[Saiten] - D'Addario ProSteels

von Heike, 25.06.08.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    19.11.03
    Beiträge:
    4.447
    Zustimmungen:
    435
    Kekse:
    14.673
    Erstellt: 25.06.08   #1
    D'Addario ProSteels


    Sätze: (1) EPS220 Super Light/Long Scale (.040 - .060 - .075 - .095)

    (2) Custom Satz (.030 - .050 - .080 - .125) f. Quintstimmung (C1 G1 D2 A2)

    URL: www.daddario.com

    Konstruktion: Runddraht aus proprietärer Stahl-Legierung auf hexagonalem Stahlkern


    D'Addario ProSteels sind Version 3.0 der klassische Stahlsaite der post-Rotosound Aera (seit 1982 zunächst XLS, später Prism bis 2003).

    Mittleres Finish, mittlere Saitenspannung, hoher Output.

    Die Ausgeglichenheit ist, wie man das bei D'Addario erwartet, perfekt.

    Klanglich liefern diese Saiten überreichlich von sehr offenen und extrem hochreichenden Brillanzen (wohl nicht umsonst Nathan East's und John Pattitucci's Lieblinge), die nie unangenehm werden. Die Mitten sind recht farbig, was mich merkwürdigerweise an gewisse Klassikgitarrensaiten diese Herstellers erinnert (nanu?), dabei hexcoretypisch focusiert (weswegen ich sie auch gerne auf Fretless einsetze). Die alten XLS und Prism hatten das Problem, daß sie im Bass besser sein hätten können, was bei den neuen ProSteels jedoch behoben ist: die Bässe sind kellertief, raumfüllend, wuchtig, wiewohl definiert (aber glücklicherweise nicht gedrungen-kompakt wie etwa SIT Rock Brights Stainless). Die Slap Sounds sind klar, drahtig-elegant, mit beherztem Attack und piano-string ring. Die Pizz-Sounds sind bei entsprechender Technik sehr gediegen, voll und feinknurrend, die Pick-Sounds dagegen aggressiver.

    Durch die leichte Stärke sind auch Techniken wie Tapping und Double Thumbing sehr gut ausführbar. Die extremen Bässe und Höhen, sowie die Dynamik entfalten sich allerdings klassisch-vorbildlich (über dem Griffbrettende senkrecht auftreffend) geslapped bei weitem am besten. Die Flexibilität beim Saitenziehen ist superb.

    Die Haltbarkeit liegt im oberen Mittelfeld, Einbußen machen sich zuerst in Brillanzen und Tiefbässen bemerkbar, die Mitten halten dabei den Sound noch nachwievor gut zusammen, so daß die Saite auch mit diesen Veränderungen noch plausibel gut klingt. Erst mittelfristig klingt die Saite zunehmend stählern statt elegant drahtig, wäre aber auch dann noch für die entsprechenden Sounds brauchbar.
     
Die Seite wird geladen...

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
mapping