Singen zu "melodischer" Begleitung

von DJ Superherpes, 08.03.20.

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  1. DJ Superherpes

    DJ Superherpes Aggregati-Musika

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    Erstellt: 08.03.20   #1
    (Stil/Schwierigkeit melodischer Mitgröhl-Punk)
    Ich tu mich verdammt schwer irgendwelche Gesangslinien zu "erfinden"/kreieren.
    Das geht schon bei reinen Riff/Akkord-Passagen los, bei "melodischem" Background wirds aber richtig schwer, ich lass mich da idR ziemlich "verwirren".

    Habt ihr da vielleicht irgendwelche Tipps? Wie macht ihr das? Was sind so eure gängigen Gesangs-Intervall-"Muster" für Mitgröhlkram und wie komplex ist da der Background????
    Manchmal bringen mich selbst simple Basslinen aus dem Konzept.... Mit LaLILO-Orientierungsline klappts manchmal ... aber kommt die Text-Metrik hinzu, dann wirds auch wieder schrill-...
     
  2. omnimusicus

    omnimusicus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.03.20   #2
    Tja, Melodien erfinden ist nicht einfach. Das ist ein kreativer Prozess. Und dazu braucht man Ideen. Ideen, die idealerweise vorher nicht da waren. Sonst wäre es ja nachsingen.
    Melodien sind übrigens auch das, was bei der GEMA geschützt wird. Begleitakkorde nicht.

    Du brauchst Dich also nicht grämen, wenn Dir keine Gesangslinien einfallen. Das geht der überwiegenden Mehrheit der Menschheit genauso.
     
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  3. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.03.20   #3
    Sind für mich zwei Sachen:

    1) Es gibt ne Melodie - aber Du lässt Dich von anderen Instrumenten ablenken und steigst auf deren Melodien (oder die Grundtöne der Akkorde) ein.
    Da hilft Üben, Üben, Üben. Vielleicht stufenweise, am besten mit einem Backingtrack, wo Du andere Instrumente ab- und anschalten kannst. Dann kannst Du gezielt Deine Melodie-Linie üben und langsam die Komplexität steigern.

    2) Es gibt noch keine Melodie und Du sollst Dir eine einfallen lassen.
    Da würde ich auch eher von den Grundtönen ausgehen und die immer im Loop laufen lassen und mitsingen und dann variieren: Pausen lassen, mal höher mal tiefer gehen ... Wenn Du ein anderes Instrument kannst, dann damit arbeiten. Oder die gute alte Pentatonik bemühen ...

    Wären so meine 2,38 cent in dieser Angelegenheit.

    x-Riff
     
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  4. DJ Superherpes

    DJ Superherpes Threadersteller Aggregati-Musika

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    Erstellt: 08.03.20   #4
    Danke Jungz! Jo wahrscheinlich sind fehlende Übung und vor allem selbtsgemachter Erwartungsdruck die Haupt-Bremsklötze. Bei manchem Material findet man relativ einfach nen Zugang, bei anderen ist es störrisch. Muss man wohl aktzeptieren und sich nicht entmutigen lassen.
    Erstmal nur Summen, bis man ungefähr ein Gefühl der Line hat und erst dann auf-, um- und ausbauen, feilen, feilen, feilen... hilft wahrscheinlich auch. Wie lange hängt so an ner Grundlinie? Nicht an nem Song, einfach nur an einer Passage, veilleicht aufgeschlüsselt Idee - Ideeumsetzung - Feilen???? Schon klar, das man das schwer verallgemeinern kann, aber so im Schnitt?

    Achja und was ist, wenn man erstmal "festgefahren" ist? Also bspw. nen Song, den ihr 30mal mitgesungen habt.... Die "Vorgabe" sitzt bei mir so tief AUTOMATISCH, schwer da irgendwie rauszukommen. Das gleiche ist wahrscheinlich mein Problem mit "Instrumenten-Melodien", wenn die erstmal "verinnerlicht" sind... verdammt schwer sich davon zu lösen, irgendwas "gegenläufiges" zu entwickeln. Ich fall dann immer in das typische 2-Stimme-Variations-Schema, das geringfügig was anders akzentuiert, aber eigentlich die gleiche Line ist?????
     
  5. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.03.20   #5
    Wenn Du Dich gut mit dem Gitarristen verstehst, dann kann man es ja auch so machen: der oder Ihr beide entwickelt eine Melodielinie und die haut Ihr Euch rein, bis es bei Dir sitzt.
    Und dann setzt sich der Gitarrist hin und entwickelt für sich ne neue Melodielinie, die als Begleitung hinhaut.

    Ähnlich bei Riffs: Erst die Grundakkorde und darüber die Melodielinie (bis sie sitzt) - und dann erst bastelt der sich ein Riff, was dazu passt, sich aber auch abhebt ...

    Ist bei ein paar songs, die ich so langsam und Schritt für Schritt und Instrument für Instrument entwickelt habe so passiert: da wurde aus einem melodiösen Basslauf später die Gesangslinie und der Bass hat dann ne andere Begleitung gespielt, die vorher nicht da war - weniger Töne aber grooviger ...

    Könnt Ihr ja mal bei einem song ausprobieren...

    Fernziel ist aber, dass Du Deine Melodie eigenständig hälst und auch eigene entwickelst - sind halt Schritte, damit Du dahin kommst ...

    x-Riff
     
  6. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 08.03.20   #6
    [OT]Ist zwar OT hier, aber trotzdem:
    Die GEMA schützt gar nichts, die verwertet nur.

    Damit das OT hier nicht ausartet, nur ein Link zum selber Informieren:
    https://www.urheberrecht.de/musik-schuetzen/
    [/OT]
     
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  7. klangschale

    klangschale Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.03.20   #7
    vielleicht mal probieren vom (falls schon vorhanden) Text auszugehen: Wörter werden durch Artikulation fast schon zu Musik und dann ist die Melodie möglicherweise auch nicht mehr ganz so weit. Führt natürlich nicht direkt zur Melodie.
    Schon mal das Wort "Meggglnbuaag Voooooapommann" auf der Zunge zergehen lassen? Sehr musikalisch
     
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