Slide-Gitarren-Workshop (Kapitel 4)

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Kapitel 1-3 gibt es hier: https://www.musiker-board.de/vb/tab...lide-gitarren-workshop-kapitel-1-bis-3-a.html

Vorbemerkung: Ich habe mich schon damals gegen die Aufteilung der "Tabs&Spieltechniken" in A-Gitarre und E-Gitarre gewehrt, weil so grundlegende Techniken wie Slide eben auf allen Arten von Gitarren funktionieren. Aber da der erste Teil meines Workshops im E-Spieltechniken-Teil gelandet ist, kommt dieser Teil eben auch da rein. Ich werde aber trotzdem einen kleinen "Werbe-Post" im A-Gitarren-Spieltechnik-Unterforum platzieren, ich hoffe, das nimmt mir niemand übel.

Slide-Giarren-Workshop (Kapitel 4)

INTRO

Nachdem ich ja nun zwei Wochen mit Windpocken außer Gefecht und unter Quarantäne war, habe ich es zumindest geschafft, endlich einen weiteren Teil zu meinem zu erstellen. Nun ist es nämlich an der Zeit, sich ein Stück vorzunehmen.

Meine Wahl ist auf Robert Johnson's "Come On In My Kitchen" gefallen. Das ist ein nettes kleines Blues-Stück, das sich ganz gut zum Rumspielen und Basics-Üben eignet. Wie gesagt, ich komme sehr aus dieser Ecke, mit Blues-Slide kenne ich mich am besten aus - also müsst Ihr auch mit Stücken aus dieser Ecke Vorlieb nehmen. Eigentlich hatte ich andere Stücke auf der Liste, aber beim Ausprobieren bin ich zu dem Schluss gekommen, dass dies hier deutlich besser geeignet ist.

Ganz wichtig: Es geht hier nicht um "Wie spiele ich ein Stück 1:1 nach"! Das hier ist ein WORKshop, an dem man arbeiten können soll und der ein paar Anregungen und Übungen aufzeigt - letztlich wäre es natürlich super, wenn Ihr Euch eine eigene Version des Stücks erarbeiten würdet.


ÜBER DAS STÜCK

Erster Schritt: Hört Euch mal das "Original" von Robert Johnson an. Achtung, das ist eine Aufnahme aus den 30ern, die Qualität ist wirklich nicht besser. Und nein, es gibt keinen Film davon (es gibt von Robert Johnson gerade mal zwei Fotos, sonst nix).
http://www.youtube.com/watch?v=LVqDfHCi8iI

Vielleicht fällt Euch auf, wie spärlich der gesamte Song arrangiert ist... und das relativ langsame Tempo... vielleicht auch, wie schön die Slide-Parts die Gesanggstimme untermalen und wie markant der kurze "Break" am Ende jeder Strophe ist... vieleicht auch, dass nicht viele Töne vorkommen. Alles Gründe, warum ich diesen Song zur Übung ausgewählt habe. Kein Angst übrigens: das Stück funktioniert auch, wenn man nicht dazu singt - gerade weil die Gitarre eben die Melodieparts spielt.

ACHTUNG, es gibt auch noch eine deutlich schnellere Version vom selben Stück - die ist zwar saugeil, aber wir bleiben erstmal bei der langsameren... wer trotzdem mal hören will:
http://www.youtube.com/watch?v=fKBwl4PHVck

Kleiner Ausflug in die Blues-Historie: Das Stück ist eigentlich nicht mehr als eine clevere leichte Abwandlung des Klassikers "Sittin' On Top Of The World". In dieser Version von den Mississippi Sheiks gibt es keine Slide-Gitarre, das macht in diesem Fall eine Geige (!):
http://www.youtube.com/watch?v=RqeW7-tmVU4&feature=related

Es gibt übrigens auch Country-Versionen dieses Stücks - ist so eine Melodie-Linie, aus der sich eine ganze Song-Familie entwickelt hat. Wer ganz tief einsteigen will:
http://en.wikipedia.org/wiki/Come_On_in_My_Kitchen

Jetzt ist die Robert-Johnson-Version aber rhythmisch recht anspruchsvoll und die Bass-Begleitung mit dem Slide dazu ist eigentlich nur mit Fingerstyle möglich - so habe ich mir die Freiheit genommen, eine etwas simplere Version daraus zu basteln, die auf einen kontinuierlichen Bass verzichtet und den Rhythmus nur zwischen den Melodie-Zeilen einbaut.

