Solo über Em D Em Hm

von Steve, 09.06.08.

  1. Steve

    Steve Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.08   #1
    Hallo zusammen,

    eigentlich ist es mir schon fast peinlich zu fragen aber ich komme mit dieser Akkordfolge irgendwie nicht zurecht.
    Da ich noch nicht über die Pentatonik hinausgekommen bin steht mir als Werkzeug nur diese zur Verfügung. Bisher spiele ich die E(moll?)-Pentatonik drüber. Allerdings beißt sich das manchmal etwas mit dem Hm Akkord und da ich auch mal lange Töne stehen lasse ist das ein Problem.
    Ich habe auch schon die Fis-Pentatonik versucht. Sie klingt passen, nur eben nicht an allen Stellen.

    Damit wir vom gleichen Reden hier mal eine Grafik:
    http://www.klangfarbe-noten.de/JPG/A-Moll-Pentatonik.jpg

    Ich nenne es E-Pentatonik wenn das Pattern 2 den Grundton am 12ten Bund hat.
    Ich nenne es Fis-Pentatonik wenn das Pattern 2 den Grundton am 2ten Bund hat.
    Entschuldigt für dieses umständliche Gelaber, aber meine Theoriekenntnisse sind quasi nicht vorhanden :D

    Nun zur Frage:
    Was soll ich zu der Akkordfolge spielen? Passen die bisherigen Pentatoniken?

    Grüße und Danke
    Alex
     
  2. epiphonrudi

    epiphonrudi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.08   #2
    Hallo Alex,
    meiner Meinung müsste wie Du es nennst die H-Pentatonik dazu passen.
    Das heisst du spielst den Grundton des 2. Fingersatzes auf dem 7. Bund.
    Das ganze Stück wäre dann in D-DUR bzw H-Moll.
    mfg
    Rudi
     
  3. Hans_3

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    Erstellt: 09.06.08   #3
    Klar passt die e-moll Pentatonik (Pattern 2, Grundton E12). Ein Problem bekommst Du bei Hm und D nur, wenn Du den Ton G länger hältst. Der sollte hier nur als Durchgangston und nicht als Zielton auftreten, weil sonst die hierbei entstehende Dissonanz zu stark im Vordergrund steht.

    Das geht natürlich auch und umschifft das "G-Problem". Wobei man die h-moll-Penta (mit dem Ton F#) hier auch als etwas anders gebaute e-moll Penta (mit F# statt G#) sehen kann.

    Letztlich landen wir dann beim Ursprung: Dass eine Penta halt 5 Töne aus einer normalen Tonleiter sind. Z.b Aus das bekannte Muster aus e-moll

    ---12---14--15--
    ---12-13----15---
    11-12--14----------------------
    ---12--14----------------------
    ---12--14---15---------
    ---12--14---15-------

    oder e-moll Penta mit F# statt G (wiederum identisch mit der "normalen" h-Moll Penta)


    ---12---14--15--
    ---12-13----15---
    11-12--14----------------------
    ---12--14----------------------
    ---12--14---15---------
    ---12--14---15-------


    Man kann sich also auf das eine oder andere beschränken, was durchaus seinen klanglichen Reiz hat. Nadereseits kann man natürlich genausogut die zur vollständigen Leiter "fehlenden" Töne je nach Geschmack noch einbauen.
     
  4. roggerman

    roggerman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.08   #4
    is die em penta wenn mich nich alles täuscht:

    E G A B D

    also G und nicht G#?

    (will nich klugscheißern und denke, dass es nur ein schreibfehler ist, aber ich frag lieber nur zur sicherheit^^)
     
  5. jimmypage_Rocks

    jimmypage_Rocks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.08   #5
    ich möchte zum beitrag von hans_3 noch anfügen, dass du (threadersteller) dir klarmachen solltest, an welcher stelle auf dem griffbrett welcher ton liegt (laut deiner aussage hast du von theorie nicht viel ahnung).
    du solltest nämlich wissen, dass ein g, das, wie du bereits weißt, nicht sehr gut zu einem h-moll akkord passt, auf dem 15. bund der e-saite, 8. bund der h-saite, 12. bund der g-saite, etc liegt. mit diesem hintergrundwissen kannst du ein solo auf basis einer skala viel besser(klingender) gestalten.
    :)
     
