Songtext-Challenge cut-up-Methode

x-Riff

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Hallo interessierte, experimentierfreudige und engagierte Songtextende!

Wie wäre es, mal etwas Neues auszuprobieren? Etwas, das dem assoziativen Arbeiten sehr nahe kommt, aber anders vorgeht? Das logische und zeitliche Strukturen aufbricht, neue Bezüge schafft, Überraschendes hervorbringt, vor dem man selbst staunend steht? Welchen Reiz üben nicht an Fragmente erinnernde Texte aus, in denen das Rätselhafte schlummert, das einen zum Staunen bringt: jenem Gefühl, das wir kennen, seitdem wir auf der Welt sind. :cool:

Nun - die cut-up-Methode tut genau dies auf eine Weise, die (nachweisbar) in den 20er-Jahren dieses Jahrhunderts entstand und seitdem auch mit literarischem Erfolg angewendet wurde ...

Nach der ersten, sich großer Beliebtheit erfreut habenden Songtexte-Challenge Songtexte Challenge Graffiti-Sprüche folgt nun die zweite Songtexte-Challenge.
Wie bei der ersten schlummerte die Idee schon länger in meinem Herzen und wird nun durch einen aktuellen thread vom user @Der_Blindschleicher nach einer kurzen Rücksprache mit ihm und @Michael Scratch ins Leben geschupst. Es handelt sich um die schon benannte cut-up-Methode, die @Der_Blindschleicher in folgendem thread für die Erstellung eines Songtextes benutzt hat: Lass uns ertrinken meine Braut cut-up-Methode

In Kürze: Die cut-up-Methode hat ihren Ursprung in der DADA-Bewegung und wurde in der Beat-Bewegung von William S. Burroughs als prominentestem Vertreter wiederbelegt und später unter anderem auch von David Bowie wieder aufgegriffen. Sie folgt einem einfachen Gedanken, der sehr folgendreich ist und zu spannenden, bizzarren, surrealistischen und überraschenden Ergebnissen führt:
  1. Man nehmen einen (oder mehrere) eigene (oder/und fremde) Text(e), drucke diese aus und zerschneide sie.
  2. Man füge einige (oder alle) dieser Schnipsel neu zusammen.
  3. Dies ist der fertige neue Text.
Mehr zum Hintergrund und der Vorgehensweise findet Ihr in folgenden Quellen (und den dortigen links):
cut-up Methode Wiki
Susanne Heinen Was ist cut-up oder die kreative Arbeit mit Wortschnipseln

Damit dieser erste post nicht zu lang wird, werde ich einige Anregungen zum konkreten Vorgehen in einem nachfolgenden post vorstellen.

Die Idee dieser Challenge:
Alle, die Lust haben, diese Methode mal für eigene Songtexte auszuprobieren, machen hier mit. Sie willigen durch ihre Beteiligung in die Bedingungen der Challenge ein. Ziel ist, dass alle, die sich beteiligen, einen oder mehrere Texte nach der cut-up-Methode erstellen.
Das bedeutet, dass alle, die hier mitmachen, mindestens einen eigenen Text hier einstellen. Daraus ergibt sich ein Fundus, den alle für ihre eigenen cut-up-Texte nutzen können. Diese werden ebenfalls hier in diesem thread veröffentlicht. Durch das Liefern mindestens eines eigenen Songtextes erhält man also die Möglichkeit, auch die Songtexte anderer für einen eigenen cut-up-Songtext zu nutzen.

Urheberrechtlich heißt das: Alle bleiben ausschließliche Urheber ihrer eigenen eingestellten Songtexte (die den gemeinsamen Fundus bilden). Die entstehenden neuen Songtexte nach der cut-up-Methode bestehen urheberrechtlich aus dem Autor/der Autorin des Songtextes, den sie erstellt hat sowie allen Autor*innen, die als Quellen benutzt wurden. Diese willigen durch die Teilnahme an der Challenge dieser Form der Nutzung zu. Beispiel: x-Riff bringt hier einen Songtext ein. Er benutzt diesen Songtext sowie die Songtexte von A, B, und D für seinen, nach der cut-up-Methode erstellten Songtext und nennt sich selbst sowie alle Autor*innen A, B und D als Urheber*innen des neuen Textes. Mögliche Verwertungen folgen dieser Autoren- und Mitautorenschaft. Im Grunde folgt das dem Gedanken einer Mitautorenschaft.

Ich verspreche mir davon eine lebendige, aktive Teilnahme sowie interessantere und vielfältigere Möglichkeiten als wenn jede/r Teilnehmende nur seinen/ihren eigenen Texte für die cut-up-Methode benutzen würde.
Letzteres wäre die zweite - wenn man will: abgespecktere - Variante, die urheberrechtlich und verwertungstechnisch vollkommen einfach gelagert wäre. Bitte meldet Euch in einem einfachen post, wenn Ihr diese Variante bevorzugt. So kann ich unterscheiden zwischen "Ich bin an einer Challenge mit cut-up-Methode interessiert, möchte aber nur meine eigenen Texte beareiten" und einer Nichtteilnahme, weil die Methode selbst gar nicht von Interesse ist. Dann ist es auch möglich, zur zweiten Variante umzuschwenken, bevor hier Songtexte eingereicht werden. Auch ein Mix wäre möglich, indem die einen nur ihre eigenen Texte bearbeiten und die, welche mit den oben genannten Bedingungen einverstanden sind, einen Fundus bilden, der dann von denen genutzt werden kann, die sich zu diesem gemeinsamen Fundus bereit erklären.