Derselben Lied-Tradition folgt nämlich auch "You Got To Move", bekannt z.B. von Fred McDowell - zum Teil sehr ähnlicher Aufbau und Melodie, hört mal:
http://www.youtube.com/watch?v=BFIt7Rvm24Q

Ja, das haben auch die Rolling Stones gespielt:
http://www.youtube.com/watch?v=pkAtA5ISMk0

Also habe ich mir aus der Fred McDowell-Version den rhythmischen Bass-Thump zwischen den Melodiezeilen geklaut und so eine neue Version des Stücks gebastelt.

Einige melodische Vereinfachungen habe ich auch eingebaut. Ziel war immer: So einfach und Einsteiger-gerecht wie möglich, trotzdem mit Rhythmus-Basis, und auch für E-Gitarristen und "Plektrum-Only" Gitarristen machbar, insgesamt ein kleines spaßiges Solo-Stück mit viel "Room for improvement" - WORKshop halt.


STIMMUNG

Die Gitarre ist für dieses Stück in Open G bzw. Open A gestimmt (Wiederholung: ist eigentlich dieselbe Stimmung, nur eben einen Ton höher bzw. tiefer). Ich würde Euch, wenn Ihr keine "Slide Only" Gitarre habt, definitiv Open G empfehlen - Open A bringt recht viel Zug auf die Saiten, da reißt gerne mal eine hohe E-Saite und der Hals muss neu eingestellt werden usw. usw. - Open G macht da weniger Probleme, da kann's allerhöchstens etwas "schlabberig" werden. Weil hier ja aber viele Metaller rumspringen, die eh mit Drop-Z und .13er Saiten unterwegs sind, müsste das ja eigentlich klappen... ;-)

Im Tab-Stil notiert (Tiefe Saiten unten, hohe oben) sollten also folgende Töne rauskommen:

d - ein Ton tiefer als das normale "e" der hohen e-Saite
H - bzw. englisches B, genau wie im Standard Tuning
G - ebenso unverändert, wie ganz normal
D - auch keine Änderung gegenüber normaler Stimmung
G - gegenüber dem normalen A einen Ton tiefer
D - gegenüber dem normalen E einen Ton tiefer

Eine Anleitung findet Ihr hier: http://www.gitarre-stimmen.de/html/open_g.html

Ganz gemein dabei: Robert Johnson spielt in Open A mit einem Capo am 2. Bund, also eigentlich in Open H (engl. Open B) - wer da also mitspielen will, muss entsprechend mit Kapodaster arbeiten. Ich selbst bin übrigens ungefähr in Open A (E-A-E-A-C#-e) unterwegs, weil ich derzeit nur .12er Saiten drauf habe und die sind mir für Open G zu schlabberig. Ist aber alles nicht schlimm - es geht ja darum, dass Ihr die richtigen Melodien hinbekommt und nicht darum, dass ihr 1:1 dieselben Töne spielt.


ICH WORKSHOPPE MIT!

Um Euch die Scheu vorm Ausprobieren zu nehmen, habe ich nach dem Motto "one take only" auch eine Version aufgenommen, völlig unbearbeitet und inklusive aller Schnarrer, Kratzer und Knackser. Das ist nicht hohe Slide-Kunst, dass ist sumpfig-dreckiger Delta Blues, da kann - ja, da muss - es klappern und knarzen. Auch ein Grund, warum ich dieses Stück gewählt habe, da muss ich nicht besser spielen, als ich es kann. ;-)

Für die Technik-Freaks: Aufgenommen ist mit den internen Mikros eines Zoom H4 in meinem Arbeitszimmer inkl. Nebengeräuschen usw., ein bisschen Takt-Rhythmus machen meine nackten Füße auf dem Eichenparkett. Ich spiele eine National Style O (kein Original aus den 30ern, National Reso-Phonic Reissue von 1992). Bottleneck auf der National ist mein geliebter, verkratzer und mittlerweile 17 Jahre alter Dunlop Brass Slide.


