Samples abspielen als live drummer

von Sweepy, 23.04.19.

  1. Sweepy

    Sweepy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.04.19   #1
    Hallo,

    ich traue mich jetzt mal als Gitarrist zu euch drummern und ich bin mir nicht ganz sicher, ob das Thema hier reingehört oder nicht. Aber nachdem es meinen drummer betrifft, stelle ich die Frage mal hier.
    Es geht darum, dass ich in unsere Musik gerne Samples (Padsounds, Leadsounds etc.) einbauen möchte, die quasi per "Knopfdruck" in den jeweiligen Songpassagen abgespielt werden sollen. In meiner, vielleicht naiven, Vorstellung,
    hätte ich gerne, dass der drummer das per Samplepad steuert bzw. aktiviert. Bis hierhin reichen meine Vorstellungen. Jetzt zu den Problemfragen:

    - Wie kann berwerkstelligt werden, dass er einen Klick im Ohr hat, während das Sample abläuft?
    - Kann man das Samplepad so programmieren, dass die Samples nach der Songreihenfolge eingespeichert werden?
    - Welches Equipment wird benötigt, wenn wir das in Angriff nehmen wollen?
    - Gibt es einfachere Lösungen dafür? Z.B Laptop mit vorgefertigten Klicktracks pro Song. Würde uns dementsprechend einschränken. Wir wollen ungern einen Keyboarder einstellen....

    Es wäre toll, wenn ihr mir das eher mit einfachen Worten erklärt, da ich dahingehend noch ein ziemlicher Anfänger bin.

    Vielen lieben Dank im Voraus :)
     
  2. surferorange

    surferorange Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.04.19   #2
    Hallo Sweepy,

    bekommst hier sicher noch passendere Drummer-Antworten. Trotzdem:

    Wir hatten das Problem auch: Wie Soundschnipsel, Geräusche, Samples .. live einbinden!? Und auch wir wollten ebenfalls keinen zusätzlichen Keyborder oder PC auf die Bühne stellen. Allerdings brauchen wir keine Midi, Synchro mit anderen Geräten etc. Bei uns sollte es vom Bassisten wie ein Effektgerät bedient werden (und bezahlbar sein!). Gefunden hatten wir für unsere Zwecke:

    Akai MPX-8

    mpx8..JPG Gibt es auch mit 16 (statt 8) Pads.


    Allerdings war es für unsere Zwecke nicht geeignet, weil eine Bedienung per Fuß nicht wirklich geht (Pads zu klein)!

    Unsere Lösung war dann, dass uns ein talentierter E-Techniker-Freund das Gerät nach unseren Vorstellungen gebaut hat:

    ELGL7551.jpg

    Funktioniert für unsere Zwecke einwandfrei und ist stabil. Wir bekommen gerade ein zweites Gerät mit Modifiaktionen - bezahlbar ist es auch. Es lassen sich über mehrere Bänke je 8 Sounds aufrufen, die auf einer SD-Karte gespeichert sind. Ausgang für Amp bzw. PA.

    Falls jemand Kontakt aufnehmen will: fischer207<at>web.de ( ... habe ihn wg. der Mailadresse vorher gefragt) - bei Interesse freundlich anfragen ... ich habe selber keine finanziellen Interessen, sondern sage auf diesem Wege Danke für seine Unterstützung. :great:

    Wie gesagt, Du bekommst aber sicher noch Antworten, wie die Lösung über den Drummer gehen kann.
     
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  3. Sweepy

    Sweepy Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.04.19   #3
  4. Korki

    Korki Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.04.19   #4
    Hallo,
    da gibt es verschiedene Möglichkeiten, die sicher hier im Forum schon beschrieben wurden. Welche die sinnvollste ist, hängt davon ab, wie deine Samples genau aussehen. Geht es um einzelne Klänge, Effekte und Einwürfe, oder ganze Liedpassagen oder Keyboardspuren etc.? Sollen mehr als 1 Sample gleichzeitig oder im gleichen Lied abgespielt werden? Wie viele Samples werden pro Auftritt benötigt?

    Die technisch einfachste Lösung ist ein Samplepad. Die Teile haben 1-9 Pads, die mit unterschiedlichen Sounds belegt werden können. Die Sounds werden vorher am Rechner erstellt (oder direkt ins Pad eingespielt) und entsprechend auf der Kiste gespeichert. Es gibt eine Anzahl von Bänken. Davon nutzt man z.B. eine pro Lied und wählt die Reihenfolge z.B. vor dem Gig entsprechend der Setliste. Die Länge und Auflösung der Samples kann bei Samplepads aber beschränkt sein.
    Bei älteren oder günstigeren benötigt man ein Workaround, um einen Klick mitlaufen zu lassen. Man kann bei der Erstellung des Samples so pannen, dass links das Sample und rechts der Klick läuft. Links geht dann ans FOH, rechts auf den Kopfhörer des Schlagzeugers. Andere Modelle (z.B. Roland SPD-SX oder SPD:One wav) besitzen schon die Möglichkeit, einen Klick zu integrieren.
    Deutlich flexibler (auch für längere Samples) aber auch materialtechnisch aufwendiger wäre eine Notebook-Lösung: Mit einem Pad wird per Midi die Software auf dem Rechner angesteuert und das Sample gestartet (und gestoppt etc.). Über eine vernünftige Soundkarte (Audio-Interface, normalerweise nicht onboard) werden Sample und Klick dann ausgegeben (an FOH und Drummer).

