Altive oder Passive DI-Box?

von Mitch, 30.05.06.

  1. Mitch

    Mitch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.06   #1
    Hi,
    die Suche spuckt zwar etliche Antworten aus, jedoch scheiden sich da die Geister...

    Es geht um folgendes...
    Ich möchte die Gitarre aufnehmen, meistens direkt ins Interface (Also kein Amp oder so davor, nur das reine cleane Direkte-Signal der Gitarre), aber machmal auch zwischen Gitarre und amp, bzw. zwischen Amp und Box...ich mach hier mal eine Schemazeichnug, damit jeder weiß was gemeint ist:

    Variante 1:
    Gitarre-->DI-Box-->Interface/Mischpult, etc...--->PC

    Variante 2:
    Gitarre-->DI-Box-->Interface/Mischpult, etc...--->PC
    .................\(über Link-Out)-->Amp-->Git.-Box

    Variante 3:
    Gitarre-->Amp-->DI-Box-->Interface/Mischpult, etc...--->PC
    ...........................\(Über Link-Out)-->Git.-Box

    (Die Punkte haben nichts zu bedeuten, sind nur Platzhalter)

    Ich hoffe jeder kann sich was darunter vorstellen...

    Es geht im konkreten um diese zwei Freunde:
    Aktiv / Passiv


    Ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen...


    mfg mitch
     
  2. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 31.05.06   #2
    Die von dir verlinkte aktive Box scheidet für Variante 3 sicher aus. Die passive kann mit Lautsprecherpegel zumindest nach den Angaben im Shop umgehen, bei der aktiven reicht die Vordämpfung von nur 30dB da sicher nicht aus.

    Wenn diese drei Anwendungen für dich der Hauptzweck sind, solltest du über eine DI-Box mit schaltbarer Speakersimulation nachdenken (ob aktiv oder passiv ist hier nicht so wichtig), z.B. diese hier:

    http://www.musik-service.de/Behringer-Ultra-G-GI-100-DI-Box-prx395662676de.aspx
    http://www.musik-service.de/hughes-kettner-red-box-classic-prx395753689de.aspx
     
  3. Mitch

    Mitch Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.06   #3
    Danke für die Antwort...

    Ist die Behringer denn zu gebrauchen? Möcht' jetzt keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, nur so ne' Überlegung...

    Wenn wir mal die Variante 3 in Klammern setzten, was wäre dann besser, aktiv oder passiv.
    Wenn ich eigentlich auch den E-Bass aufnehmen will, also direkt, ohne Amp dazwischen, ist doch ne' aktive sinnvoller, oder?
     
  4. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 31.05.06   #4
    Von dem Teil hört man tatsächlich nur gutes.

    Kann man so pauschal nicht sagen. Aktiv braucht halt immer Phantomspeisung oder Batterie, und kann u.U. (!) von einem schwachbrüstigen Pickup besser getrieben werden bzw. greift nicht so stark in den Sound ein.
    Passiv sorgt für bessere galvanische Trennung, was bei DIESER Anwendung nicht so wichtig ist. Aber die könnte man halt universeller verwenden.

    Mit Signalverstärkung hat eine DI nichts am Hut, das Signal wird immer(!) abgeschwächt. Daher ist die Überlegung "passiver Bass braucht aktive DI" Quark...
     
  5. Mitch

    Mitch Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.06   #5
    Ok, ... VIELEN DANK !!! Schonmal sehr gute Infos, denke das ich das Behringer Teil mal ausprobieren werde...

    Eine Frage hab' ich aber noch :-)...
    Wo liegt denn jetzt eigentlich der genaue Unterschied zwischen aktiv und passiv, dass hab' ich immer noch nicht ganz verstanden. Wo setzt man welche am "besten" (wenn man das so sagen kann) ein?
     
  6. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 31.05.06   #6
    passive DI-Box
    Kernelement einer passiven DI-Box ist ein Übertrager, der nach dem Trafo-Prinzip das Audiosignal übersetzt. Das Wicklungsverhältnis ist dabei typischerweise 1:10, was eine entsprechende Pegelreduktion zur Folge hat. Der Übertrager verfügt über einen Mittelabgriff, so dass das Ausgangssignal in symmetrischer Form zur Verfügung steht.
    Durch die vom Übertrager gewährleistete galvanische Trennung ist der Massebezug zwischen ein- und Ausgang zunächst nicht hergestellt. Durch einen Schalter können die Massen von Ein- und Ausgang jedoch verbunden werden. Da dieser Schalter im Normalfall geschlossen ist, wird dieser auch mit "Ground Lift" bezeichnet.
    Zusätzlich besitzen Di-Boxen meist noch einen zweiten Ausgang ("Link"), der direkt parallel zum Eingang geschaltet ist. Dies ermöglicht es, ein Signal aus einer Übertragungskette "abzuzweigen".
    Oft findet man darüber hinaus an einer DI-Box noch verschiedene zuschaltbare Dämpfungsglieder in Form von Spannungsteilern, die eine zusätzliche, wählbare Pegelabschwächung erlauben, meist -20dB und -40dB.

    aktive DI-Box
    Bei einer aktiven DI-Box wird die Aufgabe des Übertragers entweder von Optokopplern übernommen oder von Operationsverstärkerschaltungen, die das Signal abschwächen bzw. verstärken und mittels invertierender Verstärker auch das Signal mit umkehrter Polarität bereitstellen (symmetrische Signalführung).
    Eine aktive DI-Box benötigt demnach immer eine Spannungsversorgung. Diese kann aus einer Batterie (9V-Block) bestehen oder per Phantomspeisung bereitgestellt werden.
    Aktiv-DI-Boxen haben den Vorteil, dass sie Signale nicht nur abschwächen, sondern auch verstärken können. Dafür bieten sie i.d.R. keine vollständige galvanische Trennung zwischen Ein- und Ausgang und können somit Brummschleifen weniger wirksam unterdrücken. Es gibt jedoch auch aktive DI-Boxen mit zusätzlichem Trennübertrager.


    Jens
     
  7. Mitch

    Mitch Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.06   #7
    :great: Vielen Dank !
     
  8. roehrtaig

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    Erstellt: 07.06.06   #8
    dank auch von mir,
    klasse info! :great:
     
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