Singen mit Pollenallergie

von Einhornträne, 26.06.16.

  1. Einhornträne

    Einhornträne Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.16   #1
    Hallo ihr Lieben,

    Ich lebe schon mein ganzes Leben lang mit einer Pollenallergie die mir echt zu schaffen macht.
    Habe auch echt so gut wie alle Therapiemöglichkeiten durch, doch nichts hilft bei mir es wird nur noch schlimmer.
    Auch Tabletten helfen bei mir nicht mehr, nicht mal mehr die extrem starken. Ärzte wissen auch nicht weiter!

    Wegen der Allergie habe ich extreme Probleme beim singen, mein Hals ist geschwollen und in meinem
    Rachen sind allergische Ausschläge, die mir das Atmen teilweise erschweren und entzünden.
    Wenn der Pollenflug extrem stark ist, kann ich gar nicht mehr singen, da liege ich eher krank im Bett mit den
    Beschwerden die, die Allergie so mit sich bringt.

    Ich wollte fragen, ob jemand von euch auch sowas hat und was man machen kann, damit man trotzdem noch
    singen kann? Und ob man sich die Stimme eventuell zerstören könnte, wenn man mit diesen Beschwerden singt?
    Bin echt verzweifelt, weil das erschwert mir ziemlich vieles, ich möchte aber auch nicht darauf verzichten
    bis es wieder Herbst ist. Hat jemand eventuell einen Ratschlag für mich?

    Lg, Einhornträne =)
     
  2. Vali

    Vali Vocalmotz Moderator HFU

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    Erstellt: 26.06.16   #2
    Willkommen @Einhornträne!

    Das klingt ja richtig schlimm bei dir. Es gibt hier zwar schon einige Diskussionen zu Singen mit Allergie, aber da es bei dir ja so schlimm zu sein scheint, dass du nicht mal arbeitsfähig bist, ist das dann doch was spezielles. Darf ich fragen, was du schon alles probiert hast? Und was triffst du sonst so für Maßnahmen außer bestimmte Medis nehmen? Asthma (Atemnot etc.) hast du aber nicht, "nur" heftigen Schnupfen, Husten und verquollene Augen?
     
  3. Einhornträne

    Einhornträne Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.16   #3
    Hallo,

    Ja ich habe leider allergisches Asthma.
    Ich leide unter Schwellungen und Ausschlägen/Juckreiz im Rachen.
    jucken in den Ohren, juckende geschwollene Augen, Juckreiz und Schwellungen im Gesicht,
    Verstopfte/laufende Nase und Atemprobleme vor allem Nachts und Morgens. + Hustenreiz

    Ich hatte eine Hyposensibilisierung durch Spritzen, Akupunktur, einmal hatte ich auch eine Cortisonspritze bekommen. Ein Asthmaspray habe ich auch. Sonst habe ich ganz viele Allergietabletten ausprobiert, die alle nichts geholfen haben und jedesmal wenn ich was dagegen unternehmen wollte, ist die Allergie noch schlimmer geworden. Durch die Hyposensibilisierung war die Allergie mal ein Jahr weg! Danach kam sie schlagartig wieder und zwar schlimmer als zu vor! Sie wird jedes Jahr immer extremer :(
     
  4. Vali

    Vali Vocalmotz Moderator HFU

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    Erstellt: 26.06.16   #4
    Hallo nochmal,

    Das ist tatsächlich eine heftige Nummer. Bist du dir sicher, dass es eine Pollenallergie ist? Beschwerden am schlimmsten nachts und morgens ist dafür nämlich untypisch. Normalerweise geht es da einem besser und mittags ist es am schlimmsten. Dass nach der Hyposensibilisierung die Allergie mal weg war und du jetzt wieder so eine schlimme Allergie hast, spricht sehr dafür, dass du nun gegen etwas anderes allergisch bist. Allergien sind nämlich sehr wandlungsfähig.

