Schlagbrett Westerngitarre erneuern, Risse in der Decke - Reparatur?

von stago, 25.10.19.

  1. stago

    stago Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.19   #1
    Hallo zusammen,

    Ich hab nach längerer Zeit meine Hoyer Westergitarre aus dem Schrank geholt. Und was muss ich sehen. Das Schlagbrett ist abgefallen. Ein neues zu kaufen oder zu basteln sollte jetzt nicht das Problem sein. Nur hat vielleicht jemand eine Idee wie man den Kleber von der Gitarre bekommt, ohne den Lack zu zerstören?
    Ich bin für alle Reparaturhinweise dankbar.
    Und weil ich schon dabei bin, es haben sich auch mehrere Risse im Lack gebildet. Wo kommt sowas her, bzw. kann man das verhindern. Und ist es möglich das wieder in Ordnung zu bringen?

    Vielen Dank schon mal und Grüße

    Oliver

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  2. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.19   #2
    Zuerst würde ich prüfen ob da wirklich Lack drauf ist wo vorher das pickguard war. Der Kontrast sieht mir etwas hart aus und ich kann das so auf dem Foto nicht erkennen.

    Wenn Lack drauf ist kann der Kleber mit einem Lösemittel entfernt werden das den Lack nicht angreift. Waschbenzin wäre so eins und sowas findet sich ja in manchem Haushalt.

    Das kommt daher dass die Weichmacher im Lack ausgedünstet sind und der Lack somit zu hart geworden ist um Schwingungen oder Schrumpfungen mitzumachen.

    Das lässt sich nicht verhindern und nicht rückgängig machen.

    Man kann die Risse versiegeln, aber nötig ist das nicht.
     
  3. rw

    rw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.19   #3
    Die Gitarre ist so schön gealtert, da würde ich am Lack nichts machen.
     
  4. stago

    stago Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.19   #4
    Hallo,
    Vielen Dank für die schnelle Antworten. Ja der Kontrast ist wirklich krass, ist über die Jahre wohl etwas nachgedunkelt. :)
    Aber ist tatsächlich überall lackiert. Mit Lösungsmittel hätte ich mich erstmal nicht getraut, bevor ich mir die Gitarre zerstöre, deshalb die Frage vorher.

    Danke
     
  5. Deltablues

    Deltablues Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.19   #5
    Mal probehalber im Bereich des Pickguard ausprobieren. Da ja nachher wieder ein PG drauf kommt wäre eine allfällige Lackbeeinträchtigung nicht mehr sichtbar. Wenn's keine Probleme gibt, dann ran an den Speck ...
     
  6. stago

    stago Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.19   #6
    Danke, ich werde es testen
     
  7. Hauself Zwo

    Hauself Zwo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.19   #7
    Es gibt bei LIDL immer wieder mal (nicht im Sortiment) einen "Etikettenlöser" (Spray), der gut funktioniert und den Lack nicht angreift.

    Zur Not tut's Spiritus...
     
  8. peter55

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    Erstellt: 26.10.19   #8
    Oder Wasch/Feuerzeugbenzin, WD40 geht auch ...
     
  9. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.19   #9
    WD 40 ist ein guter Tip. Hauptbestandteil ist Petroleum - das könnte man auch in Opas Keller finden...
     
  10. rw

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    Erstellt: 26.10.19   #10
    Speiseöl. Damit ließen sich jahrzehntealte Aufkleber an einer Brüko-Uke gut wegbekommen. Spiritus kann schnell anlösen.
     
  11. frama78

    frama78 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.19   #11
    Speiseöl (olivenöl) hat bei mir nichts geholfen. Spiritus löst nur an, wenn der Lack auf Alk-Basis (Schellack) ist. Allerdings ist das beste Mittel, das ich bisher getestet habe tatsächlich das gute, alte WD40.
     
  12. Flyboy

    Flyboy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.19   #12
    Ich hab gute Erfahrung mit flüssigem Grillanzünder gemacht, der ist wohl Petroleum sehr ähnlich. Alle Lösungsmittel lösen leider noch mehr Weichmacher aus dem Lack. Nicht zu großflächig arbeiten. Öle dringen durch kleine Risse ins Holz ein und verteilen sich dort. Sieht nicht sehr hübsch aus.
    Feine Lackrisse hab ich schon erfolgreich mit Epoxi verfüllt, aber ich denke das macht hier keinen Sinn. Bei alten Ekos dagegen sieht man ab und zu, dass sich durch eindringende Feuchtigkeit das äußere Furnier abhebt. Da macht ein Verfüllen Sinn ...
     
  13. Jiko

    Jiko Ex-Mod Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 26.10.19   #13
    Schöne Gitarre! Und das Schlagbrett ist auch nicht nur abgefallen, sondern irgendwie verschwunden / zerbrochen?

    Die Lackrisse lassen sich wirklich nicht wirklich vermeiden oder sinnvoll reparieren. Sowas passiert oft, wenn der Lack irgendwann sehr ausgehärtet ist und die Gitarre dann Temperatur- bzw. Feuchtigkeitsschwankungen ausgesetzt ist, die für ein leichtes Ausdehnen oder Zusammenziehen des Holzes verantwortlich sind (Beispiel: Trockene, warme Heizungsluft im Winter).
     
  14. stago

    stago Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.19   #14
    Danke nochmal für die vielen Antworten, ich war länger unterwegs...
    --- Beiträge zusammengefasst, 26.11.19, Datum Originalbeitrag: 26.11.19 ---
    Das Schlagbrett ist nicht verschwunden :-), allerdings ist es aus einem sehr dünnen Material und hat sich jetzt ziemlich gewellt. Ich muss mal sehen, durch was man das ersetzt.
     
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