Schallpegel von Wavelab umrechnen

von Cobi2, 21.03.07.

  1. Cobi2

    Cobi2 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.07   #1
    Hi,
    Wenn ich z.B. in Wavelab eine FFT Analyse durchführe erhalte ich negative Schallpegel, wie sind die Werte zu interpretieren?
    Können die in "positive Pegel" umgerechnet werden oder idealerweise in Pascal?
    Hoffe das ist das richtige Forum.
    Gruß, Cobi
     
  2. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 21.03.07   #2
    Hm, nix für ungut aber ich glaube da besteht einiges an Nachholbedarf bzgl. "Pegel" ;)

    Also erstmal: einen Schall(druck)pegel kann dir Wavelab gar nicht anzeigen, weil der nämlich eine Luftdruckschwankung ist, und somit nur zwischen deinen Boxen und deinen Ohren messbar ist. Die Einheit hier wäre dB SPL (sound pressure level = Schalldruck), und wie du richtig bemerkt hast kann man den auch in hPa umrechnen.


    Das du negative Pegel erhälst, ist vollkommen korrekt, logisch und normal ;)

    Wavelab zeigt dir hier entweder den digitalen Pegel dB FS (Full scale), oder eben den absoluten Spannungspegel dBu an (gleich mehr dazu).

    Beim dB FS definiert die "0dB"-Marke die oberste Grenze, wenn das Signal diesen Wert überschreitet treten digitale Verzerrungen auf = Übersteuerung. Signal kaputt, unbrauchbar.
    Daher zeigen alle Pegel logischerweise einen negativen dB-Wert an.

    Beim dBu wird der Pegel in Bezug auf eine Normspannung von 775mV errechnet (man kann sich das mit dem "u" leicht merken, ist ja die physikalische Einheit von Volt).

    Liegt zB. eine Spannung von 775mV an, so ergibt sich ein Pegel von "0dBu".

    Formel dazu: L[dB] = 20* log (u/0,775V)
    wobei u hier die anliegende Spannung ist. Für den Schalldruck funktioniert die Formel übrigens genauso, hier wird eben mit dem Bezugsschalldruck 2*10^-5 (also zwei-mal-zehn-hoch-minus-fünf...) und dem gemessenen Druck gerechnet.

    Das dBu (oder allgemein gesagt, alle "analogen" Pegel) können durchaus auch positive Werte annehmen. Allerdings geht es da meist bis maximal +6dBu (der deutsche "Funkhausnormpegel" etwa ist so definiert, dass er bei +6dBu die Vollaussteuerung aufweist).
    -> Schau dir mal die Fader auf einem Mischpult an. Die fangen im Schnitt bei einem relativen Pegel von ca. -80dB an und haben max. +10dB nach oben.

    Also, dein Wavelab arbeitet vollkommen korrekt. Eine Umrechnung in dB SPL macht keinen Sinn: denn wenn du deine Boxen weiter aufdrehst, interessiert das Wavelab gar nicht, lauter wird es halt trotzdem, weil sich nicht der Spannungspegel, sondern der Schalldruck erhöht.


    So, hoffe das war keine zu tiefgreifende Exkursion.
    Schau doch mal in irgendwelchen Optionen, welchen Pegel Wavelab da anzeigt. Ich würde wetten, es ist dB FS.
     
  3. Cobi2

    Cobi2 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.07   #3
    Perfekt, hilft mir weiter - Danke! :)
    War tatsächlich ziemlich planlos... und sowas hat Physik LK :screwy:
     
  4. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 21.03.07   #4
    Ach du das hatte ich auch, aber das hat nix zu sagen...die ganze Pegelgeschichte wurde bei uns mit keinem (!) Wort erwähnt...es ist scheinbar interessanter, irgendwelche nicht belegbaren Mutmaßungen über das Verhalten von Licht am Doppelspalt aufzustellen....Schulsystem halt :rolleyes:
     
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