?
Nur kleinere Locations bis 100 Pers. max.? KEINE Metal-Pegel erwünscht?
Mir ist klar, das die beiden MAUI 12er Subs gegenüber meinen beiden Seeburg 12er Subs kein Land sehen werden, aber denkt Ihr, sie kriegen das EINIGERMASSEN passabel hin?
Wird der bei einer Band wichtige Mittenbereich bei den Säulen eine Chance gegen das akustische Drumkit haben?

Der gesunde Menschenverstand sagt natürlich "nimm für alles deine Seeburg" aber den gesunden Menschenverstand wollen wir mal außen vor lassen ;) denn ich bin halt auch ein Gear Nerd und experimentiere gerne und viel... :engel:

Vielen Dank schon jetzt für Eure Einschätzungen und viele Grüße
Durstig
 

Hast du den G Sub 1201 als passive Variante und nutzt eine externe Endstufe? Oder hast du den 1201 dp++ mit integrierten Endstufen?

Egal wie: deinem gesunden Menschenverstand würde ich zustimmen.
Der gesunde Menschenverstand sagt natürlich "nimm für alles deine Seeburg"

Ein A3-Top mit einem G Sub 1201 wiegt knapp 30kg, eine LD Maui 28G3 liegt bei 35kg.
Du hast also einen schlechteren Sound (beim Probehören bei Thomann* hat mich die Maui nicht so überzeugt, wie ich erwartet hatte), trägst mehr Gewicht und brauchst Platz & Geld für ein zweites System.

Wenn du ein kleineres System brauchst, würde ich eher einen deiner zwei Bässe zu Hause lassen.
 
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@Durstig, ich habe zwei MAUI 28 aus der ersten Serie, die ich für vergleichbare Zwecke einsetze, auch für eine ähnliche Anzahl Publikum, aber auch gerne für deutlich größere Räume und mehr Publikum (dann aber oft in Kirchen die akustisch in der Regel nie "trocken" sind, mit den beiden MAUI 28 bin ich bisher noch nie an eine Grenze gekommen).
Meiner Erfahrung mit diesen Boxen nach gehe ich davon aus, dass auch die aktuelle Version (die bestimmt nicht schlechter ist als Version 1, eher besser) für deine beabsichtigten Zwecke voll ausreicht und zufriedenstellend klingt.

Inwiefern es trotzdem vernünftiger sein kann, dein Seeburg-System zu nutzen und dann einen Sub weg zu lassen, wie @Donsiox es schreibt, musst du selber entscheiden. Geld würdest du so jedenfalls sparen.
Mitunter ist es aber auch nicht verkehrt, ein zweites System als "Fallback" bzw. Reserve vorzuhalten, wenn das Hauptsystem mal ausfällt oder bei irgendeiner Gelegenheit mal eine zweite ´Mucke´ parallel zu versorgen sein sollte.
 
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Danke euch beiden für eure Einschätzungen.

@Donsiox
ja, ich habe einen 1201dp++ und einen passiven 1201 als Slave.
Wenn ich mit dem großen Besteck unterwegs bin nehme ich meistens eine separate Endstufe nur für die beiden A3 mit und lasse den 1201dp++ nur sich und den Slave 1201 antreiben. Somit kann ich die Subs auf die von mir bevorzugte Weise über einen AUX-Weg ansteuern. Außerdem gibt mir das in punkto Betriebssicherheit ein besseres Gefühl, denn so habe ich automatisch ein Amp-Backup.
Um einen mit einer MAUI vergleichbaren Fall zu schaffen, reicht der 1201dp++ und ein einziges A3 Topteil und auch das habe ich so bereits gemacht: keine Frage, dass diese Kombi die MAUI alt aussehen lässt!

@LoboMix
klar wäre es wirtschaftlich betrachtet überflüssig, jetzt noch MAUIs anzuschaffen. Mich reizt eher der Spieltrieb und da vor allem die Frage, ob eine "richtige" Band (also mit akustischem Drumkit, E-Bass, E-Gitarren usw) zwei MAUIs überfordern würde oder ob das noch praktikabel wäre (wenn auch zweifelsfrei nicht auf dem Seeburg Niveau).

