Schecter Hellraiser C-7 (akt. EMG, Software-"Amping") - Rauschen im Hintergrund

Ysuran
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Hey :)

Vorab: Es ist schwer für diesen Thread ein richtiges Forum zu finden, da das Forum davon abhängt, was bei diesem Thread rauskommt. ^^

Ich habe das Problem, dass meine Schecter Hellraiser C-7 seit kurzem sehr starkes Hintergrundrauschen erzeugt. Ich weiß einfach nicht warum. Das hat sie vor ein paar Monaten bei gleichem Setup nicht gemacht. Irgendwie kam das Problem schleichend, wobei das jetzt schon unerträglich ist und das Spielen keinen Spaß macht...

Hier eine Tonspur, die ich aufgenommen hab: (Hinweis: Am Ende der Tonspur hört man zwei unterschiedliche Rauschen. Das Rauschen nimmt etwas ab, sobald ich mit der Hand das Metall außen am Klinkeeingang der Gitarre berühre. Lasse ich los, wird das Rauschen wieder stärker, das habe ich auf der Aufnahme bezweckt, kann mir das aber auch nicht erklären)

https://soundcloud.com/user-46392665/kaputt2/s-AbGt1

Das habe ich bislang probiert:

- Gain runter (aber ich erinnere mich, dass ich bei für mich gut klingender Verzerrung immer recht wenig Hintergrundrauschen hatte, ohne Noise Gate)
- Batterie der Pickups erneuert
- Kabel gewechselt
- Anderen Input beim Interface genutzt

Gitarre wechseln oder andere Geräte nutzen (Verstärker o.ä.) geht leider nicht, weil ich nur diese Gitarre für Metal-Sachen habe und die anderen schon immer aufgrund ihres Daseins (Semiakustik z.B.) sehr starkes Hintergrundrauschen bei bisschen Gain erzeugten.

Hat jemand von euch eine Idee, wo das Problem sein könnte?

Hier meine genauen Specs:

- Schecter Hellraiser C-7 mit aktiven EMG Pickups
- Steinberg UR-44
- Cubase Elements AI 8
- Zur Verzerrung Amplitube mit einem Powerball und Metal 4x12.

Danke schonmal :X Ich weiß, dass so eine Ferndiagnose immer sau schwer ist, aber vielleicht habt ihr eine grandiose Idee. Das wollte ich einmal abklären, bevor ich aus dem Haus gehe mit der Gitarre.
 
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Hi,

also es rauscht rein virtuell am PC? Tausch doch einfach mal testhalber das USB-Kabel des Steinbergs, bzw. den Port am PC. (falls du das mit "Kabel gewechselt" nicht schon gemeint hast.)
Muss nicht unbedingt an der Gitarre liegen.
 
Ysuran
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Heyho, hab ich jetzt alles mal gewechselt, also USB Port am Rechner, Netzkabel am UR44, USB Kabel, ändert alles nichts.

Komisch ist auch folgendes: Wenn ich den Lautstärkeregler vom Pickup drehe, gibt das auch Geräusche... und irgendwie klingt das gar nicht gut in meinen Ohren:

https://soundcloud.com/user-46392665/kaputt3/s-Qcvr0

Das betrifft übrigens beide EMGs, da gibt es keinen Unterschied.

Danke schonmal für die Hilfe! :)
 
Darkdonald
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Moin. Das Rauschen wird schwächer wenn du die Klinken-Masse berührst? Also vermutlich Masse-Problem. Evtl hat sich in der Gitarre ein Kabel gelöst. Hast du ein Multimeter zur Hand? Oder kannst dir irgendwo eins leihen? Mess mal den Durchgang zwischen Klinken-Buchse (Masse) und den Saiten. Das sollten idealerweise 0 Ohm sein ;-

Und allgemein solltest du dir mal alle Lötstellen in der Gitarre genauer ansehen. Oder, falls planlos, hier einige Bilder posten...

Nachtrag: Auch das "knacksen" in deinem 2. Soundfile KÖNNTE auf einen Massefehler hindeuten. Natürlich könnte auch einfach das Poti einen weg haben. Die Dinger sind halt nicht für die Ewigkeit gebaut.

Also erstmal alle Verbindungen kontrollieren (optisch oder besser, mit Multimeter). Evtl mal ein klein wenig Kontaktspray in das Poti...
 
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Danke Dark! Ich hab leider kein Multimeter und kein Kontaktspray, habe generell wenig mit Handwerk und Elektrik zu tun.

Das Foto hab ich dir aber mal gemacht. Auch wenn das viele Kabel auf kleinstem Raum sind (drauf klicken um das Bild in hoher Auflösung abzurufen):



Ich kann ja mal schauen ob ich an ein Multimeter rankomme. Danke für den Hinweis!
 
