- 28.10.26
- 09.01.06
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Hallo interessierte, experimentierfreudige und engagierte Songtextende!
Wie wäre es, mal etwas Neues auszuprobieren? Etwas, das dem assoziativen Arbeiten sehr nahe kommt, aber anders vorgeht? Das logische und zeitliche Strukturen aufbricht, neue Bezüge schafft, Überraschendes hervorbringt, vor dem man selbst staunend steht? Welchen Reiz üben nicht an Fragmente erinnernde Texte aus, in denen das Rätselhafte schlummert, das einen zum Staunen bringt: jenem Gefühl, das wir kennen, seitdem wir auf der Welt sind.
Nun - die cut-up-Methode tut genau dies auf eine Weise, die (nachweisbar) in den 20er-Jahren dieses Jahrhunderts entstand und seitdem auch mit literarischem Erfolg angewendet wurde ...
Nach der ersten, sich großer Beliebtheit erfreut habenden Songtexte-Challenge Songtexte Challenge Graffiti-Sprüche folgt nun die zweite Songtexte-Challenge.
Wie bei der ersten schlummerte die Idee schon länger in meinem Herzen und wird nun durch einen aktuellen thread vom user @Der_Blindschleicher nach einer kurzen Rücksprache mit ihm und @Michael Scratch ins Leben geschupst. Es handelt sich um die schon benannte cut-up-Methode, die @Der_Blindschleicher in folgendem thread für die Erstellung eines Songtextes benutzt hat: Lass uns ertrinken meine Braut cut-up-Methode
In Kürze: Die cut-up-Methode hat ihren Ursprung in der DADA-Bewegung und wurde in der Beat-Bewegung von William S. Burroughs als prominentestem Vertreter wiederbelegt und später unter anderem auch von David Bowie wieder aufgegriffen. Sie folgt einem einfachen Gedanken, der sehr folgendreich ist und zu spannenden, bizzarren, surrealistischen und überraschenden Ergebnissen führt:
cut-up Methode Wiki
Susanne Heinen Was ist cut-up oder die kreative Arbeit mit Wortschnipseln
Damit dieser erste post nicht zu lang wird, werde ich einige Anregungen zum konkreten Vorgehen in einem nachfolgenden post vorstellen.
Die Idee dieser Challenge:
Alle, die Lust haben, diese Methode mal für eigene Songtexte auszuprobieren, machen hier mit. Sie willigen durch ihre Beteiligung in die Bedingungen der Challenge ein. Ziel ist, dass alle, die sich beteiligen, einen oder mehrere Texte nach der cut-up-Methode erstellen.
Das bedeutet, dass alle, die hier mitmachen, mindestens einen eigenen Text hier einstellen. Daraus ergibt sich ein Fundus, den alle für ihre eigenen cut-up-Texte nutzen können. Diese werden ebenfalls hier in diesem thread veröffentlicht. Durch das Liefern mindestens eines eigenen Songtextes erhält man also die Möglichkeit, auch die Songtexte anderer für einen eigenen cut-up-Songtext zu nutzen.
Urheberrechtlich heißt das: Alle bleiben ausschließliche Urheber ihrer eigenen eingestellten Songtexte (die den gemeinsamen Fundus bilden). Die entstehenden neuen Songtexte nach der cut-up-Methode bestehen urheberrechtlich aus dem Autor/der Autorin des Songtextes, den sie erstellt hat sowie allen Autor*innen, die als Quellen benutzt wurden. Diese willigen durch die Teilnahme an der Challenge dieser Form der Nutzung zu. Beispiel: x-Riff bringt hier einen Songtext ein. Er benutzt diesen Songtext sowie die Songtexte von A, B, und D für seinen, nach der cut-up-Methode erstellten Songtext und nennt sich selbst sowie alle Autor*innen A, B und D als Urheber*innen des neuen Textes. Mögliche Verwertungen folgen dieser Autoren- und Mitautorenschaft. Im Grunde folgt das dem Gedanken einer Mitautorenschaft.
Ich verspreche mir davon eine lebendige, aktive Teilnahme sowie interessantere und vielfältigere Möglichkeiten als wenn jede/r Teilnehmende nur seinen/ihren eigenen Texte für die cut-up-Methode benutzen würde.