In meinem Hinterkopf hat sich nämlich irgendwann mal die Meinung festgesetzt, dass Säulen PAs eher was für Akustik-Bands, Alleinunterhalter, u.ä. geeignet sind - und das können sie ja auch tatsächlich!
 
Um einen mit einer MAUI vergleichbaren Fall zu schaffen, reicht der 1201dp++ und ein einziges A3 Topteil und auch das habe ich so bereits gemacht: keine Frage, dass diese Kombi die MAUI alt aussehen lässt!
Also wenn du bereits einen 1201dp++ hast, wäre die Entscheidung für mich gefallen:
den 1201dp++ mit den beiden A3-Tops verwenden und, wenn noch nicht geschehen, hier das Handling optimieren, z. B. mit passgenauen Hüllen und Rollbrettern zum einfachen Transport.

. Mich reizt eher der Spieltrieb und da vor allem die Frage, ob eine "richtige" Band (also mit akustischem Drumkit, E-Bass, E-Gitarren usw) zwei MAUIs überfordern würde oder ob das noch praktikabel wäre
Warum nicht? Die Maui hat 12 Mitteltöner und "echte" Hochtontreiber (manche Säulen haben nur Breitbandlautsprecher). Der Sub spielt relativ hoch, um die Tops anzukoppeln - aber Bass kann der schon auch. In meiner Region sind die Säulensysteme von HK und LD bei DJs recht verbreitet. Hier insbesondere wegen der cleanen Optik.

Ich persönlich fand beim Vergleich andere Systeme klanglich besser, z. B. QSC K8.2 (klassisches 8" Top) oder QSC KC12 (Säulensystem-Optik mit einem 2x4"-Topteil).

In meinem Hinterkopf hat sich nämlich irgendwann mal die Meinung festgesetzt, dass Säulen PAs eher was für Akustik-Bands, Alleinunterhalter, u.ä. geeignet sind
Wenn du die Vorzüge von Säulenlautsprechern haben möchtest, kannst du auch bei Seeburg bleiben: https://www.thomann.de/de/seeburg_acoustic_line_l16j.htm*
 
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Mich reizt eher der Spieltrieb und da vor allem die Frage, ob eine "richtige" Band (also mit akustischem Drumkit, E-Bass, E-Gitarren usw) zwei MAUIs überfordern würde oder ob das noch praktikabel wäre (wenn auch zweifelsfrei nicht auf dem Seeburg Niveau).

In meinem Hinterkopf hat sich nämlich irgendwann mal die Meinung festgesetzt, dass Säulen PAs eher was für Akustik-Bands, Alleinunterhalter, u.ä. geeignet sind - und das können sie ja auch tatsächlich!
So hatte ich auch lange gedacht, zumal ich erst keine Bands über die MAUIs verstärkt habe, sondern nur meine eigenen Sachen. Ich habe erst nur Zuspielungen darüber abgespielt, später dann aber auch eine Band wo wir eine Art Ambience-Musik gemacht haben mit Synthesizern, Akkordeon, E-Gitarre* und mir an der Bassklarinette. Da haben die MAUIs auch eine gute Figur gemacht, eine sehr gute sogar. Interessanterweise spielt die Schul-Rockband des Gymnasiums auf dem unsere Tochter ist, über genau dieselben MAUIs. Klingt gut wie ich finde, und die können sogar richtig ´Dampf´ machen.
Vom Preis-Leistungs-Verhältnis her halte ich die LD MAUI Säulensysteme nach wie vor für beachtenswert.

Als "kleines Besteck" nehme ich gerne auch mal die MAUI 5 mit. Ich mache z.B. gelegentlich Auftritte wo ich mit Solo-Klarinette oder Solo-Saxophon mit Delay und Looper sozusagen mit mir selber im Duett spiele.
Da reicht so eine kleine 5-er. Sehr "schlepp-freundlich".
 
