Squier Classic Vibe 60s Strat - "oder lieber" - Fender Mexiko Standard Strat?

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heraklin
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Als Anfänger möchte ich mir eine Stratocaster kaufen, bei kleinem Budged von ursprünglich 200 ,- jedoch trotzdem direkt was dauerhaftes und gutes.
Musikstil: Rock, Blues, 60er, 70er Sound, Krautrock, Folkrock, Bluesrock

Nachdem ich einwenig im www und auch hier gelesen habe, bin ich auf die sehr positiven Bewertungen und Aussagen zur Squier Classic Vibe 60s Stratocaster gestossen, sie gefällt mir und dürfte meinen Geschmack gut treffen, somit ist sie ein Kaufkandidat.

Eine Zeit lang habe ich jedoch auch die Preise von gebrauchten Fender Standard Mexiko Stratocaster beobachtet und gesehen das der Gebrauchtpreis für diese bei durchschnittlich 300,- plus/minus 20,- EUR liegt.
Eine neue Squier Classic Vibe 60s Stratocaster kostet 360,- gebraucht zwischen 250,- - 300,- also fast gleichauf wie eine gebrauchte Fender Standard Mexiko Stratocaster, die neu ca. 520,- kosten würde

Welche "Fender Mexiko Standard" Baujahre sind zu empfehlen, gibt es Baujahre welche nicht so gut waren?

Ich habe in einem Musikladen bereits eine Squier in der Hand gehabt und finde die Haptik gut, eine Fender, es war vermutlich eine Amerika Version für 948,- EUR deutlich schwerer als die Squier, hatte auf jeden Fall eine gleich gute Haptik, soweit ich dies als Anfänger in so einem kurzen Moment überhaupt beurteilen kann.

Ich würde nun gerne mal von Leuten die beide Gitarren kennen wissen, ob die hochgelobte Squier classic vibe tatsächlich besser als eine 2-8 Jahre alte Mexiko Fender Standard ist, wie manchmal behauptet wird?

Wichtig, wie ist die Spielbarkeit für einen Anfänger?
Wären beide gleichwertig, oder hat die Squier Classic Vibe, ausser dem geringeren Gewicht, weitere Vorteile im Vergleich mit einer Fender Standard Mexiko Strat?

Ich erwäge nun trotz des Risikos was jeder Gebrauchtkauf birgt, eventuell eine gebrauchte Mexiko Fender Strat um die 300,- anstatt einer neuen oder gebrauchten Squier zu kaufen, deshalb sind eure Meinungen zu den beiden Gitarren hilfreich für mich.

Es muss für mich nicht unbedingt Fender auf einer Gitarre stehen, es ist eine wirtschaftliche Betrachtung um günstig etwas gutes zu bekommen, denn ursprünglich war mein Limit bei 200,- gewesen.

Danke für eure Hilfe

gruß heraklin
 
musikuss
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Die Classic Vibes haben viele Fans und viele stufen sie den Mexikos als gleichwertig oder gar besser ein ..

Damit machst du wenn sie Dir gefällt sicher nix falsch. :)


SRV lässt bei der Optik grüßen

https://www.thomann.de/de/fender_squier_classic_vibe_strat_60s.htm


Ich persönlich würde die Squier Deluxe Serie vorziehen, da die Classic Vibes die Hälse dick zulackiert haben und sich das für mich wie Plastik anfühlt.
Die Deluxes haben dagegen Satin Hälse die sich schön holzig anfühlen.

https://www.thomann.de/de/fender_squier_deluxe_stratocaster_pwm.htm

- - - Aktualisiert - - -

Du könntest dir Alternativ auchmal die Fender Modern Player Serie anschauen, da gibts auch schöne Exemplare .. zb welche mit Mahagoni Korpus

https://www.thomann.de/de/fender_modern_player_strat_hsh_crt.htm

Tolle Gitarre ! .. und dank dem Mahagoni Korpus und den Humbuckern auch fette Sounds

 
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schmendrick
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Ich persönlich würde die Squier Deluxe Serie vorziehen

