Signal von passiver DI-Box: Aktivmonitore auf Mic- oder Linepegel einstellen?

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humbletone
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Hi Leute,

gestern habe ich meine passive Palmer PAN 04 Stereo-DI-Box an die Klinken-Master-Out Anschlüsse meines (billig-)Kompaktmischers Phonic-AM-440 (Linepegel) angeschlossen, um meine aktiven db Technologies Cromo 12 via XLR unkompliziert verkabeln und mit symetrierten Signalen füttern zu können - außerdem hätte ich für den Fall der Fälle einen Ground-Lift zur Verfügung gehabt.
Meine db-Technologies haben einen Schalter für Mic- oder Linesignal hinten an der Box.
Meines Wissens hätte ich aufgrund der DI-Box einen Mic-Pegel gehabt und diesen somit an der Box auswählen müssen. Mir kam das Signal aber viel zu "heiß" vor. Ich wäre mit dem Masterpegel des Mischpults nicht mal annährend Richtung "0" gekommen. Außerdem steigt in der Einstellung das Eigenrauschen der Boxen auch erheblich.

Hätte ich an der DI-Box "-30dB" drücken müssen, damit das Signal nicht mehr Linepegel hat? Irre ich mich völlig und wäre soviel Luft nach oben bei einer Cromo 12? Wandelt die PAN 04 einfach nur um von unsymetrisch zu symetrisch und es kommt gar nicht zu einem großen Pegelverlust (abgesehen davon, dass passiv immer Verlust bedeutet)?

Im Endeffekt hat alles wunderbar geklappt: Die (private) Feier war gemäßigt, die Musik war nur für Wohlfühlatmosphäre und später ein bisschen Tanz & Co. Ich frage dennoch, da ich trotz des angenehmen Sounds teilweise - grade bei Sprache, Gesang und Klavier teils - recht nahe am jeweiligen Maximum der Regelwege pro Kanal und z.T. auch am Masterfader war. Wobei ich eben den Anspruch hätte, dass erst die Boxen angestrengt klingen & dann das Mischpult so langsam nicht mehr "geben" kann.

Hm - ich habs probiert, rüberzubringen. Vielleicht kann mir ja jemand mit meinen ganzen Fragen helfen! :) Ist für mich der erste Einsatz meiner "Keyboardmonitore" als PA gewesen - und ich bin schon stolz, dass das alles pannenfrei funktioniert hat.
 
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Telefunky
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Glückwunsch zur Veranstaltung :D
aber was immer da herausgekommen ist - bewerte es nicht über...
die Pan 04 ist impedanzmässig die falsche DI für einen Line-Out von 150 Ohm
mit 68 kOhm ist sie für Instrumente (passive Gitarre/Bass PUs) ausgelegt, natürlich auch pegelmässig
allerdings übersetzt die DI auch 10:1 abwärts, dh der effektive Pegel am Eingang der Aktivbox sinkt

eine passive DI kann durchaus 'verstärken' (wird bei Mikrofonen gern genutzt)
der Mic Preamp reagiert ja nur auf die Spannung, nicht auf die Leistung
schliess mal ein dynamisches Mic am Ausgang der DI an und den Eingang der DI an einem Verstärker
(also einfach umgekehrt, müsste dann aber ein hochohmiger Amp sein, zB für Gitarre)

cheers, Tom
 
humbletone
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Ah dieses leidige Thema Impendanzen. Tut mir Leid, ich verstehe das einfach nicht. :( Eig. habe ich die PAN 04 als DI-Box für mein Staige-Piano. So wurde mir das auch im Musikgeschäft empfohlen. Wo liegt der Unterschied zu einem Mischpult?

Erinnerst du dich noch an meinen DI-Boxen-Vergleichstest (Signatur)? Ich hätte auch noch zwei dieser aktive Box. Wären die richtiger gewesen? Ich dachte immer: Line-Pegel: passive DI und passive Instrumente: aktive DI.

Ich bin verwirrt.

Entspricht die Übersetzung von 10:1 denn dem Verhältnis von Line zu Micpegel?

Die passive DI-Box umgedreht nutze ich beim Reampen. Leider habe ich für deinen Test grade kein dynamisches Mikro da. Ich bin noch nie auf die Idee gekommen, ein Mikrophon an eine DI-Box zu schließen. Wofür auch? Wie kommst du immer auf solche Faxen? :D
 
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der onk
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Nun... es gibt nicht "den Linepegel" oder "den Mikrofonpegel". Diese umschaltbaren Eingangsempfindlichkeiten an Aktovboxen sind Pi mal Daumen gewählt und das, was ein Mischpult am Summenausgang an Pegel liefert, ist (mal ungeachtet, wie heiss das Gerät ausgesteuert wird) ebenso modellabhängig. Es kann einem also durchaus passieren, daß der Lineeingang zu unempfindlich ist, während der Mikrofoneingang zu empfindlich ist. Einen Tod muß man sterben. Wobei es allerdings auch DI-Boxen gibt, die neben 30 bzw. 40 dB Abschwächung und 0dB noch -10/-20 dB anbieten, was in Deinem Falle wohl passend wäre.


domg
 
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Hallo,

Für Deine Anwendung brauchst Du einen Line Übertrager und keine DI Box. Hier hast Du nur minimalen Pegelverlust weil ein 1:1 Übertrager zum Einsatz kommt.

