Saitenprobleme

von paul_the_bassplayer, 01.12.03.

  1. paul_the_bassplayer

    paul_the_bassplayer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.12.03   #1
    Hi,
    bis jetzt hatte ich immer ne D'Angelico 135 als H saite benutzt, dann ist sie mir gerissen kurz vor nem gig, also bin ich hin zum laden und habe nach dieser saite gefragt, war leider nicht da... dann habe ich mir einfach ein warwick red strings packet(stainless steel) gekauft, weil sie keine andere einzelne 135 saite mehr da hatten. zu hause ziehe ich die saite auf und stimme schnell (ganzton tiefer), dann spiele ich sie an, doch kann ich nur noch langsamer spielen als sonst, da meine finger an der saite hängen bleiben, liegt das jetzt daran das das stainless steel ist oder , weil sie einfach nur billig ist(vorher hatte ich immer nickelplatedsteel)??
     
  2. Domo

    Domo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.12.03   #2
    das liegt wohl am stainless. bin zwar gitarrist, aber kenne das seltsame gefühl dieser dinger ;)
     
  3. Yogib

    Yogib Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.12.03   #3
    also ich kenne das auch von nickel, aber das legt sich bei mir nach soner woche...also die spielen sich dann glatt!
     
  4. Satan Claus

    Satan Claus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.12.03   #4
    Wie kann einem bitte die H-Saite reissen :shock:
     
  5. stagediver

    stagediver Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.12.03   #5
    Ich kenn zwar keine Nickelsaiten und hab sie auch noch nie gespielt, aber meine Thomann Saiten (Sacht nix! Für das Geld sind die verdammt geiel!!)
    sind auch Stainless Steel und die flutschen wie nix!
     
  6. paul_the_bassplayer

    paul_the_bassplayer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.12.03   #6
    Gta fan:
    saiten reißen halt mal, das haben die so ansich! 8)

    P.S. "h-saite" ist ein sehr waager begriff, man kann genau so gut ne 115 als h saite benutzen, die reißt dann noch schneller...
     
  7. II-V-I

    II-V-I HCA Bass HCA

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    Erstellt: 02.12.03   #7
    Bitte was :?: bitte wie :?: bitte warum!?!?!?!?!?

    Du sollst mit deinem Bass Musik machen und nicht Pfeil-und-Bogen spielen ! :rolleyes:
    Ne H-Saite zum Reissen zu bringen ist nicht durch normales Spielen zu erklären ... da ist Unfug im Spiel !
     
  8. LBB

    LBB Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.12.03   #8
    Ja... Das einzige mal das ich gesehn hab, daß ne H-Saite gerissen ist, war als jemand seinen Bass daran aufgefangen hat als der Gurt gerissen ist... :D
     
  9. icepete

    icepete Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.12.03   #9
    Wo wir gerade beim Thema Saiten sind: Hat jemand Lust mit das ganze Gedöns mit den Saiten mal zu erklären? Welche Dicke etc. sind wichtig, welche sind für ne 5-Saiter für Rock/Hard Rock/Metal am besten geeignet und welche spielen sich am "schnellsten und besten"?

    Wäre euch soooo dankbar, wenn jemand antworten würde ;)

    Danke!!!!!!
     
  10. fredl

    fredl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.12.03   #10
    da gibts nen wunderbaren thread, der sich nur mit saiten befasst... such mal kurz, muss eh auf der ersten oder zweiten seite sein.
     
  11. icepete

    icepete Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.12.03   #11
    Danke, aber das habe ich mir ALLES durchgelesen und es bringt mich nicht wirklich weiter.

    Also ich würd gern so ein paar Erklärungen zur Dicke der Saiten etc. haben. Wäre jemand so lieb?
    Was für Saiten sind am besten für Rock/Hard Rock/Metal und welche spielen sich am "schnellsten"?
    Danke für jede brauchbare Antwort.

    P.S.: Ja, ich habe alles durchgesucht und es steht nirgends was brauchbares dazu. Vielleicht kennt ja jemand von Euch ne Homepage, wo das erklärt ist. Danke!
     