Ihr seht: Mir liegt mehr daran, dass man als Texte-Schreibende/r mal diese Methode ausprobiert als einer bestimmten Variante vorzugeben. Ich persönlich finde die erste Variante mit dem gemeinsamen Fundus spannender, aber das ist ja meine Sache und muss nicht für andere gelten.

Okay - das wären erst mal die wichtigsten Dinge zur Methode und zu den zwei Vorgehensweisen.

Weitere Infos:

  • Teilnehmende: Alle, die hier auf dem Board angemeldet und einverstanden mit den Bedingungen und der Vorgehensweise sind.
  • Zeitraum: Die Challenge endet am 1.11.2026. (Ich denke, eine Woche ist genug, um sich auf eine der Vorgehensweisen zu einigen, und ein Monat ist genug, um eigene Songtexte (die ja auch schon benutzt worden sein können oder bisher als Idee herumlagen) hier hereinzustellen. Dann ist der Fundus komplett. Ab dann bleiben noch zwei Monate, um selbst einen Songtext nach der cut-up-Methode zu erstellen und hier zu posten. Das ist nur ein grobes Zeitschema: Ab dem ersten Songtext und nachdem klar ist, in welcher Vorgehensweise diese Challenge funktioniert, kann ja im Prinzip schon mit der cut-up-Methode experimentiert werden. Man muss also nicht bis zum letzten Songtext warten, der hier eingestellt wird.)
  • Kennzeichnung und Quellenangabe: Postet Ihr einen Songtext, so schreibt dazu, dass dieser ein eigener Songtext ist. Postet Ihr einen Text, der mit der cut-up-Methode entstanden ist, macht Ihr das auch kenntlich. Dann ist immer klar ersichtlich, welche Songtexte zum Fundus gehören (entweder Eurem oder dem gemeinsamen) und also Ursprungstexte sind und welche Songtexte nach der cut-up-Methode und also neu entstanden sind. Und Ihr gebt bei Texten, die Ihr mit der cut-up-Methode erstellt habt, unbedingt an, welche Songtexte welcher Autor*innen Ihr als Quellen verwendet habt.
  • Ihr benutzt keine KI.
Ich wünsche viel Spaß, große Neugier und Experimentierfreudigkeit und eine rege Teilnahme!

x-Riff
 
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  • Ersteller
  • #2
Praktische Anregungen für die cut-up-Methode:

Wenn man sich die Methode anschaut, besteht sie im Prinzip aus drei Phasen:
  1. Eine textliche Ausgangsbasis wird erstellt und ausgedruckt.
  2. Diese werden zerschnitten
  3. Die Schnipsel (oder ein Teil davon) werden wieder zusammengefügt (und bearbeitet)
Wenn wir uns das näher anschauen, läßt sich zu jeder Phase etwas sagen. Insbesondere kann man in jeder Phase selbst bestimmen, wie groß der Anteil ist, der dem Zufall überlassen wird. Es lässt sich vielleicht erahnen: Je mehr Zufallsprinzip, desto mehr Überraschungen. Aber auch: Wirrniss, Chaos und vielleicht Beliebigkeit. Die Methode ist kein Dogma - sie ist wirklich eher eine Methode, um einmal aus eingefahrenen Mustern des Songtexte-Schreibens herauszutreten und sich überraschen zu lassen. Vielleicht braucht es auch mehrere Anläufe, um zu einem Ergebnis zu kommen, das einen nicht nur überrascht, sondern auch überzeugt ...

Phase 1: Erstellen der Ausgangsbasis
Für eine textliche Collage eignet sich wirklich alles: Zeitungsartikel oder Schlagzeilen, Texte ganz unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Stils, eigene Texte ... Wir achten natürlich auf Urheber- und Nutzungsrechte! Also nehmen wir für diese Challenge einen eigenen Songtext. Dieser darf natürlich seinerseits aus allen möglichen Quellen bestehen, beispielsweise aus öffentlich nutzbaren Veröffentlichungen etc. Aber es kann auch ganz genuin ein Songtext sein. Es können aber auch mehrere Fragmente sein, die man mal als Songtext gedacht hat, aber nicht dazu gekommen ist, ihn wirklich auch zu verwenden.
Eurer Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Möglicherweise macht ihr mal ein Gedankenexperiment: Wenn der Ursprungstext vollkommen geordnet ist, trägt natürlich das Zerschneiden und das willkürliche Zusammenfügung dazu bei, dass völlig neue Bezüge entstehen und dennoch irgendwie ein gemeinsamer Bezug bestehen bleibt. Wenn Ihr - im Extremfall - nur einzelne Worte oder Schlagzeilen benutzt, dann läuft in gewisser Weise das cut-up etwas ins Leere, weil ja ohnehin keine Ordnung da war.
Vielleicht probiert Ihr einfach mal das cut-up an fremden Texten (ein Zeitungsartikel, mehrere Zeitungsartikel, mehrere ganz unterschiedliche Quellen) aus, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was sich als Ausgangsmaterial gut eignet. Wenn man will, setzt schon hier bei der textlichen Ausgangsbasis die Entscheidung an, die auf der Skala von Zufall bis hin zur bewußten Gestaltung liegt: Nehme ich zufällig irgendwelche Texte, die mir in die Hand fallen oder wähle ich bewußt die Texte für die Ausgangsbasis aus oder schreibe ich einen Songtext (oder mehrere), die ich als Ausgangsbasis nehme. Hier für die Challenge nehmen wir eigene Songtexte - aber wie gesagt: auch diese können ja Zitate und fremde Texte beinhalten (alles was rechtlich sauber ist, ist erlaubt ...).
Und für die cut-aup-Texte benutzen wir die Texte, die im Fundus zur Nutzung freigegeben sind. Auch hier könnt Ihr natürlich für Eure Ausgangsbasis die Texte nehmen, die Euch am meisten zusagen und Euch am aussichtsreichsten erscheinen. Oder Ihr nehmt einen Würfel und stellt Euch Eure Ausgangsbasis nach dem Zufallsprinzip zusammen ...

