- 28.10.26
- 18.10.06
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- Bochum
Ja, natürlich.Zählt eigentlich einfach höher oder tiefer stimmen (um die Gitarre z. B. an eine Stimmlage anzupassen) wirklich zu "alternativen Stimmungen"?
Eine Stimmung ermöglicht es ja bestimmte Akkorde/Töne mit einem bestimmten Griff/an einer bestimmten Position zu spielen.
Wenn ich jetzt die Gitarre umstimme um beim gleichen Griff erklingt aber ein anderer Akkord, dann ist das natürlich eine andere Stimmung.
Es spielt dabei nicht umbedingt eine Rolle, ob der Dur-Akkord ein Dur-Akkord bleibt oder plötzlich zu einem maj7-Akkord wird.
Ich würde ja sogar behaupten, dass sowas wie Dropped-D oder die Lautenstimmung viel näher an Standardstimmung sind, als etwa ein Kapo im 5. Bund (transponierende Stimmung), weil letzteres den Klang der Gitarre komplett ändert, während bei erstgenannten nur eine einzelne Saite geändert wird, der Rest aber gleich bleibt. Aber da ändern sich dann eben auch einige Intervalle/Griffe etc.
Man kann das ein wenig mit anderen transponierenden Instrumenten vergleichen, etwa Posaune in Es im Gegensatz zu Posaune in C-Stimmung. Da bleiben auch die "Griffe" gleich, es klingt aber ein anderer Ton. D.h. jemand der Posaune in der einen Stimmung gelernt hat, kann im Normalfall nicht direkt Posaune in der anderen Stimmung spielen, obwohl es "dasselbe" Instrument ist.
Wenn du jemandem eine höher gestimmte Gitarre gibst, wird der auch Schwierigkeiten haben direkt die richtigen Akkorde zu spielen, wenn du ihm ein Stück gibst, dass er in Normalstimmung gelernt hat.
Vielen Gitarristen ist ja auch gar nicht bewusst, dass die Gitarre selbst auch ein transponierendes Instrument (oktavierend) ist und man deshalb in Notenschrift korrekterweise einen oktavierenden Notenschlüssel benutzen müsste..

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