  12. fredl

    fredl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.12.03   #12
    wenn du alles durchgelesen hättest (oder zumindest den saiten thread) dann wärst du auf diesen link gestoßen

    http://www.justchords.com/reality/strings.html

    so und welche saiten gut klingen für die musik, die du machst, musst du schon selber rausfinden. oder deine bandkumpanen.
     
  13. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 03.12.03   #13
    Warwick gilt als besonders grob, auch bei den Nickels (Yellow Label), und bei den teureren Black Label.

    Weiß auch nicht, warum die das jetzt so machen, Ende der 80er hatten die noch weicheres. Aber das ist lange her...

    Nimm halt beim nächsten Mal was besseres... :(
     
  14. thirsk

    thirsk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.12.03   #14
    also die yellows finde ich wenig grob - gut bespielbar und klingen imho ganz anständig.
     
  15. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 07.12.03   #15
    Hab' den ganzen Driss nochmal ergänzt und konzise zusammengefaßt. Vielleicht könnte man in der Knowledge Base auch mal Rubriken für solche Generalia (Hölzer wären auch mal 'ne info Wert z.B.) einrichten? Und vielleicht auch neben Amps und FX eine für Saiten-Tests/Erfahrungsberichte? Anyway, here goes...

    Als Leo Fender 1951 mit dem Precision Bass (der später noch stark verändert werden sollte, während das originale Design ab den späten 1960ern als Telecaster Bass vermarktet wurde) den ersten solid body mit elektromagnetischen Tonabnehmern entwickelte, mußte er sich mit Darmsaiten behelfen, die er an der über den Pickup führenden Stelle mit Eisendraht umwickelte. Später beauftragte er die Firma V.C. Squier mit der Herstellung einer Stahlsaite, bei der Flachdraht aus Nickel oder Chromstahl um einen Stahlkern gewickelt wurde (daher die Bezeichnung flatwound — die Bezeichnung "geschliffene Saite" ist irreführend, würde à  la lettre genommen auf sog. halfrounds a.k.a. groundwounds zutreffen).

    1963 führte James How das Rotosound Swing Bass JS 66 Set ein, eine runddrahtumsponnene Stahlsaite, die mit mehr sustain und punch aufwarten konnte. Spätere Variationen betrafen vor allem Materialien, etwa wie Saiten aus reinem Nickel herzustellen, der weniger aggressiv klingt und bessere magnetische Eigenschaften hat, Stahlkerne mit Nylon-, Kupfer- oder Bronzeumspinnung, wovon letztere vor allem auf elektroakustischen Instrumenten zum Einsatz kommen (auch mit der Variation Bronzeumspinnung auf Nylonkern), sowie Wickeldrähte aus Stahl mit Nickel- (nickel plated steel), Gold- oder Teflon-Beschichtung, die jedoch das Problem haben, sich schnell abzunutzen, auch wenn die entsprechenden Hersteller seit Jahrzehnten schon stur behaupten, die Beschichtung verlängere die Lebensdauer der Saite!

    Typischerweise haben Bassaiten eine Windung auf der C- und G-, 2 auf der D- und A-, 3 auf der E-, und schließlich 3 oder 4 auf der H-Saite. Eine dicke Saite, die aus nur einem massiven Draht bestünde, produzierte keine für ein Saiteninstrument natürlich klingenden Obertöne, sondern eher etwas in Richtung von Malletophonen gehendes, etwa wie ringmoduliert klingendes. Das kann auch bei Verwendung von sehr dicken Saiten (etwa .055 - .075 - .090 - .110 für einen Viersaiter — zumindest in Standardstimmung) zum Problem werden, wenn man mit Akkorden arbeitet. Entscheidend für den Sound ist das Massenverhältnis von Kern zu Windungen. Geringere Kernmassen bewirken mehr Brillanz und Elastizität, allerdings auch Verluste an Sustain, Lautstärke, Stimmstabilität und auch Resistenz gegen Reißen. Die Massenverhältnisse sind auch entscheidend für das Spielgefühl, das durch objektiv meßbaren (in lbs bzw. kp) Saitenzug wie Elastizität bestimmt wird. Ein massenreicherer Kern macht die Saite steifer und damit mehr Widerstand leistender als eine Saite gleicher mit Stärke aber größerer Umspinnungsmasse. Der Durchmesser des Drahtes der letzten Umwindung bestimmt, wie rauh die Saite ist. Sehr grobe Saiten können sich äußerst unangehm anfühlen, vor allem wenn sie aus rostfreiem Stahl bestehen.