DER EIGENTLICHE WORKSHOP

a) Struktur des Stücks.

Meine Version besteht aus acht Takten, wir befinden uns also nicht im Standard-Blues-Schema. Da wir immer dieselbe Bass-Form verwenden, gibt es "formal" keine Akkordwechsel - die ergeben sich eher aus der Melodie bzw. dem Gesang, "implizit" passiert da harmonisch also durchaus was.

Im Prinzip könnte man wohl folgende Akkorde drunter setzen:


G | G | C7 | G
G | D7 | C7 | G7

Muss uns hier aber nicht interessieren - seht es ähnlich wie ein Pentatonik-Rumgedudel über irgendeine passende Chord-Progression, es passt halt. Wenn "falsche" Töne dazwischenkomen, hört man es auch recht deutlich.

Das "Original" hat so eher so 9 bis 10 Takte, das ist wie viele Robert Johnson Songs nicht so ganz eindeutig, er hat gerne mal die eine oder andere Viertelnote mehr oder weniger dabei. Wesentlicher Unterschied in meiner Version ist, dass die letzte Textzeile "it's goin' to be rainin' outdoors" nicht von hohen slide-Noten begleitet wird, sondern von dem tieferen Fill, das Robert (ohne Gesang) danach spielt.


b) Zur Tab

Grundsätzlich: alle Töne im Stück (außer offenen Saiten natürlich) sind mit dem Slide zu spielen. Den Bass-Thump kann man auch mit den Fingern machen, auch den letzten Bass-Lauf auf der tiefen E- und A-Saite, der Einfachheit und Übung halber machen wir aber alles mit dem Slide.

Ein "/" heißt, dass man zum angegeben Ton hin-slidet, ein "\", dass man von oben runterslidet. Wiederholung: Um den richtigen Ton zu treffen, muss der Bottleneck nicht zwischen den Bundstäben sein, sondern genau über (!) dem jeweiligen Bund. Bei "12" müsst Ihr Euch also wirklich genau über dem 12. Bundstab befinden.

Noten in Klammern geben eine Indikation, von wo Ihr ungefähr zur Ziel-Note sliden solltet. (10)/12 heißt beispielsweise, dass Ihr ungefähr am 10. Bund startet und zum 12. Bund hochslidet. Wichtig auch hier - das ist ein Tipp, ein Indikator, das ist nicht Pflicht.

Ein "~" steht für ein Vibrato mit dem Slide. Wiederholung: eigentlich sollte Euer Slide aber NIEMALS STILL STEHEN. Es ist nicht falsch, wenn Ihr IMMER ein leichtes bis mittelschweres Vibrato dazu gebt.

Inwieweit Ihr die Noten wirklich einzeln spielt oder eher nacht dem Motto "let ring" unterwegs seid, überlasse ich Euch. Grundsätzlich kann man hier die Melodien auf den hohen Saiten sehr gut ausklingen lassen. Die "Bass Thumps" sollten aber akzentiert sein und klare "Stops" darstellen. An sich gilt aber: Beim Slide - wie auch bei vielen anderen Techniken - ist die Sache mit der Dämpfung eine Kunst für sich, es gibt verdammt viele Möglichkeiten.


c) Melodie (erstmal ohne Bass)

Ein Intro lass' ich mal weg, stürzen wir uns gleich auf meine eigentliche Melodie:

Takt 1: simple drei Töne

d -|------------(11)/12~----------|-
B -|---------12-------------------|-
G -|-(10)/12----------------------|-
D -|------------------------------|-
G -|------------------------------|-
D -|------------------------------|-

Takt 2: umgekehrt wie der erste Takt

d -|-12--12\10--------------------|-
B -|-----------(10)/12------------|-
G -|-------------------12~--------|-
D -|------------------------------|-
G -|------------------------------|-
D -|------------------------------|-

Takt 3: eine weitere Variation

d -|---------12---------12--------|-
B -|-(10)/12----(10)/12-----------|-
G -|-----------------------12~----|-
D -|------------------------------|-
G -|------------------------------|-
D -|------------------------------|-

Takt 4: absolut identisch mit Takt 2

d -|-12--12\10--------------------|-
B -|-----------(10)/12------------|-
G -|-------------------12~--------|-
D -|------------------------------|-
G -|------------------------------|-
D -|------------------------------|-