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Kurz von mir: Ich benutze ein Maui 28 Paar auch bei groesseren Veranstaltungen bis 250 Leute und gerne auch draußen bei Touristikveranstaltungen etc. Sie machen ordentlich Dampf im Feld < 30m, wenn man sie lässt und machen einen guten Sound . Sie brechen dann nach ca. 30m Entfernung deutlich ab. Das ist Ideal für mich, weil wir auf solchen Veranstaltungen nicht drauf aus sind die Gesamte Veranstaltung zu beschallen. In Clubs und Kneipen reichen die Boxen auch dick. Ich habe viel arbeit in den vorhanden Mix meiner Band gelegt und alles an die Maui angepasst. Das PA System inkl IEM besteht aus 2 Euroboxen, 2 8HE Racks und 2 Mauis - Einstecken, Feedback und Raumeq einstellen und los gehts. 15 Minuten aufbau, 15 Minuten abbau. Was mir nicht passt, ich aber damit leben muss sind die unteren Mitten, die sind etwas schwammig.

Bei mir ist es umgekehrt:Ich suche gerade nach dem Upgrade für große Veranstaltungen und Konzerte. Ich habe eine aktive, große HK Anlage zur Hand, die muss ich aber immer erst leihen und hoffen sie ist Verfügbar.
 
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Edit: "Besonders bezüglich der Kick-Drum-Abnahme und des E-Basses?" Ja, Bassist und Schlagzeuger sind sehr zufrieden mit den Tiefen. Aber da steckt relativ viel im Signalweg. Eq, DynEq, Compressor, Sumcompressor in dem Fall. Processing muss sein bei den Mauis.
 
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Ich habe zwar nur praktische Erfahrungen mit der MAUI 28 G1 und G2, aber beiden ist gemeinsam, dass der Mittel/Hochtonbereich ganz schnell von klar und sauber nach überlastet und verzerrt umschlägt. Und zwar in Bereichen, wo die Seeburg grade erst aufwacht. Darum: Lass es. Es mag noch hinkommen, wenn man das Preis/Leistungsverhältnis der beiden vergleicht, aber bei Qualität pro Gewicht sieht die MAUI kein Land im Vergleich zu Seeburg.
 
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  • #10
Das Verzerrungsproblem hat sich bei der G3 entspannt aber ich muss in einem Recht geben: Für höhere Ansprüche und mehr reserven braucht es eine Nummer größer. Ich habe sehr viel dynamische Bearbeitung vor der Maui, das muss man wollen. Wenn man eine Anlage mit reserven hat mischt es sich auch entspannter :) Seeburg höre ich mir beim nächsten Thomannbesuch mal an.
 
  • #11
Ich verwende selber ein Stereoset der Maui G3 28 und benutze es gelegentlich ziemlich genau in dem von dir beschriebenen Kontext mit einer Rock/Pop Coverband.
Meiner Meinung nach funktioniert das gut.
 
  • #12
Herzlich Willkommen @CHO im MB!

Zurück zur Maui 28 G3 - hier kann ich ähnliches berichten, wie schon geschrieben wurde: Der Sound ist völlig in Ordnung und für die Größe erstaunlich voluminös. Der Bauart geschuldet kommt der (tiefere) Mittenbereich etwas zu kurz, was sich durch einen sauberen Mix aber ganz gut ausgleichen lässt.

Wir nutzen die Maui mit einer Kirchenband - da kommt sie bei weitem nicht an ihre Grenzen 😊 In unserer Hochzeitsband spielen wir mit einem ähnlichen System, dem HK Elements Smart, das sogar nur 10" Subs besitzt. Bisher hat aber auch dieses überall ausgereicht, aber eben mit dem Anspruch, dass es nicht überall im Raum ohrenbetäubend laut sein muss, sondern vor allem die Tanzfläche und ersten Reihen druckvoll beschallt werden sollen.
 
  • #13
Wie haben die Kulturelle Landpartie DRAUßEN (!), bis vielleicht 100 Leute im Publikum, mit 8 Leuten (2 acc, 2 clar, bs, caj, voc, viol) mit EINER Maui 11 beschallt. Da würde ich mir also keine Sorgen drum machen. (Unabhängig von den anderen Argumenten der Mitposter)
 
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