Da ich beide mal hatte, muss ich widersprechen. Letztlich wie so oft aufgrund des Klanges. Die Deluxe klang für mich ein bisschen halbtot. :gruebel: Die Vintage modified übrigens auch... Die hat im Vergleich mit einer Vintage V6 abgestunken.
Wogegen die Classic Vibe wirklich nah am Original ist. Ich hatte aber auch mal eine Mexico, die war auch Spitze.
Schwierig das Ganze und wohl nur zu beantworten vom heraklin selbst, da ja auch persönliche Vorlieben und Klangvorstellungen eine große Rolle spielen.
ICH würde mir zuallererst eine gebrauchte Mexikanerin schießen, probieren, und bei Nichtgefallen wieder verkaufen.
UND: Als Alternative unbedingt auch mal eine Vintage V6 in Betracht ziehen.

Hier war mal ein Review zur Vintage:
https://www.musiker-board.de/reviews-e-git/299219-test-vintage-v6-strat.html

Hier noch was gleichwertiges Aktuelles aus der Bucht: http://www.ebay.de/itm/E-Gitarre-Bl.../161139518538?pt=Gitarren&hash=item2584a9ec4a
 
heraklin
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Ja das ist richtig wie musikuss schreibt, die Classic Vibe ist sehr dick lackiert was ich nicht so toll finde, eigentlich stehe ich in meinem gesamten Wohnumfeld auf Holz pur.
Trotz der angenehmen Haptik ist sie im Vergleich zur Fender auch irgendwie kleiner, bzw. wirkt fast wie eine Kindergitarre, was ja von der Bespielbarkeit durchaus von Vorteil sein kann.

Die Fender find ich bei meiner Körpergröße über 1,80 passender, wobei das geringere Gewicht der Squier recht komfortabel erscheint.
Mit anderen Gitarren werde ich mich vorerst nicht beschäftigen, das verwirrt nur, ich habe mich zum Einsteig auf eins der beiden Modelle festgelegt.

Ich werde wohl wie schmendrick zurecht meint, mal eine gebrauchte Fender antesten, die ich bei nicht gefallen ohne Verlust wieder verkaufen kann, es sei denn es läuft mir eine gebrauchte Squier zu einem unverschämt günstigen Preis über den Weg. Die liegen jedoch preislich wie bereits gesagt, bereits gleich hoch wie die gebrauchten Fender Mexiko.
Als Amp wird mit großer Wahrscheinlichkeit ein Fender Mustang II dazukommen
 
musikuss
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@schmendrick

Ich meine nicht nur klanglich (ist natürlich Geschmackssache) sondern halt von der Haptik und Spielgefühl .. die Deluxe und Vintage Modified Strats die ich angespielt hab fühlten sich für mich halt gleich gut an, anders als bei den Classic Vibes, da dachte ich immer ich hab irgendwie einen Plastikhals in der Hand ..

Muss man halt für sich rausfinden was man eher mag. :) Das die CV toll klingen können ist unbestritten.
 
Schellibo
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Classic Vibe Serie ist sicher ne gute Idee. Die weisse mit Goldhardware aus dem Video habe ich seit Juli selber und zwar im Dauergebrauch, weil sie wirklich suoer ist - nicht nur für den Preis. Die Verarbeitung ist über jeden Zweifel erhaben, die Hardware von guter, stabiler Qualität und die PU´s klingen wirklich top. Ich hab ne richtig gute Malmsteen Sign., welche nicht wirklich besser klingt, eher etwas anders. Wie immer, ist nat. alles auch etwas Geschmackssache! Mag man das Halsprofil, bzw. die Klarlacklackierung? Ok, etliche haben die runtergeschliffen, angerauht, use. kann man nat. auch machen.

Zur Mexico Std. Serie: Ich hatte ne Strat u. ne Tele, welche ebenfalls wirklich top waren. Allerdings gibt es da wohl durchaus, wie auch bei den US-Modellen, wahrnehmbare Qualitätsschwankungen. Es scheint, daß man bei der CV-Serie wohl sehr weitgehend in der Lage ist, ein hohes Qualitätslevel zu halten.
 