Takt 5: nur "fett" um den 12. Bund herum

d -|-10/12--10/12--12--12~--------|-
B -|-10/12--10/12--12--12~--------|-
G -|-------------------12~--------|-
D -|------------------------------|-
G -|------------------------------|-
D -|------------------------------|-

Takt 6: "Akkordwechsel". Mit der 7p0 meine ich, dass man hier den Slide ca. am 7. Bund mit einem leichten "Pull-Off" runterziehen kann, so dass die leere hohe E-Saite klingt. Vor dem Slide auf der G-Saite würde ich sicherstellen, dass weitgehend alles abgedämpft ist und ziemliche "Ruhe" herrscht. Bei der 7 MUSS krasses Vibrato rein, damit der Ton schön lange klingt.

d -|-12--12\7p0-------------------|-
B -|------------------------------|-
G -|---------------(5)/7~---------|-
D -|------------------------------|-
G -|------------------------------|-
D -|------------------------------|-

Takt 7: Der ist "schwer", weil schnell und auf den schnarrigen tiefen Saiten. Darf meiner Meinung nach aber ruhig etwas "dreckig" klingen. Das 0h3p0 heißt, dass Ihr die leere A-Saite anschlagt, mit dem Slide auf den dritten Bund slidet/hämmert, und dann wieder runterzieht, so dass die Saite nochmals kurz klingt.

d -|---------------------(3)/5~---|-
B -|------------------------------|-
G -|------------------------------|-
D -|-5~-5\3p0---------------------|-
G -|----------/3-3~-0h3p0---------|-
D -|------------------------------|-

Takt 8: Zur Erholung ganz einfach:

d -|-0--(3)/5------5~-------------|-
B -|------------------------------|-
G -|------------------------------|-
D -|------------------------------|-
G -|------------------------------|-
D -|------------------------------|-

Und das war's auch schon. Eine "quick&dirty" eingespielte Version von mir mit allen Takten hintereinanderweg gibt's im Anhang.


d) Der "Bass Thump"


Der "Bass Thump" gibt dem Stück einen recht tighten Beat und stellt sicher, dass es auch Solo nach einem richtigen kompletten Stück klingt. Das Fred

McDowell-Original von "You Got To Move" ist in einer ganz anderen Slide-Welt, nämlich in Open D, wir können es also nicht 1:1 übernehmen. Im Prinzip spiele ich sowas hier:

d -|------------------------------|-
B -|------------------------------|-
G -|--------------------x-------x-|-
D -|--------------------x-------X-|-
G -|--------------------x-------x-|-
D -|-------------------(x)-2/3-(x)|-


Da es aber eigentlich nur um die Rhythmik geht, geht auch sowas (oder meinetwegen das 2/3 nur auf der A-Saite oder meinetwegen auch 3/4 oder so).

d -|------------------------------|-
B -|------------------------------|-
G -|------------------------------|-
D -|--------------------x-------X-|-
G -|--------------------x--2/3--x-|-
D -|--------------------x--2/3--x-|-


Ich spiele das jetzt Fingerstyle meistens so, dass ich alleine mit der runterhämmernden Schlaghand die Saiten abdämpfe - man kann natürlich auch ganz klassisch den Zeigefinger der Greifhand leicht über die Saiten ca. am 1. Bund legen und so abdämpfen.

Hier ist eigentlich einzig und allein das Timing wichtig. Meiner Meinung nach kann das spieltechnisch ruhig schnarrig und sloppy klingen, es geht um Percussion, nicht um saubere Technik.

Und nun ganz simpel: In jedem Takt außer Takt 7 einen "Bass Thump" einbauen. Et voilá. Meinen fixen Versuch gibt's im Anhang.


e) Videos

Leider habe ich kein vernünftiges Equipment zur Erstellung von Videos. Aus dem YouTube-Dschungel empfehle ich die Version von Keni Lee Burgess (von dem solltet Ihr Euch auch andere Videos anschauen, wirklich gute Sachen dabei):
http://www.youtube.com/watch?v=weWVZHj1CSc

Ist der Robert-Johnson Version recht ähnlich, da kann man sich recht viel abschauen (wobei der nun auch schon wieder anders gestimmt ist).