Diese beiden:
und

Gruß

Fish
 
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der onk
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Naja... das muß man probieren.

Der Überträger bringt halt lediglich den Vorteil der galvanischen Trennung (was die passive DI-Box quasi als netten Nebeneffekt macht), aber der Differenzverstärker in der Aktivbox kriegt halt weiterhin ein unsymmetrisches Eingangssignal. Kann bei längeren Kabelwegen also durchaus sein, daß sich die Leitung was einfängt.


domg
 
omnimusicus
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... Mir kam das Signal aber viel zu "heiß" vor ...

Line-signal ist auch mit einer 10:1 Absenkung in der DI-Box immer noch lauter als ein Mikrophon, das paßt also durchaus.
In solchen Fällen fange ich auch erstmal mit "line" an und stelle erst auf "mic", wenn so gar nichts an Signal ankommt.

Die hauptsächliche Arbeit der DI-Box besteht erstmal aus der Symmetrierung und zusätzlich einer Impedanzanpassung nach unten.
Der Pegelverlust ist für mich nur Nebeneffekt.

Der "-30"-Schalter wäre in diesem Falle nicht wirklich schädlich gewesen, aber mein Bestreben ist eher, soviel wie möglich an Signal im Kabel zu haben und erst am Ende der Kette evtl. abzusenken. 30 dB sind viel.
Pegel absenken geht leichter, als am Ende wieder hochverstärken zu müssen.

Ich selbst würde in einem solchen Falle mein (asymmetrisches) Adapterkabel Klinke->XLR(male), ohne DI-Box, verwenden ;)

Gruß,

der Omnimusicus
 
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@der onk: Deinen Erklärungen konnte ich gut folgen. Wie hättest du das denn in meiner Situation angeschlossen?
@Fish: Beide Geräte würde ich mir nicht kaufen - ich sehe die Funktion nicht. Ich hab schon so einen blöden Lineübertrager mal gekauft für meinen Bassamp, der hat einen DI-Out mit Ground-Lift, das hatte aber irgendwie mal nicht funktioniert, also habe ich diesen hier gekauft:


Das ging dann besser - oder auch nicht?! - jedenfalls habe ich versäumt ihn zurückzuschicken und jetzt liegt der hier auch noch rum.

Ich habe immer gedacht, meine PAN 04 wandelt einfach entspannt relativ heiße unsymmetrische Signale auf weniger heiße symmetrische Kabel um, sodass ich dann auch längere Kabel problemfrei nutzen kann. Nächstes mal teste ich mal, die Boxen auf "Mic" stehen zu haben und am Pult mich sehr zurückzuhalten.

Evtl. ist dann aber die Signal to Noise Ratio schlechter.

Ach Leute, warum ist das denn immer alles so fürchterlich kompliziert?! :D

Edit:
@omnimusicus: Ich hatte reichlich Zeugs an verschiedenen Steckdosen + Computer + Interface und iPad usw. - ich hatte einfach Angst vor Brummschleifen und so nem Zeugs und hab einen Ground-Lift haben wollen.
Grade wenn die Musik leise läuft, wäre ein Dauerbrummen fürchterlich.
Aufgrund dessen, dass die DI-Box mit -30 echt viel Signal wegnimmt, habe ich den Schalter auch nicht betätigt - zumal das dann leiser gewesen ist (in Mic-Stellung an der Box) als ohne -30 und Line-Stellung der Box.
 
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der onk
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@der onk: Deinen Erklärungen konnte ich gut folgen. Wie hättest du das denn in meiner Situation angeschlossen?

Das kommt drauf an. Wenn's laut genug ist, dann lieber mit Fadern im angenehmen Bereich und mehr Absenkung und wenn man das letzte rausholen muß, lieber ohne Absenkung und Fader weiter unten.
Man muß halt probieren, in welcher der vier angebotenen Varianten (Mic/Line - 0/-30dB) man sowohl Vollaussteuerung als auch kommoden Arbeitsbereich an den Fadern erhält.

domg
 
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.....
@Fish: Beide Geräte würde ich mir nicht kaufen - ich sehe die Funktion nicht......

Macht im Prinzip das gleiche wie eine DI Box - halt ohne Impedanzanpassung.
- Unsymmetrische Signale werden Symmetriert
- Der "Ground lift" ist immer aktiv das heisst zwischen ein und Ausgang der Line Übertrager herscht eine galvanische Trennung.

gruß

Fish
 
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damit du dich selbst vom Gegenteil deiner Aussage: (abgesehen davon, dass passiv immer Verlust bedeutet)? überzeugen kannst :D
(hat mit der Fragestellung natürlich nichts zu tun)

cheers, Tom
 

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