GunsNRoses83
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Ich habe mal vergleichen können.
Die CVs sind topp Gitarren und finde sie sind den Mex.Std.s mehr als ebenbürtig. Ich würde sogar behaupten, dass gew. CVs mit den USA Std.s mithalten können! :) Eine Mex.Std. halt ich zudem (Neupreise) für überteuert. Tolle Gitarren! Aber P/L-technisch eben etwas daneben... ;) Auch von den Mexikos gibt's Überflieger, klar.
Die teure Squier, die du gesehen hattest, war sicherlich eine jap. Squier. Quasi eine USA Strat mit "Squier" auf der Kopfplatte.
 
ReiRo
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Ich habe mir vor kurzem eine CV 50 auf ebay geschossen und bin absolut überzeugt von der Gitarre!
Die Quali und Habtik sind zu dem Preis unverschämt gut. Wenn man dagegen mal eine Affinity vergleicht ist der Unterschied enorm, anders als beim CV vs. Fender (Mex) vergleich, wo es eher um Vorlieben geht als um Qualität.
Mit der CV Serie machst du nicht viel falsch, gerade auch als Anfänger!

Gruß
 
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Noclue
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Ich denke man muss es einfach ausprobieren, da hilft es auch nichts die zu fragen, die passende Modelle besitzen, denn die haben ihren eigenen Geschmack und meist auch das jeweils andere Modell nicht bei der Hand ;-)

Bei mir war es seinerzeit die Entscheidung zwischen der CV Tele Deluxe und einer Fender MiM Std. Tele. Die Fender hat das Rennen einfach deswegen gemacht, weil sie so einen schönen popoglatten Hals hat und ich diesen klebrigen PVC an der Squier nicht mochte.

Mittlerweile habe ich noch eine Fender 72 Pawn Shop die auch eher klebrig ist und naja.. man gewöhnt sich dran, wenn man hart dran arbeitet ;-)

Das sind aber so Dinge, die kann dir keiner vorsagen oder die Entscheidung abnehmen. Das Ding muss sich in deiner Hand einfach richtig anfühlen und für dich richtig klingen. Grundsätzlich falsch macht man mit beiden Serien nüscht - egal ob Tele oder Strat.
 
beautifulmind
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Also ich habe beide Gitarren und kann dazu folgendes sagen: Die Squier ist um KLASSEN besser! Die Mexico steht bei mir nur noch rum.
Ich werde sie wieder verkaufen und mir noch eine zweite Squier Classic zulegen. Die Bespielbarkeit, das Handling, der Sound dieser Serie ist einfach Hammer.
Liest man auch in einigen amerikanischen Foren.
Für mich gilt: nie wieder eine "Mexico Fender".
 
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Ich hatte eine 60s Classic Vibe und habe momentan zwei Mexiko Standard Strats. Die Classic Vibe habe ich nach einigen Wochen wieder verkauft, da sie mir einfach auf lange Sicht nicht gefallen wollte.
Im Gegensatz zu den Mexiko Strats fühlt sie sich an wie ein Spielzeug - leicht, "künstlich", dick in Klarlack eingepackt.
Klanglich war sie auch dünn, hatte keine Tiefe, von dem quasi nicht vorhandenen Sustainblock und von der minderwertigen China-Hardware mal abgesehen.
Das Tremolo der Classic Vibe ist ebenfalls vom billigsten. Ganz merkwürdiges, leichtes Metall. Richtig tremolieren kann
man damit auch kaum, jedenfalls nicht ohne Nachstimmen. Mit dem Tremolo der Mexikanerin sind jedoch sogar Dive Bombs kein Problem - das Ding funktioniert einfach, wie es soll.
Ich habe 10 Jahre lang eine US-Strat gespielt, also das "Original" - und da kommt die Mexikanerin viel näher dran als die CV.
Auch wenn sie auf Bildern gut aussieht und oft gelobt wird - wenn man dagegen eine Mexiko Strat spielt, merkt man schnell, warum auf der einen "Squier" und auf der anderen "Fender" steht.
Classic Vibe (bzw. eher "Plastic Vibe") für mich nie wieder!
 
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Soulagents frühere Aussagen:

"Die Squier Standard Strat ist auch nicht so mein Fall, die empfinde ich auch als minderwertig beim Spielen. Erst die Classic Vibe finde ich richtig gut. Wenn ich die mit den echten Fender Strats vergleiche, die ich bis jetzt hatte, dann kann sie da gut mithalten."