Darkdonald
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Hm schwierig.. Man erkennt recht wenig. Die Lötstellen sehen nicht sauber aus, kann aber durchaus daran liegen, dass da mit Sicherheit bleifreies Lötzinn verwendet wurde (ROHS). Damit sehen selbst perfekte Lötstellen oft "kalt" aus^^

Ich denke ohne Messen wirste da nicht weiterkommen. Kauf dir einfach ein billiges einfaches. Man kann es immer mal gebrauchen, nicht nur an der Gitarre ;-)

z.B.: https://www.amazon.de/JZK®-Digital-Multimeter-XL830L-LCD-Hintergrundbeleuchtung/dp/B01B41KMEW/ref=sr_1_11?ie=UTF8&qid=1518279151&sr=8-11&keywords=multimeter


Nachtrag: zieh mal leicht an den Adern, die an den Poti-Gehäusen verlötet sind (die mit den dicken Klecksen Lötzinn). Nicht, dass sich da was gelöst hat. Kann schon mal vorkommen ;-)
 
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Um zu prüfen ob alle Verbindungen stabil sind hab ich genau so ein 5€ (oder hat es 10 gekostet) Multimeter zuhaus. Ich würde dem jetzt nicht unbedingt vertrauen, wenn es um genaue Messwerte geht. Aber um festzustellen ob eine Verbindung funktioniert reicht es absolut.
 
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Um zu prüfen ob alle Verbindungen stabil sind hab ich genau so ein 5€ (oder hat es 10 gekostet) Multimeter zuhaus. Ich würde dem jetzt nicht unbedingt vertrauen, wenn es um genaue Messwerte geht. Aber um festzustellen ob eine Verbindung funktioniert reicht es absolut.

Definitv! Für "Otto Normalverbraucher" absolut ausreichend. Wenn es auf die 3. Nachkommastelle ankommt, sollte man "etwas" mehr Geld ausgeben ;-)
 
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@Ysuran

Gitarre mit aktiven Pickups ... hast Du schon mal die Batterie getauscht?
 
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Hey boisdelac! Steht sogar im Ausgangspost, dass ich die Batterie erneuert hab :D War das erste, was ich sofort gemacht hab, weil am leichtesten. ^^
 
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Sooooo, heut traf ich mal nen handwerklich begabten Nachbar im Treppenhaus und fragte direkt mal nach nem Multimeter. Er hatte eins!

ALso Widerstand gemessen. Folge:

Wenn ich den Widerstand zwischen den einzelnen Saiten und dem Metall vom Klinkeneingang messe 0 Ohm.

Wenn ich den Widerstand zwischen den EMG Pickups und dem Metall vom Klinkeneingang messe = MM schlägt aus. Die Werte waren mir jetzt mal egal.

Dasselbe auch zwischen den Potis und dem Metall vom Klinkeneingang. Ebenfalls Ausschlag weit über 0 Ohm.

Kann man daraus jetzt was schließen? ^^
 
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Wenn ich den Widerstand zwischen den einzelnen Saiten und dem Metall vom Klinkeneingang messe 0 Ohm.
Das ist schon mal gut...

Dasselbe auch zwischen den Potis und dem Metall vom Klinkeneingang. Ebenfalls Ausschlag weit über 0 Ohm.
Welcher Anschluss an den Potis? Das Gehäuse liegt auf Masse -> 0 Ohm. Wenn du den mittleren Pin (Schleifkontakt) gegen Masse misst, sollten bei Linksanschag des Potis 0 Ohm sein, bei Rechtsanschlag der Wert des Potis (vermutlich 500k)...

Da du dich selbst anscheinend recht wenig mit Elektronik auskennst, wirst du wohl oder übel zu jemandem gehen müssen, der was davon versteht. Ferndiagnose wird in diesem Fall vermutlich nichts werden....

Die Batterie hast du ja schon gewechselt. Hoffentlich war die neue wirklich neu ;-)
 
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Ja, die neue war frisch gekauft. Ich werd die kommende Woche mal die Gitarre zu einem Laden schleppen. Wenn ich meine Semi-Acoustic anschließe, hab ich auch bei Gain keine Geräusche, wenn ich an den Potis drehe oder die Klinkenbuchse berühre. Insofern glaube ich, dass dann etwas an der Gitarre falsch ist. Ich melde mich, interessiert euch vielleicht auch, was dabei rauskommt :) Danke für eure Hilfe!
 
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Schon mal den Raum auf Steckernetzteile überprüft? Ich habe eine LED-Stehleuchte (Geschenk von den "Schwiegereltern"...), die mit Steckernetzteil ausgestattet ist, welches auch in ausgeschalteten Zustand unglaublich stark ausstrahlt. Da nützen dann auch Humbucker und abgeschirmte E-Fächer nix mehr. Einzig Ziehen des Steckers hilft...