Phase 2: Das Auseinanderschneiden (cut-up)
Es gibt mittlerweile andere Methoden (unter anderem unter Nutzung von KI, was wir hier aber nicht tun), um Texte zu "zerschneiden". Macht es am besten ganz klassisch: Text(e) ausdrucken und mit der Schere zerschneiden.
Hier ist dann auch schon direkt die zweite Möglichkeit, mehr nach Zufall oder mehr nach bewußtem Auswählen zu gehen. Am Zufälligsten ist es, wenn man die Blätter mit der weißen Seite nach oben legt und dann mit der Schere zerschneidet. Man wird feststellen, dass dann einzelne Sätze zerschnitten sind. Wenn man den Text quer zerschneidet, bleibt viel von der Struktur erhalten - wenn man das Blatt von oben nach unten zerschneidet, zerschneidet man am meisten Sätze. Je kleinteiliger man schneidet, desto kleinteiliger werden die Schnipsel ...
Anders wenn man so vorgeht, dass man den Text vor Augen hat und jeweils die Schnitte zwischen den Absätzen macht. Dann bleiben ganze Textpassagen erhalten, mit ihren jeweiligen Bezügen ...

Auch das kann man wirklich mal mit einigen Texten ganz praktisch machen und sich das Ergebnis anschauen. Aus meiner Sicht gibt es hier kein prinzipielles Für oder Wider - es hat einfach unterschiedliche Konsequenzen bzw. Ergebnisse, wenn man das eine oder wenn man das andere macht ...

Phase 3: Das Zusammenfügen (die Collage) und das Bearbeiten
Auch hier hat man mehrere Möglichkeiten. Der größte Zufallsfaktor herrscht, wenn man die Schnipsel (mit der weißen Seite nach oben) auf einen Tisch legt, durcheinandermischt und dann nach Zufallsprinzip untereinanderlegt. (In einer historischen Urvariante wurden die Schnipsel ungelesen aus einem Hut gezogen ...) Den größten Ordnungsfaktor hat man hingegen, wenn man mit der Schriftseite nach oben arbeitet und den zweiten Abschnitt nach Begutachtung hinter den ersten legt, danach den dritten etc. Man kann vorher beispielsweise würfeln, wie viele Schnipsel man verwendet - oder man beschließt beim Hintereinanderlegen, wann es genug ist.

Mehrere Möglichkeiten bieten auch die nachträglichen Bearbeitungen:
  • Man läßt nach dem ersten Zusammenfügen alles genau so, wie es entstanden ist.
  • Es gefällt einem nicht und man ordnet neu (und noch mal ... und noch mal ... und noch mal ...)
  • Man nimmt eine der so entstandenen Collagen an und
    • läßt sie so
    • oder nimmt sich die Freiheit, Teile, die einem nicht passen, wieder rauszuwerfen
    • oder dazwischen neue Worte oder Sätze hinzuzufügen
    • oder sie neue zu strukturieren, indem man beispielsweise eine Passage zu einem Refrain macht und diesen öfter in den Text hineinfügt ...
Sicherlich gibt es noch weitere Möglichkeiten - das Wesentliche ist, dass man sich auf diese Methode einläßt, sie benutzt und mit ihr Erfahrungen sammelt. Mag sein gibt es cut-up-Methoden-Puristen, die es verwerflich finden, wenn man - wie von mir hier aufgeführt - den Text noch nachträglich bearbeitet oder strukturiert. Aber das ist mir hier nicht so wichtig - zudem scheint es so zu sein, dass einige Songtexter wie David Bowie die entstandenen Schnipsel eher als Steinbruch für ihre Songtexte angesehen haben. Wichtig finde ich, dass man es wirklich erst mal so probiert, wie es gedacht ist und damit Erfahrungen sammelt. Am Ende wird jede/r von Euch entscheiden, wie stark er oder sie noch eingreift - denn am Ende geht es sowohl um eine Methode als auch um einen Songtext, um eine Erfahrung und eine bewußte Umgangsweise mit dieser Erfahrung.

Vor allem geht es bei der cut-up-Methode darum, sich auf sie einzulassen und sich überraschen zu lassen.

Viel Spaß damit - und wenn Ihr noch weitere Anregungen oder Varianten kennt - teilt sie ruhig mit!

x-Riff
 
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@x-Riff Danke für Deine Einführung in das Thema.
Kannst Du mir denn bekannte Songtexte nennen, die nach der einen oder anderen cup-up Methode entstanden sind?

Von George Harrison habe ich gelesen, dass die Inspiration für den Song "While My Guitar gently weeps" ähnlich entstanden ist: Er schlug ein Buch auf und nahm sich vor, den ersten Satz, den er sah, als Ausgangspunkt zu verwenden. Daraus entwickelte sich die Idee des Songs. Das ähnelt aber eher einem Orakel (Harrison beschäftigte sich damals mit dem I Ching) und nicht der Cut-up-Technik.
 