Auch hier zur Optik der Rhythmik vom "Bass Thump" eine Version von "You Gotta Move" von Keni Lee Burgess:
http://www.youtube.com/watch?v=3H50_sm4iGA


NEXT STEPS

Das sind jetzt die "Basics" des Stücks, da kann man schon recht lange dran basteln. Wer mehr will, kann sich ja mal am Intro versuchen und auch den sehr hohen Slide-Teil bei "can you hear the wind howl" testen, sich die schnelle Version draufschaffen, etc. - Experimentierfreude ist angesagt. Wer dazu singen kann, ist eh noch besser dran...

Und wenn ihr dieses Stück gemeistert habt, sollte auch "You Got To Move" kein Problem sein - ähnlich simpel in Open D. Hier ein nettes kleines Video dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=BDAEPnh37b0


JETZT SEID IHR DRAN!

So viel zu meinen Anregungen - viel Spaß beim Probieren. Fragen sind willkommen, noch lieber wäre mir, wenn Ihr auch einfach mal eine kleine Aufnahme Eurer Versionen macht und hier im Thread posten würdet. Schließlich will ich doch sehen, ob's jemanden interessiert, was ich hier so mache...
 

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DerZauberer

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Naja... IRGENDEIN Feedback wäre schon nett...

Ich erwarte ja wirklich keine Lobeshymnen, mich würde aber wirklich interessieren, ob es eine kleine Slide-Fangemeinde bzw. an solchen Workshops Interessierte gibt (nach dem ersten Teil des Workshops sah es so aus) oder nicht (so schaut es jetzt aus).

Ich kann auch gut mit "nich schlecht, aber braucht keiner" leben - ich bin alt genug, dieses Forum nicht als Lebensmittelpunkt zu haben und mit jeder Art von Kritik ganz gut umgehen zu können...
 
Psychedelopath

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Toller Workshop! Ich versuch mich sowieso im Moment ins Sliden einzuarbeiten, da es wahnsinnig Spaß macht. Wenn du ganz schnell weitere Workshops schreibst kann ich vlt. noch was von dir lernen^^.
 
tsb.olaf

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Ich erwarte ja wirklich keine Lobeshymnen, mich würde aber wirklich interessieren, ob es eine kleine Slide-Fangemeinde bzw. an solchen Workshops Interessierte gibt (nach dem ersten Teil des Workshops sah es so aus) oder nicht (so schaut es jetzt aus).

Hi, wirklich toll gemacht, genau wie die anderen Workshops davor! Aber jetzt übe ich mich in konstruktiver Kritik. Mich persönlich sprichst du damit nicht an, weil ich selbst fortgeschrittener Slide-Spieler bin (also so sehe ich mich zumindest), das hier ist eher was für Anfänger und die sind hier wirklich sehr gut aufgehoben! Ich wäre eher für einen Slide-Teil hier à la "Wie spielt ihr das?", wo sich erfahrene Slider austauschen können.
Deine Workshops sind wirklich klasse, aber erfahrene Spieler sprichst du weniger an.


MfG
 
DerZauberer

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Ich wäre eher für einen Slide-Teil hier à la "Wie spielt ihr das?", wo sich erfahrene Slider austauschen können.
Deine Workshops sind wirklich klasse, aber erfahrene Spieler sprichst du weniger an.

Klar, da hast Du Recht - so ne Art "Masterclass" wäre natürlich auch was :great:. Allerdings denk' ich mir halt auch "Schuster, bleib' bei Deinen Leisten". Einsteigern kann ich den Einstieg evtl. etwas erleichtern (weil ich weiß, welche Fragen sich so stellen und welche Tücken es zu Beginn so gibt), Kennern kann ich eh nichts mehr "beibringen".

Daher: wie gesagt, das stimmt - ich richte mich eher an Einsteiger, da ist für die erfahreneren weniger "Fleisch" dran. Ich werde dies aber auch weiterhin tun, weil ich dort am meisten "Mehrwert" für die Community stiften kann. An Slide-Diskussionen jeder Art beteilige ich mich grundsätzlich aber gerne (sofern ich sie denn finde, ich hab' nicht regelmäßig viel Zeit für dieses Forum).
 
