Schalloch Cajon - Kurztest

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Ahoi Bordies,

im Folgenden möchte ich Euch kurz meine Erfahrungen/Eindrücke zum Schalloch-Cajon mitteilen, welches ich für ca eine Woche recht ausgiebig testen konnte. Ich habe es dann gegen ein Schlagwerk cp-404 getauscht, zu welchem ich später eine eigene Bewertung schreiben werde.

Schalloch ist wohl eigentlich die Hausmarke eines kleinen Kellermusikladens in der Langen Reihe (Hamburg), in welchem ich vor vielen Jahren meine erste "richtiige" Gitarre erstanden habe, und der sich auf Percussion spezialisiert hat.

Da ich schon seit einigen Jahren diese komischen Kisten als ziemlich spannende Begleitung für mein Gitarrenspiel entdeckt habe, war es wohl nur eine Frage der Zeit, mir so ein Teil zuzulegen. D.h. ich selbst spiele noch nicht so lange Cajon, habe aber ziemlich genaue Vorstellungen wie so ein Teil klingen sollte, und kann die verschiedenen Grundtöne auch technisch umsetzen. D.h. ich denke schon, ein paar brauchbare Infos geben zu können.

Aufbau/ Verarbeitung
- das Schalloch hat mit ca. 46/30/31 die üblichen Standardmaße, hat eine Eichenholz-Decke und ist preislich mit unter 70 Euro eine ziemlich interessante Alternative zum Selbstbau. Der Verarbeitung ist absolut sauber und solide. Der Schnarrsound wird wie meist üblich mit 2 * 2 Schnarr-Seiten (Gitarrenseiten) erzeugt, die innen über die Schlagplatte laufen, und innen recht einfach mit einem beiligenden Imbus in ihrer Spannung reguliert werden können. Der Snare-Sound lässt sich wie gewohnt von Außen über die Verschraubung der Schlagplatte regulieren. Löst man die Schrauben ein wenig ist gut zu erkennen, wie sich die Schlagplatte vom Rahmen löst, und es kommt zu einer deutlich hörbaren (percusiveren) Veränderung der Snare-Sounds (sehr viel deutlicher, als etwa beim Schlagwerk CP-404).

Sound
Die verschiedenen Grundschläge lassen sich klanglich sehr gut umsetzen - der Bass klingt überraschend satt und trocken, nicht so hohl/wuchtig/dröhnig wie bei der 5cm größeren CP404. Auch Ton und Slap haben mich klanglich überzeugt. Allerdings musste ich etwas "suchen" bis ich meine Klangvorstellungen realisieren konnte. Insgesamt klingen die einzelnen Schläge je nachdem wo man sie ausführt recht unterschiedlich. Wie hier oft beschrieben, habe auch ich Probleme, gute Tips hinzubekommen. Aber das gilt genau so für die CP-404.
Allerdings musste ich schon ein wenig an dem Schalloch-Cajon justieren, bis es so war wie ich wollte (Schnarr-Seiten strammer ziehen).

Man kann die Soundmöglichkeiten also entweder als vielfälltig oder als zickig bezeichnen - und natürlich fehlt mir das technische Vermögen, um im Spiel konstant immer dieselben Klänge zu erzeugen.


Fazit:
Ein Vergleich zu anderen Cajons zu ziehen ist immer sehr schwer - Ich habe hier die Studio Aufnahmen aus dem Conny Sommer Lehrbuch, das CP-404 sowie diverse I-Net Sachen.
Unter dem Strich gibt sich hier das Schalloch keine Blöße. Viele Sounds (Bass) haben mir persönlich ausgesprochen gut gefallen, bei anderen sehe ich kaum Unterschiede. Im direkten Vergleich klingt die Schalloch "schnarriger" (d.h. weniger perkussiv) als die Schlagwerk CP-404, und der Bass klingt für mein Empfinden deutlicher nach Base-Drum.
Allerdings fand ich es - als Anfänger - schwieriger, im Spiel dieselben Klangfarben konstant zu erzeugen.

Letztendlich habe ich die Schalloch gegen die Schlagwerk CP-404 getauscht, weil sie mir (mit 186cm) mit einer Höhe von 46cm etwas zu niedrig schien.

Vielen Dank fürs Lesen - und vielleicht konnte ja der eine oder die andere was mit meinen Einschätzungen anfangen!

cu
Tosch
 
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