  • Ersteller
  • #4
Tatsächlich müßte ich recherchieren ...
Verbürgt ist sie literarisch für William S. Burroughs, der sie bei mehreren Romanen und Geschichten anwendete. Im Wiki-Text wird Paul Mc Cartney erwähnt: "Auch der Komponist Paul McCartney[2] wandte gelegentlich eine Form der Cut-up Methode an." Die im Eingangspost benannte Zweit-Quelle Susanne Heinen schreibt: "Ein bekannter Künstler, der diese Technik ausgiebig zur Erstellung seiner Songtexte nutzte, war zum Beispiel David Bowie."

Ich kenne sie tatsächlich nur übergreifend als eine Methode für literarische Texte und da Songtexte literarische Texte sind ... Aber auf die Schnelle habe ich im Netz folgendes gefunden:
https://www.reddit.com/r/Songwriting/comments/1pmofmj/the_cut_up_technique/?tl=de
Dort werden genannt neben David Bowie: Bob Dylan, Kurt Kobain, Thom Yorke ... In einer weiteren Quelle wird gesagt, dass David Bowie sogar eine eigens entwickelte Software dazu nutzte, Texte zu zerteilen und daraus Listen aus Wortgruppen zusammenzustellte, aus denen er sich dann bediente ...
In der nachfolgenden Quelle wird auch radiohead genannt sowie die Software benannt:
"The Verbasizer was an idea created by David Bowie, Brian Eno and Ty Roberts as a software tool to aid songwriters using the cut-up technique. Ty Roberts is a software developer and musician. He helped to develop QuickTime and co-founded Gracenote, former CTO of Universal Music Group and CEO of Fantracks.
Currently there is a homage to the original verbasizer at verbasizer.com. Try it out and post about your experience on our forums, on the songwriting board."
Die Quelle:
https://www.songstuff.com/songwriting/article/songwriting-cut-up-technique/

Ich selbst würde eher das analoge Zerschnibbeln bevorzugen, obwohl die Software ihre Reize zu haben scheint ...

Folgende Stelle aus dem letzten link fand ich sehr anschaulich:
"Let’s walk through a quick example.

1. Source Material:
– Original text: “The sun sets, painting the sky with hues of orange and red. A gentle breeze whispers through the trees.”
– Song lyric fragment: “You left me standing alone, in the middle of the road.”

2. Cut It Up:
– “The sun sets”
– “painting the sky”
– “with hues of”
– “orange and red”
– “A gentle breeze”
– “whispers through”
– “the trees”
– “You left me”
– “standing alone”
– “in the middle”
– “of the road”

3. Rearrange:
– “You left me standing alone, painting the sky with orange and red.”
– “A gentle breeze sets through the trees, in the middle of the road.”
– “The sun whispers, left me with hues of orange and red.”

4. Craft New Lyrics:
– After some refinement, you might come up with something like:
– “You left me standing in the breeze, where the sun whispers through the trees. The sky painted in orange and red, but now these colors fill me with dread.”

Das weist darauf hin, dass es tauglich zu sein scheint, für Songtexte eher kürzere Satzschnipsel zu nehmen - vielleicht, weil Songtexte im Allgemeinen eher kürzere literarische Texte sind. William S. Burroughs zerschnitt für seine Romane und Novellen eher in größeren Einheiten und Abschnitten ...

Hier gibt es einige Hinweise und links zu cut-up-Generatoren:
cut-up tools

Werde ich aus Interesse und Neugier mal demnächst testen - parallel zu dem analogen Vorgehen mit Papier und Schere ...

x-Riff
 
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  • Ersteller
  • #5
Sooooo - habe in dem verlinkten thread mal einen ersten Selbstversuch mit der cut up-Methode unternommen https://www.musiker-board.de/threads/cut-up-methode-selbstversuch-1.768788/

Ich habe diesen thread bewußt nicht hier gepostet, da sie keine Songtexte darstellen, die als Fundus dienen und weil es mir einzig und alleine darum ging, die cut up-Methode einmal bei Texten von mir auszuprobieren. In diesem thread macht eine Verlinkung auf den Selbstversuch allerdings Sinn, weil er beispielhaft aufzeigt, wie man die cut up-Methode auf Songtexte anwenden kann. Mich macht die Methode einfach neugierig - und wenn Ihr auch neugierig seid, dann schaut einfach mal in den verlinkten thread mit dem Selbstversuch rein.

Hier könnt Ihr gerne reinschreiben, ob Euch die Challenge mit der cut up-Methode interessiert und Ihr Lust habt, mitzumachen. Dann gibt es hier schon mal eine kleine Rückmeldung ...

Herzliche Grüße

x-Riff
 
  • Ersteller
  • #6
Habe gerade einen zweiten Selbstversuch mit der cut up-Methode gemacht - hier der link: https://www.musiker-board.de/threads/cut-up-methode-selbstversuch-2.768798/

Und immer mehr Bock auf diese Challenge bekommen. Denke, dass ich die vier Texte, die Grundlage der beiden Selbstversuche waren, hier durchaus hereinstellen kann, sobald klar ist, dass es genug Leute gibt, die bei der Challenge mitmachen wollen. @Michael Scratch Die beiden Selbstversuche haben mich stark davon überzeugt, dass die cut up-Methode für einen kreativ-Schub bei Songtexten sorgen kann. Bin ziemlich angetan und kann mir durchaus vorstellen, dass neben den schon oben genannten Songtexte-Schreibern auch weitere diese Methode nutzen, ohne es großartig an die Glocke zu hängen ...