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Ich fonde die Fortsetzung gut.:great: Was mich noch befremdet ist. Wi bekommt man ein Pull-off mit einem Slide hin, da man ja swieso schon "rutscht" und keinen Anhaltspunkt hat, von dem man dies saite noch mal anspielen kann? Soll man da einfach nur das Sliderohr wegziehen, aber das macht man doch auch sonst, oder habe ich das falsch verstanden?
Hammer-on dagegen habe ich keine Schwiergkeiten, da man ja einfach nur draufhämmern braucht und somit es gleich ist, ob mit oder ohne Sliderohr
 
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Wi bekommt man ein Pull-off mit einem Slide hin, da man ja swieso schon "rutscht" und keinen Anhaltspunkt hat, von dem man dies saite noch mal anspielen kann? Soll man da einfach nur das Sliderohr wegziehen, aber das macht man doch auch sonst, oder habe ich das falsch verstanden?
Hammer-on dagegen habe ich keine Schwiergkeiten, da man ja einfach nur draufhämmern braucht und somit es gleich ist, ob mit oder ohne Sliderohr

Ist auch nicht als "harter" Pull-Off wie beim normalen Spiel zu verstehen. Man kann aber je nach Slide-Beschaffenheit z.B. ein wenig quer zum Griffbrett wegziehen und so bewusst etwas mehr "Krach" machen - wenn man vorher mit ein wenig Druck und Geschwindigkeit unterwegs war, hört man das schon. Ich muss aber auch gestehen, dass das bei meinen kleinen Aufnahmen auch nicht wirklich gut rüberkommt, da muss man schon sehr genau hinhören. Kann man aber auch bewusst "noisy" gestalten, z.B. durch ein nicht sooo glattes Slide, bewusstes Scheppern-lassen der Saiten beim Abziehen, etc.

Bei Hammer-On kann man mit Slide - wie mit dem Finger auch - ebenfalls ganz nett variieren - man kann den Slide wirklich draufknallen oder langsam von unten in den Ton "reinrutschen".

An dieser Stelle fällt mir noch ne coole Sache ein, die Bob Brozman gerne auf der hohen E-Saite macht: Er spielt das Flageolet (natural Harmonic) am 12. Bund, setzt dann den Slide direkt am Anfang des Griffbretts (also am Sattel) an und slidet zum 12. Bund hoch - klingt verdammt abgespaced.
 
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d -|------------(11)/12~----------|-
Vielen Dank Zauberer für deine Mühe. Dein Beitrag hat mich inspierier dieses alte Lieblingslied mal selber zu spielen.
Ich habe im Net noch eine interessante Lektion gefunden das Küchenlied in open E. Schönes Video mit Tabs

http://www2.gibson.com/Lessons/Arle...eek/Robert-Johnson-Come-On-In-My-Kitchen.aspx


Wenn man das Stück etwas vereinfacht hat man "You got to move" von Fred mcDowell und den Stones

http://www.youtube.com/watch?v=mtlVSedpIRU

ungefähr so:


e-|-0-4-5-5--7-5-0-3--7777-5555 5-7-3-2------
h-|---------------------------|-
gis-|------------------------------|-
H-|------------------------------|-
E-|------------------------------|-
 
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DerZauberer

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Meine Entdeckung: http://www.youtube.com/user/blah148?feature=watch
Auch mit Blog unter: http://www.deltabluesguy.blogspot.ca/

Ist nicht nur strikt Slide, und ist nur fokussiert auf Delta Blues ... aber die Lessons sind WIRKLICH gut und mit das Akkurateste, was es da draußen so gibt. Wer also wie ich alten Delta Blues mag und ein paar Stücke wirklich gut rübergebracht sehen/hören/spielen will - der Mann kann's durchaus!
 
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der Mann kann's durchaus!

Ja der ist im Nachspielen so gut wie seine Landsleute im Nachbauen von Instrumenten:great:

Ein sehr guter Musikhandwerker.
Was ich nie erreichen werde.:cool:
Mir bleibt nicht übrig als die Vorbilder abzuwandeln, und zu hoffen, dass ich damit ein kreativer Künstler werde:evil:
 

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