"Kannst auch ruhig mal eine Classic Vibe 60's von Squier anspielen, könnte vom gesuchten Sound her voll ins Schwarze treffen. Ich bin von der Gitarre hellauf begeistert und ich hatte/habe auch teurere Fender Strats."

"Fender ist Fender, andererseits ist die Classic Vibe ist die beste Strat, die die Chinesen momentan bieten - das will auch schon was heißen.
Man merkt der CV durchaus an, dass sie etwas besonderes ist und die Chinesen hier mal zeigen wollten, was sie können."

Gruss
dreod
 
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Oh, da haben wir ja einen richtigen Truther hier im Forum. ;)
Gottseidank leben wir in einem freien Land, in dem jeder seine Meinung ändern kann.
Nun, ich habe die CV bestimmt nicht wieder verkauft, weil sie mir so gut gefallen hat - der gute Eindruck vom Anfang hielt eben nicht lang.
 
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Hallo heraklin,

Wie Du siehst, hat jeder seine eigenen Erfahrungen mit den verschiedenen Serien gemacht.
Und wie so oft wird dann nur das eigene oder getestete Instrument als Indikator für die gesamte Gitarrenserie genommen.

So einfach ist es bei Gitarren (egal ob A- oder E-Gitarre) aber leider nicht.

Es gibt sicher Instrumente von Squier, die "besser" sind als manche Fender Gitarren. Die Regel ist das aber nicht. Auch bei den Squier Teilen hatte ich schon Gurken in der Hand, die maximal als Wandschmuck taugen. Aber auch Strats, die es locker mit einer "durchschnittlichen" USA Standard aufnehmen konnten.

Das ist aber nicht die Regel.

Die einzige Regel, die man daraus schliessen kann, ist, das man um ein testen nicht drum herum kommt. Dies gilt aber auch für Fender Custom Shop Gitarren. Da ist auch nicht alles Gold, was glänzt. Wobei es da schwiereiger ist eine schlecht zu finden, aber es gibt sie.


lange Rede, kurzer Sinn:

Es gibt in jeder Preisklasse gurken, aber auch überdurchschnittlich gute Gitarren.

Daher würde ich dir als Anfänger zur Squier raten. Damit machst Du nichts verkehrt. Und in 1 oder 2 Jahren kannst Du dann immer noch nach etwas höherwertigem schauen.
Und wie du schon richtig erkannt hast, ist der Wertverlust der Squier geringer wie bei einer Mexico-Fender.
 
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Moin TE,

der Stratspieler IST ein Spieler von vielen MIM-Classic-Strats gewesen und hat derer jetze noch dreie. In den allermeisten Fällen (egal also ob 50s, 60s oder 70s Neck, mit Ahorn und / oder Palisandergriffbrett) können und konnten sie hinsichtlich ihrer Bespielbarkeit ab Werk einer guten 60CV NICHT so das Wasser reichen. Die MIMS sind alle ausnahmslos von mir erst einmal neu justiert worden bzw. eine davon inzwischen vom Fachmann neu bundiert worden. Eine einfach mal so im Laden in die Hand genommene 60CV hat mich angesichts ihrer sofortigen und problemlosen, schnarr- und schepperfreien Bespielbarkeit ganz schön vom Hocker gehauen. Auch der Sound war erst einmal so gar ned übel.

Dennoch kämen 60CV für mich nicht infrage, weil ich Classics mit ihren Unzulänglichkeiten WOLLTE. Unzulänglichkeiten: Die Gitarren lassen sichselbstverständlich erst eimal spielen. Und wenn ich dann von Unzulänglichkeiten spreche, dann muss man wissen, dass das ein langer Prozess des Gewachsenseins mit diesen Gitarren ist und ein Jammern auf hohem Niveau.

Du solltest vergleichsweise antesten und Dir klar werden, was Du möchtest: Kannst Du mit einer 60CV und deren Bundierung und Einstellung leben, einschliesslich ihres Klanges. Oder möchtest Du (weiter gesehen) eine eher "richtige" Fender, die dann aber sicherlich nachjustiert werden muss, u.U. auf längere Sicht (!) auch neu bundiert werden muss, da Du ggf. mit den Spaghetti-Bünden der Classics nicht leben kannst. Aber vielleicht gefallen Dir die dickeren Bünde der MIM-Standard besser. Daher auch die Anführungsstriche bei "Richtig".