Weiterhin bin ich an Rückmeldungen interessiert, auf wie viel Interesse denn die Challenge bei Euch stößt ... ansonsten bleibt es bei meinen Selbstversuchen ... :cool:

x-Riff
 
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Zum Auseinanderschnippeln und neu Zusammensetzen:


DER LETZTE REST VOM ICH


Wie lange kennen wir uns schon?
Ungefähr seit Anbeginn der Zeit?
Ich warte auf den letzten Zug nach Haus.
Ruf mich – ich bin schon längst bereit.

Wie weit ist es noch zu dir?
Ich seh` nur Wüste weit und breit.
Löwen brüllen mir ins Ohr.
Die Schlange lügt die ganze Zeit.

Ein alter Koffer voller Federn.
Doch für Flügel reicht es nicht.
Füße schweben über Scherben,
und dein Licht küsst mein Gesicht.

Für mich gibt`s nur deine Wahrheit,
und keinen Weg zurück.
Vielleicht bin ich schwach und ruiniert,
aber ganz sicher nicht verrückt.

Nenn mich verkommen,
nenn` mich widerlich!
Tilge den letzten Rest
vom alten „ICH“

Zieh` mir mein neues Leben an.
Ich wachse hinein, sofern ich kann.

Rasier mir meine Mähne kahl,
zieh` mir die Zweiflerschuhe aus.
Schick` mich in irgendeine Wüste,
oder hol` mich bald zu dir nach Haus.

Woran soll ich denn noch glauben?
Ich hab` ja nur noch dich.
Tilge den letzten Rest
Vom alten „ICH“

Ziehe mir die Flügelschuhe an,
und wir heben ab – irgendwann.

Nenn mich verkommen,
nenn` mich widerlich!
Tilge den letzten Rest
vom alten „ICH“
Beitrag automatisch zusammengefügt:

und noch einer zum Zerlegen.

(my english is a little bit "holper di stolper" - ich hoffe der Text taugt trotzdem zum Zerlegen :LOL: )


WINE FROM MY TEARS

Vers 1:
You`re the best
thing in years.

You made wine
from my tears.

There`s no one
like you

changed my life
out of the blue.

Vers 2:
Take me home
I am here

No bitter feelings
nothing to fear

The end
of bitter years.

Cause
you made

wine…
...from my tears

bridge:
they looked me in the eyes
told me
„we love you like a son“.

Then they left me in the rain
to prove
I am not the chosen one

Refrain:
You pulled me out
of heavy rain.

I can`t remember
from where i came

you made wine
from my pain.

Your words have wings
my soul got ears

you made wine
from my tears

Vers 3
you`re the one
i belong

I am a line
of your song.

Spin me round
for years an years

make more wine
from my tears

Vers 4
Don`t be shy
flip the switch

I´m your King
be my witch.

Play upon
my darkest fears

and make wine
from my tears

bridge:
they looked me in the eyes
told me
„you`re not, where you belong“

then they left me in the cold
to prove
I am a fool,
i got it wrong

Refrain:
You pulled me out
of heavy rain.
On the way home
i took the train.

I can`t remember
from where i came

you made wine
from my pain.

Your words have wings
my soul got ears

and you made wine
from my tears
 
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  • Ersteller
  • #8
START DER CHALLENGE!
Nachdem @Der_Blindschleicher gerade einen Aufschlag gemacht hat, will ich nun auch in die Vollen gehen. :cool:
Wir bauen damit mal den Grundstock für einen Fundus auf. Grundlage für die Nutzung des Fundus ist weiterhin, dass man selbst mindestens einen Text oder ein Textfragment hier reinstellt. Ansonsten bleibt es jeder/m unbenommen, einen Selbstversuch mit der cut up-Methode an eigenen Texten zu unternehmen und zumindest den fertigen cut up-Text hier reinzustellen (gerne auch mit Hinweisen, wie man vorgegangen ist).

Basis meiner beiden Selbstversuche x-Riff cut up Text 1 und x-Riff cut up Text 2 waren vier Textfragmente, die schon länger in meiner digitalen Schublade vor sich hinmoderten und auf bessere Zeiten warteten ... Ich stelle diese vier "Basis-Texte" nun hier rein (zur Nutzung: siehe obigen Absatz). Danach stelle ich meine beiden cut up-Texte hier rein. Interessanterweise hat @Der_Blindschleicher diese cut up-Texte als Basis für eigene cut up-Texte genommen - eine Möglichkeit, an die ich bei der Idee zur Challenge noch gar nicht gedacht habe. Also: Auch cut up-Texte können Basis für neue cut up-Texte sein ... Bitte haltet dabei kurz Rücksprache mit den Erstellenden der cut up-Texte - einfach der Klarheit halber.

