Spiritual Beggars / Demons / 2005 / CD

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technische Daten

Format: Audio CD
Plattenlabel: Inside Out
Gesamtspielzeit: 49:04
Genre: Stoner Rock

Musiker:

JB: Vocals
Michael Amott: Gitarre
Per Wiberg: Hammond
Charles D'Angelo: Bass
Ludwig Witt: Drums

Produzenten: Fredrik Nordström


Tracklist

1. Inner Strength (Intro)
2. Throwing Your Life Away
3. Salt In Your Wounds
4. One Man Army
5. Through The Halls
6. Treading Water
7. Dying Every Day
8. Born To Die
9. Born To Die (Reprise)
10. In My Blood
11. Elusive
12. Slepping With One Eye Open
13. No One Heard


Einleitung:

Aus alt mach neu; Michael Amott, seines Zeichens "Arch Enemy"-Gitarrero, ruft 1992 die "Spiritual Beggars" ins Leben, um sich hier ganz dem retro-orientierten "Stoner Rock" zu widmen und sich einzureihen in die Gruppe der schillernden Persönlichkeiten wie "Kyuss", "Queens Of The Stoneage" oder "Monster Magnet".
Seine fuzzigen, heruntergestimmten Gitarren und die Hammondsounds von Bandkollege Per Wiberg, die sofortige "Deep Purple"-Assoziationen zulassen, beleben auf eindrucksvolle Weise die 60er und 70er Jahre wieder und bei Betrachtung ihres nebulösen Tonmaterials, wie in diesem Falle ihres neusten Albums "Demons", wird der Anteil, den das Selbstgerollte am Songwriting hat, überdeutlich.

Das Album

Das epische "Inner Strengh"-Instrumentalintro löst bereits eine gewaltige Portion Enthusiasmus und Vorfreude auf das Folgende aus, gehen die Jungs doch mit Pauken und Trommelwirbeln und einem gewaltigen Gongschlag zu Werke.
"Throwing Your Life Away" knüpft nahtlos an diese Erwartungen an und erweist sich als straightes Rockbrett, dass mit seinem bluesigen Groove sofort beim Hörer zündet, dennoch nicht statisch Strophe-Refrain-betont bleibt, sondern sich nach der Bridge eigenständig weiterentwickelt.
Die Folgetitel "Salt In Your Wounds" und "One Man Army" ändern an dieser Athmosphäre nichts, sondern interpretieren sie jeweils aufs Neue, wenn auch nicht vollkommen neuartig oder innovativ.
Erst "Through The Halls" bringt einen neuen, ruhigeren Ansatz ins Spiel; eine andere Form der gemächlichen Spannung durch lange Jams, wie sie auch auf "Slepping With One Eye Open" und "No One Heard" zu finden sind.
Ob dieses, teils improvisierte, Dahintreiben als notwendige Komponente des Bandsounds oder als Vorwand, das Album etwas in die Länge zu ziehen, gedeutet wird, bleibt jedem selbst überlassen, aber klanglich funktioniert dieses Konzept ohne Konzept dennoch.
"Treading Water" ist erneut wieder ein Rockbrett der Extraklasse mit einem brillianten Amott-Solo und einem ausgezeichneten Gesang von Fronter JB, welches meine These unterlegt, dass die Stärke der Band in kräftigen Unisonoriffs liegt, da sie ihre ganz eigene Bluesrockmischung mit einer Prise Undefinierbares erst so zur Vollendung bringen können.
Dreckig, mit reizvollen Breaks verziert und eingängig, das sind Prädikate, die man "Dying Every Day" und "Born To Die" ohne weiteres zugestehen kann; zeitlose Tracks, an denen man sich nicht satthören kann, nur die "Reprise"-Version von letzterem Track erscheint mir doch arg unnötig.
Lustig, aber nicht wirklich wegweisend ist fernerhin das aggressive "In My Blood", das leicht erahnen lassen kann, in welcher Sorte Band Michael Amott hauptberuflich klampft, sowie die Kifferhymmne mit Mitgröhlcharakter "Elusive".

Sound & Fazit

Was kann man also über dieses Album sagen?
Inside Out haben jedenfalls außergewöhnliche Arbeit bei der Produktion geleistet, denn es ist wirklich jede Note genauso abgemischt, wie man es von einer vernünftigen Rockscheibe erwarten kann.
JB's Gesang hat sich mittlerweile bezüglich Charakter und Ausdruck selbst übertroffen und Neubassist Charles D'Angelo, den man schon von "Arch Enemy" kennt, komplettiert das Quintett zu den möglicherweise besten "Spiritual Beggars", die es jemals gab.
Rifftechnisch als auch vom Sound her ist die Zeitlosigkeit, die dieses Album an den Tag legt, wirklich überwältigend, denn hier haben sich wirklich die glaubwürdigsten "Black Sabbath" oder "Deep Purple"-Nachfolger zusammengefunden, die ich mir vorstellen könnte.
Dennoch muss man auch die etwas schwächeren Passagen berücksichtigen, da es leider doch der ein oder andere Füller auf die Scheibe geschafft hat.
Ich halte meine Bewertung aber dennoch für angemessen, da ich die "Spiritual Beggars" im Allgemeinen als eine hervorragende, etwas übersehene Band aus dem Stoner-Sektor halte, sowie "Demons" im ganz Speziellen für ein überdurchschnittliches Album.
Jedem "Spiritual Beggars" Fan oder dem, der es werden will, kann ich außerdem die Special Edition dieses Albums ans Herz legen, denn sie enthält eine zweite CD mit einem Teilmitschnitt ihres vorzüglichen Japangigs vom 18. April 2003.

Insgesamt: 8,0/10
 
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Juchu! Wieder was Neues von den Spiritual Beggars. Klasse.....
Haben mir immer sehr gut gefallen. Schöner 70er Touch mit aktuellem "Fett-Brett-Sound" :D
Toll geschriebene Rezzension.

*morgen in den laden muss*
 
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Und Peegee, haste sie gekauft?
Wie kommt denn so das Gedudel an? :D
 

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