Letzteres wäre die zweite - wenn man will: abgespecktere - Variante, die urheberrechtlich und verwertungstechnisch vollkommen einfach gelagert wäre. Bitte meldet Euch in einem einfachen post, wenn Ihr diese Variante bevorzugt. So kann ich unterscheiden zwischen "Ich bin an einer Challenge mit cut-up-Methode interessiert, möchte aber nur meine eigenen Texte beareiten" und einer Nichtteilnahme, weil die Methode selbst gar nicht von Interesse ist. Dann ist es auch möglich, zur zweiten Variante umzuschwenken, bevor hier Songtexte eingereicht werden. Auch ein Mix wäre möglich, indem die einen nur ihre eigenen Texte bearbeiten und die, welche mit den oben genannten Bedingungen einverstanden sind, einen Fundus bilden, der dann von denen genutzt werden kann, die sich zu diesem gemeinsamen Fundus bereit erklären.
Ihr seht: Mir liegt mehr daran, dass man als Texte-Schreibende/r mal diese Methode ausprobiert als einer bestimmten Variante vorzugeben. Ich persönlich finde die erste Variante mit dem gemeinsamen Fundus spannender, aber das ist ja meine Sache und muss nicht für andere gelten.
Okay - das wären erst mal die wichtigsten Dinge zur Methode und zu den zwei Vorgehensweisen.
Weitere Infos:
x-Riff
Wie wäre es, mal etwas Neues auszuprobieren? Etwas, das dem assoziativen Arbeiten sehr nahe kommt, aber anders vorgeht? Das logische und zeitliche Strukturen aufbricht, neue Bezüge schafft, Überraschendes hervorbringt, vor dem man selbst staunend steht? Welchen Reiz üben nicht an Fragmente erinnernde Texte aus, in denen das Rätselhafte schlummert, das einen zum Staunen bringt: jenem Gefühl, das wir kennen, seitdem wir auf der Welt sind.
Nun - die cut-up-Methode tut genau dies auf eine Weise, die (nachweisbar) in den 20er-Jahren dieses Jahrhunderts entstand und seitdem auch mit literarischem Erfolg angewendet wurde ...
Nach der ersten, sich großer Beliebtheit erfreut habenden Songtexte-Challenge Songtexte Challenge Graffiti-Sprüche folgt nun die zweite Songtexte-Challenge.
Wie bei der ersten schlummerte die Idee schon länger in meinem Herzen und wird nun durch einen aktuellen thread vom user @Der_Blindschleicher nach einer kurzen Rücksprache mit ihm und @Michael Scratch ins Leben geschupst. Es handelt sich um die schon benannte cut-up-Methode, die @Der_Blindschleicher in folgendem thread für die Erstellung eines Songtextes benutzt hat: Lass uns ertrinken meine Braut cut-up-Methode
In Kürze: Die cut-up-Methode hat ihren Ursprung in der DADA-Bewegung und wurde in der Beat-Bewegung von William S. Burroughs als prominentestem Vertreter wiederbelegt und später unter anderem auch von David Bowie wieder aufgegriffen. Sie folgt einem einfachen Gedanken, der sehr folgendreich ist und zu spannenden, bizzarren, surrealistischen und überraschenden Ergebnissen führt:
- Man nehmen einen (oder mehrere) eigene (oder/und fremde) Text(e), drucke diese aus und zerschneide sie.
- Man füge einige (oder alle) dieser Schnipsel neu zusammen.
- Dies ist der fertige neue Text.
cut-up Methode Wiki
Susanne Heinen Was ist cut-up oder die kreative Arbeit mit Wortschnipseln
Damit dieser erste post nicht zu lang wird, werde ich einige Anregungen zum konkreten Vorgehen in einem nachfolgenden post vorstellen.
Die Idee dieser Challenge:
Alle, die Lust haben, diese Methode mal für eigene Songtexte auszuprobieren, machen hier mit. Sie willigen durch ihre Beteiligung in die Bedingungen der Challenge ein. Ziel ist, dass alle, die sich beteiligen, einen oder mehrere Texte nach der cut-up-Methode erstellen.
Das bedeutet, dass alle, die hier mitmachen, mindestens einen eigenen Text hier einstellen. Daraus ergibt sich ein Fundus, den alle für ihre eigenen cut-up-Texte nutzen können. Diese werden ebenfalls hier in diesem thread veröffentlicht. Durch das Liefern mindestens eines eigenen Songtextes erhält man also die Möglichkeit, auch die Songtexte anderer für einen eigenen cut-up-Songtext zu nutzen.