Und natürlich weiterhin: Herzliche Einladung zur Challenge mit der cut up-Methode!

x-Riff


Textfragment 1 von x-Riff - zur Nutzung hier im thread
Chamber of dreams (Arbeitstitel)


Ashes of my life
In the palm of my hand
blown away by the wind
Unbeknownst by time

Flowers are blossoming
Where my tears hit the ground
Growing taller than I am
Snowcaps round my head

In my chamber of dreams
I´m a fool and it seems
a mellow machine beams
Undeclared mind-led streams

With every step I take
The rooms are enlarging
Huge walls echos fade
I´m lost within space

I´m running and running
distance still does decrease
to all unvisible monsters
hunting me, hunting me

Undeclared mind-led streams
In my chamber of dreams
A mellow machine beams
And it seems as it seems
But is it what it seems
Just a dream within dreams?
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Textfragment 2 von x-Riff - zur Nutzung hier im thread
kind of solid (Arbeitstitel)


You said I looked exhausted
I said “Well, I guess I am”
You told me you felt so swell
With each sip of your drink
We lost a bit of our link
So it´s hard for me to tell
When exactly I felt like being spam

Well kind of hundred years later
I took a look at myself
I´ve never been a big stalker
Can´t even write a single letter
That won´t end up as litter
Well with Johnnie I´m a walker
But that ain´t really much of a help

You see me selling my farmland
The ground where I was born
You see me buying a ticket
But you won´t see me when I´m gone

Well they say Tucson is great
For those who´ll pass by
Well my coffin´s real solid
With its wheels it is rollin´
And it Shure* won´t get stolen
So I guess I´ll have to admit
Since I´ve made it I do feel kind of high

You see me driving my coffin
Over grounds I wasn´t born
You see me rushing downhills
But you won´t see me when I´m gone

Well tough I settled down in Tucson
Everywhere you take a look
you can see something from me
Cause people are really lovin´
My type of travel-coffin
With that lifetime guarantee
Seems life and death cling on the same hook

You see me sitting in a bar
On which ground well I don´t care
You see me nippin´ on my drink
But you won´t see me when the bill is payed
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Textfragment 3 von x-Riff - zur Nutzung hier im thread

(Ohne Arbeitstitel)


Looking into the light
Sparkling before the dark
Needing it to shine, to show, to be there
Like you, like anything
Like all and all and all
Scratched into the sky

Why not as a starship trooper
The dark surrounding us
Inmidst the coldness
We´ll be dancing
In between those suns
Novas to be
Dark stars in the end
(dying) to be reborn
Facing the inside of it all meaning itself
And bursting again
Out of what was
The whole of what is
And though not will
Be but be new

For what´s inside is outside
For what´s you is me
For what´s taken is borrowed
For what´s real is real
In all what is

Life is a seed we all share
Take it or leave it
It is beyond your command
Bigger than you and still inbetween
Your spheres and your tears
Your Ins and your Outs
Your whereabouts
Any baby, any child
Any nova, any train
Any thought, anything
You´re unable to tame

It is all there
Anytime, anywhere, anyhow
In any color, any brick
Any drop and any lick
Anything giving you a kick
Turn round and you´ll see yourself
In those mirrors built by the fluids
Running through your vains
Invain insane in pain and down the drain
Like all that´s life and sparkling lights
And what´s to come
And what has gone
And all you are
And all you´ll be
And all you´ll see
Is there for those to see
And listen
And breathe
And feel
And grow
And know
And try
And love

For all the stars above and beneath
Will see and listen and breath and feel
And grow and know and try and love
When their time will come

And unless this time will come
We are here to do all that
Cause no one else will do and can

So we´re looking into the light
Sparkling before the dark will shine itself
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Textfragment 4 von x-Riff - zur Nutzung hier im thread
Someone selling me poison (Arbeitstitel)


Someone selling me poison
or was it dreams?
Seems hard to tell in a land
where that´s no difference

Come sell me poison
Come sell me dreams
Come sell me war
Come sell me peace

What´s the difference
in a land where nothing
counts but money streams
What´s the difference
when schemes re nothing
is like it seems

Get out!
Get out!
Get out and run!
Get out and run!
 
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LOVESEED (aus Textfragment 2 & 3 von X-RIFF)
Flowers are blossoming
It is all there
Anytime, anywhere
You see me buying a ticket
You see me driving my coffin
(dying) to be reborn
Scratched into the sky
For all the stars above and beneath
So we´re looking into the light
Cause people are really lovin´
Life is a seed we all share

LOVESEED
 
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  • Ersteller
  • #10
Nun drei Textfragmente auf Deutsch

Textfragment 5 von x-Riff - zur Nutzung hier im thread

Alter, treuer Freund (Arbeitstitel)


Du bist mir so teuer geworden
Mein alter treuer Freund
Wir gehörten für immer zusammen
in Ach, in Freud und Weh

Du nahmst mir manchen Wind
und brachtest manchen Sturm
Wir haben uns eng umschlungen
um manche Nacht gebracht

Getrennte Wege, neues Land
egal wohin es geht
Erstaunlich unzurück mein Blick
egal was vor mir steht

Wenn ich durch Deine Augen schaute
war ich mir seltsam nah
und bin mir doch fremd geworden
und weiß nicht wie mir geschah


Textfragment 6 von x-Riff - zur Nutzung hier im thread

Das Mass ist voll (Arbeitstitel)


Wer knippst im Hirn das Licht aus
und schreit dann lauthals Buh?
Wer wirft mit Wortbananen und
sieht mir beim Ausrutschen zu?

Ich kenn den Herrn
und ja: das Mass ist voll.
Ich schmeiß ihn raus,
hochkant, den eig´nen Troll.

Wer fällt mir stets und ständig
mit Inbrunst ins eig´ne Wort?
Wer löscht meinen Namensspeicher
als wär´s der größte Sport?

Wer vertuscht der Sätze Enden
die ich eben noch gewußt
und macht aus schönster Spracheslust
den elendigsten Satzbaufrust?