    Wenn der Schlagzeuger das Sample nicht während des Spielens starten muss, funktioniert auch ein Sample-Player oder ein Notebook oder sogar mp3 Player etc. Ihr müsst nur das Sample so basteln, dass der Schlagzeuger es vor dem Lied per Hand starten kann, er einen Einzähler bekommt und es das ganze Lied über durchläuft. Das schränkt dann nur die Flexibilität im Lied ein.

    Ich persönlich bin ziemlich begeistert vom Roland SPD-ONE wav: Sehr kompakt, sehr gute Triggereigenschaften, variabel zu spielen (z.B. mit Fuß als Stomp-Box) und reicht mit einem einzigen Pad und 12 Speicherplätzen für meine Anwendung (Effekte und Percussion) vollkommen. Ist natürlich deutlich zu teuer, aber ansonsten für mich perfekt.
    Für euch könnte das SPD-SX die richtige Wahl sein. Auch weit entfernt von günstig, aber ein sehr ausgereiftes Gerät. Von da eine Leitung zum Inear des Schlagzeugers und eine zum FOH, fertig.




    Vielleicht noch ein kleiner Hinweis: Da du das für deinen Drummer erfragst, gehe ich davon aus, dass er zumindest kein Fachmann in der Materie ist oder dass du ihn gerne mit deinen Wünschen vor vollendete Tatsachen stellen möchtest. ;-) Deshalb der Hinweis: Das ist in der Praxis alles nicht notwendigerweise so einfach. Insbesondere falls ihr bisher noch nicht mit Klick gespielt hat, solltet ihr nicht erwarten, dass euer Schlagzeuger das von heute auf morgen so hinbekommt. Das benötigt sicher eine Eingewöhnungs- und Übezeit.
     
  5. xCJ279x

    xCJ279x Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.19   #5
    Hi Sweepy,

    ich denke mal, dass du mit der Antwort von Korki schon was anfangen kannst. Auch der audio live player, den du gefunden hast, wird meines Wissens nach häufig verwendet.

    Ich wollte dir einfach mal beschreiben, wie ich genau das mache, was ihr vorhabt:
    - vor einigen Jahren habe ich mir das Roland SPD-S Sampling Pad zugelegt, wo ich relativ einfach eigene Samples drauf abspeichern und per Anschlag abspielen kann. Da wir nur 4-5 Samples pro Konzert einspielen, reicht mir eine Bank aus, man könnte aber mehrere Banken mit 9 Samples (plus externer Pads oder Trigger) erstellen.
    - seit ca. einem Jahr spiele ich mit Klick auf dem Ohr, welchen ich ganz einfach vom Handy über eine App abspiele.
    - beide Signale (Samples und Klick) steuere ich über ein kleines Mischpult, sodass ich beides gut über In-Ear hören kann.

    Ich hatte mal überlegt, als Upgrade auf das von Korki genannte Roland SPD-SX umzusteigen, allerdings wird laut Testberichten der Klick teilweise auch über die PA abgespielt (und nicht nur über den Sub- bzw Phones-Ausgang), was man ja eher nicht möchte. Bei meiner Lösung habe ich Klick und Samples unabhängig voneinander, ich muss lediglich darauf achten, dass ich Live nur das Sampling-Pad von meinem Mischpult aus zum FOH schicke.

    Falls es dich interessiert, wie genau das ganze im Detail aussieht/ funktioniert/ verkabelt ist etc., beantworte ich das gerne per privater Nachricht :)
     
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  6. GieselaBSE

    GieselaBSE HCA Eigenbau Drums HCA

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    Erstellt: 26.04.19   #6
    Moin moin.
    Genau das Teil habe ich in Benutzung und es funktioniert sehr gut!!
    Vorraussetzung ist, dass die Songstrukturen feststehen und dass der Drummer auf Click spielen kann und auch mit Inears spielt.
    Ich nutze das Teil in Verbindung mit einem kleinen Behringer Mischpult, in dem ich Click und Monitorsignal zusammenmische (und was ich sonst noch so brauche).
    Nebenbei steuern wir mit dem midisignal auch die Kanäle des Gitarrenamps, 2 Nebelmaschinen und etwas Licht.
    Echt ne feine Sache.
     
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