Die Latte ist nach oben offen: würde ich eine 60CV mit meiner ollen 89er AmStd vergleichen, so würde die 60CV angesichts ihres Halsprofiles plus Bundierung schlagartig verlieren.

Daher vergleichsweise testen, testen und nochmals testen und manchmal eröffnen sich erst beim Testen neue Welten, an die man zunächst noch gar nicht gedacht hat und es wird doch eine ganz andere Strat.

CU MM
 
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Soulagents frühere Aussagen:

"Die Squier Standard Strat ist auch nicht so mein Fall, die empfinde ich auch als minderwertig beim Spielen. Erst die Classic Vibe finde ich richtig gut. Wenn ich die mit den echten Fender Strats vergleiche, die ich bis jetzt hatte, dann kann sie da gut mithalten."

"Kannst auch ruhig mal eine Classic Vibe 60's von Squier anspielen, könnte vom gesuchten Sound her voll ins Schwarze treffen. Ich bin von der Gitarre hellauf begeistert und ich hatte/habe auch teurere Fender Strats."

"Fender ist Fender, andererseits ist die Classic Vibe ist die beste Strat, die die Chinesen momentan bieten - das will auch schon was heißen.
Man merkt der CV durchaus an, dass sie etwas besonderes ist und die Chinesen hier mal zeigen wollten, was sie können."

Gruss
dreod

Um das ganze nochmal zu verdeutlichen (nach einer drüber geschlafenen Nacht):
Die CV ist natürlich die beste Gitarre aus dem Hause Squier. Wahrscheinlich sogar eine der besten Gitarren Made in China. Ich habe mir im Vorfeld lange die begeisterten Reviews angesehen und durchgelesen und sie mir dann Anfang März diesen Jahres beim großen T bestellt.
Als ich den Karton öffnete dachte ich erst einmal "Wow!". Sie sah toll aus, hatte keine Verarbeitungsmängel, alles war, wie es sein sollte. Die direkt von zwei Personen abgezeichnete QC-Karte macht zudem ordentlich Eindruck.
Im Zuge dieser Begeisterung schrieb ich oben zitierte wohlwollende Kommentare hier im Forum.
Aber wer länger Gitarre spielt und mehrere bereits Modelle besaß, weiß, dass die ersten Wochen mit einem neuen Instrument meistens gut verlaufen und man begeistert ist, weil man ja eben auch WILL, dass man etwas gutes gekauft hat.
Wenn diese Wochen vorbei sind, kommt jedoch die "kritische Phase", in der man mit dem Instrument entweder "zusammenwächst" oder nicht.
Ich wuchs mit der CV nicht zusammen.
Die strahlende Optik ging mir nach einiger Zeit mehr und mehr auf die Nerven, weil ich, nachdem die Begeisterung abflaute, die Sache objektiver sah und mir das, was die CV mitbringt, im Endeffekt doch nicht reichte.
Die restlichen Kritikpunkte in Punkto schlechtere Hardware etc. kamen schnell hinzu. Als ich dann im Juni die Chance hatte, günstig an eine zweite Mexiko Standard Strat zu kommen, musste die CV das Feld räumen.
Die CV ist keine schlechte Gitarre, wie gesagt, sie hält das, was sie verspricht, aber ich empfand sie als sehr künstlich bzw. überstylt.
Die mexikanische Strat ist für einfach authentischer an dem dran, was ich von einer Gitarre namens "Fender" erwarte, auch wenn sie eher schlicht daherkommt. Jedem aber steht das Recht zu, dies anders zu sehen und ich hoffe dass Ihr meinen Meinungswechsel verstanden habt.
 
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...Die mexikanische Strat ist für einfach authentischer an dem dran, was ich von einer Gitarre namens "Fender" erwarte...

TE: Genau das sind diese "Unzulänglichkeiten", die man an diesen Gitarren kennt und von denen ich schrieb. Historie satt und keine glattgebügelten oder seitlich verrundeten Griffbretter. Die MIMs sind authentischer.