Ich kenn den Herrn
und ja: das Mass ist voll.
Ich schmeiß ihn raus,
hochkant, den eig´nen Troll.

Wer kappt meinen Wortzugang
angesichts der schönen Frau´n
und läßt mich dann als Trottel stehen
sollte ich mich einmal trau´n?

Ich kenn den Herrn
und ja: das Mass ist voll.
Ich schmeiß ihn raus,
hochkant, den eig´nen Troll.

Ich kenn den Herrn
und ja: das Mass ist voll.
Ich mach mal irgendwas,
gegen diesen Troll.

Ich erinner mich bestimmt
denn irgendwas war gar nicht toll


Textfragment 7 von x-Riff - zur Nutzung hier im thread

Wenn Du in den Schatten schläfst (Arbeitstitel)


Wenn Du in den Schatten schläfst und der Wind sich in Dir dreht
Wenn Deine Haut sich um Dich legt und Dich sanft und leicht bewegt
und das Wasser langsam steigt.

Wenn die Flut sich in Dir rührt und der Mut die Lust verspürt
in die Farben einzutauchen, die in Laubkaskaden hauchen
hör gut zu und reg Dich nicht.

Das ist die Zeit Das ist die Zeit Das ist die Zeit
wo leis sich zeigt, was in Dir schwebt, Dich sanft bewegt und fließend wird
 
  • Ersteller
  • #11
Und hier nun die beiden cut up-Texte, die aus meinen Textfragmenten entstanden:

cut up-Text 1 entstand aus allen vier englischen Texten - wer sich dafür interessiert, wie genau ich die cut up-Methode angewendet habe, wird hier fündig: x-Riff cut up Text 1 Hier poste ich nur das Ergebnis - allerdings in einer aktuellen Änderung gegenüber dem gerade verlinkten thread:

Novas to be (cut up 1)

Sparkling before the dark
In the palm of my hands
In my chamber of dreams
The rooms are enlarging

Come sell me poison
or is it dreams?
Come sell me war
What´s the difference?

I took a look at myself
Growing taller than I am
The dark surrounding us
In my chamber of dreams

Come sell me poison
or is it dreams?
Come sell me war
What´s the difference
in a land where nothing
is like it seems?

The unexplored
Novas to be
surround me
Novas to be
We´re unexplored
surround me


Und hier der zweite cut up-Text. Hier habe ich die Methode auf nur einen (allerdings sehr langen und assoziativen) Text von mir angewandt (Ohne Arbeitstitel, siehe post # 8). Wie ich die cut up-Methode hierbei angewendet habe, kann man hier nachlesen: x-Riff cut up Text 2 Hier das Ergebnis:

Scratched into the Sky (cut up 2)

Looking into the light
The dark surrounding us
Inmidst the coldness
We´ll be dancing

And all you´ll see
And try
We are
Novas to be

For what´s inside is outside
For what´s you is me
Scratched into the sky
Life is a seed we all share

Needing it to shine, to show, to be there
The unexplored
The dark surrounding us
(dying) to be reborn

Anytime, anywhere, anyhow
For what´s taken is borrowed
Looking into the light
We´ll be dancing

Mit beiden Texten bin ich sehr zufrieden - und ohne den kreativen Schub der cut up-Methode hätten sie wohl weiter in der Schublade der Textfragmente ein unbeachtetes Schattendasein geführt. Zu einem der Texte dämmert mir eine musikalische Umsetzung ... mal schauen, was draus wird ...

x-Riff
 
  • #12
NEMESIS (aus x-riffs Textfragmenten 5,6,7)
Wenn Du in den Schatten schläfst
Wenn die Flut sich in Dir rührt
und das Wasser langsam steigt.
wo leis sich zeigt,
hör gut zu und reg Dich nicht.
Ich erinner mich bestimmt
Wenn ich durch Deine Augen schaute
das Mass ist voll.
sich um Dich legt
das Wasser langsam steigt.
 
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  • #13
Hach, was für eine wunderbare Idee! Danke, lieber @x-Riff ! :great:

Ich hab' hier ein Textfragment, mit dem ich nicht weiterkomme. Irgendwie alles gesagt - oder doch nicht? Da bietet es sich doch an, mal hier ein bisschen zum Bastelnachmittag beizutragen.

Wohlan:

Verse(s)

To speak up I have no desire
For I wouldn’t risk the ignition
Petrol and spirits, a vast demolition
Instead of a dance ‘round the pyre

So I walk away with a smile
Or is it rather a smirk?
You might very well think of me as jerk
Guess if I’m gracious or vile

Chorus

So bring me your petty excuses
Lay your lame explanation on me
Your evasion manoeuvre will bring you more bruises
In your skin I’d rather not be
 
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  • Ersteller
  • #15
@Der_Blindschleicher Finde Deine cut ups klasse! Kannst Du sagen, wie Du vorgehst? Wie nutzt Du dabei die cut up-Methode?
Und by the way: Vielleicht kommst Du ja dabei auf den Geschmack von kurzen Texten ... Finde ich persönlich auch in dieser Hinsicht eine Bereicherung, da ich auch zu eher längeren Texten neige - mit der cut up-Methode komme ich auf kürzere Texte, weil ich diese überraschenden Wendungen bzw. Kontradiktionen gar nicht auflösen, sondern eher stehen lassen möchte ... ist irgendwie wie ein Brühwürfel im Vergleich zur Suppe ... :cool:

x-Riff
 
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  • #16
Kannst Du sagen, wie Du vorgehst? Wie nutzt Du dabei die cut up-Methode?
Ich scanne den Text nach interessanten Worten und Wendungen ab und kombiniere die neu, wobei ich versuche, ein Sinn stiftenden Ausdruck/ eine Erzähllinie zu finden. Wohin mich die Worte halt treiben. Bei dem Bild der "Flut" in NEMESIS kamen mir Rachegedanken gegen eine mögliche Nemesis Die "Flut" der Nemesis gegen diese zu wenden, Gleiches mit Gleichem heimzuzahlen. Nur so als Beispiel.