Urheberrechtlich heißt das: Alle bleiben ausschließliche Urheber ihrer eigenen eingestellten Songtexte (die den gemeinsamen Fundus bilden). Die entstehenden neuen Songtexte nach der cut-up-Methode bestehen urheberrechtlich aus dem Autor/der Autorin des Songtextes, den sie erstellt hat sowie allen Autor*innen, die als Quellen benutzt wurden. Diese willigen durch die Teilnahme an der Challenge dieser Form der Nutzung zu. Beispiel: x-Riff bringt hier einen Songtext ein. Er benutzt diesen Songtext sowie die Songtexte von A, B, und D für seinen, nach der cut-up-Methode erstellten Songtext und nennt sich selbst sowie alle Autor*innen A, B und D als Urheber*innen des neuen Textes. Mögliche Verwertungen folgen dieser Autoren- und Mitautorenschaft. Im Grunde folgt das dem Gedanken einer Mitautorenschaft.
Ich verspreche mir davon eine lebendige, aktive Teilnahme sowie interessantere und vielfältigere Möglichkeiten als wenn jede/r Teilnehmende nur seinen/ihren eigenen Texte für die cut-up-Methode benutzen würde.
Letzteres wäre die zweite - wenn man will: abgespecktere - Variante, die urheberrechtlich und verwertungstechnisch vollkommen einfach gelagert wäre. Bitte meldet Euch in einem einfachen post, wenn Ihr diese Variante bevorzugt. So kann ich unterscheiden zwischen "Ich bin an einer Challenge mit cut-up-Methode interessiert, möchte aber nur meine eigenen Texte beareiten" und einer Nichtteilnahme, weil die Methode selbst gar nicht von Interesse ist. Dann ist es auch möglich, zur zweiten Variante umzuschwenken, bevor hier Songtexte eingereicht werden. Auch ein Mix wäre möglich, indem die einen nur ihre eigenen Texte bearbeiten und die, welche mit den oben genannten Bedingungen einverstanden sind, einen Fundus bilden, der dann von denen genutzt werden kann, die sich zu diesem gemeinsamen Fundus bereit erklären.
Ihr seht: Mir liegt mehr daran, dass man als Texte-Schreibende/r mal diese Methode ausprobiert als einer bestimmten Variante vorzugeben. Ich persönlich finde die erste Variante mit dem gemeinsamen Fundus spannender, aber das ist ja meine Sache und muss nicht für andere gelten.
Okay - das wären erst mal die wichtigsten Dinge zur Methode und zu den zwei Vorgehensweisen.
Weitere Infos:
- Teilnehmende: Alle, die hier auf dem Board angemeldet und einverstanden mit den Bedingungen und der Vorgehensweise sind.
- Zeitraum: Die Challenge endet am 1.11.2026. (Ich denke, eine Woche ist genug, um sich auf eine der Vorgehensweisen zu einigen, und ein Monat ist genug, um eigene Songtexte (die ja auch schon benutzt worden sein können oder bisher als Idee herumlagen) hier hereinzustellen. Dann ist der Fundus komplett. Ab dann bleiben noch zwei Monate, um selbst einen Songtext nach der cut-up-Methode zu erstellen und hier zu posten. Das ist nur ein grobes Zeitschema: Ab dem ersten Songtext und nachdem klar ist, in welcher Vorgehensweise diese Challenge funktioniert, kann ja im Prinzip schon mit der cut-up-Methode experimentiert werden. Man muss also nicht bis zum letzten Songtext warten, der hier eingestellt wird.)
- Kennzeichnung und Quellenangabe: Postet Ihr einen Songtext, so schreibt dazu, dass dieser ein eigener Songtext ist. Postet Ihr einen Text, der mit der cut-up-Methode entstanden ist, macht Ihr das auch kenntlich. Dann ist immer klar ersichtlich, welche Songtexte zum Fundus gehören (entweder Eurem oder dem gemeinsamen) und also Ursprungstexte sind und welche Songtexte nach der cut-up-Methode und also neu entstanden sind. Und Ihr gebt bei Texten, die Ihr mit der cut-up-Methode erstellt habt, unbedingt an, welche Songtexte welcher Autor*innen Ihr als Quellen verwendet habt.
- Ihr benutzt keine KI.
x-Riff
Zuletzt bearbeitet:
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