Ähnliches Problem: An Gitarre rumlöten, Lötstation anlassen, kurz am Amp testen => Störgeräusche ohne Ende! Kalte Lötstellen? Nein, man muss nur die Lötstation ausschalten... ;)
 
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Das ist schon mal gut...


Welcher Anschluss an den Potis? Das Gehäuse liegt auf Masse -> 0 Ohm. Wenn du den mittleren Pin (Schleifkontakt) gegen Masse misst, sollten bei Linksanschag des Potis 0 Ohm sein, bei Rechtsanschlag der Wert des Potis (vermutlich 500k)...

Mit Verlaub ... 500k ist falsch ...

Bei Rechtsanschlag des Potis sind die Pickups parallel zum Poti und da wird dann je nach Pickup ein Wert kleiner 10kOhm rauskommen.
Wenn Du lineare Potis hast, dann hast Du in Poti-Mittelstellung etwa den halben Wert des Poti-Nennwertes.
Bei Potis mit logarithmischer Kennlinie wirst Du den halben Nennwert bei irgend einer Schleiferstellung erreichen. Aber nie 500k ...
 
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Mit Verlaub ... 500k ist falsch ...

Bei Rechtsanschlag des Potis sind die Pickups parallel zum Poti und da wird dann je nach Pickup ein Wert kleiner 10kOhm rauskommen.
Wenn Du lineare Potis hast, dann hast Du in Poti-Mittelstellung etwa den halben Wert des Poti-Nennwertes.
Bei Potis mit logarithmischer Kennlinie wirst Du den halben Nennwert bei irgend einer Schleiferstellung erreichen. Aber nie 500k ...


Hm. Ist das wirklich so bei AKTIVEN EMG's? Klar, es werden wohl keine 500k zu messen sein. Aber ohne Spannungsversorgung der Pickups sollte der Wert doch deutlich höher als 10k sein :weird:
Korrigiert mich, wenn ich falsch liege...
 
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Wenn Du tatsächlich aktive EMGs hast, dann sind wahrscheinlich auch keine 500k-Potis eingebaut. Die von EMG vorgeschlagenen Potis sind meist ca. 25kOhm.

Der Widerstand, den Du mit einem DVM im voll aufgedrehten Zustand Deines Potis messen kannst ist immer der Gleichstromwiderstand aus der Parallelschaltung des Gleichstromwiderstandes der Pickup-Schaltung mit dem Gleichstromwiderstand der Potis.
Der Gleichstromwiderstand bei passiven Pickups liegt bei ca. 5kOhm bis 15kOhm. Bei aktiven Pickups kann man den Gleichstromwiderstand oft nicht messen ... ich vermute aber, dass dieser sehr niederohmig angelegt ist ... 1kOhm oder so.
Da wirken dann so Dinge wie irgendwelche Diodenstrecken in der Schaltung der Pickup mit rein, die eine exakte Widerstandsmessung ausschließen.

Ich habe hier ausdrücklich vom Gleichstromwiderstand geschrieben, den man zumindest hobbymäßig anstatt des Innenwiderstandes einer Schaltung fürs troubleshooting hernehmen kann.
 
Darkdonald
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Wenn Du tatsächlich aktive EMGs hast, dann sind wahrscheinlich auch keine 500k-Potis eingebaut. Die von EMG vorgeschlagenen Potis sind meist ca. 25kOhm.

Der Widerstand, den Du mit einem DVM im voll aufgedrehten Zustand Deines Potis messen kannst ist immer der Gleichstromwiderstand aus der Parallelschaltung des Gleichstromwiderstandes der Pickup-Schaltung mit dem Gleichstromwiderstand der Potis.
Der Gleichstromwiderstand bei passiven Pickups liegt bei ca. 5kOhm bis 15kOhm. Bei aktiven Pickups kann man den Gleichstromwiderstand oft nicht messen ... ich vermute aber, dass dieser sehr niederohmig angelegt ist ... 1kOhm oder so.
Da wirken dann so Dinge wie irgendwelche Diodenstrecken in der Schaltung der Pickup mit rein, die eine exakte Widerstandsmessung ausschließen..

Ups, mein Fehler. Natürlich 25k bei EMG's.
Ja ich denke, bei aktiven Pickups sollte ein sehr hoher Gleichstromwiderstand anliegen (annähernd unendlich). Ich vermute mal das direkt vor dem Ausgang irgendein Transistor werkelt. Evtl noch ein Kondensator. Beides ist gleichstrommässig blöd zu messen ;-)

Leider hab ich keinen aktiven hier, sonst würd ich's mal testen...
 

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