OK, tumber Mopped-Vergleich: Keine plastikverkleideten rundjaulenden Rennfräsen, sondern ölige und sich schüttelnde olle, herrliche Indians. :D
 
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heraklin
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ich möchte mich erstmal "bei euch allen" für eure Beiträge bedanken, es ist interessant und hilfreich :hat:

Ich finde es völlig okay das man seine Meinung zu einem Instrument, wenn man es ausgiebig und einen längeren Zeitraum probiert hat, auch mal ändert, so wie Soulagent79.
Ich hätte da auch kein Problem ehrlich zu sein und zu bekennen das ich meine Meinung zu einer Sache geändert habe.

Selbstverständlich ist, wie einige zu Recht schreiben, der optimale Weg die verschiedenen Gitarren in die Finger zu nehmen und im Laufe der Zeit rauszufinden welche einem besser passt.
Ich weiss schon recht gut was ich will und treffe deshalb auch relativ schnell Entscheidungen.
So hatte ich nachdem ich mir klar war, das ich nun auch eine E-Gitarre haben möchte, ziemlich schnell heraus das es eine der hier genannten Stratocaster sein muss.
Als oldschool Musik Typ, Generation 50+ der als Musikkonsument seit über 30 Jahren vom Rockmusik und Bluessound der 60s und überwiegend 70er, jedoch auch vom echten damaligen Punkrock geprägt ist, spricht mich in allen Belangen, bei Sound und Optik eine Stratocaster am meisten an.

Als Rory Gallagher Verehrer, finde ich z.B. seine abgewetzte Strat die es nachgemacht für 2500,- EUR gibt, absolut geil und würde sie mir bei einem Lottogewinn sofort kaufen :)

Rory_Gallagher_Stratocaster_3_Tone_Sunburst_R55948_a.jpg


Ich war wie bereits anfangs erwähnt, eine halbe Stunde in einem Musikladen und habe bewusst, nur die Haptik der Squier und der Ami Standard Fender verglichen.
Als Anfänger ist das gar nicht so einfach, deshalb verlasse ich mich da zusätzlich auf meine Intuition.

Die Squier lag sehr bequem in der Hand und ist schön leicht, jedoch der fette Lack und der recht üppig lackierte Ahornhals gefallen mir nicht so gut.
Da ich eine Akustik Sigma DMST-NT mit Rosewood Griffbrett habe, möchte ich zum Anfang eine Stratocaster mit Ahorngriffbrett, auch weil es einen Tick heller klingt wie ich rausgefunden habe.
Die Ami Fender in sunburst mit Ahornhals und minimaler Lackierung fühlte sich bei meinem Haptik Test deshalb besser an, intuitiv hatte ich sofort ein sehr gutes Gefühl.
Rein von diesem Haptik Test hat mir die Ami Standard Fender schon besser zugesagt, deshalb kam ich nach diesem Haptik Test ja erst auf die Idee, wegen meinem begrenzten Budged über eine gebrauchte, bezahlbare Mexiko Fender nachzudenken.

Ich stehe auch wie einige von euch auf möglichst authentische Sachen und Originale, auch wenn damit kleine Nachteile verbunden sind, also wäre zum Einstieg direkt eine richtige Fender schon ne tolle Sache. Ich habe zwischenzeitlich sehr viele youtube Videos von unterschiedlichen Fender Strats angeschaut, das macht ganz schön an und hat bereits einen leichten Suchtfaktor erzeugt, sodass das "haben wollen" einfach nicht mehr aus dem Kopf geht :D

Ich hoffe bei einer gebrauchten auf einen Glückstreffer, d.h. gut eingespielt und in allen Belangen eine gute MIM Fender. Wenn es dann doch nicht passt werde ich sie ohne Wertverlust einfach wieder verkaufen. Ich habe bereits was im Auge und bin kurz davor zu kaufen, es wird wohl noch diese Woche sein, natürlich werde ich gerne berichten.

Grüße @all
heraklin
 

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Frag mal Olli von Session Music nach den 'gnääääz und ööööös', ...aber ich steh ja auch auf die Dinger.
Teste mal die CV Squier, ich bin von den MIM komplett weg wegen denen.
 
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