    Mitte der 1970er Jahre wurde ein halfround bzw. groundwound genanntes Design eingeführt, bei dem die äußerste Lage der Umspinnung mehr oder weniger glatt abgeschliffen wird. Je nach Fabrikat kann der Ton ein gelungener Kompromiß zwischen Roundwound- und Flatwound-Sound sein, aber auch "nicht Fisch, nicht Fleisch". Ein Kompromiß zwischen Round- und Halfround-Saiten sind sog. pressurewounds, deren erste die Rotosound Solo Bass Serie war. Alembic umgeht in der CX-3 Serie das Problem der nachträglichen Änderung von Massenverhältnissen durch mechanische Kompressionsverfahren, indem die Saite als äußerste Lage mit einem ovalen Draht umsponnen wird.

    Kerne können aus einem Draht mit rundem oder sechseckigen Querschnitt gefertigt sein (i.Ggs. zu den komplexeren Kernkonstruktionen von Kontrabaßsaiten). Hexagonale Kerne produzieren mehr Brillanz und sorgen für stabilen Sitz der Windungen, indem sich die Ecken in den Umspinnungsdraht drücken. Rundkerne haben keine Leerräume unter den Windungen, die Schweiß und Schmutz aufnehmen können, was der Lebensdauer der Saiten sehr abträglich ist. Außerdem enthalten sie mehr Metal und produzieren folglich mehr Ton. Das Problem ist, die Windungen auf dem runden Draht stabil in Position zu halten. DR etwa löst dieses Problem durch eine abgeflachte Stelle etwa 15" vom Kopfende entfernt, die den Draht verankert, aber noch beim Spielen leicht rollen läßt, was die Saite elastischer und brillanter macht.

    Die Umspinnung kann auf der schwingenden Länge konstant gehalten werden, am Brückenende etwas (taper wound) oder auch ganz (exposed core, eingeführt durch Rotosound's Piano-String Design) zurückgenommen werden. Das Problem ist, daß eine Saite konstante Massenverhältnisse aufweisen muß, um sich in gleich schwingende Teile in der Obertonreihe aufzuteilen. Man kann die Brücke zwar so einstellen, daß gegriffener Ton und Flageolett im 12. Bund übereinstimmen, aber andere Töne werden schlecht intonieren. Dieses Problem stellt sich bei Piano-Saiten einfach nicht... Ein weiteres Problem ist schlechtes Sustain und Schlaffheit, da die ganze schwingende Masse nicht über die Brücke auf den Korpus übertragen werden kann.

    Das wichtigste objektive Kriterium zur Beurteilung eines Saitensatzes ist die Ausgeglichenheit. Offen Saiten (sowie mit hammer ons auf dem 3., 5. und 7. Bund jeweils) sollten trocken wie mit Verstärkung angespielt jeweils nahezu gleiche Lautstärke, Klangfarbe und Spielgefühl (Saitenzug und Elastizität, s.o.) haben. Auch der Wechsel von Anschlagtechniken (Pizz, Slap & Pop, Plektrum, Tapping) sollte mühelos möglich sein. Wichtig ist auch, daß die H-Saite nicht in der Qualität abfällt, etwa sich schlapp anfühlt, keinen harten Anschlag verträgt oder gar dumpf und belegt klingt.

    Entscheidend ist jedoch das Zusammenspiel aller dieser Faktoren. Meinen singulären Präferenzen nach müßte ich zwar etwas wie pure nickel roundcore oval wounds spielen, aber abgesehen davon, daß dergleichen nicht auf dem Markt erhältlich ist, zählt etwa LaBella Deep Talkin' Bass, eine stainless steel hexcore roundwound Saite, zu meinen absoluten Favoriten.

    Auch das ist Geschmackssache!! Am beliebstesten sind wohl stainless steel roundwounds, aber John Myung von Dream Theater etwa spielt D'Addario XL. Was übrigens eine gute Allzweck-Saite ist!
     
  16. icepete

    icepete Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.03   #16
    Vielen Dank Heike!
    Ich muss sagen: Du bist eine der kompetentesten Nutzer/innen dieses Forums ;)
     
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