    Allgemeinmaßnahmen hast du jetzt keine erwähnt. Wahrscheinlich hast du davon schon mal was ausprobiert.
    Bei starkem Pollenflug sollte man täglich duschen, am besten vor dem Schlafengehen, evtl. falls es tagsüber kaum mehr auszuhalten ist zumindest die Haare auswaschen, bitte nicht jedes mal mit Shampoo. Singen könntest du dann beim und nach dem Duschen im Bad.
    Tagsüber die Fenster möglichst geschlossen halten und erst abends lüften. Regelmäßig Staubsaugen.
    Für Allergiker spezielle Bettwäsche nutzen. Ist zwar mehr für Hausstauballergiker gedacht, aber auch bei Pollenallergie hilft es, weil sich die Pollen nicht im Stoff festsetzen.
    Viel trinken, Augen mal spülen, Nase morgens, mittags, abends duschen (mit Emser Salz zum Beispiel), Inhalieren.
    Die Umgebung Ambrosia-frei halten, bei Fund melden, niemals selbst rupfen.
    Manche Allergiker schwören auf Ernährungsumstellung.

    Ein aktueller Allergietest wär vielleicht mal nützlich, um zu gucken, ob du nicht eine neue Allergie entwickelt hast. Bei mir war das mal so, ich war sehr schlimm gegen Gräser allergisch, hab mich hyposensibilisieren lassen und nun machen die mir nichts mehr aus, aber dafür machen mich Birke und Beifuß zunehmend zu schaffen gegen die ich vorher nur leicht allergisch war. Neuer Allergietest, tada, Birke und Beifuß von 1 auf 3 Punkte im Hauttest verschlimmert.
    Bei den Sprays und Augentropfen mit Hilfe von einem Arzt, der sich wirklich um einen bemüht und nicht nur durchs Zimmer schleust, verschiedene Dosierungen und Kombinationen probieren. Eine Freundin von mir, die im Sommer Halsschwellungen von der Allergie bekommt, hat es mit einem Kombispray aus Budesonid (hochpotentes, nicht-systemisch wirkendes Cortison) und Antipilzmittel (weil das Cortison so hoch dosiert ist, dass leider ein hohes Soor-Risiko besteht) geschafft symptomfrei zu sein. Das nimmt sie zusätzlich zu einem systemischen Antihistamin und leicht dosierter Cortisontablette. Bei schlimmer Atemnot hat sie noch zusätzlich ein Salbutamolspray. Ein Kumpel von mir hat seine Nase mit der Kombi Dexamethason (Cortison), Natriumchromoglycat (Mastzellstabilisator) und Azelastin (Antihistamin) im Griff. Ich selbst dope mich mit Budesonid und Azelastin lokal und Desloratadin systemisch. Ich kenne eigentlich niemanden, der heftigeren Heuschnupfen hat, der mit nur einem Präparat zurechtkommt.

    Wenn dir das was zusagt, kannst du natürlich auch was alternativmedizinisches probieren das dir taugt.

    Zur allerletzten Not, wenn man sonst das Gefühl hat den Sommer kaum zu überleben, muss halt der Hammer mit Kortisonspritze drauf. Wenn es nur alle paar Jahre ist, hat man auch ne Chance keine langfristigen Nebenwirkungen zu haben. Ist es regelmäßig nötig, muss man das abwägen, was schlimmer ist - jedes Jahr das Gefühl des Erstickens haben und nichts hilft oder normal leben können und Langzeitnebenwirkungen in Kauf nehmen.

    Ich hoffe, du hast einen guten Arzt, der das mit deinem Asthma ernst nimmt. Wenn es so schlimm ist und du schon mehrere Praxen hinter dir hast, wär das sonst mal ne Überlegung wert, auch mal weiter weg zu fahren zu ner Spezialambulanz.

    Wenn du nicht heiser bist, keine belegte Stimme hast, kannst du natürlich singen ohne Schäden zu befürchten. Tritt dann aber Heiserkeit ein, musst du halt Pause machen.
    Gute Besserung!
     
  5. Einhornträne

    Einhornträne Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.16   #5
    Danke für die große und Ausführliche Antwort,
    manches was du mir geraten hast, wusste ich noch nicht :)
    Und ich bin zum glück nicht heißer, habe auch keine belegte Stimme
    eher nur ''brennende'' schmerzen wegen dem Ausschlag.
     
  6. erniecaster

    erniecaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.16   #6
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