  6. Hans_3

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    Erstellt: 09.06.08   #6
    Hatte ich oben ja bereits erklärt: Beides sind e-moll-Pentas. Jede Leiter mit 5 Tönen heißt Pentatonik (Penta = 5), nicht nur die beiden meistbekannten. HIer z.B. noch eine A-Dur7-Penta

    --5-------9------------
    --5-----8-------------
    ----6-7-------------
    --5---7--------------
    4-5---7-------------
    --5---------------

    Das ist auf jeden Fall sehr hilfreich.

    Ergänzung meinerseits: Zusätzlich muss man auch ohne dieses Wissen bei der Impro hören können, wann ein bestimmter Ton zu einem Akkord nicht gut passt. Das ist ganz elementar. Dann spielt man ihn eben nicht oder setzt ihn nur als Durchgang ein. Dazu braucht man wiederum viel Spielpraxis und damit einhergehende selbstkritische Gehörentwicklung. Letztlich kommt die Musik immer "als Gesang von innen". D.h. Was man innerlich nicht hört und empfindet, kann man auch nicht richtig spielen.
     
  7. jimmypage_Rocks

    jimmypage_Rocks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.06.08   #7
    in der tat ist es natürlich mit das wichtigste beim aufbau eines solos (oder eines ganzen songs), zu wissen, was sich im musikalischen kontext wie anhört. ab einem gewissen punkt denkt man auch nicht mehr nach, was man spielt, da es die erfahrung praktisch für einen "erledigt".
    trotzdem rate ich jedem, dem ich beim gitarrespielen etwas hilfestellung gebe, neben der gehörbildung durch viel musik hören/danach spielen, ein gewisses maß an theorie zu lernen. es hilft einfach, manche zusammenhänge schneller zu erkennen, für die man auf nicht-theoretischem wege einfach länger braucht (hat ein wenig was von try and error ;) ).
     
  8. Hans_3

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    Erstellt: 10.06.08   #8
    Da bin ich mit Dir 100% einer Meinung. Denn ich sehe rückblickend bei mir selbst, dass ich mich selbst viel zu spät mit dem auseinandergesetzt habe, was ich spielte. Das hat mich in meiner Entwicklung (im Rückblick) sehr behindert.

    Andererseits muss da jeder selbst seine geeignete Mischung aus Theorie und ungebremster Spielpraxis/Laune finden. Oft verläuft das in Wellen: MAn lernt neue Grammatik und wendet sie dann irgendwann an, ohne weiter drüber nachzudenken. Die nächsten Herausforderung kann man dann mit Erfahrung lösen oder man muss sich halt weiterbewegen: Wie geht das, wie kann ich das lösen, was muss ich dazunehmen...?

    Letztlich zählt der Anspruch und was rauskommt. Der eine ist zufrieden, weil er der King auf der Schulparty ist, der 2 Griffe mehr kann als alle anderen und später arbeitslos wird oder Vorstandsvorsitzender einer Aktiengesellschaft.

    Und der Andere versucht sich 50 Jahre erfolglos als Klampfer mit 3 Griffen. Oder wird Physiklehrer und Schuldirektor und betreibt nebenbei noch eine einträgliche Hobbyband.

    Oder wird ohne größere Theorie so erfolgreich, dass er sich wie George Harrison von den Beatles mit 26 Jahren ein Schloss mit 120 Zimmern kaufen kann.

    Oder wird über 40 Jahre zum beständigen Erneuerer, Visionär und Vorantreiber musikalischer Entwicklungen wie z.B. Miles Davis.

    Kurzum: Es gibt keinen Königsweg zur Musik. Wohin, wieviel und welchen Aufwand - das muss letztlich jeder mit sich selbst ausmachen.
     
  9. Steve

    Steve Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.06.08   #9
    Danke für eure Hilfe! Ich bin ganz sicher eher jemand der es Hört ob es passt. Aber ich habe bis jetzt eben nicht erkannt an welchem Ton es lag warum die Em-Pentatonik nicht "ganz" gepasst hat.

    Grüße
    Alex
     
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