Vielleicht kommst Du ja dabei auf den Geschmack von kurzen Texten .
Auf jeden Fall! Die kann man mysteriöser stehen lassen.

diese überraschenden Wendungen
überhaupt das Beste an der Cut-up-Technik, finde ich
 
Grund: vorher zu viel Geschwafel über mich selbst
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  • Ersteller
  • #17
cut up from @Der_Blindschleicher post # 7 (Wine from my tears)

Told me to prove


Spin me round
there´s no one
Spin me round
my darkest fears

Told me to prove
the wine in my tears

You pulled me out
I can`t remember
You pulled me out
from where i came

Told me to prove
the pain in my tears

From my tears
out of the blue
No bitter feelings
of bitter years


cut up from @Der_Blindschleicher post # 7 (Wine from my tears) und @Tone Poet post # 13

You made wine
For I wouldn´t
out of my tears

Out of the blue
I walk away
No bitter feelings

Think of me as a jerk
nothing to fear
of bitter years

gracious or vile
We love You
So bring me
more bruises

a vast demolition
of petrol and spirits
I can´t remember

There´s no one
You made wine
For I wouldn´t
out of my tears

x-Riff
 
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  • #18
Ich scanne den Text nach interessanten Worten und Wendungen ab und kombiniere die neu, wobei ich versuche, ein Sinn stiftenden Ausdruck/ eine Erzähllinie zu finden. Wohin mich die Worte halt treiben.
..ja, so geht's..:-)

Kennen wir uns?
Wie lange kennen wir uns schon?
Ungefähr seit Anbeginn der Zeit?
Ich warte auf den letzten Zug nach Haus.
Ruf mich – ich bin schon längst bereit.
Kennen wir uns?
Ich warte auf den letzten Zug
Seit Anbeginn der Zeit
Und dass mich wer nach Hause ruft
Für mich gibt`s nur deine Wahrheit,
und keinen Weg zurück.
Vielleicht bin ich schwach und ruiniert,
aber ganz sicher nicht verrückt.
Es gibt keine Wahrheit
Es gibt nur einen Weg
Voll Federn und voll Scherben
Bei einer Uhr, die steht
Ein alter Koffer voller Federn.
Doch für Flügel reicht es nicht.
Füße schweben über Scherben,
und dein Licht küsst mein Gesicht.
Es gibt den alten Koffer
Voll tiefer Nacht und Licht
Voll von vergessenen Küssen
Und Lügen im Gesicht
Wie weit ist es noch zu dir?
Ich seh` nur Wüste weit und breit.
Löwen brüllen mir ins Ohr.
Die Schlange lügt die ganze Zeit.
Ach, wenn ich nur wüsste
Wie weit es zu dir ist
Ich wär bereit zu schweben
Verweben Last und List
Doch für Flügel reicht es nicht.
Ich wär bereit zurück
Zu lassen was mir fehlt
Mich an die Flügel schmiegen
Vergessen was nicht zählt
Die Schlange lügt die ganze Zeit.
zieh` mir die Zweiflerschuhe aus.
Ich wäre bereit zu schlüpfen
Raus aus der Schlangenhaut
Die Zweifel auszuziehen
Ganz langsam, ohne Laut

Nun steht der alte Koffer
Nicht zwischen, hinter uns
Dich jetzt anzusprechen
Ist doch wohl keine Kunst
- - -
Ich warte auf den letzten Zug
Kennen wir uns?
 
Grund: Typo
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  • #19
Mein Favorit unter den neuen Versen des Cut-ups:

Es gibt den alten Koffer
Voll tiefer Nacht und Licht
Voll von vergessenen Küssen
Und Lügen im Gesicht
Der ganze Cut-up ist eindeutig interessanter als der Originaltext
 
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  • #20
Ich bereue es, dass mein englischer O-text "wine from my tears" relativ einfach ist (war halt mein erster englischer.)

deswegen, zum zerstückeln und nutzen, hier ein text der für ein cut-up mehr an bildern hergibt:


DEAD CITY

Dead city in the desert.
buildings are drowned in dust
the snake whispers a name
we used to be afraid to trust

The wind sneaks through the alley
playing eerie jazz
The midnight trains
forget their stops
ignoring us

Staring at faded photographs
memories the sun already burnt
And the radio plays static
like a language never learned

The midnight lady dances
with a magic sway
I can smell her loneliness
from a hundred miles away

Her body seems to be unreal
and her face is made of dust
She drinks the streetlight
like a shot of broken glass

If she is as dead as me
she would be my perfect bride
She throws her shadow
like a bottle in the tide

Easy to be the king of darkness
when no one else here reigns
Neon bleeds in puddles
we walk through blue rain

The howling of the city wolves
sounds sweet and deep
The cameras blink like tired eyes
that forgot how to sleep

I am the wizard of the night
I am back in the game
I keep the city in a bottle
cork it with my name
 
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